Kategorie: Verrückt – Das Buch

  • Gendern & Co. – Teil 3: Heiligenschein oder Scheinheiligkeit?

    Gendern & Co. – Teil 3: Heiligenschein oder Scheinheiligkeit?

    Grüner wird´s nicht!

    Für mich ist das „Jetzt rücken wir Frauen/Transgender/andere Menschen aus dem Dunkeln ins Licht“ nur eine weitere Möglichkeit für Menschen, Unternehmen und Organisationen, ihr Image aufzuhübschen. Die Diskussion über den Klimawandel hat für viele Firmen die perfekte Gelegenheit für Green-Washing angespült: Tue so, als ob du super umweltfreundlich bist und die Kunden kaufen dir DAS und dein Zeug weiterhin ab. Damit verscheuchst du so gut wie niemanden und verprellst keine Handelspartner. Theoretisch könnte man ja auch Chinas Diktatur kritisieren, wenn man es so gut mit den unterdrückten Menschen meint, aber das kannst du nur machen, wenn du nicht wirtschaftlich auf den roten Bruder angewiesen bist. War es nicht seltsam, WIE VIELE Unternehmen plötzlich nachhaltige Produkte im Angebot hatten?! All die Jahre und Jahrzehnte davor war das nicht möglich und schlagartig haben die kleinen und großen Unternehmen ökologisch einwandfreie, nachhaltige Ware im Programm?! Und der Kunde soll das glauben?!

    Und wenn du dich nicht grün anmalen willst oder kannst, dann lässt du halt die Regenbogenflagge wehen und zeigst in deinem Werbespot gleichgeschlechtliche Paare, ob bei der Partnersuch-Plattform oder beim Teetrinken oder oder oder …

    Und wenn auch das nicht zu deinem Produkt passt, weil es kein Paar enthält, dann zeigst du halt, dass du mit allen Hautfarben auf Du und Du stehst. So besetzt du die Rolle einer Märchenfigur, die ihren Name durch ihre Haut so weiß wie Schnee erhielt, mit einer Latina. Immerhin gehst du nicht so weit und nimmst für das neue Schneewittchen Samuel L. Jackson, obwohl du mit ihm jegliche Stereotypen in den Wind schießen könntest: Warum soll denn Schneewittchen im Jahr 2022 unbedingt eine weiße, junge Frau sein?! Hautfarbe, Geschlecht und Alter dürfen keine Rolle mehr spielen! Alle Menschen sind gleich! Aber dann kommt ein 1,35 m großer Schauspieler an und erklärt das komplette Märchen für ewiggestrig, weil es Zwerge enthält. Gott, politisch korrekt sein zu wollen für die PR ist ein verdammt hartes Geschäft …

    Missbrauch kann auch Spaß machen!

    Wir scheinen in den letzten Jahren immer mehr zu Meistern darin geworden zu sein, uns ein perfektes Äußeres zu verpassen. Erst waren es die Filter, die unsere zerknitterte Haut auf das Niveau eines Babypopos glätten und dank denen wir viele Likes bekommen konnten. Inzwischen glätten wir unseren Charakter für die Daumen hochs. TV-Sender wählen für ihre Reality-Shows mit voller Absicht psychisch instabile Kandidaten aus, weil die den großen Unterhaltungsfaktor garantieren und fahren gleichzeitig Kampagnen, wie fortschrittlich sie in Sachen Menschlichkeit doch sind. Seltsam ist nur, wenn es dann Skandale gibt wie im Dschungelcamp und die Sender sich darüber empören, obwohl das Drama durch die Kandidatenauswahl genau so gewollt ist.

    In der ersten Pandemie-Welle wurden viele Helden beklatscht, ins Licht gerückt – inzwischen stehen sie wieder im Schatten und man hört aus den Kreisen der LKW-Fahrer, Krankenschwestern, Altenpfleger, Erzieher, Lehrer, Supermarkt-Kassierer usw. reichlich Ernüchterung. An den schwierigen Arbeitsbedingungen und der miesen Bezahlung hat sich demnach nichts verändert, stattdessen gibt es Druck durch die Impfpflicht. Viele werden nach dem Ende der Pandemie psychisch in einem wenig guten Zustand sein und dann wird man sich um sie genauso wenig kümmern wie um die, die schon vor der Pandemie am Boden lagen.

    Der Weltfußballverband FIFA ist um keine Kampagne verlegen, ob gegen Rassismus, für Vielfalt und andere eigentlich sehr wünschenswerte, menschliche Dinge. FIFA und menschliche Dinge? Wer sie kennt, der wird jetzt ein abwertendes Grinsen auf den Lippen haben – zurecht. All die Sponsoren der WM in Katar werden genauso wenig um Kampagnen verlegen sein, mit denen sie ihr Image pflegen wollen – doch von einem Boykott wegen der Sklavenhalterei beim Bau der Stadien will keiner was wissen. Da weht die Regenbogenflagge steif im Wind – gut, solange man nicht bei denen aneckt, mit denen man Geschäfte machen will. In dem Fall wird die Flagge ganz fix eingeholt und im Tresor verstaut.

