Schlagwort: verrückt

  • Das Märchen von der selbstverständlichen Mutterliebe

    Das Märchen von der selbstverständlichen Mutterliebe

    Saskia und ihre Mutter

    Saskia ist 43. Als ihre Mum 70 wird, hilft Saskia bei den Vorbereitungen, kocht und backt wie verrückt, so wie sie immer wieder mit viel Energie versucht, ihrer Mutter ein dankbares, anerkennendes Wort zu entlocken. Und wie reagiert die Mutter? „Zieh dir aber zur Feier bitte etwas Ordentliches an, wo du nicht ganz so dick aussiehst.“

    In ihrer Ehe ist Saskia schon länger nicht glücklich – und ihr Mann offenbar genauso wenig. Als sie von seiner Affäre hört und dies ihrer Mutter erzählt, reagiert diese mit: „Du bist fett, hässlich, umsorgst deinen Mann nicht genug – deshalb die Affäre.“

    Während der Suche nach einer eigenen männlichen Ablenkung bekommt Saskia von ihrer Mum zu hören: „So wie du aussiehst, nimmt dich kein Mann. Du musst abnehmen.“

    Als Saskia 20 kg weniger wiegt, sagt ihre Mutter: „Du solltest aufhören, du siehst langsam faltig aus.“

    Wie beim Hasen und dem Igel jagt Saskia erfolglos einem Satz ihrer Mutter hinterher, welcher ihr sagt: „Du bist mir nicht egal.“ Also überwindet sie sich auch an jedem Muttertag, das Haus dieser Frau zu betreten. Die fehlende Anerkennung zeitlebens hat bei ihr die üblichen Folgen: fehlendes Selbstbewusstsein, Depressionen, händeringende Suche nach jemandem, der ihr Ego streichelt, Beziehungsprobleme, Affäre, Flucht vor Problemen, in ihrem Fall in Esoterik, neuerdings verstärkte Panikattacken, die sich über Tage erstrecken können.

    Während sie ihre Mutter als sehr grimmig und böse bezeichnet, sieht sie in ihrem Vater den lebenslustigen, fröhlichen Menschentyp, der auch sie selbst im Grunde ist. Vor Saskias Geburt hatte er allerdings eine Affäre – mit einer Saskia. Es fällt schwer zu glauben, dass seine später geborene Tochter per Zufall den gleichen Namen bekam. Jahre nach der Geburt erfuhr die Mutter von der Affäre ihres Mannes und auch vom Namen der einstigen Kontrahentin. Saskias Aktien stiegen ab dem Moment sicher nicht. Nur wird dies nicht der einzige Grund für das eisige Verhalten der Mutter gegenüber ihrer Tochter sein.

    Und so gibt auch in dieser Familie eine Generation der anderen ihre Probleme weiter. Saskias Mutter ist sicher nicht grundlos so frei von Einfühlungsvermögen und auch Saskias Kinder werden mit einem schweren Rucksack das immer wieder von Streit und menschlichem Chaos erfüllte Elternhaus verlassen.

    Keine Gewalt!

    Wenn man nach dem Bild geht, das über Medien und z.B. Opferschutzverbände veröffentlicht wird, dann steht fest: Gewalt ist weitgehend männlich. Ja, da gibt es die ein oder andere Frau, die auch mal in den Schlagzeilen auftaucht, weil sie ihr Kind misshandelt hat. Aber ansonsten sind wir darauf geeicht, dass Frauen und Kinder vor Männern geschützt werden müssen.

    Saskias Mutter wird in keiner Statistik auftauchen zum Thema Gewalt. Doch was sie über all die Jahrzehnte angerichtet hat bei ihrer Tochter, unterscheidet sich in den Auswirkungen nicht wirklich von Schlägen. Ob ich ein Kind regelmäßig ins Gesicht schlage oder ob ich ihm „einfach nur“ die Anerkennung für sein Dasein abspreche – das Ergebnis ist in beiden Fällen gleich: Das Selbstbewusstsein kann nie gesund wachsen und aus dem Opfer wird selbst ein Täter – Täter an anderen und/oder Täter an sich selbst.

    Bettina

    Bettina, heute 49, zog mit 18 aus, weil sie von den Eltern kontrolliert wurde. Vom alkoholkranken Vater wurde sie geschlagen. Um dem zu entkommen, wollte sie sich irgendeinen Mann suchen und ein Kind bekommen – „… und ich Dumme hab es so gemacht.“ Mit 20 wurde sie Mutter, mit 22 folgte das zweite Kind. Inzwischen lebt sie seit 30 Jahren mit dem Mann, ist verheiratet. Sie liebt ihn nicht, hat keinerlei Gefühle gegenüber ihm, sieht es als Zweckgemeinschaft. Er ist Alkoholiker und schlägt sie immer wieder, mindestens eine Platzwunde war die sichtbarste Folge. Bettina lebt also seit 30 Jahren in genau der Atmosphäre, der sie mit 18 entkommen wollte dank irgendeines Mannes.

    Als sie sich trennen wollte, waren ihre Eltern dagegen. Sie sagten, sie würden auf seiner Seite stehen, sollte die Trennung kommen. Sie hätte dann auch kein Recht mehr, die Kinder zu sehen, dafür würden sie sorgen, denn in ihrer Familie gäbe es keine Scheidung, so etwas macht man nicht. Als sie zu ihrer Mutter sagte: „Aber der schlägt mich!“, kam von der Mutter: „Na dein Vater hat mich auch geschlagen und ich habe das überlebt.“ Die Mutter ist inzwischen 85 und hat ihre Tochter nach wie vor voll im Griff. Arzttermine hat Bettina abzusagen, wenn sie die Mutter besuchen soll. Und die 49-Jährige folgt brav. Als Kind gab es immer wieder Liebesentzug, auch wenn sich Bettina völlig normal verhielt. Es konnte passieren, dass sie für eine komplette Woche ignoriert wurde. Was sie in ihrem Leben alles durchgemacht hat, sieht man ihr heute überhaupt nicht an. Sie könnte dir auf der Straße begegnen und du würdest nichts ahnen – so wie bei den meisten.

    Nein, das sind keine Einzelfälle!

    Bevor ich ab 2011 unfreiwillig anfing, solche Geschichten zu sammeln, hatte ich das gleiche Bild wie so viele: Frauen sind von Natur aus gute Mütter. Meine eigenen Eltern waren das beste Beispiel für die klare Rollenverteilung: Mein Vater bestimmte, was in der Familie passiert und hielt meine Mum und seine Kinder klein.

    Je mehr Geschichten ich sammelte, desto weiter weg rückte das Bild von der selbstverständlichen Mutterliebe. Nein, da ist kein Gen in Frauen, die sie davon abhalten, genauso zum Gift für ihre Kinder werden zu können wie Männer. Männliche Gewalt mag sichtbarer sein, weibliche Gewalt spielt sich oft subtil ab, siehe die Geschichten von Saskia und Bettina.

    Kinder kriegen – der Anfang vom Ende

    „Meine Mum hatte einfach die Pille abgesetzt und meinen Vater vor vollendete Tatsachen gestellt – kein schönes Gefühl, auf diese Weise gezeugt worden zu sein.“ Das sagte mir eine Frau Anfang 30 mit hängendem Kopf, die alles daran setzt, doch noch die Anerkennung ihrer Mutter zu bekommen – wie so viele. Wenn die Mutter krank ist, schneidet ihre Tochter ihr das Obst. Wenn die Tochter krank ist, juckt das ihre Mutter nicht wirklich.

    Eigene Kinder wollte die Tochter nicht, sie konnte schon das Geschrei ihres Bruders als Baby nicht ertragen. Ein Kind würde sie nehmen zwischen 5 Jahren und dem Beginn der Pubertät, da seien sie niedlich und pflegeleicht. Aber die Gesellschaft – und die Familie – würden halt von einer Frau erwarten, dass sie Kinder bekommt.

    Inzwischen hat sie ein Kind. Über den Vater sagte sie zwei Jahre zuvor, er sei dumm und habe keinen Ehrgeiz. Als Kumpel sei er okay, aber als Partner?! Niemals!

    Eine Frau, die damit hadert, auf wenig liebevolle Weise gezeugt worden zu sein, zeugt ein Kind auf wenig liebevolle Weise. Das Kind wächst nun bei einer Mutter auf, die sich selbst als bipolar und narzisstisch bezeichnet.

    Es ist beileibe nicht die einzige Geschichte in meiner Sammlung und in meinem Buch, in welcher ein Kind in die Welt gesetzt wurde aus purem Egoismus. Keine der Geschichten hat ein Happy End für das so gezeugte Kind. Eine Generation gibt seine „Special Effects“ an die nächste weiter und niemand lernt aus der eigenen Geschichte. Und wenn einer daraus lernt so wie mein Ex-Mitschüler Ulli, dann wird auch das von weiblichem Egoismus, Narzissmus oder anderweitigen Persönlichkeitsstörungen sabotiert, siehe der Artikel „Gendern & Co. – Teil 2: Von #MeToo und Krankenhäuser sind Hurenhäuser“.

    Können wir es uns leisten, darüber zu sprechen? Können wir Mütter von den Sockeln holen mit dem Ziel, dass Söhne UND Töchter in Zukunft mehr Chancen haben, psychisch gesund aufzuwachsen? Oder baden wir uns weiter im politisch vermeintlich Korrektsein und jagen dadurch unaufhörlich unsere Kinder aus dem Elternhaus in die Psychiatrie, wo niemand verhindern kann, dass sie zum Gift eigener Kinder werden?

    Das Ende für Mutter- und Vatertag

    Wir sind großartig darin, Zeichen zu setzen – wenig Aufwand, viel Aufmerksamkeit, geringer Nutzen. Lasst uns Mutter- und Vatertag abschaffen, also das pauschale Abfeiern von Müttern und Vätern. Wenn mindestens knapp 30% unserer Kinder psychisch krank das Elternhaus verlassen, dann verbietet sich diese pauschale Huldigung, denn jede psychische Erkrankung hat ihre Wiege im Kinderzimmer. Wer hinter die Gardinen schaut, wird sehen, dass in den anderen 70% nichts pauschal heil ist. Weder Saskia noch Bettina taucht in irgendeiner Statistik auf – aber ihre Geschichten sind Realität.

    In 18 Stunden verstehst Du diese irre Welt.

    Wer Menschen verstehen will, muss ihnen zuhören, sie beobachten, hinter die Fassade schauen: Warum heiraten wir? Sind Frauen von Natur aus gute Mütter? Was erlebt man bei der Partnersuche? Wem verdanken Elon Musk und Kanye West ihre Erfolge? Was treibt andere Prominente an – und was ist dein eigener Antrieb? Fallen psychische Erkrankungen vom Himmel? Warum steht jemand 5 Stunden unter der Dusche? Wieso glaubt Käpt´n Crazy, die Chinesen würden kommen? Sind Krankenhäuser tatsächlich Hurenhäuser? Warum verheimlicht eine 50-Jährige, dass ihr Vater soff?

    Mit den Antworten auf diese Fragen wird unerklärliches Verhalten entzaubert. Kein Hashtag, kein Gendern und keine Kampagne wird diese Welt retten können. Erst wenn wir einsehen, wie wir ticken, kann sich etwas verändern. Komm mit auf eine Reise, die Dich verändern wird!

    Das Buch gibt es bei bod.de, bei Amazon, genauso bei allen anderen Onlinehändlern. Du kannst aber auch beim Buchhändler um die Ecke danach fragen. Die ISBN: 9783 7557 0721 9. (Da sich bisher kein Verlag interessiert hat, werden keine Exemplare zum Mitnehmen rumliegen, deshalb bitte vorerst direkt im Laden bestellen.)

    Noch viel mehr Lesestoff zum Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ findest Du hier:

    #MeineStimmeGegenIgnoranz

    #MeineStimmegegenIgnoranz – leise Version
    MeineStimmegegenIgnoranz – laute Version

    1,9 Millionen unserer erwachsen gewordenen Kinder verlassen offiziell psychisch kaputt ihr Elternhaus – und es ist uns egal. 28% der Erwachsenen insgesamt gelten als psychisch erkrankt – und es ist kein Thema. Wer diese Welt verstehen will, kommt an den Geschichten hinter diesen Zahlen nicht vorbei.

    #metoo (1) 2020 (2) 2022 (2) 2024 (2) 2025 (1) abschied (1) Aluthutträger (2) Aurelie Joie (10) Ballast (2) beziehung (1) bipolare störung (5) corona (3) Covidioten (2) Depression (4) freiheit (2) gefühle (10) gendern (4) Hass (3) hilflosigkeit (3) Journalismus (5) kampagnen (1) Kindheit (5) Krankenhäuser sind Hurenhäuser (1) liebe (2) manie (3) meinestimmegegenignoranz (21) missbrauch (3) Mutterliebe (1) narzisst (5) opfer und täter (2) Politiker (3) psychische Erkrankungen (14) selbstverletzung (2) selbstzweifel (2) Spaltung der Gesellschaft (1) Sucht (1) tot (3) trauer (2) Vater & Sohn (2) verrückt (25) verschwörungsmythen (3) verständnis (4) Was macht dich zum Experten? (1) wehmut (1) wird nicht besser (3)

    Die Familie – Erfahre mehr über uns.

  • Woher kommt Hass?

    Woher kommt Hass?

    Du A…! Du J…! Du N…! Du S…! Du Z…!

    Du B, C, D, E, F … X, Y, Z! Mobbing, Antisemitismus, Rassismus, Homophobie, Intoleranz, Ausländerfeindlichkeit, Frauenfeindlichkeit, Beamten-/Schiedsrichterbeleidigung …

    Was machen wir? Bewegungen wie Blacklivesmatter oder MeToo ins Leben rufen, Kampagnen wie „Deine Stimme gegen Hass“ starten, Gesetze gegen Hass erlassen und verschärfen, soziale Netzwerke sollen sich selbst kontrollieren. Und: Appelle an die Vernunft.

    Was wir nicht machen? Zuhören. Aber: Wie reparierst du etwas, wenn du gar nicht weißt, was kaputt ist?

    Wie entsteht Hass?

    Ramona, Ü40, sagt: Die einst entführte Natascha Kampusch habe nie gelitten. Alles sei von der damals 10-Jährigen geplant gewesen. Die Geschichte von der Entführung sei von vorn bis hinten erfunden, da ist sich die Polizeibeamtin sicher.

    Unter einem Youtube-Video über Natascha Kampusch schrieb eine Frau, dass sie vor langer Zeit zu jenen gehörte, die das Entführungsopfer nicht leiden konnten.

    Wie wird man so? Woher kommt solcher Hass gegen jegliche Vernunft?

    Die Frau, die das Video kommentierte, schrieb, dass sie als Kind selbst psychisch misshandelt worden war. Und sie habe alle Frauen mit ähnlicher Geschichte gehasst, wenn diese scheinbar nicht an ihrem Trauma zerbrochen sind wie sie selbst. Inzwischen kommen keine negativen Gefühle mehr gegen andere Opfer auf.

    Die Mutter von Ramona wollte einen Jungen. Als man ihr nach der Geburt ein Mädchen in die Arme legen wollte, wehrte sie ab: „Gehört mir nicht, ich habe einen Jungen bekommen.“ In ihrem Ort bauten Ramonas Eltern am anderen Ende des Dorfes ein Haus. Ramonas Mutter ließ ihre Tochter stundenlang im Kinderwagen am bisherigen Wohnort stehen und schreien. Und Ramona wurde wie ein Junge erzogen. Bis heute hat die Mutter ihrer Tochter nicht vergeben, als Mädchen geboren worden zu sein.

    Heute ist Ramona stolz, die zweite Geliebte eines 25 Jahre älteren, verheirateten Mannes zu sein. Mit ihm hat sie großes Mitleid, genauso mit ihrem eigenen Vater. Beide würden unter ihren Ehefrauen leiden.

    Auch abseits davon sind in Ramonas Augen immer Frauen schuld, nie Männer. Also ist für sie auch ein von einem Mann entführtes Mädchen wie Natascha Kampusch niemals Opfer.

    Die Moral nicht nur dieser beiden Geschichten: Aus Opfern werden Täter.

    Wir sehen Hass. Wir sprechen von der Spaltung der Gesellschaft. Doch wir sehen nicht das Verbindende. Das Verbindende von Mobbing, Antisemitismus, Rassismus, Homophobie, Intoleranz, Ausländerfeindlichkeit, Frauenfeindlichkeit, Beamten-/Schiedsrichterbeleidigung usw.:

    Ich werte MICH auf, indem ich andere abwerte.

    Einen pauschalen Anlass finde ich immer: Hautfarbe, Religion, Beruf, Herkunft, Geschlecht, sexuelle Orientierung, soziale Herkunft, politische Orientierung, Fan von xy, … Und so werte ich sie ab: Ausländer, Deutsche, Juden, Muslime, Christen, Politiker, Journalisten, Impfärzte, Impfverweigerer, Schwule, Frauen, Gutmenschen, Schlechtmenschen, Millionäre, Hartz-IV-Empfänger, Schalke-Fans, Dortmund-Fans, Schwarze, Weiße, Flüchtlinge, Autofahrer, Fahrradfahrer, die Kids von Fridays for future, Kollegen, Ungläubige, Behinderte usw.

