Verrückt – um was es geht

Die Spaltung der Gesellschaft existiert nicht.

Nein, ich laufe nicht mit rosaroter Brille und Lärmschutz durchs Leben. Auf der Suche nach Ms. Right sah und hörte ich Geschichten, welche ich in dieser Masse niemals erwartet hätte, die jedoch die Antwort auf die Frage liefern: „Was ist los mit den Leuten?!“

Millionen Geschichten ganz realer Menschen stehen uns zur Verfügung, die uns sagen könnten: Wie entstehen unsere „Special Effects“, unsere Meisen, Macken oder wie immer man es nennen mag? Wie entstehen Hass, Selbstverletzungen, Narzissmus, Sucht, selbstzerstörerische Beziehungen, Gier, Rücksichtslosigkeit, totale Selbstlosigkeit? Wo steht die Wiege für all das, was uns täglich den Kopf schütteln lässt? Wir könnten den 1,9 Millionen jungen Erwachsenen zuhören, die psychisch kaputt ihr Elternhaus verlassen, anstatt sie zu ignorieren und den 18 Mio. Erwachsenen insgesamt, deren Depressionen, Angststörungen, bipolaren Störungen, Suchterkrankungen usw. sie begleiten und immer einen Grund haben. Und wir könnten denen zuhören, die als gesund gelten, aber reichlich unvernünftige Dinge anstellen.

Die Moral der Geschichten:

Mit Appellen an Vernunft, Toleranz und Mitgefühl ändert sich kein „Erwachsener“, auch nicht mit Gendersprache. Wie oft geben wir unseren besten Freunden die vernünftigsten Tipps und rennen selbst immer wieder gegen die gleiche Tür, bauen den größten Mist?

Wer sagt, dass man Nazis hassen dürfe und Vergewaltigern den Schwanz abschneiden solle, kann ordentlich Dampf ablassen, wird aber weder neue Diktaturen noch neue Missbrauchsopfer verhindern. Kein Baby kommt mit ausgestrecktem Arm und Bärtchen über der Lippe zur Welt. Und nein, Eltern erziehen nicht einfach durch ihre Gesinnung ihre Kinder zu Nazis, Schlechtmenschen, Gutmenschen. In einem gemeinsamen Kinderzimmer können ein späterer Antifa, der Hamburg zerlegt, und eine zukünftige AfD-Anhängerin aufwachsen und ihr einziger wirklich gemeinsamer Nenner sind Drogen.

Beide setze man an einen Tisch mit jenen, die einen ebenfalls den Kopf schütteln lassen und die scheinbar völlig gegensätzlich sind: einen, der plündernd durch Stuttgart rennt, einen, der mit der Reichskriegsflagge vor dem Parlamentsgebäude wedelt, einen, der vier Polizisten entwaffnet, einen Internet-Troll, ein Mobbingopfer, einen, der Gaffer-Videos veröffentlicht, eine, die keinen Monat Single sein kann, einen, der absolut jedem helfen will, einen, der Sanitäter angreift, einen, der Likes für Likes verteilt, einen, der Verschwörungsmythen verbreitet, einen, dessen Leben nur aus Arbeit besteht, eine Influencerin, die mit 19 die dritte Schönheits-OP hinter sich hat. Man lasse Platz für das nächste Topmodel, den nächsten Superstar, einen bekannten Sänger, einen berühmten Schauspieler, einen Weltklasse-Sportler und für den Chef eines Weltkonzerns. Dazu lade man einen Menschen ein, der Unsägliches mit Kindern getan hat. Man lasse sie nicht über ihre Ansichten diskutieren, sondern über ihre Kindheit sprechen. Und plötzlich wird unbegreifliches Verhalten verständlich und hinter der vermeintlichen Spaltung zeigt sich etwas sehr Verbindendes.

Zuhören, auch wenn es weh tut

Wer sich die Geschichten anhört, dem wird klar: Keiner unserer Special Effects entsteht aus heiterem Himmel, jeder ist der Donner nach dem Einschlag. Und dieser spielt sich fast ausschließlich im Kinderzimmer ab. Aus den dort aufwachsenden Opfern werden immer wieder Täter, die neue Opfer hinterlassen. Wer keine Täter will, muss dafür sorgen, dass es keine neuen Opfer gibt.