    Fake!

    Mein Vater hatte 2019 einen Schlaganfall. 22 Jahre lang hatte ich ihn nicht gesehen bzw. gesprochen. Da er nach dem Schlag nicht mehr für sich selbst sorgen konnte, musste ich vieles regeln und kam dadurch mit Menschen in Kontakt, die ihn kannten: seine Bibliothekarin, seine Pensionswirtin in Österreich, die Krankenschwester in seiner Hausarztpraxis. Alle drei reagierten bestürzt auf die Nachricht vom Schlag und sagten jeweils so etwas wie: „Ach herrje, das hat er nicht verdient, der ist immer so nett und höflich gewesen.“ Seine Lieblingsnichte kannte ihn ebenfalls weitgehend von dieser Seite und auch mir war dieses Gesicht bekannt: Vater grüßte früher die Gartennachbarn so wunderbar nett und höflich, als könne er keiner Fliege etwas antun. Das andere Gesicht kannten nur seine Frau und seine Söhne und dieses Gesicht war alles andere als nett und höflich. Als ich seiner Lieblingsnichte, also meiner Cousine, von dieser anderen Seite erzählte, war sie erstaunt: „Das hätte ich ihm nicht zugetraut.“ Ihr fiel es aber nicht schwer, mir zu glauben, denn sie hatte unter ihrem Vater, dem Bruder meines Vaters, mindestens genauso viel auszuhalten.

    Ich hatte weder bei der Bibliothekarin, noch bei der Schwester in der Hausarztpraxis und auch nicht bei der Pensionswirtin versucht, das Bild, das sie von Vater hatten, geradezurücken. Mir erschien es als sinnlos, denn sie kannten ihn über Jahre als diesen netten, höflichen Mann und ein solches Bild lässt sich nicht in drei Sätzen verändern.

    Auch Ullis Schwester kennt von ihrem Vater dieses Prinzip: Nach außen Biedermann, nach innen Terrorist. Sie sieht ihn ganz klar als Mann mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung und ich habe Null Zweifel, dass sie damit richtig liegt, auch wenn es nur eine Laien-Diagnose ist. Typisch für Narzissten ist u.a., dass sie mit ihrem charmanten Auftreten einen ganzen Saal unterhalten können und man ihnen nicht im Geringsten zutraut, was sie ihren Partnern und Kindern antun. Das Gesicht, das sie nach außen zeigen, ist absoluter Fake und wann immer sich Konzerne, Organisationen, TV-Sender und andere Medien oder einzelne Menschen ein klinisch sauberes Image geben, muss ich inzwischen an Narzissmus denken – vor allem dann, wenn ich höre, dass hinter den sich grün waschenden Unternehmen meist nicht viel wirklich haltbare Farbe steckt.

    Jetzt seid doch mal vernünftig!

    Der scheinbaren Spaltung der Gesellschaft, dem offenbar immer rauer werdenden Ton, werden immer mehr Appelle an die Vernunft, an Mitmenschlichkeit, an Solidarität entgegengestellt. Hier wird Rassismus verurteilt, da Ausländerhass, dort wird gegendert. Vor allem Weihnachten und Jahreswechsel sind Hoch-Zeiten für solche Appelle. Ein kleiner Auszug vom Jahresende 2021:

    Der Papst sagte in der Christmette: „Hören wir auf, zu jammern und lange Gesichter zu machen, und lassen wir ab von der Gier, die uns immer unbefriedigt lässt.“ – Und schon kommt der Gierige zur Vernunft?!

    In seiner Weihnachtsbotschaft appellierte er an die Menschen, nicht wegzusehen im Angesicht von Konflikten, Krisen, Leid von Flüchtlingen. Er rief zu mehr Dialogbereitschaft auf und hob das Leid von Frauen und Kindern hervor, die in Zeiten der Pandemie verstärkt Opfer von Gewalt würden. Ohne schon kommen die Gewalttätigen zur Einsicht, dass man andere Menschen nicht verprügelt?!

    Bundespräsident Steinmeier stellte in der Weihnachtsansprache die Theorie auf: „Menschen können irren, sie lernen aber auch.“ – Wenn sie lernen würden, gäbe es nicht solche Sätze.

    Der katholische Berliner Erzbischof Koch forderte zu Weihnachten stärkere Solidarität mit geflüchteten Menschen. Jupp, erledigt.

    Ähnliche Appelle gibt es zu Gedenktagen, ob Kriegsende oder Holocaust. Dann wird vor neuer Judenfeindlichkeit gewarnt, zur Verteidigung der Demokratie aufgerufen, zu Wachsamkeit.