    Solange es einen riesigen Markt gibt, andere abzuwerten, um das eigene Ich aufzuwerten, wird sich nichts zum Besseren ändern können.

    Wer den Ort finden will, an welchem der Bedarf für das Abwerten anderer geboren wird, muss zwei Sätze verinnerlichen, die sich beim Zuhören realer Geschichten wie die der beiden Frauen ergeben: Aus Opfern werden Täter. Wer keine Täter will, muss dafür sorgen, dass es keine Opfer gibt.

    Kein Appell an die Vernunft, kein Aufschrei gegen Rassismus, kein Hashtag gegen Homophobie, keine Kampagne für Toleranz wird all das bekämpfen können, was wir als Hass sehen. So funktionieren wir nicht. Menschen haben nichts mit Vernunft zu tun.

    Der einzige Weg, diese Welt noch irgendwie zu retten: Kindern ermöglichen, ihr Elternhaus mit gesundem Selbstbewusstsein zu verlassen. Nur wer nicht Opfer seiner Eltern wird, kann auf das Abwerten anderer verzichten und wird nicht zum Täter an den eigenen Kindern.

    Was wir tun müssten: Zuhören. Denn so würden wir verstehen, dass alles, was uns zu Tätern an anderen oder an uns selbst macht, den gleichen Geburtsort hat. Keiner unserer Special Effects kommt aus heiterem Himmel, jeder ist der Donner nach dem Einschlag – und dieser findet im Kinderzimmer statt. Dort steht auch die Wiege von Hass. Nur wenn der riesige Markt für das Abwerten anderer auf Grund von Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung, Glauben usw. trockengelegt wird, kann dieses Abwerten, was wir als Rassismus, Homophobie, Antisemitismus wahrnehmen, verschwinden.

    All die Gruppen, die einzeln gegen Rassismus, Intoleranz jeglicher Art, Hass usw. kämpfen, könnten sich zusammenschließen und EIN gemeinsames Ziel angehen. Doch dazu müssen wir aufhören, von der Spaltung zu reden und anfangen, das Verbindende zu sehen.

    Dieser Clip ist ein Auszug aus dem Video „Umwege zum Glück“:


    Den Blick hinter die Gardinen mit 80 weiteren Biografiesplittern gibt es in meinem Buch:

    In 18 Stunden verstehst Du diese irre Welt.

    Wer Menschen verstehen will, muss ihnen zuhören, sie beobachten, hinter die Fassade schauen: Warum heiraten wir? Sind Frauen von Natur aus gute Mütter? Was erlebt man bei der Partnersuche? Wem verdanken Elon Musk und Kanye West ihre Erfolge? Was treibt andere Prominente an – und was ist dein eigener Antrieb? Fallen psychische Erkrankungen vom Himmel? Warum steht jemand 5 Stunden unter der Dusche? Wieso glaubt Käpt´n Crazy, die Chinesen würden kommen? Sind Krankenhäuser tatsächlich Hurenhäuser? Warum verheimlicht eine 50-Jährige, dass ihr Vater soff?

    Mit den Antworten auf diese Fragen wird unerklärliches Verhalten entzaubert. Kein Hashtag, kein Gendern und keine Kampagne wird diese Welt retten können. Erst wenn wir einsehen, wie wir ticken, kann sich etwas verändern. Komm mit auf eine Reise, die Dich verändern wird!

    Das Buch gibt es bei bod.de, bei Amazon, genauso bei allen anderen Onlinehändlern. Du kannst aber auch beim Buchhändler um die Ecke danach fragen. Die ISBN: 9783 7557 0721 9. (Da sich bisher kein Verlag interessiert hat, werden keine Exemplare zum Mitnehmen rumliegen, deshalb bitte vorerst direkt im Laden bestellen.)

    Noch viel mehr Lesestoff zum Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ findest Du hier:

    #MeineStimmeGegenIgnoranz

    #MeineStimmegegenIgnoranz – leise Version
    MeineStimmegegenIgnoranz – laute Version

    1,9 Millionen unserer erwachsen gewordenen Kinder verlassen offiziell psychisch kaputt ihr Elternhaus – und es ist uns egal. 28% der Erwachsenen insgesamt gelten als psychisch erkrankt – und es ist kein Thema. Wer diese Welt verstehen will, kommt an den Geschichten hinter diesen Zahlen nicht vorbei.

    Die Familie – Erfahre mehr über uns.

    #metoo (1) 2020 (2) 2022 (2) 2024 (2) 2025 (1) abschied (1) Aluthutträger (2) Aurelie Joie (10) Ballast (2) beziehung (1) bipolare störung (5) corona (3) Covidioten (2) Depression (4) freiheit (2) gefühle (10) gendern (4) Hass (3) hilflosigkeit (3) Journalismus (5) kampagnen (1) Kindheit (5) Krankenhäuser sind Hurenhäuser (1) liebe (2) manie (3) meinestimmegegenignoranz (21) missbrauch (3) Mutterliebe (1) narzisst (5) opfer und täter (2) Politiker (3) psychische Erkrankungen (14) selbstverletzung (2) selbstzweifel (2) Spaltung der Gesellschaft (1) Sucht (1) tot (3) trauer (2) Vater & Sohn (2) verrückt (25) verschwörungsmythen (3) verständnis (4) Was macht dich zum Experten? (1) wehmut (1) wird nicht besser (3)

  • Wie entsteht Sucht?

    Wie entsteht Sucht?

    Annie ist 16, 1,70 m, 40 kg. Ihr Vater versteht nicht, warum seine Tochter nicht endlich genug isst: „Siehst du denn nicht, dass das nicht schön aussieht?!“

    Sie weiß nicht, was sie antworten soll.

    Ihr Vater verschwindet in seinem Arbeitszimmer, loggt sich in sein Onlinespiel ein und kauft für 12 Euro ein Outfit für seinen Helden.

    Ihre Mum sagt kein Wort mehr dazu, schnappt sich den Hund, geht raus und steckt sich erst einmal eine Zigarette an. Vorher zieht sie die Jacke um, die im Auto liegt. Der Geruch soll nicht zu merken sein, sonst gibt es wieder Diskussionen mit ihm.

    Sie könnten sich zu dritt an den Tisch setzen und in Ruhe darüber sprechen, was Sucht mit dir macht und wie sie entsteht:

    „Nicht alle Abhängigkeiten haben ihren Ursprung in Missbrauch oder Traumata, aber ich bin überzeugt, dass sie alle auf schmerzhafte Erfahrungen zurückgeführt werden können.“

    Gabor Maté

    Das sagt der kanadische Arzt Gabor Maté, der sich seit Jahrzehnten mit Sucht befasst und bezieht sich dabei auf die Kindheit.

    – Alkohol
    – Nikotin
    – Medikamente
    – andere Drogen
    – Esssucht
    – Magersucht
    – Sexsucht
    – Arbeitssucht
    – Spielsucht
    – Internetsucht
    – und viele andere stoffgebundene und nicht-stoffgebundene Süchte mehr.

    Annie, ihre Mum und ihr Vater könnten also am Tisch sitzen und auf Spurensuche gehen in die jeweilige Kindheit: Was waren die schmerzhaften Erfahrungen?

    In Annies Zimmer fehlt es an nichts. Gekauft wurde ihr alles. Nur eines vermisst sie: Anerkennung. Nicht für schulische Leistungen, sondern für ihr Dasein.

    Ihren Eltern ging es nicht anders. Ihre Mum sucht noch heute vergeblich diese Anerkennung bei ihrer eigenen Mutter. Annies Vater stürzt sich in Arbeit und Spiele.

    Wenn sie die schmerzhaften Erfahrungen finden würden, dann wären sie an der Stelle, an der ihr Selbstbewusstsein sein gesundes Wachsen eingestellt hat und sie begannen: die Umwege zum Glück.

    Doch genau das, was die drei verbindet, trennt und spaltet sie: Sucht.

    Verstehen des anderen? Fehlanzeige.

    Stattdessen: „Du musst nur mehr essen/aufhören zu rauchen/weniger zocken!“

    Allein in Deutschland könnten wir mehr als 10 Millionen Mal zuhören und lernen, dass die Wiege der Sucht in einem wenig angenehmen Kinderzimmer steht. Doch was machen wir? Nicht zuhören. Stattdessen: Kampagnen und Appelle an die Vernunft: „DU MUSST NUR!“

    Keine Macht den Drogen?

    Keine Macht haben Kampagnen!

    Dieser Clip ist ein Teil des Videos „Umwege zum Glück“:

    Quelle Zitat Gabor Maté zur Entstehung von Sucht: https://www.focus.de/familie/eltern/familie-heute/drogensucht-die-wahre-ursache-von-sucht-geht-auf-diese-6-erlebnisse-aus-der-kindheit-zurueck_id_9162061.html

    In 18 Stunden verstehst Du diese irre Welt.

    Wer Menschen verstehen will, muss ihnen zuhören, sie beobachten, hinter die Fassade schauen: Warum heiraten wir? Sind Frauen von Natur aus gute Mütter? Was erlebt man bei der Partnersuche? Wem verdanken Elon Musk und Kanye West ihre Erfolge? Was treibt andere Prominente an – und was ist dein eigener Antrieb? Fallen psychische Erkrankungen vom Himmel? Warum steht jemand 5 Stunden unter der Dusche? Wieso glaubt Käpt´n Crazy, die Chinesen würden kommen? Sind Krankenhäuser tatsächlich Hurenhäuser? Warum verheimlicht eine 50-Jährige, dass ihr Vater soff?

    Mit den Antworten auf diese Fragen wird unerklärliches Verhalten entzaubert. Kein Hashtag, kein Gendern und keine Kampagne wird diese Welt retten können. Erst wenn wir einsehen, wie wir ticken, kann sich etwas verändern. Komm mit auf eine Reise, die Dich verändern wird!

    Das Buch gibt es bei bod.de, bei Amazon, genauso bei allen anderen Onlinehändlern. Du kannst aber auch beim Buchhändler um die Ecke danach fragen. Die ISBN: 9783 7557 0721 9. (Da sich bisher kein Verlag interessiert hat, werden keine Exemplare zum Mitnehmen rumliegen, deshalb bitte vorerst direkt im Laden bestellen.)

    Noch viel mehr Lesestoff zum Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ findest Du hier:

    #MeineStimmeGegenIgnoranz

    #MeineStimmegegenIgnoranz – leise Version
    MeineStimmegegenIgnoranz – laute Version

    1,9 Millionen unserer erwachsen gewordenen Kinder verlassen offiziell psychisch kaputt ihr Elternhaus – und es ist uns egal. 28% der Erwachsenen insgesamt gelten als psychisch erkrankt – und es ist kein Thema. Wer diese Welt verstehen will, kommt an den Geschichten hinter diesen Zahlen nicht vorbei.

    Du brauchst ein offenes Ohr?

    Jeder Mensch hat zwei Ohren. Nur was wir damit anfangen, ist recht unterschiedlich. Umso erleichternder ist es in Krisenzeiten, wenn du jemanden findest, der zuhören kann. In den letzten Jahren lernte ich, dass dies wohl meine Superkraft ist. Diese biete ich Dir hier an.

    #metoo (1) 2020 (2) 2022 (2) 2024 (2) 2025 (1) abschied (1) Aluthutträger (2) Aurelie Joie (10) Ballast (2) beziehung (1) bipolare störung (5) corona (3) Covidioten (2) Depression (4) freiheit (2) gefühle (10) gendern (4) Hass (3) hilflosigkeit (3) Journalismus (5) kampagnen (1) Kindheit (5) Krankenhäuser sind Hurenhäuser (1) liebe (2) manie (3) meinestimmegegenignoranz (21) missbrauch (3) Mutterliebe (1) narzisst (5) opfer und täter (2) Politiker (3) psychische Erkrankungen (14) selbstverletzung (2) selbstzweifel (2) Spaltung der Gesellschaft (1) Sucht (1) tot (3) trauer (2) Vater & Sohn (2) verrückt (25) verschwörungsmythen (3) verständnis (4) Was macht dich zum Experten? (1) wehmut (1) wird nicht besser (3)

    Die Familie – Erfahre mehr über uns.

  • Gendern & Co. – Teil 3: Heiligenschein oder Scheinheiligkeit?

    Gendern & Co. – Teil 3: Heiligenschein oder Scheinheiligkeit?

    Grüner wird´s nicht!

    Für mich ist das „Jetzt rücken wir Frauen/Transgender/andere Menschen aus dem Dunkeln ins Licht“ nur eine weitere Möglichkeit für Menschen, Unternehmen und Organisationen, ihr Image aufzuhübschen. Die Diskussion über den Klimawandel hat für viele Firmen die perfekte Gelegenheit für Green-Washing angespült: Tue so, als ob du super umweltfreundlich bist und die Kunden kaufen dir DAS und dein Zeug weiterhin ab. Damit verscheuchst du so gut wie niemanden und verprellst keine Handelspartner. Theoretisch könnte man ja auch Chinas Diktatur kritisieren, wenn man es so gut mit den unterdrückten Menschen meint, aber das kannst du nur machen, wenn du nicht wirtschaftlich auf den roten Bruder angewiesen bist. War es nicht seltsam, WIE VIELE Unternehmen plötzlich nachhaltige Produkte im Angebot hatten?! All die Jahre und Jahrzehnte davor war das nicht möglich und schlagartig haben die kleinen und großen Unternehmen ökologisch einwandfreie, nachhaltige Ware im Programm?! Und der Kunde soll das glauben?!

    Und wenn du dich nicht grün anmalen willst oder kannst, dann lässt du halt die Regenbogenflagge wehen und zeigst in deinem Werbespot gleichgeschlechtliche Paare, ob bei der Partnersuch-Plattform oder beim Teetrinken oder oder oder …

    Und wenn auch das nicht zu deinem Produkt passt, weil es kein Paar enthält, dann zeigst du halt, dass du mit allen Hautfarben auf Du und Du stehst. So besetzt du die Rolle einer Märchenfigur, die ihren Name durch ihre Haut so weiß wie Schnee erhielt, mit einer Latina. Immerhin gehst du nicht so weit und nimmst für das neue Schneewittchen Samuel L. Jackson, obwohl du mit ihm jegliche Stereotypen in den Wind schießen könntest: Warum soll denn Schneewittchen im Jahr 2022 unbedingt eine weiße, junge Frau sein?! Hautfarbe, Geschlecht und Alter dürfen keine Rolle mehr spielen! Alle Menschen sind gleich! Aber dann kommt ein 1,35 m großer Schauspieler an und erklärt das komplette Märchen für ewiggestrig, weil es Zwerge enthält. Gott, politisch korrekt sein zu wollen für die PR ist ein verdammt hartes Geschäft …

    Missbrauch kann auch Spaß machen!

    Wir scheinen in den letzten Jahren immer mehr zu Meistern darin geworden zu sein, uns ein perfektes Äußeres zu verpassen. Erst waren es die Filter, die unsere zerknitterte Haut auf das Niveau eines Babypopos glätten und dank denen wir viele Likes bekommen konnten. Inzwischen glätten wir unseren Charakter für die Daumen hochs. TV-Sender wählen für ihre Reality-Shows mit voller Absicht psychisch instabile Kandidaten aus, weil die den großen Unterhaltungsfaktor garantieren und fahren gleichzeitig Kampagnen, wie fortschrittlich sie in Sachen Menschlichkeit doch sind. Seltsam ist nur, wenn es dann Skandale gibt wie im Dschungelcamp und die Sender sich darüber empören, obwohl das Drama durch die Kandidatenauswahl genau so gewollt ist.

    In der ersten Pandemie-Welle wurden viele Helden beklatscht, ins Licht gerückt – inzwischen stehen sie wieder im Schatten und man hört aus den Kreisen der LKW-Fahrer, Krankenschwestern, Altenpfleger, Erzieher, Lehrer, Supermarkt-Kassierer usw. reichlich Ernüchterung. An den schwierigen Arbeitsbedingungen und der miesen Bezahlung hat sich demnach nichts verändert, stattdessen gibt es Druck durch die Impfpflicht. Viele werden nach dem Ende der Pandemie psychisch in einem wenig guten Zustand sein und dann wird man sich um sie genauso wenig kümmern wie um die, die schon vor der Pandemie am Boden lagen.

    Der Weltfußballverband FIFA ist um keine Kampagne verlegen, ob gegen Rassismus, für Vielfalt und andere eigentlich sehr wünschenswerte, menschliche Dinge. FIFA und menschliche Dinge? Wer sie kennt, der wird jetzt ein abwertendes Grinsen auf den Lippen haben – zurecht. All die Sponsoren der WM in Katar werden genauso wenig um Kampagnen verlegen sein, mit denen sie ihr Image pflegen wollen – doch von einem Boykott wegen der Sklavenhalterei beim Bau der Stadien will keiner was wissen. Da weht die Regenbogenflagge steif im Wind – gut, solange man nicht bei denen aneckt, mit denen man Geschäfte machen will. In dem Fall wird die Flagge ganz fix eingeholt und im Tresor verstaut.

