#verrückt: Was Journalisten & Politiker mit Covidioten & Aluthutträgern verbindet

Käpt´n Crazy und die Chinesen

2009 erzählte mir beim Klassentreffen eine ehemalige Schulfreundin, Katharina, von ihrem Mann. Sie, damals Mitte 30, lebte mit ihm und ihren beiden Söhnen in einem großen Haus, an dem ihr Mann in jeder freien Minute weiter baute. Von „fertig“ waren viele Räume weit entfernt. Im Erdgeschoss hatten sie gemeinsam einen Laden eingerichtet, in welchem Katharina verkaufte. Ihr Mann hatte sich eine eigene Firma aufgebaut und gestaltete mit drei Angestellten Gärten und Höfe mit wirklich beeindruckenden Ergebnissen. Die Ideen gingen ihm nie aus, er arbeitete sehr sauber und hielt Fristen ein. Entsprechend gut lief die Firma.

Weniger gut lief das Miteinander zwischen ihm und Katharina seit zwei Jahren. Seine Trinkerei ließ ihn Dinge machen, die auf keine Kuhhaut gingen – zumindest nahmen alle an, dass es mit seinem Alkoholkonsum zu tun hatte. Diesen reduzierte er auch nicht nach einem lebensbedrohlichen Treppensturz im Suff. Da gab es kein Umdenken wie: „Oh Gott, jetzt hätte ich fast meine Kinder zu Halbwaisen gemacht! Ich hab ein Problem!“ Nein, es ging einfach weiter.

Immer wieder gab es Streit, bei dem sich am Ende immer wieder Katharina für ihr Verhalten entschuldigte, um den Frieden wiederherzustellen. Diskutieren mit ihrem Mann war phasenweise völlig sinnlos. Er sah selbst Fehler nicht ein, obwohl seine Schuld eindeutig war. Außerdem hatte sie Angst, er würde ihr den Laden kündigen. Auf einem Zettel in seinem Büro hatte sie Worte gefunden, die auf solche Pläne deuteten.

Und es fiel ihr schwer, sich einzugestehen, dass sie für diesen Mann trotz allem noch etwas empfand, zumal es auch Phasen gab, in denen er absolut ihre Nähe suchte, an ihrem Rockzipfel hing, fast wie ein Kind kuscheln und schmusen wollte. Und einige Zeit später war sie wieder nur die Haushaltshilfe und das Kindermädchen. Um die beiden Söhne kümmerte er sich dann kaum, dafür um sein Quad, das er sich ohne Absprache mit Katharina für reichlich Geld gekauft hatte. Als er mit dem Teil mitten in der Nacht im Wald stecken blieb, sollte Katharina ihn abholen kommen. Mit reichlich Bauchschmerzen ließ sie die Kinder – damals 6 und 8 – allein und fuhr planlos durch die Gegend, denn ihr Mann hatte nicht gesagt, wo er ist. Nach einer Stunde ergebnisloser Suche fuhr sie wieder nach Hause, ein Kumpel half am frühen Morgen.

Weitere Episoden folgten. Und er schlief in diesen rastlosen Phasen wenig. Zwei Stunden Schlaf reichten ihm, denn: „Schlafen kann ich, wenn ich tot bin.“ Er schmiss mitten in der Nacht Bauschutt per Schaufel aus dem Fenster in einen Container, fuhr spontan Hunderte Kilometer weit in die Schweiz, um dort festzustellen, dass er in Hamburg eine Rassekatze gekauft hat und diese abholen muss.

Nach Monaten wurde er wieder ganz anders, klebte wieder Katharina am Rockzipfel, konnte nicht verstehen, was er zuvor alles angerichtet hatte, wollte sein Quad verkaufen, welches er nun nicht ansehen konnte.

Wieder Monate später reichten die 2 Stunden Schlaf pro Nacht, das Quad war wieder interessant. Im Keller sollten Vorräte angelegt werden, weil die Chinesen kommen. Dafür wollte er den Keller zu einer Wohnung umbauen, in der die Familie länger überleben konnte. Er quatschte im Urlaub alle Menschen an, hatte absurde Theorien über das Weltgeschehen, kaufte sich eine verdammt teure Uhr, obwohl sein Geschäft inzwischen bergab ging, wollte eine Fabrik bauen und diverse Dinge zum Patent anmelden, tanzte auf Tischen, kannte keinerlei Hemmungen und glaubte, bestimmte Lieder im Radio seien nur für ihn geschrieben worden.

Und wieder Monate später ließ er den Keller Keller sein, von den anrückenden Chinesen war überhaupt keine Rede mehr und auch sonst war alles „normaler“.

Katharina, an der das alles deutliche Spuren hinterließ, und ich verstanden nichts. Wir konnten uns nur in Galgenhumor flüchten, tauften ihren Mann „Käpt´n Crazy“, sahen ihn wie Jekyll und Hyde. Ihr Mann hatte in der Schule zu den Besten gehört, er war fleißig, kreativ, zeigte sich phasenweise sehr verletzlich – und baute in anderen Phasen unglaublichen Mist mit sich, seiner Familie, seinem Geschäft – seinem ganzen Leben.