    Ich frage mich: An wen genau wenden sich diese Menschen? Wer ist die Zielgruppe? Wessen Gewissen wollen sie knacken und zum Besseren drehen? Wo sehen sie den ganz konkreten Erfolg solcher Appelle in der Vergangenheit? Bei welchen Menschen, die der Papst, der Bundespräsident und der Erzbischof kennen, haben je solche Appelle ein Umdenken bewirkt? Mein Vater hätte zu Lebzeiten nicht gemeint sein können, auch nicht Ullis Vater, denn an ihnen prallte so etwas über Jahrzehnte spurlos ab.

    Auch meine einstige Muse kann nicht gemeint sind. Sie ließ sich gegen jede Vernunft zwei Wochen nach dem Tod ihres Mannes auf einen Typen ein, der schon zuvor ordentlich an ihr baggerte. Auch für sie selbst war klar, dass sie vom Regen in die Traufe kommt, doch durch ihre Vergangenheit – den Missbrauch – hatte Vernunft Null Chancen. Genauso ist es bei den 80 Menschen, die ich in meinem Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ beschreibe. Gut, vielleicht bin ich immer wieder einfach jenen gekonnt ausgewichen, bei denen „Jetzt seid doch mal vernünftig, so geht das doch nicht!“ Wirkung zeigt.

    Zeitverschwendung

    Das Schlimmste an Kampagnen und Appellen ist für mich: Sofern du dank Naivität überhaupt an die Wirkung deiner Appelle glaubst und nicht aus reinem Narzissmus handelst, verschwendest du einfach nur Zeit.

    Du kannst auch einen Topf mit Wasser in die Sonne stellen und darauf hoffen, dass das Wasser irgendwann kocht. Aber du wirst nirgends in der Geschichte der Menschheit jemanden ausfindig machen können, der damit Erfolg hatte.

    Du wartest auf die Früchte deiner Arbeit und stellst irgendwann fest, dass sich überhaupt nichts verändert hat. Dann musst du die vertane Zeit abhaken, in welcher du eigentlich etwas wirklich Erfolg bringendes hättest tun können.

    Und das einzig Hilfreiche, was ich als Lösung all der Probleme dieser Welt sehe, ist: Kindern ermöglichen, mit einem gesunden Selbstbewusstsein ihr Elternhaus verlassen zu können. Und dazu braucht es Eltern mit gesundem Selbstbewusstsein.

    Tausche Vorurteile gegen Vorurteile!

    Im Kampf gegen Vorurteile entstehen neue Vorurteile: Besetze die Posten in der Firma so divers wie möglich und alles ist gut, denn diverse Menschen sind immer gute Menschen. Doch gerade wer immer irgendwie anders ist und war, wird zum leichten Ziel derer, die andere abwerten müssen, um sich selbst aufzuwerten. Wenn du eine solche Zielscheibe warst und vielleicht noch bist, leidet das Selbstbewusstsein – ich spreche da wieder auch aus ganz eigener Erfahrung, wobei mein Anders sein etwas mit den grauen Zellen zu tun hat.

    Ich kenne mehrere Geschichten, in denen das Kind schon bei der Geburt versagt hatte, weil es mit dem falschen Geschlecht zur Welt kam: Die eine Mutter wollte ein Mädchen, der eine Vater wollte einen Jungen und beide Elternteile lassen ihre Kinder die Verärgerung bis heute spüren, was heftige psychische Spuren hinterlassen hat.

    Wie sieht es dann erst aus, wenn das Kind weder der erwünschte Junge, noch das ersehnte Mädchen ist?! Schon wenn Kinder ihrer Geschlechterrolle gerecht werden, gehen mindestens 26% mit kaputtem Selbstbewusstsein aus ihrem Elternhaus und werden von Opfern zu Tätern. Rein von der Logik her müssten diverse Menschen noch öfters Täter sein als nicht-diverse. Und nein, das heißt nicht, dass dem so sein muss, aber Klischees muss man ab und zu mit Dynamit aufbrechen, so dass das Nachdenken in Bewegung kommt.

    Apropos Vorurteile: Schauspieler Michael J. Fox, Star aus den „Zurück in die Zukunft“-Filmen und an Parkinson erkrankt, sagte in einem Interview: „ Wir sehen einen Rollstuhl oder jemanden mit einer Behinderung im Fernsehen und schon wird die Musik sanft und dunstig … Dann kämpft der Typ mit irgendeiner banalen Tätigkeit, wir beobachten ihn bei dem rührenden Versuch, diese Sache zu bewältigen. … Auch behinderte Menschen können Arschlöcher sein. Behinderte Menschen können Idioten sein und manipulativ …“

    Gleiches gilt für Flüchtlinge: Auch sie sind nicht die besseren Menschen – genauso wenig, wie sie schlechtere Menschen sind. Ja, auch unter ihnen sind Täter – aber sie sind nicht Täter, weil sie Ausländer sind. Gerade wenn sie aus Kriegsgebieten kommen, sind traumatische Erlebnisse im Gepäck und je größer das Trauma, umso weiter weg führen uns die Wege von dem, was wir unter „vernünftigem Handeln“ verstehen.

