(Diesen Artikel hatte ich 2020 geschrieben nach der Präsentation der Kampagne #DeineStimmeGegenHass! Anfang 2026 habe ich ihn aktualisiert.)
Appell an die Vernunft – Vernünftig?
In den 90er Jahren startete die Kampagne „Keine Macht den Drogen“ – heute gehen die Zahlen der Suchterkrankten und der Menschen mit problematischem Konsum weiterhin in die Millionen. Zwar dürften viele den Slogan kennen, doch ansonsten wird dieser Versuch, ein großes Problem in den Griff zu bekommen, als gescheitert betrachtet.
Und dennoch starten wir weitere Kampagnen. Damals wie heute wird an die Vernunft erwachsener Menschen appelliert, wird Aufklärung betrieben. 2020 rief man die Kampagne #DeineStimmeGegenHass ins Leben – und sie war zum Scheitern verurteilt. Warum?

Wir können nicht lernen
„Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.“ Diesen Satz traut man Gandhi nicht zu, denn er klingt wenig optimistisch. Doch er hat recht, wenn er ihn tatsächlich gesagt hat. Welche Lehre hätte man aus der gescheiterten Anti-Drogen-Kampagne ziehen können? Dass man die Ursache eines Problems angehen muss und nicht die Folgeerscheinungen.
Was ist die Ursache von Sucht? „Nicht alle Abhängigkeiten haben ihren Ursprung in Missbrauch oder Traumata, aber ich bin überzeugt, dass sie alle auf schmerzhafte Erfahrungen zurückgeführt werden können.“ Das sagt der kanadische Arzt Gabor Maté, der sich seit Jahrzehnten mit Sucht befasst und bezieht sich dabei auf die Kindheit.(Quelle) Wer also den Drogen ihre Macht entziehen will, muss damit im Kinderzimmer anfangen und die dort Aufwachsenden vor schmerzhaften Erfahrungen beschützen.
Und wie entsteht Hass?
Seine Wiege steht an der exakt gleichen Stelle, an welcher Sucht geboren wird: im Kinderzimmer. Nein, damit ist nicht gemeint, dass Eltern ihre radikale, hasserfüllte Gesinnung an ihren Nachwuchs weitergeben. In einem gemeinsamen Kinderzimmer können ein späterer Antifa und eine AfD-Anhängerin aufwachsen. Dieser Raum ist der Ort, wo all unsere Meisen und Macken das Licht der Welt erblicken. Keiner unserer Special Effects kommt aus heiterem Himmel, jeder ist der Donner nach dem Einschlag. Und dieser findet praktisch immer im Elternhaus statt. Wer den Geschichten von Menschen zuhört, wird sich schwertun, dies als bloße Theorie abzutun. Wer die Arbeit von Psychologen verfolgt, wird schwer Gegenargumente finden.
Ohren zu
Nur hören wir den Geschichten nicht zu. Nicht der großen Weltgeschichte, nicht den Geschichten derer, die einen fassungslos machten und machen. Hitler kam nicht mit ausgestrecktem Arm und Bärtchen über der Oberlippe zur Welt, genauso wie heute kein Baby als Neonazi, Linksextremer, Populist, Rassist oder Internettroll geboren wird. Würden wir uns mit den Geschichten befassen, dann könnten wir daraus lernen, was hasserfüllte Diktatoren verbindet mit Serienmördern. Wir würden verstehen, was sie mit Kinderschändern verbindet, genauso wie mit Extremisten, Rassisten und Trollen. Mit Sätzen wie „Nazis darf man hassen“, „Hängt die Mörder!“ oder „Schneidet ihm den Schwanz ab!“ kann man ordentlich Dampf ablassen. Doch mit Wut wird man zukünftigen Opfern ihr Leiden nicht ersparen, genauso wenig wie mit härteren Strafen oder Appellen an Menschlichkeit, Mitgefühl oder gar die Vernunft. Und was bringt es Opfern, wenn die Täter an ihnen gehängt oder kastriert werden? Der Schaden lässt sich damit nicht ausradieren.
Das gefällt mir nicht
Doch wir hören nicht zu. Und wenn doch, dann heißt es: Die Moral der Geschichte gefällt mir nicht, ich will das nicht hören.