    Fake!

    Mein Vater hatte 2019 einen Schlaganfall. 22 Jahre lang hatte ich ihn nicht gesehen bzw. gesprochen. Da er nach dem Schlag nicht mehr für sich selbst sorgen konnte, musste ich vieles regeln und kam dadurch mit Menschen in Kontakt, die ihn kannten: seine Bibliothekarin, seine Pensionswirtin in Österreich, die Krankenschwester in seiner Hausarztpraxis. Alle drei reagierten bestürzt auf die Nachricht vom Schlag und sagten jeweils so etwas wie: „Ach herrje, das hat er nicht verdient, der ist immer so nett und höflich gewesen.“ Seine Lieblingsnichte kannte ihn ebenfalls weitgehend von dieser Seite und auch mir war dieses Gesicht bekannt: Vater grüßte früher die Gartennachbarn so wunderbar nett und höflich, als könne er keiner Fliege etwas antun. Das andere Gesicht kannten nur seine Frau und seine Söhne und dieses Gesicht war alles andere als nett und höflich. Als ich seiner Lieblingsnichte, also meiner Cousine, von dieser anderen Seite erzählte, war sie erstaunt: „Das hätte ich ihm nicht zugetraut.“ Ihr fiel es aber nicht schwer, mir zu glauben, denn sie hatte unter ihrem Vater, dem Bruder meines Vaters, mindestens genauso viel auszuhalten.

    Ich hatte weder bei der Bibliothekarin, noch bei der Schwester in der Hausarztpraxis und auch nicht bei der Pensionswirtin versucht, das Bild, das sie von Vater hatten, geradezurücken. Mir erschien es als sinnlos, denn sie kannten ihn über Jahre als diesen netten, höflichen Mann und ein solches Bild lässt sich nicht in drei Sätzen verändern.

    Auch Ullis Schwester kennt von ihrem Vater dieses Prinzip: Nach außen Biedermann, nach innen Terrorist. Sie sieht ihn ganz klar als Mann mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung und ich habe Null Zweifel, dass sie damit richtig liegt, auch wenn es nur eine Laien-Diagnose ist. Typisch für Narzissten ist u.a., dass sie mit ihrem charmanten Auftreten einen ganzen Saal unterhalten können und man ihnen nicht im Geringsten zutraut, was sie ihren Partnern und Kindern antun. Das Gesicht, das sie nach außen zeigen, ist absoluter Fake und wann immer sich Konzerne, Organisationen, TV-Sender und andere Medien oder einzelne Menschen ein klinisch sauberes Image geben, muss ich inzwischen an Narzissmus denken – vor allem dann, wenn ich höre, dass hinter den sich grün waschenden Unternehmen meist nicht viel wirklich haltbare Farbe steckt.

    Jetzt seid doch mal vernünftig!

    Der scheinbaren Spaltung der Gesellschaft, dem offenbar immer rauer werdenden Ton, werden immer mehr Appelle an die Vernunft, an Mitmenschlichkeit, an Solidarität entgegengestellt. Hier wird Rassismus verurteilt, da Ausländerhass, dort wird gegendert. Vor allem Weihnachten und Jahreswechsel sind Hoch-Zeiten für solche Appelle. Ein kleiner Auszug vom Jahresende 2021:

    Der Papst sagte in der Christmette: „Hören wir auf, zu jammern und lange Gesichter zu machen, und lassen wir ab von der Gier, die uns immer unbefriedigt lässt.“ – Und schon kommt der Gierige zur Vernunft?!

    In seiner Weihnachtsbotschaft appellierte er an die Menschen, nicht wegzusehen im Angesicht von Konflikten, Krisen, Leid von Flüchtlingen. Er rief zu mehr Dialogbereitschaft auf und hob das Leid von Frauen und Kindern hervor, die in Zeiten der Pandemie verstärkt Opfer von Gewalt würden. Ohne schon kommen die Gewalttätigen zur Einsicht, dass man andere Menschen nicht verprügelt?!

    Bundespräsident Steinmeier stellte in der Weihnachtsansprache die Theorie auf: „Menschen können irren, sie lernen aber auch.“ – Wenn sie lernen würden, gäbe es nicht solche Sätze.

    Der katholische Berliner Erzbischof Koch forderte zu Weihnachten stärkere Solidarität mit geflüchteten Menschen. Jupp, erledigt.

    Ähnliche Appelle gibt es zu Gedenktagen, ob Kriegsende oder Holocaust. Dann wird vor neuer Judenfeindlichkeit gewarnt, zur Verteidigung der Demokratie aufgerufen, zu Wachsamkeit.

    Ich frage mich: An wen genau wenden sich diese Menschen? Wer ist die Zielgruppe? Wessen Gewissen wollen sie knacken und zum Besseren drehen? Wo sehen sie den ganz konkreten Erfolg solcher Appelle in der Vergangenheit? Bei welchen Menschen, die der Papst, der Bundespräsident und der Erzbischof kennen, haben je solche Appelle ein Umdenken bewirkt? Mein Vater hätte zu Lebzeiten nicht gemeint sein können, auch nicht Ullis Vater, denn an ihnen prallte so etwas über Jahrzehnte spurlos ab.

    Auch meine einstige Muse kann nicht gemeint sind. Sie ließ sich gegen jede Vernunft zwei Wochen nach dem Tod ihres Mannes auf einen Typen ein, der schon zuvor ordentlich an ihr baggerte. Auch für sie selbst war klar, dass sie vom Regen in die Traufe kommt, doch durch ihre Vergangenheit – den Missbrauch – hatte Vernunft Null Chancen. Genauso ist es bei den 80 Menschen, die ich in meinem Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ beschreibe. Gut, vielleicht bin ich immer wieder einfach jenen gekonnt ausgewichen, bei denen „Jetzt seid doch mal vernünftig, so geht das doch nicht!“ Wirkung zeigt.

    Zeitverschwendung

    Das Schlimmste an Kampagnen und Appellen ist für mich: Sofern du dank Naivität überhaupt an die Wirkung deiner Appelle glaubst und nicht aus reinem Narzissmus handelst, verschwendest du einfach nur Zeit.

    Du kannst auch einen Topf mit Wasser in die Sonne stellen und darauf hoffen, dass das Wasser irgendwann kocht. Aber du wirst nirgends in der Geschichte der Menschheit jemanden ausfindig machen können, der damit Erfolg hatte.

    Du wartest auf die Früchte deiner Arbeit und stellst irgendwann fest, dass sich überhaupt nichts verändert hat. Dann musst du die vertane Zeit abhaken, in welcher du eigentlich etwas wirklich Erfolg bringendes hättest tun können.

    Und das einzig Hilfreiche, was ich als Lösung all der Probleme dieser Welt sehe, ist: Kindern ermöglichen, mit einem gesunden Selbstbewusstsein ihr Elternhaus verlassen zu können. Und dazu braucht es Eltern mit gesundem Selbstbewusstsein.

    Tausche Vorurteile gegen Vorurteile!

    Im Kampf gegen Vorurteile entstehen neue Vorurteile: Besetze die Posten in der Firma so divers wie möglich und alles ist gut, denn diverse Menschen sind immer gute Menschen. Doch gerade wer immer irgendwie anders ist und war, wird zum leichten Ziel derer, die andere abwerten müssen, um sich selbst aufzuwerten. Wenn du eine solche Zielscheibe warst und vielleicht noch bist, leidet das Selbstbewusstsein – ich spreche da wieder auch aus ganz eigener Erfahrung, wobei mein Anders sein etwas mit den grauen Zellen zu tun hat.

    Ich kenne mehrere Geschichten, in denen das Kind schon bei der Geburt versagt hatte, weil es mit dem falschen Geschlecht zur Welt kam: Die eine Mutter wollte ein Mädchen, der eine Vater wollte einen Jungen und beide Elternteile lassen ihre Kinder die Verärgerung bis heute spüren, was heftige psychische Spuren hinterlassen hat.

    Wie sieht es dann erst aus, wenn das Kind weder der erwünschte Junge, noch das ersehnte Mädchen ist?! Schon wenn Kinder ihrer Geschlechterrolle gerecht werden, gehen mindestens 26% mit kaputtem Selbstbewusstsein aus ihrem Elternhaus und werden von Opfern zu Tätern. Rein von der Logik her müssten diverse Menschen noch öfters Täter sein als nicht-diverse. Und nein, das heißt nicht, dass dem so sein muss, aber Klischees muss man ab und zu mit Dynamit aufbrechen, so dass das Nachdenken in Bewegung kommt.

    Apropos Vorurteile: Schauspieler Michael J. Fox, Star aus den „Zurück in die Zukunft“-Filmen und an Parkinson erkrankt, sagte in einem Interview: „ Wir sehen einen Rollstuhl oder jemanden mit einer Behinderung im Fernsehen und schon wird die Musik sanft und dunstig … Dann kämpft der Typ mit irgendeiner banalen Tätigkeit, wir beobachten ihn bei dem rührenden Versuch, diese Sache zu bewältigen. … Auch behinderte Menschen können Arschlöcher sein. Behinderte Menschen können Idioten sein und manipulativ …“

    Gleiches gilt für Flüchtlinge: Auch sie sind nicht die besseren Menschen – genauso wenig, wie sie schlechtere Menschen sind. Ja, auch unter ihnen sind Täter – aber sie sind nicht Täter, weil sie Ausländer sind. Gerade wenn sie aus Kriegsgebieten kommen, sind traumatische Erlebnisse im Gepäck und je größer das Trauma, umso weiter weg führen uns die Wege von dem, was wir unter „vernünftigem Handeln“ verstehen.

    Nicht die Hautfarbe, nicht das Geschlecht, nicht das Heimatland, nicht der Glauben entscheiden darüber, wer Opfer und wer Täter ist, sondern wie du in deinem Kinderzimmer behandelt wurdest. Menschen einer Gruppe pauschal als gut zu betrachten, bringt genauso wenig, wie Menschen einer Gruppe als Messer schwingende Axtmörder darzustellen.

    Selbst Menschen, die Yoga machen, sind nicht automatisch emphatische Wesen voller Liebe und Güte. Dahinter kann sich wieder purer Narzissmus verbergen oder wenigstens die Aufwertung des eigenen Egos nach dem Motto: „ICH habe die Erleuchtung und ihr nicht!“ Und es kann zur Verdrängung der eigentlichen Probleme dienen. Wie überall kann der Blick hinter die Gardinen Klischees und Vorurteile zerlegen. Der Link zu einem Artikel darüber ist unten zu finden.

    Appell gegen Appelle?!

    Übrigens bin ich mir darüber bewusst, dass auch ich mit all dem, was ich von mir gebe, an die Vernunft appelliere – zumindest könntest du mir das so an den Kopf werfen. Ich würde ein paar Sekunden in „Ja klar, isso“-Mentalität verfallen, um mich dann aus der Affäre zu ziehen mit der Antwort: „Nein, ich will nur, dass jeder auf die Suche nach DEM Menschen in seinem Umfeld geht, bei dem mit gutgemeinten Worten ein neuer Weg in Richtung Vernunft begonnen hat. Mehr will ich gar nicht.“

    Schlusswort

    Gendern ist aus meiner Sicht eine weitere Form von Appell bzw. Kampagne und damit zum Scheitern verurteilt, wenn es dabei wirklich um Hilfe für Menschen im Schatten gehen sollte und nicht um narzisstisches „Ich bin sooo ein guter Mensch“. Mein Weg ist ein anderer, siehe u.a. mein Buch „Verrückt – ein Aufschrei“. Ich werde auf jegliches Gendern weiterhin verzichten und bitte jeden um Nachsicht, der sich ausgegrenzt fühlen sollte. Ich mag die deutsche Sprache, sie ist wie ein riesiger Baukasten, mit dem man viele hübsche Sachen herstellen kann. Gendern empfinde ich als Anschlag auf diese Sprache, wobei mir ein anderes, härteres Wort auf der Zunge liegt, welches aber einige triggern könnte.

    Wie bereits erwähnt: Mein Freundeskreis besteht nur aus Frauen und sie halten es ganz gut mit mir aus. Keine von ihnen vermittelt mir den Eindruck, man würde sie als Frau zu wenig wahrnehmen. Wo es aber ganz klar ein Problem bei der Wahrnehmung gibt – unabhängig vom Geschlecht: beim Zuhören und bei ganz konkreter Hilfe in Notlagen. Keine der Frauen zieht es ins Rampenlicht, auch nicht Hanna, die seit einem unverschuldeten Unfall vor 20 Jahren traumatisiert ist und sich seitdem mit Unverständnis, Weghören und einem verdammt kranken Gesundheitssystem rumschlagen muss, obwohl ihr dazu eigentlich die Energie fehlt. Ihr überlasse ich das letzte Wort zu diesem Thema: „Gendersprache? Ich? Nee, da bist du bei mir falsch. Bei dem ganzen Genderirrsinn mach ich nicht mit.“

    Quellen

    – Papst in der Christmette 2021: „Hören wir auf, zu jammern und lange Gesichter zu machen, und lassen wir ab von der Gier, die uns immer unbefriedigt lässt.“: https://www.zdf.de/nachrichten/politik/christmette-im-petersdom-papst-ruft-zu-bescheidenheit-auf-100.html

    – Weihnachtsbotschaft des Papstes: https://www.tagesschau.de/ausland/papst-urbi-et-orbi-105.html

    – Peter Dinklage über die Neuverfilmung von Schneewittchen: https://www.sueddeutsche.de/kultur/peter-dinklage-disney-streit-1.5515565

    – Bundespräsident Steinmeier: „Menschen können irren, sie lernen aber auch.“ https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmeier/Reden/2021/12/211225-Weihnachtsansprache-2021.html

    – Michael J. Fox „Auch behinderte Menschen können Arschlöcher sein. Behinderte Menschen können Idioten sein und manipulativ …“: https://www.zeit.de/news/2021-06/17/michael-j-fox-kritisiert-filmszenen-fuer-behinderte

    – Yoga & Narzissmus: https://www.spektrum.de/news/yoga-und-meditation-ein-spiritueller-deckmantel-fuer-narzissmus/1938055

    In 18 Stunden verstehst Du diese irre Welt.

    Wer Menschen verstehen will, muss ihnen zuhören, sie beobachten, hinter die Fassade schauen: Warum heiraten wir? Sind Frauen von Natur aus gute Mütter? Was erlebt man bei der Partnersuche? Wem verdanken Elon Musk und Kanye West ihre Erfolge? Was treibt andere Prominente an – und was ist dein eigener Antrieb? Fallen psychische Erkrankungen vom Himmel? Warum steht jemand 5 Stunden unter der Dusche? Wieso glaubt Käpt´n Crazy, die Chinesen würden kommen? Sind Krankenhäuser tatsächlich Hurenhäuser? Warum verheimlicht eine 50-Jährige, dass ihr Vater soff?

    Mit den Antworten auf diese Fragen wird unerklärliches Verhalten entzaubert. Kein Hashtag, kein Gendern und keine Kampagne wird diese Welt retten können. Erst wenn wir einsehen, wie wir ticken, kann sich etwas verändern. Komm mit auf eine Reise, die Dich verändern wird!

    Das Buch gibt es bei bod.de, bei Amazon, genauso bei allen anderen Onlinehändlern. Du kannst aber auch beim Buchhändler um die Ecke danach fragen. Die ISBN: 9783 7557 0721 9. (Da sich bisher kein Verlag interessiert hat, werden keine Exemplare zum Mitnehmen rumliegen, deshalb bitte vorerst direkt im Laden bestellen.)

    Noch viel mehr Lesestoff zum Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ findest Du hier:

    #metoo (1) 2020 (2) 2022 (2) 2024 (2) 2025 (1) abschied (1) Aluthutträger (2) Aurelie Joie (10) Ballast (2) beziehung (1) bipolare störung (5) corona (3) Covidioten (2) Depression (4) freiheit (2) gefühle (10) gendern (4) Hass (3) hilflosigkeit (3) Journalismus (5) kampagnen (1) Kindheit (5) Krankenhäuser sind Hurenhäuser (1) liebe (2) manie (3) meinestimmegegenignoranz (21) missbrauch (3) Mutterliebe (1) narzisst (5) opfer und täter (2) Politiker (3) psychische Erkrankungen (14) selbstverletzung (2) selbstzweifel (2) Spaltung der Gesellschaft (1) Sucht (1) tot (3) trauer (2) Vater & Sohn (2) verrückt (25) verschwörungsmythen (3) verständnis (4) Was macht dich zum Experten? (1) wehmut (1) wird nicht besser (3)

    #MeineStimmeGegenIgnoranz

    #MeineStimmegegenIgnoranz – leise Version
    MeineStimmegegenIgnoranz – laute Version

    1,9 Millionen unserer erwachsen gewordenen Kinder verlassen offiziell psychisch kaputt ihr Elternhaus – und es ist uns egal. 28% der Erwachsenen insgesamt gelten als psychisch erkrankt – und es ist kein Thema. Wer diese Welt verstehen will, kommt an den Geschichten hinter diesen Zahlen nicht vorbei.