    Nicht die Hautfarbe, nicht das Geschlecht, nicht das Heimatland, nicht der Glauben entscheiden darüber, wer Opfer und wer Täter ist, sondern wie du in deinem Kinderzimmer behandelt wurdest. Menschen einer Gruppe pauschal als gut zu betrachten, bringt genauso wenig, wie Menschen einer Gruppe als Messer schwingende Axtmörder darzustellen.

    Selbst Menschen, die Yoga machen, sind nicht automatisch emphatische Wesen voller Liebe und Güte. Dahinter kann sich wieder purer Narzissmus verbergen oder wenigstens die Aufwertung des eigenen Egos nach dem Motto: „ICH habe die Erleuchtung und ihr nicht!“ Und es kann zur Verdrängung der eigentlichen Probleme dienen. Wie überall kann der Blick hinter die Gardinen Klischees und Vorurteile zerlegen. Der Link zu einem Artikel darüber ist unten zu finden.

    Appell gegen Appelle?!

    Übrigens bin ich mir darüber bewusst, dass auch ich mit all dem, was ich von mir gebe, an die Vernunft appelliere – zumindest könntest du mir das so an den Kopf werfen. Ich würde ein paar Sekunden in „Ja klar, isso“-Mentalität verfallen, um mich dann aus der Affäre zu ziehen mit der Antwort: „Nein, ich will nur, dass jeder auf die Suche nach DEM Menschen in seinem Umfeld geht, bei dem mit gutgemeinten Worten ein neuer Weg in Richtung Vernunft begonnen hat. Mehr will ich gar nicht.“

    Schlusswort

    Gendern ist aus meiner Sicht eine weitere Form von Appell bzw. Kampagne und damit zum Scheitern verurteilt, wenn es dabei wirklich um Hilfe für Menschen im Schatten gehen sollte und nicht um narzisstisches „Ich bin sooo ein guter Mensch“. Mein Weg ist ein anderer, siehe u.a. mein Buch „Verrückt – ein Aufschrei“. Ich werde auf jegliches Gendern weiterhin verzichten und bitte jeden um Nachsicht, der sich ausgegrenzt fühlen sollte. Ich mag die deutsche Sprache, sie ist wie ein riesiger Baukasten, mit dem man viele hübsche Sachen herstellen kann. Gendern empfinde ich als Anschlag auf diese Sprache, wobei mir ein anderes, härteres Wort auf der Zunge liegt, welches aber einige triggern könnte.

    Wie bereits erwähnt: Mein Freundeskreis besteht nur aus Frauen und sie halten es ganz gut mit mir aus. Keine von ihnen vermittelt mir den Eindruck, man würde sie als Frau zu wenig wahrnehmen. Wo es aber ganz klar ein Problem bei der Wahrnehmung gibt – unabhängig vom Geschlecht: beim Zuhören und bei ganz konkreter Hilfe in Notlagen. Keine der Frauen zieht es ins Rampenlicht, auch nicht Hanna, die seit einem unverschuldeten Unfall vor 20 Jahren traumatisiert ist und sich seitdem mit Unverständnis, Weghören und einem verdammt kranken Gesundheitssystem rumschlagen muss, obwohl ihr dazu eigentlich die Energie fehlt. Ihr überlasse ich das letzte Wort zu diesem Thema: „Gendersprache? Ich? Nee, da bist du bei mir falsch. Bei dem ganzen Genderirrsinn mach ich nicht mit.“

    Quellen

    – Papst in der Christmette 2021: „Hören wir auf, zu jammern und lange Gesichter zu machen, und lassen wir ab von der Gier, die uns immer unbefriedigt lässt.“: https://www.zdf.de/nachrichten/politik/christmette-im-petersdom-papst-ruft-zu-bescheidenheit-auf-100.html

    – Weihnachtsbotschaft des Papstes: https://www.tagesschau.de/ausland/papst-urbi-et-orbi-105.html

    – Peter Dinklage über die Neuverfilmung von Schneewittchen: https://www.sueddeutsche.de/kultur/peter-dinklage-disney-streit-1.5515565

    – Bundespräsident Steinmeier: „Menschen können irren, sie lernen aber auch.“ https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmeier/Reden/2021/12/211225-Weihnachtsansprache-2021.html

    – Michael J. Fox „Auch behinderte Menschen können Arschlöcher sein. Behinderte Menschen können Idioten sein und manipulativ …“: https://www.zeit.de/news/2021-06/17/michael-j-fox-kritisiert-filmszenen-fuer-behinderte

    – Yoga & Narzissmus: https://www.spektrum.de/news/yoga-und-meditation-ein-spiritueller-deckmantel-fuer-narzissmus/1938055

    In 18 Stunden verstehst Du diese irre Welt.