Ja, Tätern zuzuhören ist nicht unsere Stärke, denn uns gefällt die Moral deren Geschichten nicht. Aber wenn man nicht aus ihren Geschichten lernen will, wie soll man dann neue Opfer schützen?! Es geht nicht um Entschuldigungen suchen oder um Verständnis für Taten, es geht ums Verstehen und ums Erkennen, wo man ansetzen muss, um diese Welt noch irgendwie zu retten.

Wer die scheinbare Spaltung überwinden will, muss Brücken hin zu geistiger Gesundheit bauen, sich ernsthaft um Kinder kümmern, bevor aus ihnen neue Täter werden, und nicht länger 1,9 Mio. junge Menschen ignorieren, die kaputt ins Erwachsenenleben starten. Der darf auch nicht soziale Berufe wie Erzieher, Lehrer und Psychologen als notwendiges Übel betrachten. Und der muss sich die ganz realen Geschichten anhören.

Was wir endlich brauchen: Einblicke. Erfahrungsberichte. Aufklärung. Offenheit. Denkanstöße. Mut zur Realität. Dieses Buch.

Die Gesamtausgabe

2 Millionen junge Menschen starten kaputt ins Leben als Erwachsene – und es ist uns egal. Ein Narzisst regierte das mächtigste Land der Welt – und wir sprachen nicht darüber. Wir sehen in Klopapier hortenden und an Verschwörungen glaubende Menschen einfach nur Egoisten und Idioten. Wir reden von der Spaltung der Gesellschaft – und sehen nicht das Verbindende. Wir appellieren an die Vernunft – und wundern uns, dass ihr keiner gehorcht. Wir glauben, Liebe habe etwas mit inneren Werten zu tun – und sind unser bestes Gegenbeispiel. Wir verstehen diese Welt nicht mehr – dabei erklärt ein Blick hinter die Gardinen so vieles.

Teil 1

Schwerpunkte: Beziehung, Heirat, bipolare Störung, Psychiatrie

Wenn du hinter die Gardinen schaust, verstehst du die Welt. Auf der Suche nach der Frau fürs Leben lernte ich viel über bipolare Störung, andere psychische Erkrankungen, wieso wir heiraten und dass Erwachsene Kinder in großen Körpern sind.

Der Mann meiner Mitschülerin Katharina wollte Vorräte anlegen und den Keller zur Wohnung umbauen, weil die Chinesen kommen. Er erzählte wilde Theorien über die Welt und glaubte, Lieder im Radio seien für ihn geschrieben worden. Die Freundin einer Verwandten war sich sicher, dass alle Menschen einen Chip unter der Haut tragen, verfolgt werden und sprach vom Angriff der Roboter. Der Mann einer entfernten Verwandten nahm seinen Vater als Geisel und bezeichnete sich als Reichsbürger. Sebastian ist mit Kristin so glücklich wie mit keiner Frau zuvor und heiratet vier Jahre nach dem Kennenlernen eine andere, über die er von Anfang an nichts Gutes zu sagen weiß. Matthias besucht eine Freundin in der psychiatrischen Klinik und erkennt einen Patienten wieder, dank dem Matthias selbst in die Psychiatrie gekommen war. Ramona ist glücklich, die zweite Geliebte eines verheirateten Mannes zu sein und verteidigt alles, was er macht. Janinas Eltern sind Lehrer und haben ihre Tochter in den Tod getrieben.

Ich war nicht auf der Suche nach solchen Geschichten, sondern nach der Frau, mit der ich glücklich und alt werden könnte. Dabei lernte ich auch Hanna kennen und auch ihr begegneten immer wieder Menschen, deren Verhalten und Geschichten uns sprachlos machten. Von wirklichem Glück zeigte sich in diesen Geschichten weit und breit keine Spur und auch nicht von Vernunft – doch mit jedem neuen Kapitel wurde klarer, was mit uns nicht stimmt.