Veronika und der Angriff der Roboter

2016 fand sich die Tochter meiner Cousine in einer Realität wieder, die filmreif war. Nadine, 22, absolvierte ihre Ausbildung zur Altenpflegerin und hatte sich mit Veronika, 21, angefreundet.

Beide Frauen waren gerade in der Prüfungszeit im Praktikum. Nadine wollte von ihrer Freundin per Telefon wissen, wie es gelaufen war, doch sie erreichte Veronika nicht. Diese reagierte weder auf Anrufe noch Nachrichten, auch die Wohnung machte sie nicht auf. Als es doch zum Telefongespräch kam, redete Veronika „einen Haufen Mist“. Zum vereinbarten Treffen ein paar Tage später erschien sie nicht. Am späten Abend tauchte sie in Nadines Wohnung auf und erzählte, dass alle einen Chip unter der Haut haben und verfolgt werden. Sie hielt Nadine das Handy vor die Nase und sagte immer wieder: „Das Video musst du dir angucken! Du musst genau hingucken!“ Wenig später sprach Veronika davon, dass Roboter angreifen würden und sie wolle noch auf eine Party. Nach einer Zigarettenpause auf dem Balkon wollte sie bei Nadine bleiben, aß ihr den Kühlschrank leer, ging gegen 1 Uhr. Nadine war hundemüde, aber auch völlig durch den Wind.

Wochen später wandelte sich das Verhalten von Veronika komplett und ihr wurde klar, dass sie durch die verpasste Prüfung die Ausbildung geschrotet hatte. Für eine Fortsetzung fehlte ihr die Kraft, sie war im psychischen Tief. Von angreifenden Robotern und Chips unter der Haut war keine Rede mehr.

Ende 2017 bekam Nadine im Urlaub einen Anruf von Veronika und verstand nichts: „Da da du die da du …“ Als sie zurück in Deutschland war, besuchte Nadine ihre Freundin in der Klinik, in der sie inzwischen war und merkte, dass der Verfolgungswahn bei Veronika zurückgekehrt war. An den Wänden hingen verstörende Bilder.

„Ich bin bewaffnet!“

2017 ging es um den Verkauf eines kleinen Stücks Ackerlandes, an dem eine inzwischen 15-köpfige Erbengemeinschaft hing, einschließlich meiner Mum. Da alle Erben ausfindig gemacht werden mussten einschließlich jener Erblinien, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreichten, lernten wir kurzzeitig Verwandte kennen, von denen wir überhaupt keine Ahnung hatten, auch im eigenen Ort. Mit am Tisch saß eine Frau Mitte 60, die sich vor Jahren von ihrem Mann getrennt hatte. Dieser hatte es in regionale Zeitungen geschafft, als er seinen Vater als Geisel genommen und sich mehrere Stunden im Haus verschanzt hatte. Sich selbst bezeichnete er in den Verhandlungen mit der Polizei als Reichsbürger.

Die üblichen Reaktionen

Einer, der Vorräte anlegt, den Keller zur Wohnung umbaut, weil die Chinesen kommen, wilde Theorien über die Welt erzählt und glaubt, Lieder im Radio seien für ihn geschrieben worden. Eine, die sicher ist, dass alle Menschen einen Chip unter der Haut tragen, verfolgt werden und vom Angriff der Roboter spricht. Ein sich als Reichsbürger bezeichnender Mann, der seinen Vater als Geisel nimmt.

Die üblichen Reaktionen von Journalisten, Politikern, Kommentatoren, Comedians und (fast) allen anderen bei solchen Geschichten: großes Kopfschütteln. Verächtliche Bezeichnungen im Stile von „Covidioten“ und „Aluhutträgern“. Appelle an die Vernunft. Ausdruck von Entrüstung wie von Kanzlerin Merkel in der Neujahrsansprache Ende 2020 über die Verbreitung von Verschwörungsmythen. Faktenchecks. Diskussionen über Radikalisierung und Extremismus und Spaltung der Gesellschaft. Noch mehr Kopfschütteln. Noch mehr Appelle an die Vernunft. Noch mehr „Was für Idioten/Spinner/Durchgeknallte!“-Kommentare.

Des Rätsels Lösung

Meine Reaktion auf das komplett verrückte Verhalten von Katharinas Mann war nicht anders. Unsere verächtliche Bezeichnung war „Käpt´n Crazy“. Immer wieder ging uns durch den Kopf: „Der muss doch mal vernünftig denken?! Der ist doch eigentlich nicht doof?!“ Katharina versuchte ihn mehrmals mit eigentlich nicht zu widerlegenden Faktenchecks davon zu überzeugen, dass er falsch lag. So hatte sie ihrem Mann einen Einkaufszettel mitgegeben: alle mitzubringenden Getränke in Großbuchstaben – er brachte die falschen. Sie hielt ihm den Zettel vor die Nase – aber es war nicht SEIN Fehler. Und so konnte ihm auch keiner ausreden, dass die Chinesen NICHT kommen. Zumindest nicht in den kommenden Wochen bis Monaten.