    Wer Menschen verstehen will, muss ihnen zuhören, sie beobachten, hinter die Fassade schauen: Warum heiraten wir? Sind Frauen von Natur aus gute Mütter? Was erlebt man bei der Partnersuche? Wem verdanken Elon Musk und Kanye West ihre Erfolge? Was treibt andere Prominente an – und was ist dein eigener Antrieb? Fallen psychische Erkrankungen vom Himmel? Warum steht jemand 5 Stunden unter der Dusche? Wieso glaubt Käpt´n Crazy, die Chinesen würden kommen? Sind Krankenhäuser tatsächlich Hurenhäuser? Warum verheimlicht eine 50-Jährige, dass ihr Vater soff?

    Mit den Antworten auf diese Fragen wird unerklärliches Verhalten entzaubert. Kein Hashtag, kein Gendern und keine Kampagne wird diese Welt retten können. Erst wenn wir einsehen, wie wir ticken, kann sich etwas verändern. Komm mit auf eine Reise, die Dich verändern wird!

    Das Buch gibt es bei bod.de, bei Amazon, genauso bei allen anderen Onlinehändlern. Du kannst aber auch beim Buchhändler um die Ecke danach fragen. Die ISBN: 9783 7557 0721 9. (Da sich bisher kein Verlag interessiert hat, werden keine Exemplare zum Mitnehmen rumliegen, deshalb bitte vorerst direkt im Laden bestellen.)

    Noch viel mehr Lesestoff zum Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ findest Du hier:

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    #MeineStimmeGegenIgnoranz

    #MeineStimmegegenIgnoranz – leise Version
    MeineStimmegegenIgnoranz – laute Version

    1,9 Millionen unserer erwachsen gewordenen Kinder verlassen offiziell psychisch kaputt ihr Elternhaus – und es ist uns egal. 28% der Erwachsenen insgesamt gelten als psychisch erkrankt – und es ist kein Thema. Die Gründe für diese Zahlen erklären aber, was mit dieser Welt nicht stimmt. Deshalb braucht das Thema psychische Gesundheit endlich maximale Aufmerksamkeit. Ich wäre Dir wirklich dankbar, wenn Du mit auf die Pauke hauen würdest, denn allein packe ich es nicht. Auch wenn du „nur“ Teil des Chors sein möchtest, dich in den hinteren Reihen verstecken möchtest oder dir die Kraft fehlt zum lauten Singen: absolut kein Problem. Hauptsache, du bist auf irgendeine Weise anwesend. Auch wenn du nur als Teil der Abonnentenzahl auftauchst, ist dem Thema geholfen.

    Du brauchst ein offenes Ohr?

    Jeder Mensch hat zwei Ohren. Nur was wir damit anfangen, ist recht unterschiedlich. Umso erleichternder ist es in Krisenzeiten, wenn du jemanden findest, der zuhören kann. In den letzten Jahren lernte ich, dass dies wohl meine Superkraft ist. Diese biete ich Dir hier an.

    Die Familie – Erfahre mehr über uns.

  • Gendern & Co. – Teil 2: Von #MeToo und Krankenhäuser sind Hurenhäuser

    Gendern & Co. – Teil 2: Von #MeToo und Krankenhäuser sind Hurenhäuser

    Wer glaubt, Frauen mit Gendern mehr in den Blickpunkt rücken zu können – wie auch immer das in der Praxis Früchte tragen soll, der muss auch die dunklen Seiten beleuchten: neben der des Opfers auch die der Täterin.

    Vater wider Willen

    Nach dem Suizid meines einstigen Mitschülers Ulrich 2020 schrieb ich mit seiner Schwester, auch über den Zusammenhang zwischen Opfer sein und Täter werden, über die Rolle von Frauen dabei. Sie hatte sich mit dem Thema „Aus Opfern werden Täter“ selbst befasst und war überrascht, dass ich ihr problemlos folgen konnte. Laut ihr wollte Ulli nie Kinder. Er konnte sich nicht vorstellen, ein guter Vater werden zu können und hatte Angst, genau wie seiner zu werden.

    Nach seinem Tod trauern zwei Kinder. Und ein zum Zeitpunkt des Suizids zwei Monate altes Baby wird seinen Vater – Ulli – nie kennenlernen. Drei Kinder, denen der Vater fehlt. Und wer realen Geschichten zuhört, der weiß: Sobald die ehrliche Zuneigung EINES Elternteils fehlt, hat das Wachstum eines gesunden Selbstbewusstseins kaum noch eine Chance. Aus ungesundem Selbstbewusstsein entstehen die Umwege zum Glück, die immer Wege ins Unglück sind und nicht zuletzt dafür sorgen, dass Hass entsteht und der Bedarf, andere kleinzuhalten – z.B. Frauen.

    Wie konnten diese drei Kinder entstehen? Naja, ein Muskelprotz, beruflich Chirurg, die lassen nichts anbrennen – da ist doch alles klar, Mann!