    Du brauchst ein offenes Ohr?

    Jeder Mensch hat zwei Ohren. Nur was wir damit anfangen, ist recht unterschiedlich. Umso erleichternder ist es in Krisenzeiten, wenn du jemanden findest, der zuhören kann. In den letzten Jahren lernte ich, dass dies wohl meine Superkraft ist. Diese biete ich Dir hier an.

    Die Familie – Erfahre mehr über uns.

  • Gendern & Co. – Teil 2: Von #MeToo und Krankenhäuser sind Hurenhäuser

    Gendern & Co. – Teil 2: Von #MeToo und Krankenhäuser sind Hurenhäuser

    Wer glaubt, Frauen mit Gendern mehr in den Blickpunkt rücken zu können – wie auch immer das in der Praxis Früchte tragen soll, der muss auch die dunklen Seiten beleuchten: neben der des Opfers auch die der Täterin.

    Vater wider Willen

    Nach dem Suizid meines einstigen Mitschülers Ulrich 2020 schrieb ich mit seiner Schwester, auch über den Zusammenhang zwischen Opfer sein und Täter werden, über die Rolle von Frauen dabei. Sie hatte sich mit dem Thema „Aus Opfern werden Täter“ selbst befasst und war überrascht, dass ich ihr problemlos folgen konnte. Laut ihr wollte Ulli nie Kinder. Er konnte sich nicht vorstellen, ein guter Vater werden zu können und hatte Angst, genau wie seiner zu werden.

    Nach seinem Tod trauern zwei Kinder. Und ein zum Zeitpunkt des Suizids zwei Monate altes Baby wird seinen Vater – Ulli – nie kennenlernen. Drei Kinder, denen der Vater fehlt. Und wer realen Geschichten zuhört, der weiß: Sobald die ehrliche Zuneigung EINES Elternteils fehlt, hat das Wachstum eines gesunden Selbstbewusstseins kaum noch eine Chance. Aus ungesundem Selbstbewusstsein entstehen die Umwege zum Glück, die immer Wege ins Unglück sind und nicht zuletzt dafür sorgen, dass Hass entsteht und der Bedarf, andere kleinzuhalten – z.B. Frauen.

    Wie konnten diese drei Kinder entstehen? Naja, ein Muskelprotz, beruflich Chirurg, die lassen nichts anbrennen – da ist doch alles klar, Mann!

    Ullis Schwester erklärte es mir und schrieb: „Seine damalige Freundin bekam nach 17 Jahren Torschlusspanik. Das Thema Kind wurde zwischen ihnen immer mehr zum Druck- und Stressfaktor. Ich weiß, dass sie ohne Ulrichs Einverständnis die Pille abgesetzt hat. Vielleicht auch ohne sein Wissen. Ja, ich kann da wieder nur #MeToo sagen: Wir „armen“ Frauen. Wir haben es in der Hand, aber wir denken nicht – und das ist das Fatale für unsere eigenen Kinder – über den Tellerrand hinaus. Mein Bruder hatte diesen Weitblick – und fühlte sich verraten. Dann hatte er eine Affäre. Und er wollte bei seiner schwangeren Freundin bleiben. War hin- und hergerissen, wie so oft in seinem Leben. Die Entscheidung wurde ihm abgenommen, die schwangere Freundin machte Schluss und er wurde wieder mal zum Buhmann erklärt. So habe ich es erlebt und mitbekommen. Aus der Affäre wurde dann seine Frau, mit der er sein zweites Kind hatte.

    Krankenhäuser sind Hurenhäuser

    Zum dritten Kind, wenige Monate alt: Ich möchte meinen Bruder in der Sache nicht in Schutz nehmen, aber auch diese Geschichte ist von mehreren Seiten zu beleuchten. Menschen machen es sich – gerade wenn sie selbst keine Erfahrungen mit Narzissmus gemacht haben – einfach. Stempel drauf und gut. Mein Bruder hat meiner Mutter oft erzählt, schon Jahre vorher, wie penetrant Arztkolleginnen und Krankenschwestern sein können: Die werfen sich dir an den Hals, die ziehen sich vor dir aus, ob du das willst oder nicht, das sind Schlangen. Und wenn du denen klar einen Korb gibst, musst du damit rechnen, dass sie Möglichkeiten haben, die Zusammenarbeit mit dir zu boykottieren. Krankenhäuser sind Hurenhäuser.

    Ich bin auch nicht für die MeToo-Bewegung in ganzer Breite. Es gibt viele wirkliche Opfer, keine Frage, aber Frauen können Mistkrücken sein, die ganz genau wissen, was sie einsetzen müssen, um ans Ziel zu gelangen. Sichtbar wird es nur an wenigen Stellen wie zum Beispiel in Krankenhäusern oder, um bei MeToo zu bleiben, in der Filmbranche. Der viel größere Teil läuft subtil ab, aber genauso wirksam.“

    Für mich war der „Krankenhäuser sind Hurenhäuser“-Teil der Nachricht von Ulrichs Schwester völliges Neuland und ich konnte damit nicht wirklich etwas anfangen. Ich schrieb meiner guten Freundin Hanna diesen Satz und erntete ein: „Das wusste ich schon 1997.“

    Mein Erstaunen wurde nicht geringer und es legte sich auch nicht beim Lesen ihrer folgenden Zeilen: „Eine damalige Freundin von mir, damals Krankenschwester in einer Klinik in Heidelberg, sagte: Nirgendwo wird wohl so kreuz und quer gefickt wie unter Klinikpersonal. Ist ganz schlimm.
    Antje sagte mir damals, Sex im Dienstzimmer sei normal. Und sie sagte mir damals, die Weiber seien untereinander wie Hyänen. Wehe, eine käme mit einem Arzt gut aus, dann wäre nicht nur Eifersucht angesagt, sondern auch unsäglicher Neid und Unterstellungen. Auch nackt unter dem weißen Kittel zu sein, sei keine Seltenheit. Intrigen ohne Ende. Jede habe die Einstellung, sich den besten Arzt angeln zu müssen. Und sie sagte mir, wie extrem sich deshalb die meisten eben aufbrezeln und morgens zu Hause ewig vor dem Spiegel stehen würden, sich parfümieren, als würden sie im Puff arbeiten. Konkurrenz müsse ausgestochen werden. Aber es gäbe halt auch genug Ärzte, denen das durchaus gefallen würde und die sich eine nach der anderen nehmen würden – was den Hass untereinander dann noch mehr schüre.“

    Als nächstes fragte ich eine gute Freundin, deren Schwester im Krankenhaus arbeitet, allerdings als Reinigungskraft. Die Schwester hatte nie etwas erzählt, was den Spruch bestätigen würde. Mich beruhigte das etwas, denn nun sah es nicht mehr nach „Das ist überall so“ aus.

    Dann sprach ich mit einer weiteren guten Freundin, deren Freund Ansgar Arzt ist und der viel im Krankenhaus unterwegs ist für Operationen. Als ich sie fragte, ob sie den Spruch „Krankenhäuser sind Hurenhäuser“ kennt, kam ein klares „Ja“. Ihr Freund hatte so einiges aus dem Klinikalltag berichtet und es ging in genau die gleiche Richtung, wie es Ulrichs Schwester und Hanna erzählt hatten: Es gäbe genug Ärzte, die sich auf Schwestern einlassen und die Schwestern seien scharf darauf, den besten Doc abzubekommen und täten viel dafür. Ansgar selbst halte sich da raus, weil es mehr Ärger bringen würde als „Vergnügen“. Dies sehe er an seinem Bruder, der in seiner Rolle als Klinik-Arzt nichts anbrennen lasse. Und sein Vater bezahlte lange Jahre den Unterhalt für ein, in einem Krankenhaus mit einer Schwester gezeugtes Kind.

    Wenige Wochen später meldete sich Hanna noch einmal zum Thema. Ihre Tochter Constanze hatte eine Woche zuvor angefangen, im Rahmen eines Praktikums im Krankenhaus zu arbeiten, zunächst auf der Kardiologie, nun auf der Chirurgie. Die Tochter erzählte, wie widerlich es auf der Chirurgie zugehe. Auf der Kardio sei es deutlich menschlicher zugegangen. Viele Ärzte auf der Chirurgie seien grapschig, wobei es bisher gegenüber Constanze bei Oberarm-Tätscheln geblieben war. Einer der Chirurgen fehlte für einige Tage, weil seine Frau in den Wehen lag. Dann hieß es, er sei Vater geworden, alles sei gut verlaufen. Als Constanze erfuhr, um welchen Arzt es sich genau handelt, fiel sie aus allen Wolken: Diesen Chirurgen hatte sie als den bisher größten Grapscher wahrgenommen.

    Als Hanna erzählen wollte, was ihr 1997 ihre Bekannte Antje aus dem Klinikalltag berichtet hatte, kam ihr die Tochter zuvor: Unter den Kolleginnen würde es immer heißen, man müsse sich einen Arzt aufreißen. Mindestens zwei Kolleginnen würden nur einen BH unter dem Kasack tragen, da sei sie sich sicher. Bei der Visite tauschten Ärzte mit manchen Schwestern Blicke aus, die klar machen würden, was Sache ist. Auch von Sex in einem Nebenraum war die Rede.

    Nein, das alles ersetzt keine repräsentative Umfrage über den Klinikalltag und wie immer darf man auch hier nicht sämtliche Ärzte und Schwestern über einen Kamm scheren. Nur gilt auch hier wieder: Ein Blick hinter die Gardinen öffnet Augen für die Realität.

    Über die Beteiligten kann man denken, was man mag. Doch auch hier wird wieder jeder Einzelne seine Gründe haben, warum man sich so feil bietet, warum man keiner Versuchung widerstehen kann und warum man seinen Status so ausnutzt. Und diese Gründe werden etwas mit den Umwegen zum Glück zu tun haben, die dank nie gesund gewachsenen Egos gegangen werden: Macht, Aufmerksamkeit, … Hormone und Duft erledigen den Rest.

    Frauen durch die Bank als Opfer von Männern anzusehen und ihnen den Status des vernünftigeren und damit besseren Geschlechts zu verleihen, wird kein Problem auf dieser Welt lösen. Es wird nicht damit getan sein, Männer in Führungsebenen gegen Frauen auszutauschen. Entscheidend ist: ein gesundes Ego. Mindestens zwei Mütter von Ullis Kindern haben mit ihrem egoistischen Vorgehen dafür gesorgt, dass die nächste Generation wieder auf Umwege zum Glück gehen wird und wenn ein Junge dabei wäre, stünden die Chancen gut, dass er eines Tages Macht über eine Frau ausüben will.

    Ist ja klar, dass das ein Mann so sieht

    Wer nun glaubt, ich sei der typische weiße, alte Mann, der alles Neue ablehnt oder ich hätte ein Kindheitstrauma durch meine Mum und ich sei auf alle Frauen schlecht zu sprechen: Nein. Bei mir war es der Vater, der mich auf Umwege zum Glück schickte und ich hätte beste Gründe, mein eigenes Geschlecht auf die Anklagebank zu schicken. Meiner Mum könnte ich maximal vorwerfen, sich mit diesem Typen eingelassen zu haben, nur war sie halt dank ihrer bestimmenden Mum das typische Mauerblümchen, dass alles mit sich machen ließ. Bei ihrer Enkelin wiederholt sich die Geschichte aktuell, trotz 50, 60 Jahren Abstand und trotz all dem scheinbaren Dazulernen. Sie reitet die nächste Generation ins Verderben und wenn es ein Junge wird, dann stehen die Chancen gut, dass er eines Tages eine Frau so beschissen behandeln wird, wie mein Vater es mit meiner Mum gemacht hat oder wie es der Freund der Enkelin mit ihr vor allem in der Anfangszeit der Beziehung machte. Und kein Appell an die Vernunft kann sie dabei aufhalten.

    Durch meine Kindheit habe ich eher ein Problem mit Männern. Männliche Kumpels hatte ich nie, mein Umfeld bestand und besteht immer aus Frauen und sie kamen ganz gut mit mir klar. Zur Beweisführung hier ein paar gesammelte Referenzen:

    Manchmal hab ich schon das Gefühl, in einen Spiegel zu sehen, wenn wir uns unterhalten. Und das passiert immer wieder und an unterschiedlichen Stellen. Fast schon unheimlich. Und trotzdem schön …“ – Zitat meiner einstigen Muse (damals 34), mit der ich mich 8 Jahre fast ausschließlich schrieb und die ich nie getroffen habe. Sie trägt seit ihrer Kindheit einen „schwarzen Fleck“: Missbrauch.

    Sorry das ich so direkt frage, aber es fällt mir so leicht mit dir zu reden, ebenso ist die Angst weg, die ich zum Anfang hatte. Du hast die richtigen Knöpfe bei mir gedrückt und dabei merke ich, dass sich gewisse Sachen in mir lösen, ohne dass mir das bewusst war. Damit meine ich: Nach der Trennung meines Mannes hatte ich ohne Diät abgenommen und das nicht gerade wenig. Und jetzt merke ich auch durch Aussagen anderer, dass ich etwas raus lasse, was sich körperlich wie auch mental positiv auswirkt.“ – Zitat von Wiebke, Mitte 40, die immer wieder von ihrer Mutter geschlagen worden war, einen Suizidversuch unternahm, welcher auf Druck der Familie verheimlicht werden musste und die länger mit einem prügelnden Ehemann lebte.

    Du bist fast der Einzige, dem ich alles erzähle…Die Fragen stellen. Um Rat / Hilfe bitte. Und das länger wie nur 3 Monate oder so… Mein Kreis ist so klein, weil ich irgendwann nicht mehr mit Personen zurecht komme. Irgendwas stört mich dann und dann bin ich gestresst … Ende ist meistens dann der Kontaktabbruch.“ – Zitat von Sophie, damals 18, mit der ich mich knapp 4 Jahre ausschließlich schrieb, deren Familie sie mobbt, die starke depressive Phasen kennt, teils mit Angststörungen, sich zeitweise selbst verletzte, mindestens zwei Mal auf Balkon bzw. Brücke stand und von der ich nicht weiß, ob sie noch lebt.

    Übrigens: Keine der Frauen in meinem Umfeld hält etwas vom Gendern, ihre Probleme sind ganz andere. Für sie gehört das Gendern in die gleiche Kategorie wie das Sich grün waschen all der Konzerne: Hauptsache, das Image stimmt. Dazu mehr in Teil 3. Wir lesen uns.

    Beitragsbild zum Artikel "Gendern und Co - Teil 3: Heiligenschein oder Scheinheiligkeit?"
    Weiter zu Teil 3: Gendern & Co: Heiligenschein oder Scheinheiligkeit?

    In 18 Stunden verstehst Du diese irre Welt.

    Wer Menschen verstehen will, muss ihnen zuhören, sie beobachten, hinter die Fassade schauen: Warum heiraten wir? Sind Frauen von Natur aus gute Mütter? Was erlebt man bei der Partnersuche? Wem verdanken Elon Musk und Kanye West ihre Erfolge? Was treibt andere Prominente an – und was ist dein eigener Antrieb? Fallen psychische Erkrankungen vom Himmel? Warum steht jemand 5 Stunden unter der Dusche? Wieso glaubt Käpt´n Crazy, die Chinesen würden kommen? Sind Krankenhäuser tatsächlich Hurenhäuser? Warum verheimlicht eine 50-Jährige, dass ihr Vater soff?

    Mit den Antworten auf diese Fragen wird unerklärliches Verhalten entzaubert. Kein Hashtag, kein Gendern und keine Kampagne wird diese Welt retten können. Erst wenn wir einsehen, wie wir ticken, kann sich etwas verändern. Komm mit auf eine Reise, die Dich verändern wird!

    Das Buch gibt es bei bod.de, bei Amazon, genauso bei allen anderen Onlinehändlern. Du kannst aber auch beim Buchhändler um die Ecke danach fragen. Die ISBN: 9783 7557 0721 9. (Da sich bisher kein Verlag interessiert hat, werden keine Exemplare zum Mitnehmen rumliegen, deshalb bitte vorerst direkt im Laden bestellen.)

    Noch viel mehr Lesestoff zum Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ findest Du hier:

    #MeineStimmeGegenIgnoranz

    #MeineStimmegegenIgnoranz – leise Version
    MeineStimmegegenIgnoranz – laute Version

    1,9 Millionen unserer erwachsen gewordenen Kinder verlassen offiziell psychisch kaputt ihr Elternhaus – und es ist uns egal. 28% der Erwachsenen insgesamt gelten als psychisch erkrankt – und es ist kein Thema. Wer diese Welt verstehen will, kommt an den Geschichten hinter diesen Zahlen nicht vorbei.