Über 50% der sexuellen Übergriffe gegenüber Kindern werden von nicht-pädophilen Menschen begangen. Das Hauptmotiv dieser Täter ist das Ausüben von Macht und das Spüren von Überlegenheit.(Quelle) Warum müssen erwachsene Menschen an Babys, Kleinkindern und Teenagern Macht demonstrieren? Würde man den Geschichten der Täter zuhören, wäre klar: Weil sie sich unter ihrem Vater und/oder ihrer Mutter winzig gefühlt haben, selbst erniedrigt wurden.
Schaut man sich die Biografien von Serienmördern an, wird man ebenfalls keine finden ohne Vernachlässigung, Gewalt, Missbrauch, … Schaut man in die Biografien von Diktatoren und jener, die gern Diktator sein möchten, findet man immer mindestens einen Elternteil, von dem es keine Zuneigung, Aufmerksamkeit, Anerkennung, Liebe im gesunden Maße gab.
Aber mein Weltbild!
Der Massenmörder von Hanau war psychisch krank. Doch das können wir nicht als Ursache gelten lassen, diese Moral passt nicht ins Weltbild. Er war rechtsextrem und hatte nur nebenbei Psychosen. Seine Tat war rechtsextremistisch und hatte nichts mit der psychischen Schräglage zu tun!
Und so kämpfen wir gegen den Extremismus und nicht gegen die Entstehung von psychischen Erkrankungen und können wieder über die angebliche Spaltung der Gesellschaft jammern, an Vernunft und Mitgefühl appellieren. Dass die grausamsten Täter einst Opfer waren, passt uns nicht als Moral der Geschichten, denn was soll man dann empfinden: Hass oder Mitgefühl?!
Warum fragt keiner, woher die Wahnvorstellungen des Täters von Hanau kamen?
Wir ignorieren unsere Kinder
Woher kommen überhaupt psychische Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen? Dies muss unbeantwortet bleiben, denn: Wir ignorieren selbst die Geschichten unserer Kinder.
Zum Entstehen dieser Erkrankungen und Störungen gibt es eine gigantische Bibliothek voller Geschichten. Doch wir hören ihnen nicht zu. Noch schlimmer: Wir ignorieren sie. Laut Statistik von 2016 hatten zum damaligen Zeitpunkt 1,9 Millionen junger Leute zwischen 18 und 25 Jahren psychisch kaputt ihr Elternhaus verlassen (Quelle) – doch kein einziges Wort darüber fiel in Wahlkämpfen. EINE MILLION NEUNHUNDERTTAUSEND unserer Kinder und sie sind uns so was von egal. Kein Wort in Wahlkämpfen, kein Wort in Weihnachts- oder Neujahrsansprachen, kein Wort in den Generaldebatten im Bundestag. Zwischen Migranten, Wirtschaftswachstum, Krieg, Bewahrung des Wohlstandes und Klimawandel findet sich für sie kein Platz.
Und wenn doch, dann machen wir heute, 2026, die Folgen des Lockdowns in der Pandemie verantwortlich, die fehlenden sozialen Kontakte. Warum so viele Kids schon weit vor der Pandemie kaputt ihr Elternhaus verlassen haben, damit brauchen wir uns jetzt nicht mehr befassen. Stattdessen werden 20-Jährige aus der geschlossenen Psychiatrie zurück ins Leben entlassen, wo sie mit ihren Suizidgedanken wieder allein sein können. Vielleicht überleben sie ja bis zum nächsten Aufenthalt.

Vernachlässigbare Zahl?
1,9 Millionen Kinder, 26% aller 18- bis 25-Jährigen im Jahr 2016. Als ich diesen Artikel 2020 in seiner Urfassung schrieb, gab es ein Dauerthema in den Polit-Talkshows: der Erfolg von Populisten. Wenn 26% der Deutschen eine populistische Partei wählen, schien das zumindest damals eine Zahl zu sein, die man überhaupt nicht ignorieren kann. Aber wenn 26% unserer gerade erwachsen gewordenen Kinder mit Depressionen, Angststörungen, Panikattacken, bipolarer Störung usw. das Elternhaus verlassen, dann herrscht Schweigen. Warum fragt keiner, weshalb sie kaputt sind? Warum will keiner wissen, was sie kaputtgemacht hat? Aus Angst vor der Antwort? Oder ist es pure Ignoranz, genau wie gegenüber den 28% der Erwachsenen insgesamt, die in der Statistik über psychische Erkrankungen aufgeführt sind? Und wer Menschen abseits von Psychiatrien kennenlernt, wird merken, dass die anderen 72% nicht automatisch als psychisch stabil eingestuft werden können.