    Ullis Schwester erklärte es mir und schrieb: „Seine damalige Freundin bekam nach 17 Jahren Torschlusspanik. Das Thema Kind wurde zwischen ihnen immer mehr zum Druck- und Stressfaktor. Ich weiß, dass sie ohne Ulrichs Einverständnis die Pille abgesetzt hat. Vielleicht auch ohne sein Wissen. Ja, ich kann da wieder nur #MeToo sagen: Wir „armen“ Frauen. Wir haben es in der Hand, aber wir denken nicht – und das ist das Fatale für unsere eigenen Kinder – über den Tellerrand hinaus. Mein Bruder hatte diesen Weitblick – und fühlte sich verraten. Dann hatte er eine Affäre. Und er wollte bei seiner schwangeren Freundin bleiben. War hin- und hergerissen, wie so oft in seinem Leben. Die Entscheidung wurde ihm abgenommen, die schwangere Freundin machte Schluss und er wurde wieder mal zum Buhmann erklärt. So habe ich es erlebt und mitbekommen. Aus der Affäre wurde dann seine Frau, mit der er sein zweites Kind hatte.

    Krankenhäuser sind Hurenhäuser

    Zum dritten Kind, wenige Monate alt: Ich möchte meinen Bruder in der Sache nicht in Schutz nehmen, aber auch diese Geschichte ist von mehreren Seiten zu beleuchten. Menschen machen es sich – gerade wenn sie selbst keine Erfahrungen mit Narzissmus gemacht haben – einfach. Stempel drauf und gut. Mein Bruder hat meiner Mutter oft erzählt, schon Jahre vorher, wie penetrant Arztkolleginnen und Krankenschwestern sein können: Die werfen sich dir an den Hals, die ziehen sich vor dir aus, ob du das willst oder nicht, das sind Schlangen. Und wenn du denen klar einen Korb gibst, musst du damit rechnen, dass sie Möglichkeiten haben, die Zusammenarbeit mit dir zu boykottieren. Krankenhäuser sind Hurenhäuser.

    Ich bin auch nicht für die MeToo-Bewegung in ganzer Breite. Es gibt viele wirkliche Opfer, keine Frage, aber Frauen können Mistkrücken sein, die ganz genau wissen, was sie einsetzen müssen, um ans Ziel zu gelangen. Sichtbar wird es nur an wenigen Stellen wie zum Beispiel in Krankenhäusern oder, um bei MeToo zu bleiben, in der Filmbranche. Der viel größere Teil läuft subtil ab, aber genauso wirksam.“

    Für mich war der „Krankenhäuser sind Hurenhäuser“-Teil der Nachricht von Ulrichs Schwester völliges Neuland und ich konnte damit nicht wirklich etwas anfangen. Ich schrieb meiner guten Freundin Hanna diesen Satz und erntete ein: „Das wusste ich schon 1997.“

    Mein Erstaunen wurde nicht geringer und es legte sich auch nicht beim Lesen ihrer folgenden Zeilen: „Eine damalige Freundin von mir, damals Krankenschwester in einer Klinik in Heidelberg, sagte: Nirgendwo wird wohl so kreuz und quer gefickt wie unter Klinikpersonal. Ist ganz schlimm.
    Antje sagte mir damals, Sex im Dienstzimmer sei normal. Und sie sagte mir damals, die Weiber seien untereinander wie Hyänen. Wehe, eine käme mit einem Arzt gut aus, dann wäre nicht nur Eifersucht angesagt, sondern auch unsäglicher Neid und Unterstellungen. Auch nackt unter dem weißen Kittel zu sein, sei keine Seltenheit. Intrigen ohne Ende. Jede habe die Einstellung, sich den besten Arzt angeln zu müssen. Und sie sagte mir, wie extrem sich deshalb die meisten eben aufbrezeln und morgens zu Hause ewig vor dem Spiegel stehen würden, sich parfümieren, als würden sie im Puff arbeiten. Konkurrenz müsse ausgestochen werden. Aber es gäbe halt auch genug Ärzte, denen das durchaus gefallen würde und die sich eine nach der anderen nehmen würden – was den Hass untereinander dann noch mehr schüre.“

    Als nächstes fragte ich eine gute Freundin, deren Schwester im Krankenhaus arbeitet, allerdings als Reinigungskraft. Die Schwester hatte nie etwas erzählt, was den Spruch bestätigen würde. Mich beruhigte das etwas, denn nun sah es nicht mehr nach „Das ist überall so“ aus.

    Dann sprach ich mit einer weiteren guten Freundin, deren Freund Ansgar Arzt ist und der viel im Krankenhaus unterwegs ist für Operationen. Als ich sie fragte, ob sie den Spruch „Krankenhäuser sind Hurenhäuser“ kennt, kam ein klares „Ja“. Ihr Freund hatte so einiges aus dem Klinikalltag berichtet und es ging in genau die gleiche Richtung, wie es Ulrichs Schwester und Hanna erzählt hatten: Es gäbe genug Ärzte, die sich auf Schwestern einlassen und die Schwestern seien scharf darauf, den besten Doc abzubekommen und täten viel dafür. Ansgar selbst halte sich da raus, weil es mehr Ärger bringen würde als „Vergnügen“. Dies sehe er an seinem Bruder, der in seiner Rolle als Klinik-Arzt nichts anbrennen lasse. Und sein Vater bezahlte lange Jahre den Unterhalt für ein, in einem Krankenhaus mit einer Schwester gezeugtes Kind.