    #metoo (1) 2020 (2) 2022 (2) 2024 (2) 2025 (1) abschied (1) Aluthutträger (2) Aurelie Joie (10) Ballast (2) beziehung (1) bipolare störung (5) corona (3) Covidioten (2) Depression (4) freiheit (2) gefühle (10) gendern (4) Hass (3) hilflosigkeit (3) Journalismus (5) kampagnen (1) Kindheit (5) Krankenhäuser sind Hurenhäuser (1) liebe (2) manie (3) meinestimmegegenignoranz (21) missbrauch (3) Mutterliebe (1) narzisst (5) opfer und täter (2) Politiker (3) psychische Erkrankungen (14) selbstverletzung (2) selbstzweifel (2) Spaltung der Gesellschaft (1) Sucht (1) tot (3) trauer (2) Vater & Sohn (2) verrückt (25) verschwörungsmythen (3) verständnis (4) Was macht dich zum Experten? (1) wehmut (1) wird nicht besser (3)

    Die Familie – Erfahre mehr über uns.

    Du brauchst ein offenes Ohr?

    Jeder Mensch hat zwei Ohren. Nur was wir damit anfangen, ist recht unterschiedlich. Umso erleichternder ist es in Krisenzeiten, wenn du jemanden findest, der zuhören kann. In den letzten Jahren lernte ich, dass dies wohl meine Superkraft ist. Diese biete ich Dir hier an.

  • Gendern & Co. – Teil 1: Sinn oder Unsinn?

    Gendern & Co. – Teil 1: Sinn oder Unsinn?

    Zwei echte Männer aus der Zielgruppe

    „Die Weiber sind doch alle dämlich.“ Das ist eine von sehr wenigen Weisheiten, die mir von meinem Vater in Erinnerung geblieben sind. Von Frauen hielt er nichts, auch nicht von seiner eigenen, also meiner Mum. Sie war in seinen Augen sogar zu dumm, eine Tütensuppe zu kochen. Zu seiner Ehrenrettung: Er hielt auch nichts von seinen beiden Söhnen, es war also nichts rein Geschlechtsspezifisches. Mit seinen Kumpels kam er wohl gut klar, bei ihnen ordnete er sich ein bzw. unter. Doch von einer Frau ließ er sich lebenslänglich nur sehr ungern etwas sagen. Dass er die letzten zwei Jahre seines Lebens nach einem Schlaganfall fast ausschließlich auf Frauen angewiesen war, ob im Krankenhaus, in der Reha oder im Pflegeheim, dürfte ihm nicht so sehr gefallen haben. Auch wenn er durch eine Sprachstörung kaum noch verständlich reden konnte, war zu merken, dass sich überhaupt nichts in den Jahrzehnten geändert hatte an seiner Einstellung: „Die Weiber sind doch alle dämlich.“

    2020 stand ich am Grab meines Ex-Mitschülers Ulrich, er wurde 48. Zwei Jahre zuvor hatte ich ihn im Freibad gesehen, unglaublich muskulös – also er, nicht ich. Sein Suizid machte mich sprachlos: Ulli schien absolut auf der Sonnenseite des Lebens zu sein – warum nahm ausgerechnet ER sich das Leben?! Seine Schwester lieferte die Antwort: Ulli hatte kein eigenes Leben, sein Vater gab die Richtung vor, u.a. bei der Berufswahl. Seinen Suizid bezeichnete Ullis Schwester als erste freie Entscheidung ihres Bruders. Der Vater arbeitete als Chirurg – und er machte seiner Familie das Leben zur Hölle. Ulli begann als Teenager mit dem Bodybuilding, um sich gegen seinen Vater wehren zu können. Dieser schlug und tyrannisierte seinen Sohn und seine Frau immer wieder – an seiner Tochter hinterließ das alles natürlich auch tiefe Spuren. Als diese ihrem Vater nach Ullis Suizid mit einem Brief die Augen öffnen wollte, ignorierte er seine Tochter während der Beisetzung und stellte ihre geistige Zurechnungsfähigkeit in Frage – genau wie die seines Sohnes.

    Zwei Männer, die Frauen unterdrückten. Zwei Männer, die zeitlebens keine Weiterentwicklung zeigten beim Thema „Respekt für Frauen“, obwohl es inzwischen so viele Appelle nach dem Muster gab: „Frauen sind auch Menschen!“ Zu Ehe-Zeiten mit meiner Mum hätte es meinen Vater NULL interessiert, ob Frauen nun besser behandelt werden sollen, dass auch sie Menschen sind oder dass man sie sichtbar machen muss. Nichts und niemand hätte ihm ein schlechtes Gewissen machen können, er hätte nicht mal wirklich begriffen, was man von ihm will. Sein Bildungsniveau war sehr übersichtlich, doch das sagt nichts darüber, wie Mann mit einer Frau umgeht, siehe Ullis Chirurgen-Vater. Und auch bei ihm hat sich nichts zum Besseren verändert zwischen dem 20. und 70. Lebensjahr.

    Jetzt seid doch mal vernünftig!

    Die Geschichten beider Männer sind für mich nur zwei Beweise von vielen, dass Menschen nicht durch Appelle an die Vernunft zu erreichen sind. Diese sagenumwobene Vernunft sagt uns normalerweise, was richtig und was falsch ist. Sie sagt uns, dass wir andere Menschen nicht wie Scheiße behandeln dürfen, weder Frauen, noch Kinder, noch Homosexuelle, noch Ausländer, noch Fans von Dortmund oder Schalke.

    Frauen haben heute deutlich mehr Rechte als vor Jahrzehnten, die Rechte von Kindern flossen in Gesetze ein, Homosexuelle werden nicht mehr – in dem Ausmaß wie früher – als Kranke angesehen, Ausländer sind Menschen wie du und ich und den Dortmund-Fans dürfte inzwischen das Lachen über die Schalker vergangen sein, denn für mindestens eine Saison mussten sie auf die Revier-Derbys verzichten.

    Theoretisch ist alles bestens

    Ginge es nach der Vernunft, würden wir heute so friedlich zusammenleben wie nie seit jener Zeit, als unsere Vorfahren die Höhlen verlassen haben. So viele Kampagnen gab es für die Rechte von jenen, die Fußabtreter anderer waren, so viele Appelle für Gleichberechtigung und Zusammenleben auf Augenhöhe. So viel „Aus Fehlern lernt man.“

    Und dennoch erscheint das Klima so vergiftet wie nie und dieser scheinbaren Spaltung setzt man neue Kampagnen und Appelle entgegen, von #DeineStimmeGegenHass bis zur Umdeutung der deutschen Sprache. Das Gendern wird damit begründet, „alle Geschlechter sichtbar oder eben hörbar machen zu wollen und sich zu einer vielfältigen Gesellschaft zu bekennen.“ So heißt es z.B. in einem Artikel des Norddeutschen Rundfunks. Im eigenen Haus wolle man den Reportern eine „diskriminierungsfreie Sprache“ ermöglichen. Das heißt, wenn ich nur von Reportern schreibe, diskriminiere ich Frauen. Und wenn ich das Sternchen weglasse, diskriminiere ich nichtbinäre Menschen.

    Spaltung gegen die Spaltung – Macht doch Sinn, oder?!

    Journalisten und der Duden verändern die Hörgewohnheiten – einfach mal so. Da wird über die Spaltung der Gesellschaft gejammert und im gleichen Atemzug macht man einfach sein Ding im Glauben, DAS würde die Spaltung verringern. In einer Zeit, in der du komplexe Inhalte bitteschön in 140 Zeichen zusammenstauchen sollst, sorgen einige für die inhaltslose Verlängerung der Sätze. Einmal mehr kann ich Gandhi zitieren: „Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.“

    Wo man bisher unter Arzt, Reporter, Politiker, Sportler, Musiker ALLE Menschen verstand, soll man nun bitte nur noch das männliche Geschlecht verstehen. Dazu kommen die Frauen und jene, die sich nicht einordnen lassen, werden mit einem Stern dazwischengequetscht. Also man teilt die Menschen in drei Gruppen auf und setzt damit ein Zeichen gegen die Spaltung der Gesellschaft?! Für mich: einfach nur verrückt.

    Müssen Frauen tatsächlich sichtbar und hörbar gemacht werden? Wer sich u.a. in Partnersuchportalen umschaut, dem wird klar sein: Männer wissen sehr wohl, dass es Frauen gibt. Sie wissen das auch abseits der virtuellen Welt, ob am Arbeitsplatz, in der Kneipe oder am Strand. Kein Mann dieser Welt wird darauf aufmerksam gemacht werden müssen, dass es Frauen gibt, auch mein Vater hatte da keine Probleme. Wer glaubt, mit einer Veränderung des Sprachgebrauchs Frauen aufwerten zu können, hat nichts aus der Geschichte gelernt.

    Pfeifen im Walde

    Homosexuelle sind heute sicht- und hörbar, dennoch wird z.B. ein Outing im Fußball nicht empfohlen. Klar, in ein paar Jahren bis Jahrzehnten kann das anders aussehen, wir stehen ja erst am Anfang einer Entwicklung für mehr Toleranz und Akzeptanz. Wird die Welt DANN eine bessere, friedlichere, tolerantere sein? Wollen wir einfach mal hoffen?!

    Nein. Vielleicht lebt es sich dann wirklich leichter, wenn man sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlt. Aber dann werden sich Abwertung und Hass einfach auf andere Gruppen verstärken: Ausländer, Deutsche, Juden, Muslime, Christen, Politiker, Profisportler, Blondinen, Schwarze, Weiße, Gutmenschen, Schlechtmenschen, Millionäre, Hartz-IV-Empfänger, Autofahrer, Fahrradfahrer, Bayern-Fans …

    Dann hasse ich halt andere

    Denn am Bedarf, sich über andere stellen zu müssen durch das Abwerten anderer, wird sich bis dahin nichts verändert haben, wenn wir weiter auf die immer gleichen Appelle, Kampagnen und Erziehung von Erwachsenen setzen. Jene, die heute Frauen kleinhalten, weil das Ausüben von Macht für ihr Ego gut ist, interessiert es einen Scheiß, ob nun von Ärztinnen und Ärzten die Rede ist. Ein Narzisst (m/w/d), der seinen Partner (m/w/d) heute stalkt und einsperrt, wird das auch noch morgen machen, da kann noch so viel von Bürgerinnen und Bürgern gesprochen werden. Ullis Schwester sieht in ihrem Vater ganz eindeutig einen Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung, bei meinem Vater gab es zumindest ein paar Indizien.

    Und selbst wenn sich das Wort „die Menschin“ dank des Dudens durchsetzen sollte – ja, das Wort taucht wirklich online bei duden.de auf: Auch das wird nichts zum Positiven verändern. Wer daran glaubt, soll mir bitte ganz konkrete Beispiele nennen aus der Geschichte, wo Appelle an die Vernunft ein nachhaltiges Umdenken brachten.

    Zuhören!

    Wer etwas dafür tun will, dass Frauen nicht nur per Gesetz gleichrangig behandelt werden, der muss hinter die Gardinen schauen, ganz konkreten Geschichten wie die von Ullis oder meinem Vater zuhören und dadurch merken, wie Menschen ticken. Der muss sich ansehen, warum 26% der jungen Erwachsenen psychisch kaputt ihr Elternhaus verlassen. Und der wird dabei herausfinden, wie aus einem Kind ein Erwachsener wird, der andere kleinhalten will und hasst. Und der wird herausfinden, dass nicht Männer durch ihre Chromosomen das Übel sind, sondern dass Frauen genauso Gift sein können, wenn es um die Entwicklung eines gesunden Egos ihres Nachwuchses geht. Genau dort muss man ansetzen, wenn man will, dass sich Mann und Frau und Menschen allgemein auf Augenhöhe begegnen.

    Das Wort „Outing“ wäre nicht mehr nötig in einer Welt, in der es nur Menschen mit gesund gewachsenem Selbstbewusstsein gibt. Menschen mit gesundem Ego brauchen keine Zielgruppe zum Abwerten. Warum ist ein Outing z.B. im Fußball praktisch nicht vorhanden? Weil Spieler schnell ins Fadenkreuz jener geraten würden, die das Abwerten anderer brauchen zum eigenen Aufwerten. Würde es diesen Bedarf nicht geben, könnte jeder so leben, wie er es möchte.

    Göttin, bin ich toll!

    Ich habe mir vor dem Veröffentlichen dieses Textes eine Diskussion über das Thema in der Sendung studioM angetan – ich kann es nicht höflicher ausdrücken. Mir fiel immer nur „akademisches Geschwafel“ ein, Unendlichkeiten weit weg von dem, um dessen Wohl es allen angeblich geht: dem Menschen. Immer wieder geht es um diese ominöse Gesellschaft, die Frauen und andere diskriminiere, als wäre das ein großer Klumpen, der NICHT aus einzelnen Kindern in großen Körpern, besser bekannt als „Erwachsene“, besteht. Da werden Philosophen bemüht und große theoretische Bücher – dabei gäbe es Millionen Geschichten aus der Realität, wie aus Opfern Täter werden. Doch lieber ergötzt man sich im Aufsagen der modernen Buzzwörter wie „Diversität“ und „Vielfalt“ und „bunte Gesellschaft“.

    Was ich – neben vielen anderen Dingen – seltsam finde: Laut Studien gibt es unter Journalisten und Politikern mehr Narzissten als in der Durchschnittsbevölkerung und gerade diese beiden Gruppen gebrauchen das Gendern sehr stark – Politiker schon lange, Journalisten haben nachgezogen. Narzissten zeigen nach außen mit großem Charme, was für gute Menschen sie angeblich sind, während zu Hause Terror herrscht. Das Gendern ist eine sehr einfache Methode ohne wirklichen Energie-Einsatz, anderen zu zeigen: „Ich tue etwas für die Leidenden/Unterdrückten/Minderheiten!“ Nein, nicht alle Journalisten und Politiker sind Narzissten und nicht alle werden aus narzisstischen Gründen gendern. Bei der Suche nach Gründen sollte man diesen Gedankengang aber nicht ausklammern.

    Wenn schon, denn schon

    Aber wenn Journalisten neben Politikern gern eine diskriminierungsfreie Sprache und die Bedeutung eines Wortes nur noch 1:1 auslegen möchten – z.B. „Täter“ ist nur noch männlich, dann bitte konsequent:

    • „Es ist zum Haare raufen!“ und „Da wachsen einem graue Haare“ müssen tabu werden, denn es schließt Menschen aus, denen von Natur aus keine Haare wachsen oder denen krankheitsbedingt die Haare ausgefallen sind.
    • „Bist du blind?!“ muss tabu werden, denn es setzt Blindheit herab und damit blinde Menschen.
    • „Das machst du doch mit links!“ und „Dafür lege ich meine Hand ins Feuer“ müssen tabu werden, denn es schließt Menschen mit Arm- bzw. Hand-Amputation aus.
    • „Ich gehe mit dir durch dick und dünn“, „Komm schnell wieder auf die Beine“ und „Dafür reiße ich mir kein Bein aus“ werden aus dem Wortschatz gestrichen, denn die Redewendungen schließen Menschen aus, die sich nicht mit Füßen oder Prothesen laufend bewegen können oder Amputationen der unteren Extremitäten hinter sich haben.
    • „Dafür muss man einen Riecher haben“ und „Das ist Geschmackssache“ schließt Menschen mit Verlust von Sinnen aus.
    • „Es braucht einen Aufschrei gegen Intoleranz“ muss weg, denn es grenzt stumme Menschen aus.

    Jetzt geh doch mal raus aus dem Schatten!

    Menschen, die gendern, tun sich damit hervor, jene Menschen ins Licht rücken zu wollen, die bisher im Schatten standen. Das ist ja grundsätzlich eine gute Idee. Millionen Deutsche haben Diagnosen wie Angststörung, Realitätsverlust, die teils hinter der Impfskepsis und dem steckt, was man unter Aluhut-Denken versteht. Wo kommen diese Erkrankten vor? Wo werden diese Themen ins Licht gerückt? 28% der Deutschen werden wegen psychischer Erkrankungen behandelt, weit vor der Pandemie – und wie viel Platz nahm und nimmt das Thema in den Talkshows der Journalisten und den Betroffenheitsreden der Politiker ein? Wie viel Aufmerksamkeit wird den 18 Millionen zu teil, die sich mit Depressionen, Sucht usw. herumschlagen in einer Gesellschaft, die bei psychischen Erkrankungen beängstigend wenig Einblick hat? Aber diesen Menschen zuhören macht halt viel mehr Arbeit, als wenn ich hinter „Mensch“ noch ein „in“ setze und je nach Lust und Laune ein Sternchen dazwischenquetsche.

    Quellen

    NDR: „… alle Geschlechter sichtbar oder eben hörbar machen zu wollen und sich zu einer vielfältigen Gesellschaft zu bekennen.“: https://www.ndr.de/kultur/Gendern-Online-Duden-aendert-Personenbezeichnungen,duden132.html

    Diskussion in StudioM: https://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-studiom—spaltet-gendern-die-gesellschaft-100.html

    Beitragsbild zum Artikel "Gendern und Co - Teil 2: MeToo und Krankenhäuser sind Hurenhäuser"
    Weiter zu Teil 2: Gendern & Co: Von #MeToo und Krankenhäuser sind Hurenhäuser

    In 18 Stunden verstehst Du diese irre Welt.