Kopfschütteln
Statt uns die Geschichten anzuhören, reagieren wir auf unvernünftiges Verhalten mit: Kopfschütteln, Schnappatmung, „Wie kann man nur …“
Und kurz darauf startet der Versuch, sie mit Appellen an die Vernunft von ihrem Weg abzubringen oder mit anderen Mitteln. Aber warum fragt kein Psychologe seine Patienten, ob in dessen Kindheit Tore beim Fußball gezählt wurden? Warum sagt kein Psychologe: „Jetzt, wo Gendersprache sich verbreitet, müssten Sie doch die Aufmerksamkeit fühlen, die Sie seit Kindertagen vermissen?! Warum sind Sie dann hier?!“
Was würde passieren, wenn wir sie alle an einen Tisch setzen und ihnen zuhören würden? Jene, die Klopapier horten. Jene, die plündernd durch Stuttgart rennen. Jene, die mit Reichskriegsflaggen vor dem Parlamentsgebäude wedeln. Jene, die keinen Monat Single sein können. Jene, die für Likes blankziehen, ihr Gesicht per App oder OP komplett verändern. Jene, die als Z-Prominente aufgebaut werden und für Aufmerksamkeit alles mit sich machen lassen. Jene, die im Netz trollen, mobben, Morddrohungen verschicken. Jene, die Gaffer-Videos veröffentlichen. Jene, die absolut jedem helfen wollen, Jene, die Reifen an Krankenwagen zerstechen und Sanitäter, Polizisten, Feuerwehrleute, Lehrer, Zugbegleiter, Schiedsrichter usw. angreifen. Jene, die Verschwörungsmythen verbreiten. Jene, deren Leben nur aus Arbeit besteht. Jene, die als Influencer dafür werben, man solle zu seinem Ich stehen und die mit 19 die dritte Schönheits-OP hinter sich haben.
Wir schütteln über sie alle die Köpfe, sprechen von der Spaltung der Gesellschaft – und sehen nicht: Das Verbindende.

Ich bin doch nicht so wie die!
Und wir merken nicht, dass wir selbst zu ihnen gehören. Was würde passieren, wenn man an diesem Tisch keine Gespräche über politische Ansichten oder schräges Verhalten zulassen würde, sondern nur Erzählungen aus der Kindheit?
Plötzlich würde unbegreifliches Verhalten zu verstehen sein und hinter der vermeintlichen Spaltung käme etwas sehr Verbindendes ans Licht: Kinder wachsen mit Vernachlässigung, Demütigung, Gewalt, Missbrauch auf. Oder sie werden im goldenen Käfig groß, ohne Leitplanken. Oder die Eltern leben vor, dass man nur jemand ist, wenn man bis zum Umfallen arbeitet, Einfluss hat.
Das Ego, der Selbstwert ist durch all das entweder nie gewachsen oder wurde narzisstisch grandios. Sucht, andere psychische Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen sind die Folge und sowohl in Plattenbau, Reihenhaus und Villa zu finden. Auf Umwegen versuchen wir, unser Ego nachträglich aufzubauen: durch Aufmerksamkeit als Prominenter, Influencer, über Likes, egal ob mit der eigenen nackten Haut oder Bildern von blutübertrömten Unfallopfern, über ständig neue Beziehungen, über Lautstärke, über Macht, über Einfluss, über Geld, … Auf irgendeine Weise müssen wir unseren Wert, den wir uns selbst zugestehen, erhöhen.

Oder wir werten unser Ego auf, indem wir andere abwerten: Ausländer, Deutsche, Juden, Muslime, Christen, Politiker, Journalisten, Schwule, Frauen, Blondinen, Schwarze, Weiße, Gutmenschen, Schlechtmenschen, Millionäre, Bürgergeld-Empfänger, Wissenschaftler, Aluhutträger, Radfahrer, Autofahrer, Schalke-, Dortmund- oder Bayernfans, Gen Z, alte, weiße Männer … Dieses pauschale Abwerten bekommt den Namen: Hass.
Die Moral der Geschichten
Wen wir an dem Tisch mit all den scheinbar sehr unterschiedlichen Menschen zuhören würden, wäre klar: Aus Opfern werden Täter. Täter an anderen und/oder an sich selbst. Wer keine Täter will, muss neue Opfer verhindern. Wer dafür sorgt, dass Kinder mit ehrlicher Zuneigung durch die Eltern aufwachsen, braucht später weder ein Hashtag #DeineStimmeGegenHass noch Kampagnen wie „Keine Macht den Drogen“.