    Wenige Wochen später meldete sich Hanna noch einmal zum Thema. Ihre Tochter Constanze hatte eine Woche zuvor angefangen, im Rahmen eines Praktikums im Krankenhaus zu arbeiten, zunächst auf der Kardiologie, nun auf der Chirurgie. Die Tochter erzählte, wie widerlich es auf der Chirurgie zugehe. Auf der Kardio sei es deutlich menschlicher zugegangen. Viele Ärzte auf der Chirurgie seien grapschig, wobei es bisher gegenüber Constanze bei Oberarm-Tätscheln geblieben war. Einer der Chirurgen fehlte für einige Tage, weil seine Frau in den Wehen lag. Dann hieß es, er sei Vater geworden, alles sei gut verlaufen. Als Constanze erfuhr, um welchen Arzt es sich genau handelt, fiel sie aus allen Wolken: Diesen Chirurgen hatte sie als den bisher größten Grapscher wahrgenommen.

    Als Hanna erzählen wollte, was ihr 1997 ihre Bekannte Antje aus dem Klinikalltag berichtet hatte, kam ihr die Tochter zuvor: Unter den Kolleginnen würde es immer heißen, man müsse sich einen Arzt aufreißen. Mindestens zwei Kolleginnen würden nur einen BH unter dem Kasack tragen, da sei sie sich sicher. Bei der Visite tauschten Ärzte mit manchen Schwestern Blicke aus, die klar machen würden, was Sache ist. Auch von Sex in einem Nebenraum war die Rede.

    Nein, das alles ersetzt keine repräsentative Umfrage über den Klinikalltag und wie immer darf man auch hier nicht sämtliche Ärzte und Schwestern über einen Kamm scheren. Nur gilt auch hier wieder: Ein Blick hinter die Gardinen öffnet Augen für die Realität.

    Über die Beteiligten kann man denken, was man mag. Doch auch hier wird wieder jeder Einzelne seine Gründe haben, warum man sich so feil bietet, warum man keiner Versuchung widerstehen kann und warum man seinen Status so ausnutzt. Und diese Gründe werden etwas mit den Umwegen zum Glück zu tun haben, die dank nie gesund gewachsenen Egos gegangen werden: Macht, Aufmerksamkeit, … Hormone und Duft erledigen den Rest.

    Frauen durch die Bank als Opfer von Männern anzusehen und ihnen den Status des vernünftigeren und damit besseren Geschlechts zu verleihen, wird kein Problem auf dieser Welt lösen. Es wird nicht damit getan sein, Männer in Führungsebenen gegen Frauen auszutauschen. Entscheidend ist: ein gesundes Ego. Mindestens zwei Mütter von Ullis Kindern haben mit ihrem egoistischen Vorgehen dafür gesorgt, dass die nächste Generation wieder auf Umwege zum Glück gehen wird und wenn ein Junge dabei wäre, stünden die Chancen gut, dass er eines Tages Macht über eine Frau ausüben will.

    Ist ja klar, dass das ein Mann so sieht

    Wer nun glaubt, ich sei der typische weiße, alte Mann, der alles Neue ablehnt oder ich hätte ein Kindheitstrauma durch meine Mum und ich sei auf alle Frauen schlecht zu sprechen: Nein. Bei mir war es der Vater, der mich auf Umwege zum Glück schickte und ich hätte beste Gründe, mein eigenes Geschlecht auf die Anklagebank zu schicken. Meiner Mum könnte ich maximal vorwerfen, sich mit diesem Typen eingelassen zu haben, nur war sie halt dank ihrer bestimmenden Mum das typische Mauerblümchen, dass alles mit sich machen ließ. Bei ihrer Enkelin wiederholt sich die Geschichte aktuell, trotz 50, 60 Jahren Abstand und trotz all dem scheinbaren Dazulernen. Sie reitet die nächste Generation ins Verderben und wenn es ein Junge wird, dann stehen die Chancen gut, dass er eines Tages eine Frau so beschissen behandeln wird, wie mein Vater es mit meiner Mum gemacht hat oder wie es der Freund der Enkelin mit ihr vor allem in der Anfangszeit der Beziehung machte. Und kein Appell an die Vernunft kann sie dabei aufhalten.

    Durch meine Kindheit habe ich eher ein Problem mit Männern. Männliche Kumpels hatte ich nie, mein Umfeld bestand und besteht immer aus Frauen und sie kamen ganz gut mit mir klar. Zur Beweisführung hier ein paar gesammelte Referenzen:

    Manchmal hab ich schon das Gefühl, in einen Spiegel zu sehen, wenn wir uns unterhalten. Und das passiert immer wieder und an unterschiedlichen Stellen. Fast schon unheimlich. Und trotzdem schön …“ – Zitat meiner einstigen Muse (damals 34), mit der ich mich 8 Jahre fast ausschließlich schrieb und die ich nie getroffen habe. Sie trägt seit ihrer Kindheit einen „schwarzen Fleck“: Missbrauch.