Wer diese Welt verstehen will, muss hinter die Gardinen schauen und den Geschichten zuhören. Was ich über die Jahre des Suchens lernte: Jedes verrückte Verhalten hat einen Grund und erklärt das zunächst Unerklärliche. Oft findet man den Grund in psychischen Erkrankungen wie bipolare Störung und Persönlichkeitsstörungen und diese entstehen fast nie aus dem Nichts. Sie sind auch nicht bei bildungsfernen Unterschichten exklusiv zu Hause, sondern in Plattenbau, Reihenhaus und Villa, bei den Namenlosen genauso wie bei internationalen Promis. Und der Weg in die Psychiatrie beginnt fast immer im Kinderzimmer. Das zeigen die Geschichten in diesem Teil des Buches – genauso, dass Mutterliebe nicht selbstverständlich ist. Wie wir mit unseren Kindern umgehen, liegt nicht in den Händen von X- und Y-Chromosom.

Es ist an der Zeit, die Geschichten nicht länger zu ignorieren, sondern aus ihnen zu lernen – auch wenn uns deren Moral nicht sofort gefällt.

  1. Ihr seid uns so was von egal
  2. Die Medien sind an allem schuld!
  3. Wen juckt das?!
  4. Käpt´n Crazy
  5. Und plötzlich sind sie überall?!
    Manuela / Veronika / Weitere Begegnungen
  6. Prominent dank Störung?
    Elon Musk / Kanye West / Mariah Carey / Demi Lovato / Mel Gibson / Carrie Fisher / Catherine Zeta Jones, Ben Stiller, Richard Dreyfuss
  7. Nur noch Verrückte!
  8. Auf der Suche nach der Milchschnitte
  9. Miss Sonnenschein verliert ihr Lachen
  10. Der ganz normale Wahnsinn
  11. Warum wir heiraten
    Sebastian & Kristin & Friederike / Beate & Konrad / Corinna & Ferdinand / Und so weiter
  12. Psychisch krank sind nur die ganz unten
    Olivia & Lara / Karsten / Jule / Barbara / Lars / Ben
  13. Wege in die Psychiatrie
    Der Fahrstuhl des Grauens / Jasmin / Carmen / Gerda / Peter / Thomas / Christian / Victor
  14. Was du siehst – und was nicht
    Katrin / Janina / Rita
  15. Oh mein Gott
  16. Wie kann man nur so sein?!
    Ramona
  17. Doch nichts ist vergessen
    Claire / Anja
  18. Mama Mia! – Das Märchen von der selbstverständlichen Mutterliebe
    Saskia / Nadja / Bettina / Theos Ex
„Du musst nur!“

Teil 2

Schwerpunkte: Umgang mit psychischen Erkrankungen inkl. „Beichtvater“, Psychologen und Abschiedsbrief

„Man muss es selbst durchgemacht haben, um es zu verstehen.“ Wie sich psychische Erkrankungen anfühlen, kann man nicht studieren. So sind selbst Psychologen nicht automatisch gute Beichtväter. Und so bleibt manchmal nur ein Abschiedsbrief.

Robert ist Ü50, steht 4 bis 5 Stunden unter der Dusche, verbraucht bei einem einzigen Händewaschen den ganzen Seifenspender. Als seine Mitpatientin es nicht schafft, einen Brief zu schreiben, sagt er: „Mach doch einfach.“ Magnus ist Mitte 20, erzählt in der Gruppentherapie von seinen sehr akuten Suizidgedanken. Andere Patientinnen, die psychische Tiefs kennen, sollen ihm helfen. Magnus hört Sätze wie: „Du bist so ein hübscher Kerl, du bräuchtest nur eine Freundin.“ Felix sagt gegenüber seiner guten Freundin Hanna, dass es so etwas wie psychische Erkrankungen nicht gibt. 5 Jahre später hält sie nach Felix´ Beisetzung dessen Abschiedsbrief in den Händen. Loreen verstand die Depression ihrer Mum nie – bis sie nach deren Suizid selbst im tiefsten Loch angekommen ist. Nach dem Suizid von Torwart Robert Enke war die Betroffenheit groß. 10 Jahre später zeigt sich: Wir haben nichts gelernt.