Kein Hexenwerk
Es geht (fast) IMMER um unser Ego, um unseren Selbstwert. Was immer wir machen, soll unseren Selbstwert wachsen lassen. Wir helfen anderen nicht aus Nächstenliebe, sondern weil wir uns dabei selbst besser fühlen, unser Ego aufwerten. Auch ich hätte dies alles hier nicht geschrieben, wenn mein Unterbewusstsein nicht viel Beifall erwarten würde. (Wobei es auch sagt: „Sei nicht enttäuscht, wenn du auf die Nase fällst.“)
Wir bringen niemanden zum Lachen aus Selbstlosigkeit, weder den Menschen an unserer Seite noch Tausende Leute in einem Stadion, sondern weil wir das Lachen als Schulterklopfer empfinden für unser Ego. Das verbindet Dieter Nuhr mit Mario Barth und Oliver Pocher und Lisa Eckhart und und und. Genauso wenig singen Künstler, damit sich andere unterhalten fühlen, sondern weil der Beifall das Ego streichelt. Finde einen Künstler, der nicht mit seiner Kindheit hadert.
Und wir hassen nicht einfach so, sondern weil wir unser Ego aufwerten wollen.
Willkommen im Narzisstischen Zeitalter
Das Erniedrigen anderer gehört zu den Merkmalen der Narzisstischen Persönlichkeitsstörung.
Narzissten können unglaublich gut Menschen für ihre Zwecke einfangen. Sie können unglaublich gut manipulieren, um ihr Ziel zu erreichen. Sie halten sich für grandios wichtig und werten alle ab, die ihnen nicht von Nutzen sind. Sie sind von nichts so begeistert wie von sich selbst. Fehler machen sie keine, schuld sind immer die anderen. Bei Kritik schlagen sie um sich. Mit ihnen zu diskutieren ist wie der Versuch, ein Stück nasse Seife festhalten zu wollen.
Und nun eine kleine Veränderung: Populisten können unglaublich gut Menschen für ihre Zwecke einfangen. Sie können unglaublich gut manipulieren, um ihr Ziel zu erreichen. Sie halten sich für grandios wichtig und werten alle ab, die ihnen nicht von Nutzen sind. Sie sind von nichts so begeistert wie von sich selbst. Fehler machen sie keine, schuld sind immer die anderen. Bei Kritik schlagen sie um sich. Mit ihnen zu diskutieren ist wie der Versuch, ein Stück nasse Seife festhalten zu wollen.
Aber wir schweigen
Nicht einmal in der ersten Amtszeit von Donald Trump haben wir angefangen, über diese Persönlichkeitsstörung und deren Folgen im großen Umfang zu reden. Stattdessen erfanden Medien Worte wie „Trumpismus“, als wäre sein Verhalten einzigartig. Aber Narzissten regieren in viel mehr Ländern und in vielen Wohnzimmern.
Narzissmus als Störung ist nur eine mögliche Folge von falscher Zuneigung der Eltern. Eine andere ist Infantilität: „Erwachsene“ verhalten sich im Zwischenmenschlichen wie Kinder. Sie können es nicht ertragen, im Unrecht zu sein, mit ihnen kann man einfach nicht diskutieren, genauso wenig wie mit Histrionikern. Was das ist? In meinem Buch gibt es ein Beispiel.
Aber genauso wirken sich Angststörungen und Manien auf das Miteinander aus. Auch sie spielen sich nicht nur in den vier Wänden der Erkrankten ab. Wer Klopapier hortende Menschen in der Pandemie pauschal als durchgeknallte Egoisten abgetan hat, sollte im Hinterkopf haben: Knapp 10 Mio. Deutsche werden in der Statistik über psychische Erkrankungen unter „Angststörungen“ aufgeführt .(Quelle) Die Gelegenheiten, über psychische Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen zu reden, wären also immer da, ob durch unsere Kinder, durch Präsidenten, durch Elon Musk, Kanye West oder leere Supermarktregale – oder uns selbst.

Blick hinter die Gardinen
Wer hinter die Gardinen der Familien schaut, wird feststellen: Gesundes Selbstbewusstsein ist so rar wie Klopapier und Trockenhefe in den Hoch-Zeiten von Corona. Solange dies so bleibt, wird sich nichts zum Besseren wenden können, auch nicht mit dem ausgeklügeltsten Hashtag der Welt. Wer die scheinbare Spaltung zwischen Rechts & Links und Arm & Reich überwinden will, muss für stabile Egos sorgen und Brücken hin zu geistiger Gesundheit bauen. Persönlichkeitsstörungen und psychische Erkrankungen betreffen nicht zwei, drei Menschen aus bildungsfernen Randgruppen exklusiv, sondern Millionen in Plattenbau, Reihenhaus und Villa. Wenn wir nicht aus der Geschichte lernen, wird sie sich wiederholen, im Großen wie im Kleinen.