    Wer Menschen verstehen will, muss ihnen zuhören, sie beobachten, hinter die Fassade schauen: Warum heiraten wir? Sind Frauen von Natur aus gute Mütter? Was erlebt man bei der Partnersuche? Wem verdanken Elon Musk und Kanye West ihre Erfolge? Was treibt andere Prominente an – und was ist dein eigener Antrieb? Fallen psychische Erkrankungen vom Himmel? Warum steht jemand 5 Stunden unter der Dusche? Wieso glaubt Käpt´n Crazy, die Chinesen würden kommen? Sind Krankenhäuser tatsächlich Hurenhäuser? Warum verheimlicht eine 50-Jährige, dass ihr Vater soff?

    Mit den Antworten auf diese Fragen wird unerklärliches Verhalten entzaubert. Kein Hashtag, kein Gendern und keine Kampagne wird diese Welt retten können. Erst wenn wir einsehen, wie wir ticken, kann sich etwas verändern. Komm mit auf eine Reise, die Dich verändern wird!

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    #MeineStimmeGegenIgnoranz

    #MeineStimmegegenIgnoranz – leise Version
    MeineStimmegegenIgnoranz – laute Version

    1,9 Millionen unserer erwachsen gewordenen Kinder verlassen offiziell psychisch kaputt ihr Elternhaus – und es ist uns egal. 28% der Erwachsenen insgesamt gelten als psychisch erkrankt – und es ist kein Thema. Wer diese Welt verstehen will, kommt an den Geschichten hinter diesen Zahlen nicht vorbei.

    Noch viel mehr Lesestoff zum Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ findest Du hier:

    #metoo (1) 2020 (2) 2022 (2) 2024 (2) 2025 (1) abschied (1) Aluthutträger (2) Aurelie Joie (10) Ballast (2) beziehung (1) bipolare störung (5) corona (3) Covidioten (2) Depression (4) freiheit (2) gefühle (10) gendern (4) Hass (3) hilflosigkeit (3) Journalismus (5) kampagnen (1) Kindheit (5) Krankenhäuser sind Hurenhäuser (1) liebe (2) manie (3) meinestimmegegenignoranz (21) missbrauch (3) Mutterliebe (1) narzisst (5) opfer und täter (2) Politiker (3) psychische Erkrankungen (14) selbstverletzung (2) selbstzweifel (2) Spaltung der Gesellschaft (1) Sucht (1) tot (3) trauer (2) Vater & Sohn (2) verrückt (25) verschwörungsmythen (3) verständnis (4) Was macht dich zum Experten? (1) wehmut (1) wird nicht besser (3)

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    Du brauchst ein offenes Ohr?

    Jeder Mensch hat zwei Ohren. Nur was wir damit anfangen, ist recht unterschiedlich. Umso erleichternder ist es in Krisenzeiten, wenn du jemanden findest, der zuhören kann. In den letzten Jahren lernte ich, dass dies wohl meine Superkraft ist. Diese biete ich Dir hier an.

  • #verrückt: Von Opfern und Tätern

    #verrückt: Von Opfern und Tätern

    Das Opfer

    Mit 6 Jahren wäre Jochen fast ertrunken – man zog ihn leblos aus dem Wasser. Beim nächsten Ausflug an den See zerrte ihn sein Vater mit Gewalt ins Wasser, damit sein Sohn die Angst überwindet. Heute mit 50 hat Jochen eine Angststörung. Der Vater sagte zeitlebens, wo es in der Familie langzugehen hat und duldete keinerlei Widerspruch. Erst wenige Wochen vor seinem Tod mit über 90 erzählte er einer Bekannten von Jochen, er habe zu viele Fehler gemacht, auch in der Erziehung seines Sohnes. Zu oft sei er herrisch gewesen, zu hart, zu lieblos, nie Widerspruch duldend, nie habe er das wichtigste im Leben vermittelt: Liebe.

    Der Täter

    Hanna hat am Abend Tabletten neben sich liegen, die Suizidgedanken sind heftiger denn je zurück. Sie schreibt Karsten, den sie ein Jahr zuvor in einer Klinik kennengelernt hatte und um dessen Vater sie sich zeitweise kümmert: „Würdest du dir heute Zeit nehmen, um einfach nur bei mir zu sein? Mir gehts so schlecht, ich hab Angst, dass ich mich im Kurzschluss aus der Welt schaffen könnte.“
    Karsten antwortet: „Hanna, das machst du nicht! Ich bin seit dem Morgen auf den Beinen, habe mich gerade geduscht und gehe jetzt erstmal in die Kneipe. Mitkommen wirst du nicht wollen, ich könnte aber nachts vorbeikommen. Ich muss mich jetzt erholen, hab mir heute den Fuß verletzt, Muskeln und Gelenke tun weh und Angst ist auch da. Also, ich bin für dich da heute Nacht, wenn du willst.“
    Als sie ihm ein Jahr später vorwirft, sie an diesem Abend im Stich gelassen zu haben, ist er zutiefst verletzt: Er habe doch an ihrem Bett gesessen!!!

    Das Opfer

    Saskias Kindheit ist hart, immer wieder wird sie von ihrem Vater geschlagen. Und selbst mit 20 ist sie vor seiner Gewalt nicht sicher.

    Der Täter

    Max ist inzwischen drei Jahre mit Anika zusammen, als er erfährt, was sich in dieser Zeit alles hinter seinem Rücken abgespielt hatte: Seine Freundin ging immer wieder fremd, mit mehreren Männern, auch einem guten Freund von Max.

    Das Opfer

    Fritz wuchs angeblich bei einem autoritär erziehenden Vater und einer ihren Sohn verwöhnenden Mutter auf. Als Kind soll er über längere Zeit von seinem älteren Bruder missbraucht worden sein.

    Der Täter

    Josef brachte 24 Menschen um, Jungen und junge Männer, die er zuvor missbraucht hatte.

    Das Opfer

    Katrins Start ins Leben war brutal: Ihr Vater verprügelte regelmäßig ihre Mutter, auch als diese mit 23 schwanger war. Als einige Zeit nach der Geburt auch das Baby, also Katrin, Ziel der Ausraster ihres Vaters wurde, zog Mutter Jana die Reißleine und trennte sich. In der Pubertät verliefen die Phasen noch extremer als bei anderen. Der Realschulabschluss ging schief, den Hauptschulabschluss schaffte sie mit zwei Jahren Verzögerung. Die Lehre schloss sie ab, doch einen richtigen Fuß in ein normales Berufsleben bekam sie nicht.

    Der Täter

    Lara ist über 20, hat ein Kind, doch um dieses kümmert sich vor allem Laras Mutter. Die Zeit, in der Lara das Kind bei ihrer Mum parkt, nutzt sie zu allem Möglichen, aber nicht zum Aufräumen ihrer Wohnung. An den Wochenenden lässt sie ihren Sohn beim Vater des Kindes – der Lara oft schlug – und taucht ab ins Nachtleben. Drogenerfahrung hat sie reichlich. Der Junge hinkt der Entwicklung weit hinterher. Und Lara erwartet ihr zweites Kind.

    Opfer und Täter

    Die Rollen sind in diesen Beispielen klar verteilt: Die einen – Jochen, Saskia, Fritz und Katrin – willst du in die Arme nehmen und rückwirkend beschützen. Den anderen – Karsten, Anika, Josef und Lara – willst du den Arsch aufreißen.

    Problem: Karsten, der Hanna in höchster Not einfach sitzen ließ, ist in Wirklichkeit ebenfalls Jochen, der als Kind fast ertrunken wäre. Anika, die ihren Freund immer wieder betrogen hat, heißt in Wirklichkeit Saskia und ist jene Frau, die von ihrem Vater geschlagen wurde. Josef, der 24 Jungen und Männer missbraucht und getötet hatte, ist in Wirklichkeit Fritz Haarmann, der von seinem Bruder missbraucht worden sein soll und einer der berüchtigsten Massenmörder der deutschen Geschichte wurde. Lara, die heute ihr Kind vernachlässigt, heißt in Wirklichkeit Katrin und ist jene Frau, die schon als Baby Gewalt erfuhr.

    Als Kinder waren sie Opfer, als Erwachsene sind sie Täter. Schwarz-weiß funktioniert also nicht. Aus Opfern werden immer wieder Täter und deshalb gilt:

    Wer keine Täter will, muss dafür sorgen, dass es keine neuen Opfer gibt.

    Ja, man kann den Tätern ins Gewissen reden: „Mensch, du weißt doch aus eigener Erfahrung, wie es sich für ein Opfer anfühlt und jetzt machst du den gleichen Scheiß?!“ Ja, man kann an die Vernunft appellieren, immer und immer wieder.

    Oder wir stellen uns endlich der Realität, hören den Tätern zu, lernen aus ihren Geschichten und akzeptieren, dass der Mensch selten etwas mit Vernunft zu tun hat. Es geht nicht darum, Mitleid mit den Tätern zu haben und die Opfer in den Hintergrund zu drängen. Das würde auch nicht funktionieren, denn Opfer und Täter sind so gut wie immer ein und die selbe Person, nur dass Jahre bis Jahrzehnte zwischen Opfer sein und Täter sein liegen.

    Krieg im Kinderzimmer

    Ja, nicht aus jedem Jungen, der unter einem despotischen und den Lebensweg vorgebenden Vater aufwächst, wird ein Diktator mit Bärtchen über der Lippe, der die halbe Welt in Schutt und Asche legt. Auch mein einstiger Mitschüler Ulrich hatte einen solchen Vater. Ulrichs Schwester schrieb nach dem Suizid ihres Bruders: „Ulrich, du bist jetzt frei. Keiner mehr, der dir sagt, was du tun und lassen sollst, was richtig ist und was falsch, keiner mehr, der dir Entscheidungen aufdiktiert. Diese, deine letzte Entscheidung hast du das einzige Mal in deinem Leben ganz allein getroffen.“

    Für die Geschwister waren Kindheit und Jugend Psychoterror, Krieg im Elternhaus. Sie brauchten keinen Diktator, um zu leiden und lebenslänglich gezeichnet zu sein. Ihren Vater sieht sie ganz klar als Narzissten und auch er wird nicht einfach so diese Persönlichkeitsstörung entwickelt haben. Auch dieser Täter war mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einst Opfer.

    Ulrichs Schwester sagt heute: „Und ja, auch ich habe erfahren und musste mir eingestehen, vom Opfer zum Täter in meiner eigenen Familie geworden zu sein.“

    Aus den Geschichten lernen

    Nur wenn wir den Geschichten der Täter zuhören, werden wir begreifen, dass der Schutz von Kindern die einzige Strategie ist, um Gewalt, Missbrauch, Mobbing, Rassismus und Hass zurückdrängen zu können. Die Wiege von all dem, was wir mit Gesetzen und Appellen und Kampagnen in den Griff bekommen wollen, steht im Kinderzimmer. DAS ist die Moral der Geschichten der Täter. Und wer nun abwinkt, sollte sich eine Frage stellen: „An welcher Stelle bin ICH zum Täter geworden?“


    Dieser Artikel ist ein klitzekleiner Einblick in mein Buch:

    In 18 Stunden verstehst Du diese irre Welt.

    Wer Menschen verstehen will, muss ihnen zuhören, sie beobachten, hinter die Fassade schauen: Warum heiraten wir? Sind Frauen von Natur aus gute Mütter? Was erlebt man bei der Partnersuche? Wem verdanken Elon Musk und Kanye West ihre Erfolge? Was treibt andere Prominente an – und was ist dein eigener Antrieb? Fallen psychische Erkrankungen vom Himmel? Warum steht jemand 5 Stunden unter der Dusche? Wieso glaubt Käpt´n Crazy, die Chinesen würden kommen? Sind Krankenhäuser tatsächlich Hurenhäuser? Warum verheimlicht eine 50-Jährige, dass ihr Vater soff?

    Mit den Antworten auf diese Fragen wird unerklärliches Verhalten entzaubert. Kein Hashtag, kein Gendern und keine Kampagne wird diese Welt retten können. Erst wenn wir einsehen, wie wir ticken, kann sich etwas verändern. Komm mit auf eine Reise, die Dich verändern wird!

    Das Buch gibt es bei bod.de, bei Amazon, genauso bei allen anderen Onlinehändlern. Du kannst aber auch beim Buchhändler um die Ecke danach fragen. Die ISBN: 9783 7557 0721 9. (Da sich bisher kein Verlag interessiert hat, werden keine Exemplare zum Mitnehmen rumliegen, deshalb bitte vorerst direkt im Laden bestellen.)

    Noch viel mehr Lesestoff zum Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ findest Du hier:

    #MeineStimmeGegenIgnoranz

    #MeineStimmegegenIgnoranz – leise Version
    MeineStimmegegenIgnoranz – laute Version

    1,9 Millionen unserer erwachsen gewordenen Kinder verlassen offiziell psychisch kaputt ihr Elternhaus – und es ist uns egal. 28% der Erwachsenen insgesamt gelten als psychisch erkrankt – und es ist kein Thema. Wer diese Welt verstehen will, kommt an den Geschichten hinter diesen Zahlen nicht vorbei.

    Du brauchst ein offenes Ohr?

    Jeder Mensch hat zwei Ohren. Nur was wir damit anfangen, ist recht unterschiedlich. Umso erleichternder ist es in Krisenzeiten, wenn du jemanden findest, der zuhören kann. In den letzten Jahren lernte ich, dass dies wohl meine Superkraft ist. Diese biete ich Dir hier an.

    Die Familie – Erfahre mehr über uns.

  • #verrückt: Warum selbst das Wort „Menschin“ den Frauen nichts bringen würde

    #verrückt: Warum selbst das Wort „Menschin“ den Frauen nichts bringen würde

    (überarbeitet/erweitert am 4.9.2021)

    Die Vernunft sagt uns, was richtig und was falsch ist. Sie sagt uns, dass wir andere Menschen nicht wie Scheiße behandeln dürfen, weder Frauen, noch Kinder, noch Homosexuelle, noch Ausländer, noch Fans von Dortmund oder Schalke.

    Frauen haben heute deutlich mehr Rechte als vor Jahrzehnten, die Rechte von Kindern flossen in Gesetze ein, Homosexuelle werden nicht mehr (in dem Ausmaß wie früher) als Kranke angesehen, Ausländer sind Menschen wie du und ich und den Dortmund-Fans dürfte inzwischen das Lachen über die Schalker vergangen sein, denn für mindestens eine Saison wird es das Revier-Derby wohl nicht geben.

    Theoretisch ist alles bestens

    Ginge es nach der Vernunft, würden wir heute so friedlich zusammenleben wie nie seit jener Zeit, als unsere Vorfahren die Höhlen verlassen haben. So viele Kampagnen gab es für die Rechte von jenen, die Fußabtreter anderer waren, so viele Appelle für Gleichberechtigung und Zusammenleben auf Augenhöhe. So viel „Aus Fehlern lernt man.“

    Und dennoch erscheint das Klima so vergiftet wie nie und dieser scheinbaren Spaltung setzt man neue Kampagnen und Appelle entgegen, von #DeineStimmeGegenHass bis zur Umdeutung der deutschen Sprache. Das Gendern wird damit begründet, „alle Geschlechter sichtbar oder eben hörbar machen zu wollen und sich zu einer vielfältigen Gesellschaft zu bekennen.“ So heißt es z.B. in einem Artikel des NDR. Im eigenen Haus wolle man den Reportern eine „diskriminierungsfreie Sprache“ ermöglichen. Das heißt, wenn ich nur von Reportern schreibe, diskriminiere ich Frauen. Und wenn ich das Sternchen weglasse, diskriminiere ich nichtbinäre Menschen.

    Spaltung gegen die Spaltung – Macht doch Sinn, oder?!

    Journalisten und der Duden verändern die Hörgewohnheiten – einfach mal so. Da wird über die Spaltung der Gesellschaft gejammert und im gleichen Atemzug macht man einfach sein Ding im Glauben, DAS würde die Spaltung verringern. In einer Zeit, in der du komplexe Inhalte bitteschön in 140 Zeichen zusammenstauchen sollst, sorgen einige für die inhaltslose Verlängerung der Sätze. Einmal mehr kann ich Gandhi zitieren: „Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.“

    Müssen Frauen tatsächlich sichtbar und hörbar gemacht werden? Wer sich u.a. in Partnersuchportalen umschaut, dem wird klar sein: Männer wissen sehr wohl, dass es Frauen gibt. Sie wissen das auch abseits der viruellen Welt, ob am Arbeitsplatz, in der Kneipe oder am Strand. Kein Mann dieser Welt wird darauf aufmerksam gemacht werden müssen, dass es Frauen gibt. Wer glaubt, mit einer Veränderung des Sprachgebrauchs Frauen aufwerten zu können, hat nichts aus der Geschichte gelernt.

    Pfeifen im Walde

    Homosexuelle sind heute sichtbar und hörbar, dennoch wird z.B. ein Outing im Fußball nicht empfohlen. Klar, in ein paar Jahren bis Jahrzehnten kann das anders aussehen, wir stehen ja erst am Anfang einer Entwicklung für mehr Toleranz und Akzeptanz. Wird die Welt DANN eine bessere, friedlichere, tolerantere sein? Wollen wir einfach mal hoffen?!