Fast 20% der Deutschen glauben, Depressionen könne man mit Schokolade und Zusammenreißen wegatmen. Depressive sagen immer wieder: „Man muss es selbst erlebt haben, um es zu verstehen.“ Doch psychisch Erkrankte haben nicht automatisch Verständnis für andere Erkrankte. Wem soll man sich also anvertrauen, bei wem soll man die Scham überwinden? Einem Psychologen?! Die haben doch selbst eine Meise! Doch die Praxis zeigt: Das ist etwas Gutes!

Warum fällt es uns so schwer, zuzuhören und die Erzählung des anderen über seine Gefühlswelt als zutreffend zu akzeptieren?

  1. Fünf Stunden duschen machen nicht sensibel
    Robert / Magnus
  2. Da kann ich dir nicht helfen
  3. Loslassen – Der Abschiedsbrief
    Loreen / Felix / Die Gruppe der Hinterbliebenen / Sascha / Felix´ Abschiedsworte
  4. Sei mein Beichtvater
  5. Psychologen haben doch selbst eine Meise!
    Mum / Hanna
  6. Seit Robert Enke: Nichts dazugelernt
    Alexander Nübel / Gianluigi Buffon / Im gleichen Boot
„Wir sind ja verrückt!“

Teil 3

Schwerpunkte: Stress, Selbstbewusstsein, Sucht, Beziehung

Kopfschütteln bei sprachlos machendem Verhalten mag die Muskulatur lockern, aber bringt uns nicht näher an des Rätsels Lösung. Nichts an unseren Special Effects kommt aus heiterem Himmel, jeder ist der Donner nach dem Einschlag.

Claudia, 19, ist raus bei Instagram – sie konnte die „aufgeblasenen Möpse“ nicht mehr ertragen, die ihre Freundinnen regelmäßig in die Kamera hielten. Alexanders Frau muss bis Weihnachten warten, bis er endlich den von ihr gewünschten Nagel in die Wand schlägt. Sie hätte es längst selbst erledigt, doch das wollte er nicht: „Wozu bin ich dann noch da?!“ Drei Monate nach der letzten Beziehung zeigt meine Nachbarin ihren Verlobungsring bei Facebook. Zu ihrer Freundin sagt sie: „Ich kann einfach nicht allein sein.“ Als Max erfährt, dass seine Freundin in den drei Jahren Beziehung mit mehreren Männern fremdging, verlässt er sie – und kehrt zwei Monate später zurück: „Mich will ja eh keine.“ Ein 20-Jähriger postet regelmäßig Fotos seiner Verletzungen, die er im Suff erlitten hat, bekommt nichts in seinem Leben auf die Reihe – und wird nun Vater.

Auch für diese Geschichten gilt: Nichts geschieht ohne Grund. So verrückt das alles auch sein mag, so sehr erklärt sich das Unerklärliche, wenn man hinter die Gardinen schaut. Praktisch immer findet man die Erklärungen in psychischen Erkrankungen, Persönlichkeitsstörungen und einem ungesunden Selbstbewusstsein.

Dabei sind psychische Erkrankungen keine Erfindung der Neuzeit. Das zeigen Goethe, Shakespeare und Jeanne d´Arc. Und dass sie auch heute keinen Bogen machen um Prominente, beweisen Ellie Golding bis Johnny Depp. Oder sind sie prominent, weil sie erkrankt sind? Der Schlüssel neben den Genen ist das Elternhaus und das dort entwickelte Selbstbewusstsein. Bleibt dieses ein winziges Pflänzchen, wandelt sich jedes Foto von großen Brüsten bei Instagram zu einem dicken Hagelkorn. Und so nehmen wir jede Beziehung hin, auch wenn wir unserer besten Freundin eins mit dem Nudelholz überziehen würden, wenn sie sich DAS bieten ließe, was wir selbst erdulden. Hauptsache, jemand streichelt das eigene Ego und zeigt, dass du doch liebenswert bist – so verlogen dieses Streicheln in Wahrheit auch ist.