2 Jahre schüttelten wir immer wieder über Monate den Kopf – bis sich sein Verhalten für weitere Monate komplett änderte – was nicht weniger seltsam war. Und irgendwann ging alles von vorn los.

2011 löste sich das Rätsel. In einer Sendung von Sandra Maischberger saß ein Mann, der davon erzählte, wie er aus einem sehr teuer bezahlten Hotelzimmer im Bademantel per Taxi zum Regierenden Bürgermeister Berlins gefahren war, um ihm mal die Meinung sagen zu können. Sein Verhalten glich dem von Katharinas Mann beklemmend. Die Diagnose: bipolare Störung.

Als Katharina und ich lasen, was es damit auf sich hat, verstanden wir das bis dahin völlig Unverständliche. Das Verhalten ihres Mannes war lehrbuchhaft für diese Erkrankung. In den manischen Phasen explodiert die Kreativität – siehe die geplante Fabrik und Patente. Das Geld sitzt so locker, dass Verschuldung droht – siehe Quad und Uhr. Schlaf?! Braucht der Maniker nicht. Sexuell übersteigerte Lust – Kati bekam sie auf unschöne Weise zu spüren. In ausgeprägten Manien kann es zu Realitätsverlust kommen und zu Wahn, siehe die anrückenden Chinesen und die absurden Theorien. In den depressiven Phasen ist alles ganz anders, dann suchte er den Halt bei Katharina und den Kindern, den er sonst nirgends hatte.

Nach dem Abend, an dem Veronika in Nadines Wohnung vom Angriff der Roboter gesprochen hatte und von dem Chip, den alle unter der Haut tragen, hatte Nadine mit Veronikas Mum telefoniert, weil sie sich Sorgen um ihre Freundin machte und diese nicht erreichen konnte. Die Mutter dankte Nadine und erzählte, dass die bipolare Störung in der Familie liegt und bat Nadine, Veronika so zu lenken, dass sie in die Klinik geht. Sie sei die einzige, auf die ihre Tochter momentan höre.

Als sich die Erben des Ackerlandes einschließlich meiner Mum zum Unterzeichnen der Formalitäten zusammengesetzt hatten, erzählte die Ex-Frau des Geiselnehmers, der sich als Reichsbürger bezeichnete, dass dieser die Diagnose bipolare Störung habe.

Mit dir kann man ja nicht reden!

Wer je mit einem Menschen mit bipolarer Störung in einer ausgeprägten manischen Phase diskutiert hat, der weiß: Reden zwecklos. Wenn das Gras blau ist, dann ist es in den Augen des Manikers blau und nichts und niemand wird ihn vom Gegenteil überzeugen können. Kein Faktencheck, keine Beleidigung, kein Appell an die Vernunft werden etwas bringen. Man kann nur auf den Übergang in die depressive Phase warten, um als Partnerin oder Freundin dann traurigerweise mitzuerleben, wie sich das Gegenüber selbst fertigmacht. In den manischen Phasen will man dem Bipolaren regelmäßig den Kopf abreißen für den Scheiß, den er baut. In den depressiven Phasen möchte man ihn in die Arme nehmen, wenn er realisiert, was er in der Manie alles kaputtgemacht hat. Und du willst ihn bewahren vor der nächsten Manie, die ganz sicher kommen wird, schickst ihn zum Arzt. In der depressiven Phase nimmt der Bipolare Hilfe an – doch in der Manie besteht selten der Gedanke, dass auch dieser Abschnitt nichts mit Gesund zu tun hat. Das gehört zum Krankheitsbild genauso wie die Uneinsichtigkeit und hat nichts mit Unvernunft oder fehlendem Willen zu tun.

Weder Manie noch Depression kann man mit „Du musst nur!!! Jetzt sei doch mal vernünftig!“ beenden. Beides sind Hormonstörungen und Hormone lassen sich nicht von guten Worten oder verbalen Einläufen beeindrucken. Auch nicht von Beleidigungen oder Appellen an die Vernunft oder Faktenchecks. Würde sich ein Betroffener in einer ausgeprägten Manie von Worten der Vernunft überzeugen lassen können, wäre er nicht manisch. Von einem, der sich das Bein gebrochen hat, würde kein Mensch auf der Welt erwarten, dass er den 100-m-Weltrekord knackt. Bei psychischen Erkrankungen trifft man immer wieder auf dieses „Du musst nur!“

Drei von einer Million?

Die drei Genannten waren in den letzten 10 Jahren nicht die einzigen mit bipolarer Störung in meinem Umfeld und ihnen geht es wie Millionen anderer, darunter Paypal- und Tesla-Gründer Elon Musk, Rapper und Geschäftsmann Kanye West, den Sängerinnen Mariah Carey und Demi Lovato, den Schauspielern Mel Gibson und Catherine Zeta-Jones. Und auch Johann Wolfgang von Goethe, Vincent van Gogh und Robert Schumann kannten laut dem Psychiater Wilhelm Lange-Eichbaum die Achterbahnfahrten zwischen Himmel hoch jauchzender Manie und zu Tode betrübter Depression.