    Nein. Vielleicht lebt es sich dann wirklich leichter, wenn man sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlt. Aber dann werden sich Abwertung und Hass einfach auf andere Gruppen verstärken: Ausländer, Deutsche, Juden, Muslime, Christen, Politiker, Profisportler, Blondinen, Schwarze, Weiße, Gutmenschen, Schlechtmenschen, Millionäre, Hartz-IV-Empfänger, Autofahrer, Fahrradfahrer, Bayern-Fans …

    Dann hasse ich halt andere

    Denn am Bedarf, sich über andere stellen zu müssen, wird sich bis dahin nichts verändert haben, wenn wir weiter auf Appelle, Kampagnen und Erziehung von Erwachsenen setzen. Jene, die heute Frauen kleinhalten, weil das Ausüben von Macht für ihr Ego gut ist, interessiert es einen Scheiß, ob nun von Ärztinnen und Ärzten die Rede ist. Ein Narzisst (m/w/d), der seinen Partner (m/w/d) heute stalkt und einsperrt, wird das auch noch morgen machen, da kann noch so viel von Bürgerinnen und Bürgern gesprochen werden.

    Und selbst wenn irgendjemand morgen auf die Idee kommen sollte, neben dem Wort „der Mensch“ das Wort „die Menschin“ in den Duden einzutragen: Auch das wird nichts zum Positiven verändern.

    Zuhören!

    Wer etwas dafür tun will, dass Frauen nicht nur per Gesetz gleichrangig behandelt werden, der muss hinter die Gardinen schauen, ganz konkreten Geschichten zuhören und dadurch merken, wie Menschen ticken. Der muss sich ansehen, warum 26% der jungen Erwachsenen psychisch kaputt ihr Elternhaus verlassen. Und der wird dabei herausfinden, wie aus einem Kind ein Erwachsener wird, der andere kleinhalten will und hasst. Und der wird herausfinden, dass nicht Männer durch ihre Chromosomen das Übel sind, sondern dass Frauen genauso Gift sein können, wenn es um die Entwicklung eines gesunden Egos ihres Nachwuchses geht. Genau dort muss man ansetzen, wenn man will, dass sich Mann und Frau und Menschen allgemein auf Augenhöhe begegnen.

    Das Wort Narzisst schließt eben Männer wie Frauen ein. Und auch andere Persönlichkeitsstörungen und Fehlentwicklungen aus der Kindheit führen dazu, dass Menschen ihren Kindern ein ungesundes Ego vererben, das darauf angewiesen ist, sich über andere zu stellen, zu diskriminieren, zu hassen, abzuwerten.

    Göttin, bin ich toll!

    Ich habe mir vor dem Veröffentlichen dieses Textes eine Diskussion über das Thema in der Sendung studioM angetan – ich kann es nicht höflicher ausdrücken. Mir fiel immer nur „akademisches Geschwafel“ ein, Unendlichkeiten weit weg von dem, um dessen Wohl es allen angeblich geht: dem Menschen. Immer wieder geht es um diese ominöse Gesellschaft, die Frauen und andere diskriminiere, als wäre das ein großer Klumpen, der NICHT aus einzelnen Kindern in großen Körpern (Erwachsenen) besteht. Da werden Philosophen bemüht und große theoretische Bücher – dabei gäbe es Millionen Geschichten aus der Realität, wie aus Opfern Täter werden. Doch lieber ergötzt man sich im Aufsagen der modernen Buzzwörter wie „Diversität“ und „Vielfalt“ und „bunte Gesellschaft“.

    Was ich (auch) seltsam finde: Laut Studien gibt es unter Journalisten und Politikern mehr Narzissten als in der Durchschnittsbevölkerung und gerade diese beiden Gruppen gebrauchen das Gendern sehr stark – Politiker schon lange, Journalisten haben nachgezogen. Narzissten zeigen nach außen mit Charme, was für gute Menschen sie sind. Das Gendern ist eine sehr einfache Methode ohne wirklichen Energie-Einsatz, anderen zu zeigen: „Ich tue etwas für die Leidenden/Unterdrückten/Minderheiten!“ Nein, nicht alle Journalisten und Politiker sind Narzissten und nicht alle werden aus narzisstischen Gründen gendern. Bei der Suche nach Gründen sollte man diesen Gedankengang aber nicht ausklammern.

    Wenn schon, denn schon

    Aber wenn Journalisten neben Politikern gern eine diskriminierungsfreie Sprache und die Bedeutung eines Wortes nur noch 1:1 auslegen möchten (z.B. „Täter“ ist nur noch männlich), dann bitte konsequent:

    • „Es ist zum Haare raufen!“ und „Da wachsen einem graue Haare“ müssen tabu werden, denn es schließt Menschen aus, denen von Natur aus keine Haare wachsen oder denen krankheitsbedingt die Haare ausgefallen sind.
    • „Bist du blind?!“ muss tabu werden, denn es setzt Blindheit herab und damit blinde Menschen.
    • „Das machst du doch mit links!“ und „Dafür lege ich meine Hand ins Feuer“ müssen tabu werden, denn es schließt Menschen mit Arm-/Hand-Amputation aus.
    • „Ich gehe mit dir durch dick und dünn“, „Komm schnell wieder auf die Beine“ und „Dafür reiße ich mir kein Bein aus“ werden aus dem Wortschatz gestrichen, denn die Redewendungen schließen Menschen aus, die sich nicht mit Füßen oder Prothesen laufend bewegen können oder Amputationen der unteren Extremitäten hinter sich haben.
    • „Dafür muss man einen Riecher haben“ und „Das ist Geschmackssache“ schließt Menschen mit Verlust von Sinnen aus.
    • „Es braucht einen Aufschrei gegen Intoleranz“ muss weg, denn es grenzt stumme Menschen aus.

    Mein Weg

    Diese Einengung der Sprache würde wie das Gendern selbst aus meiner Sicht nicht ein einziges Wesen in dieser Welt schützen können. Mein Weg ist ein anderer, siehe diese Website und mein Buch. Ich werde auf jegliches Gendern weiterhin verzichten und bitte jeden um Nachsicht, der sich ausgegrenzt fühlen sollte. Mein Freundeskreis besteht nur aus Frauen und sie halten es ganz gut mit mir aus. Eine von ihnen, Hanna, seit einem unverschuldeten Unfall vor 20 Jahren traumatisiert, fragte ich nach einem weiblichen O-Ton zum Thema und überlasse ihr das letzt Wort: „Gendersprache? Ich? Ne, da bist du bei mir falsch xD Bei dem ganzen Genderirrsinn mach ich nicht mit.“

    In 18 Stunden verstehst Du diese irre Welt.

    Wer Menschen verstehen will, muss ihnen zuhören, sie beobachten, hinter die Fassade schauen: Warum heiraten wir? Sind Frauen von Natur aus gute Mütter? Was erlebt man bei der Partnersuche? Wem verdanken Elon Musk und Kanye West ihre Erfolge? Was treibt andere Prominente an – und was ist dein eigener Antrieb? Fallen psychische Erkrankungen vom Himmel? Warum steht jemand 5 Stunden unter der Dusche? Wieso glaubt Käpt´n Crazy, die Chinesen würden kommen? Sind Krankenhäuser tatsächlich Hurenhäuser? Warum verheimlicht eine 50-Jährige, dass ihr Vater soff?

    Mit den Antworten auf diese Fragen wird unerklärliches Verhalten entzaubert. Kein Hashtag, kein Gendern und keine Kampagne wird diese Welt retten können. Erst wenn wir einsehen, wie wir ticken, kann sich etwas verändern. Komm mit auf eine Reise, die Dich verändern wird!

    Das Buch gibt es bei bod.de, bei Amazon, genauso bei allen anderen Onlinehändlern. Du kannst aber auch beim Buchhändler um die Ecke danach fragen. Die ISBN: 9783 7557 0721 9. (Da sich bisher kein Verlag interessiert hat, werden keine Exemplare zum Mitnehmen rumliegen, deshalb bitte vorerst direkt im Laden bestellen.)

    #MeineStimmeGegenIgnoranz

    #MeineStimmegegenIgnoranz – leise Version
    MeineStimmegegenIgnoranz – laute Version

    1,9 Millionen unserer erwachsen gewordenen Kinder verlassen offiziell psychisch kaputt ihr Elternhaus – und es ist uns egal. 28% der Erwachsenen insgesamt gelten als psychisch erkrankt – und es ist kein Thema. Wer diese Welt verstehen will, kommt an den Geschichten hinter diesen Zahlen nicht vorbei.

    Du brauchst ein offenes Ohr?

    Jeder Mensch hat zwei Ohren. Nur was wir damit anfangen, ist recht unterschiedlich. Umso erleichternder ist es in Krisenzeiten, wenn du jemanden findest, der zuhören kann. In den letzten Jahren lernte ich, dass dies wohl meine Superkraft ist. Diese biete ich Dir hier an.

    Noch viel mehr Lesestoff zum Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ findest Du hier:

    Die Familie – Erfahre mehr über uns.

    #metoo (1) 2020 (2) 2022 (2) 2024 (2) 2025 (1) abschied (1) Aluthutträger (2) Aurelie Joie (10) Ballast (2) beziehung (1) bipolare störung (5) corona (3) Covidioten (2) Depression (4) freiheit (2) gefühle (10) gendern (4) Hass (3) hilflosigkeit (3) Journalismus (5) kampagnen (1) Kindheit (5) Krankenhäuser sind Hurenhäuser (1) liebe (2) manie (3) meinestimmegegenignoranz (21) missbrauch (3) Mutterliebe (1) narzisst (5) opfer und täter (2) Politiker (3) psychische Erkrankungen (14) selbstverletzung (2) selbstzweifel (2) Spaltung der Gesellschaft (1) Sucht (1) tot (3) trauer (2) Vater & Sohn (2) verrückt (25) verschwörungsmythen (3) verständnis (4) Was macht dich zum Experten? (1) wehmut (1) wird nicht besser (3)

    Quellen

    https://www.ndr.de/kultur/Gendern-Online-Duden-aendert-Personenbezeichnungen,duden132.html

    https://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-studiom—spaltet-gendern-die-gesellschaft-100.html

  • #verrückt: Familienplanung mit einem Narzissten – gute Idee?

    #verrückt: Familienplanung mit einem Narzissten – gute Idee?

    Bernd

    Als es in der Anfangszeit ihrer Beziehung nur noch Streit zwischen Bernd und Josie gab, verließ sie wütend seine Wohnung. Er fuhr ihr hinterher, überholte sie, bremste sie aus, so dass sie anhalten musste. Dann ging Bernd zu ihrem Auto und schmiss Josies Sachen auf die Straße.

    Jahre später hat sie Todesangst wegen seines Verhaltens. Immer muss er genau wissen, was sie gerade macht, wo sie ist und mit wem. Wenn sie nicht antwortet, bombardiert er sie mit Nachrichten. Diese Überwachung ließ in den Jahren der Beziehung nie nach. Bei der Mutter-Kind-Kur fühlte sie sich frei – bis ihr Freund zu Besuch kam und die Verhöre sofort wieder anfingen.

    Ja, inzwischen haben sie zwei Kinder. Der Sohn ist 5 und kopiert seinen Vater. Als dieser besoffen das Bad vollkotzte und sich danach seinen Sohn ins Bett holte, der Kleine ständig redete, bekam er ein „Halt doch mal die Fresse!“ zu hören. Am nächsten Tag sagte er genau das Gleiche zu seiner zwei Jahre jüngeren Schwester. Bei der Voruntersuchung für die Schule spielte er den Ober-Coolen, als könne ihm keiner was. Bei der letzten Geburtstagsfeier guckte der 5-Jährige ein Musikvideo: „Boahh, die Weiber, irre, voll cool die Weiber! Ich werd verrückt!“ Fast alle lachten über sein cooles, lautes Verhalten, so dass der Junge lernt: Was er macht, ist toll.

    Bernd ist nie an etwas schuld. Immer wieder verlässt ihn sein Gedächtnis. Er soll Josies Auto ausgebremst haben?! Nein. Und er soll sie vor Jahren ins Gesicht geschlagen haben?! Nein, kann nicht sein. Und das alles ist eh so lange her.

    Für ihn sind alle anderen Autofahrer Viertelhirne und auch von Nicht-Autofahrern hält er nichts. Der einzige, der etwas in dieser Welt taugt, ist er selbst.

    Josie überlegt seit zwei Jahren, sich zu trennen. Bei einer Trennung hat sie aber Angst, was Bernd dann veranstaltet. Wenn ein Glas Wasser den halben Tag rumsteht, hat sie Angst, er könnte inzwischen etwas hineingetan haben. Und sie hat Angst, er würde ihr Drogen unterjubeln, damit sie dann beim Jugendamt als die Böse dasteht. Sein eigenes Marihuana hatte er zeitweise im Küchenschrank deponiert.

    Josie heulte enttäuscht, als man ihr das erste Baby überreicht hatte: Es war kein Mädchen. Noch heute rangiert ihr Sohn hinter seiner Schwester in der Gunst der Mutter. Dafür ist er Papas Liebling. Ob diese Kinder psychisch gesund aufwachsen werden?

    Elisabeths Ex

    Bernds Schwester Elisabeth war um die 20, als sie einen deutlich älteren Mann kennenlernte. Nach drei Monaten Beziehung trennte sie sich, es folgte die Versöhnung. Nach dieser erzählte er, dass ihm eine Angestellte nach der Trennung empfohlen hatte, das zu machen, was ihm guttun würde, um so über den Schlussstrich hinwegzukommen. Und so hatte er die Hausmeisterin des Wohnheims überreden können, ihn in Elisabeths Zimmer zu lassen. Dort versteckte er in ihrer Matratze ein umgebautes Babyfon. Dieses konnte wegen der Batterien nicht lange funktionieren, aber für einen kurzen Zeitraum konnte er in seinem vor dem Heim stehenden Auto u.a. Telefonate mithören.
    Und es war nicht die einzige Stalker-Aktion nach der kurzzeitigen Trennung. Warum sich Elisabeth nach dem Geständnis über das Abhören nicht umgehend und endgültig wieder trennte, kann sie 25 Jahre später nicht sagen. Ihre Mum ist eine Meisterin im Verdrängen und hält seit 50 Jahren ihrem cholerischen Mann aus, verteidigt ihn sogar.

    Statt der Trennung folgten auch in dieser Beziehung zwei Kinder. Diese verkrochen sich mit 4, 5, 6 Jahren unter dem Küchentisch, wenn das Tiefkühlgemüse in einem weiteren Streit durch die Küche flog.

    Doch erst als Elisabeths Hausärztin nach einem Gespräch mit dem jüngeren Sohn die Schweigepflicht brach, wurde ihr bewusst, dass sie von diesem Mann weg muss: „Ihr Sohn tröstet Ihre Tochter abends, wenn sie beim Einschlafen weint.“

    Ihr Freund drohte, Elisabeth den Kopf abzuschlagen, wenn sie ihn verlässt. Monatelang hatte sie Todesangst, schloss sich nachts ein, hörte ängstlich, wenn er vor dem Zimmer lief. 20 Jahre waren inzwischen vergangen, seit er ihr das Babyfon in die Matratze gelegt hatte. Nichts an ihm hatte sich zum Guten verändert.

    Richard

    Fünf Jahre nach der Trennung traf Elisabeth auf Richard. Er wollte immer wissen, was sie wann und mit wem vorhat. Ihre Kinder sollte sie zum Vater abschieben, damit er allein mit Elisabeth sein könne. Nach zwei Monaten Beziehung sprach er von Heirat, ließ Freundschaftsringe anfertigen. Schuld hatte er nie, auch keine Fehler. Diskutieren mit ihm war wie der Versuch, ein Stück nasse Seife festzuhalten. Als sich Elisabeth nach sechs Monaten trennen wollte, war für Richard völlig klar: Es lag nicht an seiner Art, sondern sie hatte einen anderen.

    In den Merkmalen der narzisstischen Persönlichkeitsstörung fand sie Richard sehr gut wieder – genauso wie ihren Bruder und teils im Vater ihrer Kinder. Auch er konnte wie Richard und Bernd nach außen hin absolut angenehm auftreten, konnte Mitleid erregen. Niemand hätte ihm zugetraut, einer Frau mit Enthauptung drohen zu können.

    Der Ex der Arbeitskollegin

    Als sich in der Zeit der Beziehung mit Richard eine frühere Arbeitskollegin bei Elisabeth meldete, freute sie sich auf das Wiedersehen. Die Frau erschien mit Perücke und war mittendrin in einer Chemo. Sie erzählte vom Vater ihrer drei Kinder, von dem sie sich 8 Jahre zuvor getrennt hatte. Doch noch immer betrachtete er seine Ex und die Kinder als sein Eigentum, machte allen vier das Leben nach wie vor zur Hölle. Ob die Krebserkrankung durch all den Stress ausgelöst wurde, wird niemand mit Sicherheit feststellen können, so wie auch Elisabeths Krebs nach den Monaten der Todesangst Zufall gewesen sein kann – das zu glauben fällt allerdings schwer. Dass die 18-jährige Tochter der einstigen Arbeitskollegin zu Magersucht tendiert und sich ritzt, erscheint unter diesem Vater nur logisch. Auch ihren beiden jüngeren Geschwistern merkt man an, was sie bisher alles durchmachen mussten. Für den Vater sind die Kinder Feinde, die in seinen Augen nichts richtig machen können – so kann sich niemals ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln.