  1. Von Goethe bis Gaga
    Ellie Golding / Avicii / Robbie Williams / Chester Bennington / Lady Gaga / Jessica Simpson / Johnny Depp / Prinz Harry
  2. Stress!!! Brust- und Schwanzvergleich
    Claudia / Oliver
  3. Selbstbewusstsein: Mangelware
    Alexander / Nikolas
  4. Männer polieren mir mein Ego
    Die Nachbarinnen / Anika
  5. Süchtig statt glücklich
    Der Trinker
„Wir sind ja verrückt!“

Teil 4

Schwerpunkte: Persönlichkeitsstörungen (Narzissmus, Histrionie) und Infantilität

Narzissten töten. Sie machen krank. Sie lassen Freundschaften zerbrechen. Sie sind an nichts schuld. Mit ihnen brauchst du nicht zu diskutieren, genauso wie mit Histrionikern und Infantilen. Doch wir sprechen nicht einmal darüber, wenn ein Narzisst regiert.

Als ich Elisabeth alias „Miss Sonnenschein“ aus Teil 1 diesen Abschnitt des Buches zu lesen gab, schüttelte sie verständnislos den Kopf. Sie konnte nicht glauben, was sie sich alles von ihrem damaligen Freund Richard hatte bieten lassen. Ihr Festhalten an der Beziehung hatte unsere Freundschaft auf die härteste Probe gestellt. Für mich war es unerträglich, anzusehen, wie sie sich von ihm behandeln ließ. Genauso geht es mir bei Nadine. Obwohl sie weiß, dass ihr Freund seine Ex massiv gestalkt hatte, glaubt sie an die große Liebe mit ihm. 2020 stand ich am Grab meines Mitschülers Ullrich. Seine Schwester erzählte mir, dass ihr Vater – ein Arzt – das Leben ihres Bruders lebenslänglich bestimmt hatte und dieser nun erstmals frei sei.

Für Ullrichs Schwester steht fest: Ihr Vater ist ein Narzisst. Auch bei Richard und dem Freund von Nadine riecht alles nach dieser Persönlichkeitsstörung und mir begegneten noch weitere mutmaßliche Narzissten, die ihren Partnern und Kindern das Leben zur Hölle machten, sie in Krankheit und Tod trieben. Doch nicht einmal während der Amtszeit eines narzisstischen Präsidenten wurde darüber gesprochen, also woher soll Wissen kommen?

Auch Histrionie, ein für mich lange Zeit schwer auszusprechendes Wort, kann den Menschen an deiner Seite unerträglich machen. Diese Persönlichkeitsstörung wurde bei Jochen diagnostiziert, Ü50, begnadeter Musiker, unter Angststörungen leidend – und charakterlich zum Verzweifeln. Doch auch bei ihm kommt das unerklärliche Verhalten nicht aus dem Nichts, genauso wie bei meinem Vater.

  1. Die ganze Welt dreht sich um mich – Narzissten
    Nadines Gefängniswärter / Richard / Esther / Bernd / Der Freund und Helfer / Der Bürgermeister / Der Präsident / Der Spieler / Die nächste Generation /
    Bad Boys – Hört auf mit dem Scheiß
    Der Herr Doktor
    Keine Randerscheinung
  2. Drama, Baby! – Der Histrioniker
    Jochen
  3. Kinder in großen Körpern – Die Infantilen
    Diana / Vater / Die nächste Generation
„Wir sind ja verrückt!“

Teil 5

Schwerpunkte: Sex, Werbung, Fußball, Hormone, Liebe, Catfish

„Jetzt sei doch endlich mal vernünftig! Was findest du an diesem Arsch?! Merkst du nicht, wie mies der dich behandelt?! Wie kann man nur so blind sein?!“ Dieser Teil beginnt mit einer CDU-Wahlveranstaltung und landet bei Liebe und Sex.