Wirklich verlässliche Zahlen über die Verbreitung der bipolaren Störung findet man nicht, so wie bei allen psychischen Erkrankungen. Das „Weißbuch bipolar“ geht von bis zu 2% Betroffenen aus. Manche Studien kommen zum Ergebnis, dass bis zu 5% der Gesamtbevölkerung von den Erkrankungen des gesamten bipolaren Spektrums betroffen sein könnten. (Quelle) So oder so käme man auf mindestens 1,2 Millionen Menschen in Deutschland mit bipolarer Störung, wobei die Heftigkeit der Verläufe und die Dauer der Phasen unterschiedlich ist. Beim Ex-Partner einer Frau, die ich bei der Suche nach Ms. Right kennengelernt hatte, wechselten die Phasen täglich. Nach drei Jahren Beziehung bekam sie Krebs – wohl durch den Stress, welchen das ständige Hin und Her verursacht hatte.

Die Angst vor dem fallenden Schnee

Nein, ich sage nicht, dass alle „Covidioten“, „Aluhutträger“ und Anhänger von Verschwörungsmythen bipolar sind. Wahnvorstellungen und Realitätsverlust KÖNNEN mit Manien auftreten. Ich sage: Für jedes Verhalten, so abwegig, verrückt oder unerklärlich es auch erscheint, gibt es eine Erklärung. Das habe ich über die letzten 10 Jahre gelernt durch rund 100 Geschichten von Menschen in meinem Umfeld und dem Umfeld anderer. Immer wieder fing es an mit verständnislosem Kopfschütteln und immer gab es den „Okay, das erklärt die Sache“-Moment.

Zum Beispiel bei Jochen. Er ist Ü50, ein Bär von einem Mann, knapp 2 m groß, macht in seinem eigenen Studio hochprofessionelle Musik – und ihm machen herabfallende Schneeflocken Angst. Diagnose u.a.: Angststörung. In seiner Wohnung klebt teils großflächig Alufolie, über sein Bett ist ein Netz gespannt, das Strahlung abhalten soll. Im Hotel kann er dich an jene Stelle führen, an der der WLAN-Router installiert ist, ohne je dortgewesen zu sein. Er merkt auch, ob dein Handy ausgeschaltet ist, wenn du neben ihm sitzt. Das macht es schwer, seine Abneigung von Handy-Strahlung einschließlich 5G als Spinnerei abzutun. Er hält sich für sehr empathisch, aber mit diesem Glauben lebt er in einer ganz eigenen Welt, was auf eine weitere Diagnose zurückzuführen sein kann: Histrionie. Eine angeblich gute Freundin ließ er in höchster Not sitzen und erklärte später, er habe doch an ihrem Bett gesessen. Mit 5 wäre er fast ertrunken, der Vater zerrte ihn beim nächsten Mal mit aller Macht in den gleichen See. Jochen ist Opfer und Jochen ist Täter.

15,4% der erwachsenen Deutschen sind wegen einer Angststörung in der Statistik aufgeführt, 9,8 Millionen Menschen. (Quelle) Aber auch Depressionen können von Wahnvorstellungen begleitet sein, Schizophrenie ebenso.

Und es gibt weitere Gründe, die zu schwer verständlichem Verhalten führen. Diese Erklärungen haben praktisch nie etwas mit fehlender Intelligenz des sich seltsam Verhaltenden zu tun. Mein ehemaliger Mitschüler Ullrich wurde 2020 von seinem narzisstischen Vater letztlich in den Suizid getrieben – der Vater war ein angesehener Arzt (und gehört zu den Pandemie-Leugnern). Seine Intelligenz hätte ihm sagen müssen, dass man weder Sohn noch Frau schlägt und ständig kontrolliert – doch er tat es über Jahrzehnte. Ähnlich erging es einer Frau, deren inzwischen Ex-Mann heute Bürgermeister eines Dorfes ist und die Ex bis in die geschlossene Psychiatrie gebracht hatte mit seinem Verhalten.

Und auch ein psychisches Steckenbleiben im Kindesalter (Infantilität) durch wenig hilfreiche Eltern kann dazu führen, dass man sich mit der Realität schwer tut und nicht mit sich diskutieren lässt. Das Eintreten für Mythen kann dem verletzten Ego Flügel verleihen: Endlich weißt DU, wie der Hase läuft. DU bist der Clevere und alle anderen sind nur blinde Schafe.

Wer psychische Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen bei Erklärungsversuchen für auffälliges Verhalten beiseite lässt, wird immer scheitern. Das gilt für die Prominenten wie Naidoo, Hiltmann oder Wendler genauso wie für die zahllosen Namenlosen. Wer hinter Klopapier hortenden Menschen einfach nur durchgeknallte Egoisten sieht und sich nicht z.B. mit Angststörungen befasst, wird immer nur die Augen rollen können. Wer hinter Donald Trump einfach nur einen machtgeilen, menschenverachtenden Dummkopf sieht, wird in der narzisstischen Persönlichkeitsstörung eine viel bessere Erklärung für sein Verhalten finden.

Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt

Die Anhänger von Verschwörungsmythen leben gedanklich in einer Welt, die es so überhaupt nicht gibt. Sie blenden Fakten aus, ignorieren sie, nehmen sie mit „Das brauchst du mir gar nicht erst erklären wollen“ von vornherein nicht zur Kenntnis.

Das verbindet sie mit dem großen Teil der Gesellschaft, nicht zuletzt jenen, die an der Meinungsbildung beteiligt sind und Themen setzen: Politiker und Journalisten. Zu den ausgeblendeten Fakten gehören die offiziell 28% psychisch erkrankten Erwachsenen in Deutschland, 17,8 Millionen Menschen. (Quelle) Kein Wort darüber in Bundestagsgeneraldebatten, in denen es um die brennenden Themen dieser Zeit geht. Kein Wort darüber in Wahlkämpfen. Kein Wort in wöchentlichen Talkshows von Anne Will bis Frank Plasberg. Erst wenn 28% eine populistische Partei wählen, ist diese Zahl offenbar groß genug, um Beachtung zu finde, rund um die Uhr darüber zu sprechen und über die angebliche Spaltung der Gesellschaft zu jammern.

Nicht einmal in den vier Amtsjahren von Donald Trump bekam das Thema Narzissmus den Platz, den es verdient hätte. Immer wieder nur Haare raufen und klischeehafte Erkärungsversuche. Wer sich je von einem Narzissten getrennt hat oder eine solche Trennung im Freundeskreis hautnah miterlebt hat, der wird die Zeit nach der Präsidentschaftswahl mit einem Schulterzucken vernommen haben. Denn genau so läuft eine Trennung von einem Narzissten: Er akzeptiert es nicht, egal, wie klar du ihm das Ende der Beziehung auch machen willst. Er manipuliert das Umfeld, um sein Eigentum doch noch behalten zu können. Aber nein, es wird geschwafelt von Angriffen auf die Demokratie, welche sich wehrhaft zeigen müsse.

Ähnliches Bild beim Attentäter von Halle: Wieder wurde von Politikern und Journalisten eine klare Trennlinie gezogen zwischen Extremismus und psychischer Erkrankung. Als würde die Erkrankung sich nur in den heimischen vier Wänden abspielen und außerhalb ist man dann ein stinknormaler, von der Vernunft oder Unvernunft geleiteter Extremist. „Krank oder nicht, das ist Rechtsterror“, so der Kommentar eines ntv-Journalisten. (Quelle)

Wenn der Mörder von Regierungspräsident Lübcke über seinen prügelnden und trinkenden Vater und seine Kindheit spricht, will er ja nur auf Mitleid machen. Wir hören nicht hin, weil uns die Moral der Geschichte nicht gefallen würde: Aus Opfern werden immer wieder Täter. Man suche nach einem Serienmörder, in dessen Kinderzimmer es keine Gewalt gab. Aber klar: „Das ist noch lange kein Grund, jemanden umzubringen!“ So einfach ist die Welt, wenn man einfach wegschaut.

In einem Artikel bei web.de Anfang 2021 wurden unter der Überschrift „Zum 65. Geburtstag von Mel Gibson: Superstar und Hollywood-Rüpel“ dessen filmische Erfolge und Skandale aufgezeigt, versehen mit den Sätzen: „Immer wieder muss Gibson dementieren und sich entschuldigen, er verweist auf eine diagnostizierte Bipolare Störung und seinen Alkoholismus, um seine wiederholten Ausfälle zu entschuldigen. Auch wenn es aufgrund der Vielzahl der Vorfälle immer schwerer wurde, ihm aufrichtige Reue abzunehmen, gelang Gibson das Comeback in Hollywood.“ (Quelle) Schon das Wort „Rüpel“ in der Überschrift zeigt, wie viel Aufklärungsarbeit bei Journalisten nötig ist, damit sie in der Realität ankommen. Wieder klingt es nach „Der will sich ja nur rausreden.“ Wer sich den Film „Der Biber“ mit Gibson anschaut und seine bipolare Störung im Hinterkopf hat und Menschen mit dieser Erkrankung selbst erlebt hat, der weiß, warum er dort verdammt überzeugend wirkt.

Das heißt: Politiker und Journalisten leben in einer Welt, die es so überhaupt nicht gibt. Sie blenden einfach Fakten aus, ignorieren sie, nehmen sie mit „Das brauchst du mir gar nicht erst erklären wollen“ von vornherein nicht zu Kenntnis. Sie sitzen also mit den von ihn verachteten und getadelten Verschwörungsmythen-Anhängern in einem Boot.