Hass lässt sich nicht mit Appellen an die Vernunft Erwachsener in den Griff bekommen, sondern indem Kindern ein gesundes Selbstbewusstsein durch ihre Eltern mit auf den Weg gegeben wird. Dies wird sich nicht in wenigen Jahren umsetzen lassen, denn dafür müssen die Eltern selbst ein stabiles Ego haben. Es wird sich über Generationen ziehen. Ja, wir sind nicht gerade Experten darin, auf lange Sicht zu denken. Und ja, wir können auch weitermachen wie bisher: uns anschreien, dann verzieht sich jeder in sein Zimmer und knallt die Tür zu. Wenn das der Sinn des Lebens sein soll, dann Gute Nacht.
Wir könnten aber auch mit etwas völlig Neuem beginnen: zuhören.
PS
Mit ruhig vorgetragenen Argumenten bekommt man weniger Aufmerksamkeit als mit verbalen Rundumschlägen. Deshalb gibt es eine „Kommt endlich aus dem Arsch“-Version dieses Artikels. Der Text mag lang gewesen sein, dennoch kratzt er nur mit einer Nadelspitze auf dem Lack. Die dicke Schleifmaschine namens „Verrückt – ein Aufschrei“ bietet den Einblick, den es dringend braucht.
Quellen
- https://www.dgppn.de/_Resources/Persistent/154e18a8cebe41667ae22665162be21ad726e8b8/Factsheet_Psychiatrie.pdf
- https://www.focus.de/familie/eltern/familie-heute/drogensucht-die-wahre-ursache-von-sucht-geht-auf-diese-6-erlebnisse-aus-der-kindheit-zurueck_id_9162061.html
- https://www.instagram.com/p/B8dnPC-I5ss/
- https://www.barmer.de/blob/144354/4b9c44d83dc8e307aef527d981a4beeb/data/dl-pressemappe-barmer-arztreport2018.pdf Seite 14
- https://web.de/magazine/panorama/psychische-probleme-reality-tv-suizid-bringt-quote-34459074
- https://www.deutsche-depressionshilfe.de/forschungszentrum/deutschland-barometer-depression
Den Blick hinter die Gardinen mit 80 weiteren Biografiesplittern gibt es in meinem Buch:

In 18 Stunden verstehst Du diese irre Welt.
Wer Menschen verstehen will, muss ihnen zuhören, sie beobachten, hinter die Fassade schauen: Warum heiraten wir? Sind Frauen von Natur aus gute Mütter? Was erlebt man bei der Partnersuche? Wem verdanken Elon Musk und Kanye West ihre Erfolge? Was treibt andere Prominente an – und was ist dein eigener Antrieb? Fallen psychische Erkrankungen vom Himmel? Warum steht jemand 5 Stunden unter der Dusche? Wieso glaubt Käpt´n Crazy, die Chinesen würden kommen? Sind Krankenhäuser tatsächlich Hurenhäuser? Warum verheimlicht eine 50-Jährige, dass ihr Vater soff?
Mit den Antworten auf diese Fragen wird unerklärliches Verhalten entzaubert. Kein Hashtag, kein Gendern und keine Kampagne wird diese Welt retten können. Erst wenn wir einsehen, wie wir ticken, kann sich etwas verändern. Komm mit auf eine Reise, die Dich verändern wird!
Das Buch gibt es bei bod.de, bei Amazon, genauso bei allen anderen Onlinehändlern. Du kannst aber auch beim Buchhändler um die Ecke danach fragen. Die ISBN: 9783 7557 0721 9. (Da sich bisher kein Verlag interessiert hat, werden keine Exemplare zum Mitnehmen rumliegen, deshalb bitte vorerst direkt im Laden bestellen.)
Noch viel mehr Lesestoff zum Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ findest Du hier:
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Verrückt – #MeineStimmeGegenIgnoranz – Laute Version (2026)
Was stimmt nicht mit dieser Welt?! Die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Aber was hört man, wenn der Kopf im Arsch steckt?
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„Was macht Dich denn bitte zum Experten?!“
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