Katharinas neuer Freund hat nichts von dem, was sie bei einem Mann sucht, nur seinen Geruch findet sie anziehend. Sie will ihn unbedingt wiedersehen, auch wenn sich beide immer wieder auf die Nerven gehen. Und sie ist sich sicher, sie sei die Frau, die ihn von seinem bisherigen Lotterleben befreien kann. Nach sechs Monaten trennt sie sich völlig emotionslos, als wäre nie etwas gewesen.

Gerade die Wahl des Wesens, mit dem du alt werden willst, sollte eine Sache der Vernunft sein und keinem Spontankauf gleichen, bei dem du dich nach ein paar Tagen in den Hintern beißt über das hässliche, teure Ding im Schrank. Schließlich willst du sich ewig binden, also sollte diese Entscheidung schon durchdacht sein. Ja, sie sollte es.

Nach dem Lesen dieses Teils wirst du problemlos verstehen können, warum ich diesen Abschnitt „Mensch, du Marionette“ nennen wollte. Aber dieser Titel hätte dich weniger interessiert als wenn wie jetzt von Liebe die Rede ist. Ja, ich habe dich mit einem einzigen Wort manipuliert. Gemein, oder? Jetzt überlegst du, ob du dich so billig beeinflussen lassen solltest und diesen Teil doch nicht kaufen sollst, richtig? Aber das mit dem anziehenden Geruch interessiert dich schon, weil dir das bekannt vorkommt. Und mal ehrlich, für die paar Euro kannst du nichts falsch machen. Also: Kauf mich! xD

  1. Das Märchen von der Vernunft
  2. Ich kann dich nicht riechen
  3. Wenn der Engel dem Teufel den Schwanz an die Stirn tackert
  4. Ein Lächeln sagt mehr als Worte
  5. Bloß nicht darüber nachdenken
  6. Und jetzt die Werbung
  7. Pass doch auf, wo du hinläufst!
  8. Ich bin süchtig nach dir
  9. Diese doofen Hormone
  10. Warum sollte mich das interessieren?
  11. Catfish – Wenn Träume ins Wasser fallen
    Savenia und Dylan
  12. Liebe macht blind – und blöd
    Charlotte
    Affäre wider Willen
  13. Muss man Liebe lernen?
    Wut / Liebe
  14. Ich bin doch keine Maschine
„Wir sind ja verrückt!“

Teil 6

Schwerpunkte: Helden, Heidi, Macht, Einfluss, Geld, Klimawandel, Zukunft

Gandhi sagte: „Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.“ Im Kleinen kann der Irrglaube, Menschen seien über Vernunft zu verändern, deine Gesundheit ruinieren. Im Großen führt er uns sehenden Auges in den Abgrund.

Was sagt es über Heidi Klum aus, wenn sie über Rosen gehen kann? Hilft es, Harvey Weinstein als machtgeilen Perversen abzustempeln? Was treibt Rupert Murdoch an, die Nachrichtenwelt zu regieren? Darf ein Tennisprofi eine Zwangsstörung haben? Warum spielen Fußballer und Rennfahrer beim „Höher, schneller, weiter“ mit, obwohl ihre Belastungsgrenze erreicht ist? Wer verschiebt diese Grenze immer weiter und weshalb?

Wer von der Spaltung der Gesellschaft spricht, sollte sich auf die Suche machen nach dem, was alle verbindet: Sportler, Models, Influencer, Schauspieler, Politiker, Journalisten, Unternehmer, Funktionäre, Verschwörungsmythenanhänger – Menschen. Wer dieses Verbindende findet, hat endlich auch den Schlüssel gefunden zum Kampf gegen psychische und physische Gewalt gegen Kinder, Frauen und Männer, gegen Drogenmissbrauch, Hass, Populismus, Rassismus, Krieg, Diktaturen, Klimawandel, Umweltzerstörung, Spaltung in Arm und Reich.