In ihrer Welt sind Politiker und Journalisten auch in ihre Ämter und Berufe gekommen, weil sie etwas für andere bewegen wollen. Kaum einer wird auf die Frage „Warum sind Sie in die Politik gegangen/Warum sind Sie Journalist geworden?“ antworten: „Für mein Ego ist es gut, Macht/Einfluss/Aufmerksamkeit zu haben.“ Nein, natürlich handeln sie uneigennützig. Weil Menschen uneigennützige Wesen sind. Deshalb sprechen sie auch von Bürgerinnen und Bürgern, von Leserinnen und Lesern, Zuschauerinnen und Zuschauern. Das hat nichts mit dem Glauben zu tun, man würde Beifall bekommen und das Ego kann jubeln. Und man kann sich dabei einreden, etwas für Frauen zu tun, indem man Männer umerzieht. Klar, weil Erwachsene erziehbar sind. Wer sich selbst nicht kennt, steht immer auch bei anderen Menschen vor Rätseln.

Verstehen statt Entschuldigen

Nein, es geht nicht darum, Ausreden oder Entschuldigungen für sprachlos machendes Verhalten wie Extremismus oder Hass u.ä. zu suchen. Es geht darum, die Gründe für Extremismus und Hass und das Verbreiten von Mythen zu verstehen und daraus zu lernen, was man dagegen machen kann. Mein Vater war ein Arsch, aber wie jeder Arsch war er selbst als Kind Opfer. Ich verzeihe ihm nicht, ich vergebe ihm nicht, weil ich nicht in diesen Kategorien denke. Ich verstehe es einfach, weil ich inzwischen seine Geschichte kenne und die Geschichten anderer und kann dadurch meinen Frieden mit ihm finden. Und die Lehre aus seiner Geschichte und denen all der anderen ist für mich:

Wer keine Täter will, muss dafür sorgen, dass es keine neuen Opfer gibt.
Erkenntnis aus rund 100 Geschichten aus der realen Welt von realen Menschen

Mir ist bisher niemand begegnet, dessen bipolare Störung, Depression, Angst- oder Zwangsstörung, Narzissmus, Infantilität oder Histrionie aus dem Nichts kam. Immer führte die Spur in eine alles andere als kindgerechte Kindheit. Wer also Menschen beleidigt, die Verschwörungsmythen verbreiten, wird immer auf ein einstiges Opfer im Kinderzimmer verbal einschlagen.

Mir ist klar, dass man wie bei jedem Thema nicht alle über den berühmten einen Kamm scheren darf und es sicher Ausnahmen unter Politikern und Journalisten gibt. Aber jeder, der in der einen oder der anderen Branche unterwegs ist, weiß doch bestens: Mit allzu differenzierten Texten bekommt man maximal stilles Kopfnicken. Wenn du aber von der Zerstörung von irgendetwas sprichst und ein schrilles Äußeres hast, dann regt man sich erst über dich auf und befasst sich danach mit dem, was du gesagt hast.

Und wenn ich mit der Lupe nach den Ausnahmen unter Journalisten und Politikern suchen muss, dann hat das Thema aus meiner Sicht überhaupt nicht die Aufmerksamkeit, die es braucht. Bei Millionen Betroffenen kann psychische Gesundheit kein Nischenthema sein. Und solange 19% der Deutschen glauben, Depressionen ließen sich mit Schokolade und Zusammenreißen wegatmen, sind wir noch mittendrin in einer Welt, die es so nicht gibt. (Quelle)

Die Pandemie wird eine Welle von psychischen Erkrankungen bringen – über den bereits vorhandenen hohen Wasserstand. Stress, vor allem lang anhaltend, ist immer wieder der Startschuss und finanzielle Ängste sind Stress, das erlebe ich selbst. Spätestens dann wird es sehr schwer werden, das Thema weiterhin zu ignorieren. Aber wie immer kommen wir erst aus dem Arsch, wenn wir im selbigen sind.

Drum werfe den ersten Stein

Wie weit entfernt sind die Anhänger von Verschwörungsmythen auch abseits vom Ausblenden der Fakten von jenen, die sich entrüsten über die Verbreitung? Immer wieder tauchen bei den neueren Mythen Q-Anon und der Deep State auf. Ja, man kann den Kopf schütteln über Menschen, die daran glauben, eine unsichtbare Macht würde im Hintergrund die Geschicke auf dieser Welt lenken. Man kann sie als Verrückte bezeichnen, man kann die Verbreitung dieser Mythen verurteilen. Man könnte es auch mit anderen Erklärungen versuchen, siehe oben.

Aber wir leben doch seit Tausenden Jahren in einer Welt, in welcher Millionen und heute Milliarden Menschen an eine unsichtbare Macht glauben, die Himmel und Hölle erschaffen hat?! Für diese Macht wurden Kathedralen errichtet, es gibt Feiertage, am Sonntag sollst du wegen dieser Macht ruhen, es gibt Geistliche, die sich rund um die Uhr mit dieser unsichtbaren Macht befassen, es gibt ein anerkanntes Studienfach. Es gibt einen kleinen Staat, in welchem sich alles um diese unsichtbare Macht dreht. Zu dieser unsichtbaren Macht wird gebetet, ihr wird gedankt, ob nach Fußballspielen oder Grammy-Verleihungen als gäbe es eine Liveübertragung zu ihm. Im Namen dieser unsichtbaren Macht werden Homosexuelle geächtet, Frauen unterdrückt, Teufelsaustreibungen durchgeführt. Im Namen dieser Macht wurden moralische Leitlinien gesetzt. Im Namen dieser Macht wurden Parteien gegründet und der Glaube an diese Macht wurde in Parteinamen verankert. Spitzenvertreter dieser Parteien verurteilen das Verbreiten von Weltbildern, die nichts mit der Realität zu tun haben und offenbar nur Erfindungen von Geschichtenschreibern sind. Und diese Entrüstung zeigt die Bundeskanzlerin wenige Tage nachdem die Geburt des Sohnes dieser unsichtbaren Macht ausgiebig gefeiert wurde. Und wenn man den Glauben an diese unsichtbare Macht in Frage stellt, reagieren die einen gelassen und andere sehen heftig rot.