    Die beiden Frauen konnten sich über die Krebserkrankung unterhalten – und ein weiteres Thema. Die ehemalige Arbeitskollegin ist sich sicher, dass ihr Ex die narzisstische Persönlichkeitsstörung hat. Damit hatte sie sich länger beschäftigt.

    Eine Online-Bekanntschaft

    Drei Jahre vor diesem Treffen hatte Elisabeth online bei der Suche nach dem Mann fürs weitere Leben den Vater zweier Kinder kennengelernt. Mit seiner Frau war er einst glücklich, es war die große Liebe, zwei Mädchen wurden geboren, später trennte sich die Frau, kam mit einem neuen Mann zusammen, wollte sich nach wenigen Monaten von diesem trennen. Doch das akzeptierte er nicht und erschoss sie, anschließend sich selbst: „Wenn ICH dich nicht haben kann, dann bekommt dich keiner.“ Der Vater der beiden Mädchen hat das nie verkraftet, wurde depressiv, musste und muss aber trotzdem für seine Kinder da sein, die ihre Mutter durch einen Menschen verloren haben, der kein Nein akzeptieren wollte.

    Nadines Gefängniswärter

    Nadine war Mitte 20, als sie ihren Freund kennenlernte. Schnell lag sie an seiner Kette. Schon nach wenigen Wochen sprach er von Heiraten und Kinder kriegen. Mit männlichen Freunden unternahm sie besser nichts mehr – Eifersucht bzw. Kontrollitis ohne Ende. Auch wenn sie mit Freundinnen unterwegs war, kamen Nachfragen, wo sie gerade ist, was sie macht – er sorgte sich ja nur.

    Dieses Einsperren und Überwachen führte immer wieder zu endlosen Streits, bei denen er immer wieder 10 m entfernt vom eigentlichen Thema diskutierte. Immer wieder nächtliche Anrufe, immer wieder „Ich gehe!“ aus dem Mund von Nadine, immer wieder „Ich ändere mich für dich!“ von ihm. Das alles schlug ihr immer wieder auf den Magen. Und selbst wenn sie alles machte, was er wollte, damit es keinen Stress geben würde, gab es keine Ruhe.

    Nadines Vorgängerin konnte einiges über diesen Mann berichten. Nach der Trennung von ihm erlebte sie ein nicht enden wollendes Stalking mit Wutausbrüchen und tätlichen Angriffen. Er schlich ständig ums Haus, war dort präsent, wo seine Ex auch gerade war. Sowohl für die Tochter als auch für ihre Mum waren es Monate des Psychoterrors. Dann kam Nadine – ein Segen für die zwei.

    Seine Mutter starb, als er ein Baby war – hatte er der Ex gesagt. „Meine Mum hat uns verlassen, als ich zwei war“, erzählte er Nadine. Dabei lebte sie, wie sich herausstellte, die ganze Zeit mit im Haus.

    Neun Monate nach Beginn der Beziehung hatte es wieder Streit aus „Eifersucht“ gegeben und Nadine wollte sich trennen. An ihrem Freund hatte sie letztlich eh nichts Liebenswertes gefunden. Das Sofa war nur für Sex da und nicht zum Kuscheln, er stöhnte nach einem Kilometer Wandern, wann es endlich wieder nach Hause geht. Er sah sich nach der Trennungsankündigung bestätigt: Sie habe ganz sicher einen anderen. Als er vor ihrer Wohnungstür stand und immer wieder klingelte, heulte Nadine, sie hatte Angst. Später ging er, doch die Trennung wolle er nicht akzeptieren.

    Zwei Wochen später postete Nadine bei Instagram ein Foto. Auf ihm küsste sie freudig lächelnd ihren Nun-nicht-mehr-Ex auf die Stirn, während er gelangweilt dasaß. In der Mitte des Bildes prangte ein Herz und das Wort „Love“. Unter das Bild hatte sie Hashtags gesetzt: #mylove, #fightforyourlove, #neubeginn.

    Zwei Jahre später: Nadine möchte mit diesem Mann ein Kind.

    Der Beitrag ist nur ein kleiner Überblick aus dem Kapitel „Die ganze Welt dreht sich um mich – Die Narzissten“ aus Teil 4 („Von Bad Boys, Taubenzüchtern und Präsidenten“) meines Buches:

    In 18 Stunden verstehst Du diese irre Welt.

    Wer Menschen verstehen will, muss ihnen zuhören, sie beobachten, hinter die Fassade schauen: Warum heiraten wir? Sind Frauen von Natur aus gute Mütter? Was erlebt man bei der Partnersuche? Wem verdanken Elon Musk und Kanye West ihre Erfolge? Was treibt andere Prominente an – und was ist dein eigener Antrieb? Fallen psychische Erkrankungen vom Himmel? Warum steht jemand 5 Stunden unter der Dusche? Wieso glaubt Käpt´n Crazy, die Chinesen würden kommen? Sind Krankenhäuser tatsächlich Hurenhäuser? Warum verheimlicht eine 50-Jährige, dass ihr Vater soff?

    Mit den Antworten auf diese Fragen wird unerklärliches Verhalten entzaubert. Kein Hashtag, kein Gendern und keine Kampagne wird diese Welt retten können. Erst wenn wir einsehen, wie wir ticken, kann sich etwas verändern. Komm mit auf eine Reise, die Dich verändern wird!

    Das Buch gibt es bei bod.de, bei Amazon, genauso bei allen anderen Onlinehändlern. Du kannst aber auch beim Buchhändler um die Ecke danach fragen. Die ISBN: 9783 7557 0721 9. (Da sich bisher kein Verlag interessiert hat, werden keine Exemplare zum Mitnehmen rumliegen, deshalb bitte vorerst direkt im Laden bestellen.)

    Diese Tagebuchseite dreht sich um das gleiche Thema:

    Würdest du das kleine Mädchen, das Du einst warst, vor all den Scherben bewahren, durch das es laufen musste? Nein.

    Noch viel mehr Lesestoff zum Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ findest Du hier:

    Du brauchst ein offenes Ohr?

    Jeder Mensch hat zwei Ohren. Nur was wir damit anfangen, ist recht unterschiedlich. Umso erleichternder ist es in Krisenzeiten, wenn du jemanden findest, der zuhören kann. In den letzten Jahren lernte ich, dass dies wohl meine Superkraft ist. Diese biete ich Dir hier an.

    #MeineStimmeGegenIgnoranz

    #MeineStimmegegenIgnoranz – leise Version
    MeineStimmegegenIgnoranz – laute Version

    1,9 Millionen unserer erwachsen gewordenen Kinder verlassen offiziell psychisch kaputt ihr Elternhaus – und es ist uns egal. 28% der Erwachsenen insgesamt gelten als psychisch erkrankt – und es ist kein Thema. Wer diese Welt verstehen will, kommt an den Geschichten hinter diesen Zahlen nicht vorbei.

    Die Familie – Erfahre mehr über uns.

    #metoo (1) 2020 (2) 2022 (2) 2024 (2) 2025 (1) abschied (1) Aluthutträger (2) Aurelie Joie (10) Ballast (2) beziehung (1) bipolare störung (5) corona (3) Covidioten (2) Depression (4) freiheit (2) gefühle (10) gendern (4) Hass (3) hilflosigkeit (3) Journalismus (5) kampagnen (1) Kindheit (5) Krankenhäuser sind Hurenhäuser (1) liebe (2) manie (3) meinestimmegegenignoranz (21) missbrauch (3) Mutterliebe (1) narzisst (5) opfer und täter (2) Politiker (3) psychische Erkrankungen (14) selbstverletzung (2) selbstzweifel (2) Spaltung der Gesellschaft (1) Sucht (1) tot (3) trauer (2) Vater & Sohn (2) verrückt (25) verschwörungsmythen (3) verständnis (4) Was macht dich zum Experten? (1) wehmut (1) wird nicht besser (3)

  • #verrückt: Corona und die Verschwörungsmythen

    #verrückt: Corona und die Verschwörungsmythen

    Ein Anlass – 101 Wahrheiten

    Mir ist bewusst, dass vieles auf dieser Welt passiert, was aufgedeckt und abgestellt gehört. Investigative Journalisten leisten dazu ihren Beitrag und bräuchten tausende Hände und Ohren mehr.

    Anhänger von Verschwörungsmythen werfen den „Ungläubigen“ immer wieder vor, sie würden einfach nur dem „Mainstream“ glauben und seien unfähig, selbst nachzudenken. „Bilde dir doch mal eine eigene Meinung! Lies doch nicht immer nur das, was die Mainstreammedien schreiben!“

    Während der Corona-Pandemie schickte mir Hanna, eine gute Freundin, den Link zu einer Facebook-Gruppe. Laut Beschreibung sollte es dort nicht um wirre Theorien gehen, sondern um Fakten. Ich konnte für 30 Tage selbst in die Gruppe schauen und verfolgte gespannt, was sich tut. Am Ende sammelte sich bei mir eine Liste von „alternativen Wahrheiten“:

    • Corona läutet eine neue Weltordnung ein mit einem europaweiten Überwachungsstaat.
    • Corona lenkt ab: Mit den Chemtrails der letzten Jahre (von Flugzeugen angeblich versprühte Partikel) wurden unsere Körper benetzt, um sie nun mit dem 5G-Netz ständig überwachen zu können.
    • Mit der Impfung gegen das angebliche Corona soll jedem ein Chip eingesetzt werden.
    • Corona soll ablenken, weil man den Alten keine Renten mehr zahlen kann und die Jugend bevorzugen will.
    • Corona ist die Strafe Gottes.
    • Corona ist die größte Lüge seit dem 11.9.2001 (zu welchem es ebenfalls ein Dutzend alternativer Wahrheiten gibt, die sich beißen).
    • Während sich die Welt mit Corona ablenken lässt, sind in einem 4 km langen Tunnel bei der Clinton-Stiftung in New York 100.000 missbrauchte und hungernde Kinder und Leichen gefunden worden.
    • Die Säuberung der Welt hat begonnen, die Gerechtigkeit wird siegen dank Q Anon, einer Person oder einer kleinen Gruppe aus dem Umfeld von Donald Trump.
    • Der Deep State steckt dahinter, eine geheime Regierung hinter der US-Regierung, die Trump stürzen will. (Trump und Teile seiner Republikanischen Partei glauben selbst an diese geheime Gruppe. (Quelle) Für einen Narzissten ist dies perfekt: Einmal mehr haben andere die Schuld am eigenen Versagen.)
    • Kanzlerin Merkel lässt Infizierte nach Deutschland einfliegen, um ihre Vernichtungspolitik fortzusetzen. (Warum das Virus gleichzeitig in so vielen anderen Staaten unterwegs war, blieb in dieser Erklärung offen.)
    • Die (jüdische) Rotschild-Familie versklavt die Welt.
    • Die Illuminati sind Schuld.
    • Und so weiter.

    Jeder in dieser Gruppe hatte seine Wahrheit und gab sie kund, Belege gab es praktisch nie. Ab und zu Youtube-Videos, z.B. aus dem leeren, angeblichen Wartebereich eines großen Krankenhauses, was sich aber als Irreführung entpuppte. Dass all diese Wahrheiten schwer miteinander vereinbar waren und sind – egal. Dass die eigene Wahrheit die Verbreiter anderer Wahrheiten zwangsläufig zu Lügnern macht – egal.

    In keinem Mythos tauchten mehrere dieser einzelnen Mythen gleichzeitig auf. Es gab keine Erklärung nach dem Prinzip: „Die Merkel will die Deutschen mit dem Virus, der gar kein Corona-Virus ist, ausrotten im Namen der Rotschilds und die neue Bevölkerung wird mit 5G überwacht. Die neuen sind alles junge Leute, damit keine Rente mehr gezahlt werden muss.“ Nein, jede Erklärung der Pandemie stand für sich allein. Über diese Widersprüche wurde nicht diskutiert, nur selten gab es Widerspruch zur einen oder anderen Wahrheit. Nachdenken? Querdenken? Die Bezeichnung als Verschwörungstheoretiker sei nur der durchsichtige Versuch der Verschwörer, die Wahrheit zu vertuschen.

    Aber vielleicht sind Verschwörungsmythen nur Ablenkungsmanöver, damit sich viele Menschen mit DIESEN befassen statt mit dem eigentlichen Problem?!

    Und wieder sitzen sie in einem Boot

    Menschen, die an Verschwörungen glauben, haben nach meinen Erlebnissen immer eine Geschichte, die den Glauben erklärt und sind keine hirnlosen Idioten. Wahnvorstellungen während einer Manie sind nur eine dieser möglichen Erklärungen. Hinter Menschen mit psychischen Erkrankungen steckt praktisch immer eine Kindheit, die alles andere als kindgerecht war. Immer wieder wurde das Selbstbewusstsein mit Füßen getreten. Als Erwachsene versuchen wir dann, auf Umwegen unseren Selbstwert wachsen zu lassen. Die einen können keinen Monat Single sein, brauchen immer jemanden sagt: „Du bist der/die Größte.“ Andere saugen Likes auf. Wieder andere wissen mit dem Glauben an die Mythen mehr als alle andere, heben sich damit von der Masse ab, was dem Ego gut tut.

    Wieder andere sehen in Geld und Macht den Weg raus aus dem „Ich bin nichts wert“. Rücksicht auf andere behindert diesen Weg, Hemmungen sind ausgeschaltet. Einige landeten in den letzten Jahrzehnten in Chefetagen von Pharmaunternehmen, Versicherungen, Krankenkassen und sorgten dafür, dass die gesamte Pharmalobby einen Ruf bekam, der sich heute rächt. Ohne die kleinen und großen Skandale wäre das Vertrauen in diese Industrie viel größer und die Impf-Skepsis deutlich geringer. Und Verschwörungsmythen hätten es viel schwerer, Anhänger zu finden.

    Wer diese Welt retten will, muss dafür sorgen, dass Kinder psychisch gesund heranwachsen können und ein gesundes Ego entwickeln. Dieser Abschnitt war eine viel zu starke Zusammenfassung von dem, was ich anhand dutzender Geschichten im Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ zeige.

    Wer verstehen möchte, warum sich Menschen verfolgt fühlen und ganz eigene Theorien über die Welt entwickeln können, kann hier weiterlesen.

    In 18 Stunden verstehst Du diese irre Welt.

    Wer Menschen verstehen will, muss ihnen zuhören, sie beobachten, hinter die Fassade schauen: Warum heiraten wir? Sind Frauen von Natur aus gute Mütter? Was erlebt man bei der Partnersuche? Wem verdanken Elon Musk und Kanye West ihre Erfolge? Was treibt andere Prominente an – und was ist dein eigener Antrieb? Fallen psychische Erkrankungen vom Himmel? Warum steht jemand 5 Stunden unter der Dusche? Wieso glaubt Käpt´n Crazy, die Chinesen würden kommen? Sind Krankenhäuser tatsächlich Hurenhäuser? Warum verheimlicht eine 50-Jährige, dass ihr Vater soff?

    Mit den Antworten auf diese Fragen wird unerklärliches Verhalten entzaubert. Kein Hashtag, kein Gendern und keine Kampagne wird diese Welt retten können. Erst wenn wir einsehen, wie wir ticken, kann sich etwas verändern. Komm mit auf eine Reise, die Dich verändern wird!

    Das Buch gibt es bei bod.de, bei Amazon, genauso bei allen anderen Onlinehändlern. Du kannst aber auch beim Buchhändler um die Ecke danach fragen. Die ISBN: 9783 7557 0721 9. (Da sich bisher kein Verlag interessiert hat, werden keine Exemplare zum Mitnehmen rumliegen, deshalb bitte vorerst direkt im Laden bestellen.)

    #MeineStimmeGegenIgnoranz

    #MeineStimmegegenIgnoranz – leise Version
    MeineStimmegegenIgnoranz – laute Version

    1,9 Millionen unserer erwachsen gewordenen Kinder verlassen offiziell psychisch kaputt ihr Elternhaus – und es ist uns egal. 28% der Erwachsenen insgesamt gelten als psychisch erkrankt – und es ist kein Thema. Wer diese Welt verstehen will, kommt an den Geschichten hinter diesen Zahlen nicht vorbei.

    Du brauchst ein offenes Ohr?

    Jeder Mensch hat zwei Ohren. Nur was wir damit anfangen, ist recht unterschiedlich. Umso erleichternder ist es in Krisenzeiten, wenn du jemanden findest, der zuhören kann. In den letzten Jahren lernte ich, dass dies wohl meine Superkraft ist. Diese biete ich Dir hier an.

    Noch viel mehr Lesestoff zum Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ findest Du hier:

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