Wenn psychische Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen so weit verbreitet sind im „normalen Volk“ und auch unter Prominenten, wie sieht es dann mit jenen aus, die an der Spitze von Staaten, Unternehmen und Vereinen wie der FIFA stehen? Darf man Menschen im Vertrauen auf die Vernunft so viel Macht geben? Welche Ziele haben sie? Eine sozialere, bessere Welt? Oder definieren sie ihr Ego über Macht und Geld, weil sie in ihrer Kindheit wie so viele andere keine wirkliche Zuneigung erfahren haben? Darf man von diesen Menschen erwarten, dass sie es ehrlich meinen mit dem Kampf gegen den Klimawandel, wenn ihr Ego von diesem Kampf keinen Nutzen hat? In welche Welt wächst die Fridays-for-future-Generation hinein? Eine Welt, in der zur Erhaltung des Wohlstandes gelogen wird, in der nicht einmal mehr die Kirche als moralische Leitplanke taugt und in der wir selbst unsere Orgasmen der Industrie überlassen sollen?!

Schlussworte zum Neubeginn: Für welche Zukunft entscheiden wir uns? Verzichten wir auf ein gutes Stück materiellen Wohlstandes im Austausch gegen psychische Gesundheit? Oder ignorieren wir weiter die Zeichen und wachen erst auf, wenn ein Diktator aus dem Kanzleramt grüßt?

  1. Wie kannst du nur?!
  2. Kinder an die Macht
  3. Alles Lüge
  4. Guckt mal alle her, wir Promis heiraten!!!
  5. Ich kauf mir einen Präsidenten
  6. Heidi Klum geht über Rosen
  7. Was für eine Wirtschaft …
  8. Die nächste Generation
  9. Erst kommt das Fressen, dann die Moral
  10. „Alles gut.“
  11. Fridays ohne future
  12. Geschäftsauflösung im Wald
  13. Aber das Wachstum!
  14. Geld drucken für Jedermann
  15. Mein roter Bruder
  16. Aufs Horn genommen
    Jens
  17. Kauf dich glücklich!
  18. Ich kann nicht mehr.
  19. Der schöne Schein
    Rupert Murdock
    Roger Ailes
    Harvey Weinstein
    Wexner, Epstein und Razek
  20. Zeit zum Reden
  21. Gladiatoren von heute
    Mino Raiola
    FIFA und andere
    Wehrt euch nicht!
  22. Helden haben keine Zwangsstörung
  23. Sprich es aus
  24. Hoffnungsträger
  25. Kein Gewinn
  26. Früher war alles älter
  27. Hanau
  28. Corona – was plötzlich alles möglich war
  29. Corona und die Verschwörungsmythen
  30. Was Politiker & Journalisten mit Covidioten & Aluhutträgern verbindet

Kapitel „Schlussworte zum Neubeginn“

  1. Du bist nicht allein
  2. Selbst bewusst sein
  3. Die Spaltung der Gesellschaft
  4. Was sich ändern muss
    Für Journalisten
    Für Politik und Kirche
    Für Kunstschaffende
    Für Zuhörende
    Für Jugendämter und Gerichte
    Für alle
  5. Zukunftsprognosen
    „Vorwärts in die Vergangenheit“
    „Zurück in die Zukunft“
  6. Kein Happy End
  7. In eigener Sache

Noch viel mehr Lesestoff findest Du hier:

#MeineStimmeGegenIgnoranz

#MeineStimmegegenIgnoranz – leise Version
MeineStimmegegenIgnoranz – laute Version

1,9 Millionen unserer erwachsen gewordenen Kinder verlassen offiziell psychisch kaputt ihr Elternhaus – und es ist uns egal. 28% der Erwachsenen insgesamt gelten als psychisch erkrankt – und es ist kein Thema. Die Gründe für diese Zahlen erklären aber, was mit dieser Welt nicht stimmt. Deshalb braucht das Thema psychische Gesundheit endlich maximale Aufmerksamkeit. Ich wäre Dir wirklich dankbar, wenn Du mit auf die Pauke hauen würdest, denn allein packe ich es nicht. Auch wenn du „nur“ Teil des Chors sein möchtest, dich in den hinteren Reihen verstecken möchtest oder dir die Kraft fehlt zum lauten Singen: absolut kein Problem. Hauptsache, du bist auf irgendeine Weise anwesend. Auch wenn du nur als Teil der Abonnentenzahl auftauchst, ist dem Thema geholfen.