Wo genau liegt der Unterschied zum Glauben an Q-Anon oder den Deep State?! Weil der eine Glaube Jahrtausende alt ist und sich viele intelligente Menschen bereits damit befasst haben, während dem anderen nur „Idioten“ frönen, über die man verächtlich den Kopf schütteln kann?! Wer darf den ersten Stein werfen?

Gesundes neues Jahr

Für mich war und ist Kirche und Glauben etwas Gutes, wenn Menschen darin Halt und moralische Leitplanken finden. Mir wäre es lieber, wir würden von uns aus Nächstenliebe und Respekt gegenüber dem anderen zeigen können, ohne dass uns Teufel und Hölle im Genick sitzen. Mir wäre es lieber, jeder würde den anderen so akzeptieren, wie er ist, ohne dass dies aus Angst vor der Rache Gottes geschieht.

Nur braucht es dazu Menschen mit gesundem Selbstbewusstsein und diese sind extrem selten. Überhaupt nicht selten sind psychische Erkrankungen. 28% der Erwachsenen sind in der Statistik geführt – und dennoch ist es praktisch kein Thema. Wer diese Welt jedoch verstehen und noch irgendwie retten will, darf nicht wegschauen bei bipolarer Störung, Angsstörungen, Narzissmus, Histrionie usw. Und es geht nicht darum, die Betroffenen zu Sündenböcken für das Unheil dieser Welt zu machen, sondern zu schauen, wie diese Erkrankungen und Störungen entstehen, sich auswirken und was man daraus lernen kann. Ich habe in den letzten 10 Jahre durch viele Geschichten verstanden:

Was lehrt uns das?

Wer Kinder kaputtmacht, lässt dem Selbstbewusstsein keine Chance zu wachsen und ebnet den Weg hinein in psychische Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen und damit auch in die Welt von Verschwörungsmythen. Wer etwas gegen deren Verbreitung unternehmen will, ob Journalist, Politiker, Comedian, Kommentator oder einfach als Mensch, der darf nicht länger die Millionen Geschichten ignorieren, die hinter den Zahlen stehen. Und der muss sich dafür einsetzen, dass Kinder in einem gesunden Elternhaus aufzuwachsen und in Jugendämtern der Glaube an die selbstverständliche Mutterliebe aufhört. Denn sonst behält Gandhi wieder recht: „Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.“

Selbst schuld

In einer Welt, in der an allen Ecken gelogen wird und in der es keine moralischen Instanzen mehr gibt, ist eben nichts unmöglich und alles denkbar, so mystisch es auch klingen mag. Wenn Präsidenten lügen, um Kriege beginnen zu können und wenn hinter Kirchenmauern Missbrauch stattfindet und vertuscht wird und wenn Politiker ihre Familien bei Geschäftsabschlüssen einbinden und Doktorarbeiten auf wackligen Füßen stehen und wenn sich Weltkonzerne große Skandale leisten und und wenn ganze Unterhaltungssendungen nach Drehbuch verlaufen und Realität vorgeben und wenn Prominente Beziehungen eingehen nur für PR und wenn Fotos und Videos gefälscht werden können ohne dass man es merkt, dann wird es verdammt schwer mit „Nun glaub das doch!“ Jeder mit einem großen oder kleinen Skandal oder mit einer Geschäftsidee, bei der nicht über die weitreichenden Folgen nachgedacht wurde, hat den Glauben an Mythen leichter gemacht.

Gegen den Shitstorm

Wer diesen Text als Brandmarken von Bipolaren versteht und den Shitstorm eröffnen möchte: Darum geht es überhaupt nicht. Ich möchte nicht mit Katharinas Mann tauschen, sehe ihn als Opfer der Erkrankung und nicht als Täter. Die bipolare Störung gehört für mich zu jenen Erkrankungen, die ich absolut nicht haben möchte. Innerhalb kurzer Zeit kann man sich alles zerstören, was man lange aufgebaut hat, ohne selbst großartig gegensteuern zu können: Familie, Firma, Freundeskreis, Leben. Kati ließ sich scheiden, die Trennung wurde ihr von einer Psychologin empfohlen mit den Worten: „Sonst gehen Sie selbst kaputt.“ Die Kinder nahmen mit zunehmendem Alter immer mehr Abstand, seine Firma existiert heute nicht mehr, seine Mum musste längere Zeit selbst in die Psychiatrie, weil sie das Hin und Her nicht verkraften konnte und noch immer nicht kann. Einen Unfall in einer Manie mit 4 Promille überstand er, zwei Millimeter fehlten an einer Querschnittslähmung halsabwärts. Eine geplante Hochzeit mit einer Osteuropäerin scheiterte, weil er in einer weiteren Manie eine zweite Frau in sein Haus geholt hatte.

Nach dem Ende jeder Manie wacht er auf und sieht den angerichteten Scherbenhaufen, der sich kaum kitten lässt, denn in der anschließenden Depression fehlt die Kraft, um die Scherben zusammendrücken und kleben zu können. Katis Mann konnte sich teils überhaupt nicht erinnern, was er in den Manien angestellt hatte und so geht es auch anderen Bipolaren. Die Schuldgefühle in der depressiven Phase sind umso größer.

Bei Katis Ex scheint wie bei Veronika eine Vererbung in der Familie zu liegen. Aber wie bei allen psychischen Erkrankungen braucht es offenbar noch das wenig hilfreiche Elternhaus als Fundament. Wie bereits geschrieben: Ich kenne niemanden, dessen Erkrankung einfach nur von schlechten Genen kam. Katis Ex haderte immer wieder, dass er trotz erfolgreicher Firma keine Anerkennung bei seinem Vater finden konnte. Seiner Schwester geht es nicht besser: Sie hat die Firma des Vaters übernommen – und der jammert, dass er doch gern einen männlichen Nachfolger hätte. Das sagt er auch noch in ihrem Beisein. Wieder wurde das Selbstbewusstsein ab dem Kindesalter kleingehalten und wieder entstand eine psychische Erkrankung. Die bipolare Störung begann sich deutlich zu zeigen, als Katis Ex am Haus baute. Auch bei anderen Bipolaren bekam ich mit, dass Stress zu manischen Phasen führte, ob Überlastung auf Arbeit durch eine erkrankte Kollegin oder Kündigung der Wohnung durch den Vermieter.

Wer diesen Text liest als „Der macht alle Andersdenkenden zu Geisteskranken! Shitstorm!!!“: Nein, das mache ich ganz sicher nicht. Auf der Website und in meinem Buch zeige ich, dass ich niemals Menschen herabsetzen will. Ich will nach all meinen Erfahrungen zeigen, dass jegliches Verhalten einen nachvollziehbaren Grund hat und der hat in den seltensten Fällen etwas mit fehlender Intelligenz zu tun. Wer andere als „Covidioten“ bezeichnet, sollte selbst an seiner Bildung arbeiten und endlich den Geschichten der Millionen zuhören. Wer von der Spaltung der Gesellschaft redet, sollte sich auf die Suche machen nach dem, was alle verbindet: Politiker, Journalisten, Verschwörungsmythenanhänger – Menschen. Wer dies findet, hat endlich auch den Schlüssel gefunden zum Kampf gegen Hass und Klimawandel. Nutzt die Zeit, bis die Welle nach den Wellen kommt: die Welle psychischer Erkrankungen nach der Pandemie. Dann wird Ahnungslosigkeit endgültig keine Option mehr sein können.

Die Welt wird für dich viel mehr Sinn ergeben, wenn du die Theorie vergisst, der Mensch werde von Vernunft geleitet.
Nicht leicht zu schlucken, ich weiß.

(Einen kurzen Artikel über mein Problem mit „alternativen Wahrheiten“ findest Du hier.)

Dieser Artikel basiert auf meinem Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ und ist nur ein klitzekleiner Einblick in dieses. An Dutzenden Biografiesplittern zeige ich, warum wir wie ticken und was uns alle verbindet.

Buch sucht Öffentlichkeit

Dieses Buch ist keine philosophische Abhandlung, sondern ein Blick hinter die Gardinen. Wer die Menschen verstehen will, muss ihnen zuhören, sie beobachten.
Literaturagenten finden hier das Exposé.

#MeineStimmeGegenIgnoranz

1,9 Millionen unserer erwachsen gewordenen Kinder verlassen offiziell psychisch kaputt ihr Elternhaus – und es ist uns egal. 28% der Erwachsenen insgesamt gelten als psychisch erkrankt – und es ist kein Thema. Die Gründe für diese Zahlen erklären aber, was mit dieser Welt nicht stimmt. Deshalb braucht das Thema psychische Gesundheit endlich maximale Aufmerksamkeit. Ich wäre Dir wirklich dankbar, wenn Du mit auf die Pauke hauen würdest, denn allein packe ich es nicht. Auch wenn du „nur“ Teil des Chors sein möchtest, dich in den hinteren Reihen verstecken möchtest oder dir die Kraft fehlt zum lauten Singen: absolut kein Problem. Hauptsache, du bist auf irgendeine Weise anwesend. Auch wenn du nur als Teil der Abonnentenzahl auftauchst, ist dem Thema geholfen.

Weiteren Lesestoff findest Du hier:

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Quellen:

Von Thorben Sonnestrant

Zuhörer, Aufschreiber, Bildermacher

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