    Sorry das ich so direkt frage, aber es fällt mir so leicht mit dir zu reden, ebenso ist die Angst weg, die ich zum Anfang hatte. Du hast die richtigen Knöpfe bei mir gedrückt und dabei merke ich, dass sich gewisse Sachen in mir lösen, ohne dass mir das bewusst war. Damit meine ich: Nach der Trennung meines Mannes hatte ich ohne Diät abgenommen und das nicht gerade wenig. Und jetzt merke ich auch durch Aussagen anderer, dass ich etwas raus lasse, was sich körperlich wie auch mental positiv auswirkt.“ – Zitat von Wiebke, Mitte 40, die immer wieder von ihrer Mutter geschlagen worden war, einen Suizidversuch unternahm, welcher auf Druck der Familie verheimlicht werden musste und die länger mit einem prügelnden Ehemann lebte.

    Du bist fast der Einzige, dem ich alles erzähle…Die Fragen stellen. Um Rat / Hilfe bitte. Und das länger wie nur 3 Monate oder so… Mein Kreis ist so klein, weil ich irgendwann nicht mehr mit Personen zurecht komme. Irgendwas stört mich dann und dann bin ich gestresst … Ende ist meistens dann der Kontaktabbruch.“ – Zitat von Sophie, damals 18, mit der ich mich knapp 4 Jahre ausschließlich schrieb, deren Familie sie mobbt, die starke depressive Phasen kennt, teils mit Angststörungen, sich zeitweise selbst verletzte, mindestens zwei Mal auf Balkon bzw. Brücke stand und von der ich nicht weiß, ob sie noch lebt.

    Übrigens: Keine der Frauen in meinem Umfeld hält etwas vom Gendern, ihre Probleme sind ganz andere. Für sie gehört das Gendern in die gleiche Kategorie wie das Sich grün waschen all der Konzerne: Hauptsache, das Image stimmt. Dazu mehr in Teil 3. Wir lesen uns.

    Beitragsbild zum Artikel "Gendern und Co - Teil 3: Heiligenschein oder Scheinheiligkeit?"
    Weiter zu Teil 3: Gendern & Co: Heiligenschein oder Scheinheiligkeit?

    In 18 Stunden verstehst Du diese irre Welt.

    Wer Menschen verstehen will, muss ihnen zuhören, sie beobachten, hinter die Fassade schauen: Warum heiraten wir? Sind Frauen von Natur aus gute Mütter? Was erlebt man bei der Partnersuche? Wem verdanken Elon Musk und Kanye West ihre Erfolge? Was treibt andere Prominente an – und was ist dein eigener Antrieb? Fallen psychische Erkrankungen vom Himmel? Warum steht jemand 5 Stunden unter der Dusche? Wieso glaubt Käpt´n Crazy, die Chinesen würden kommen? Sind Krankenhäuser tatsächlich Hurenhäuser? Warum verheimlicht eine 50-Jährige, dass ihr Vater soff?

    Mit den Antworten auf diese Fragen wird unerklärliches Verhalten entzaubert. Kein Hashtag, kein Gendern und keine Kampagne wird diese Welt retten können. Erst wenn wir einsehen, wie wir ticken, kann sich etwas verändern. Komm mit auf eine Reise, die Dich verändern wird!

    Das Buch gibt es bei bod.de, bei Amazon, genauso bei allen anderen Onlinehändlern. Du kannst aber auch beim Buchhändler um die Ecke danach fragen. Die ISBN: 9783 7557 0721 9. (Da sich bisher kein Verlag interessiert hat, werden keine Exemplare zum Mitnehmen rumliegen, deshalb bitte vorerst direkt im Laden bestellen.)

    Noch viel mehr Lesestoff zum Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ findest Du hier:

    #MeineStimmeGegenIgnoranz

    #MeineStimmegegenIgnoranz – leise Version
    MeineStimmegegenIgnoranz – laute Version

    1,9 Millionen unserer erwachsen gewordenen Kinder verlassen offiziell psychisch kaputt ihr Elternhaus – und es ist uns egal. 28% der Erwachsenen insgesamt gelten als psychisch erkrankt – und es ist kein Thema. Die Gründe für diese Zahlen erklären aber, was mit dieser Welt nicht stimmt. Deshalb braucht das Thema psychische Gesundheit endlich maximale Aufmerksamkeit. Ich wäre Dir wirklich dankbar, wenn Du mit auf die Pauke hauen würdest, denn allein packe ich es nicht. Auch wenn du „nur“ Teil des Chors sein möchtest, dich in den hinteren Reihen verstecken möchtest oder dir die Kraft fehlt zum lauten Singen: absolut kein Problem. Hauptsache, du bist auf irgendeine Weise anwesend. Auch wenn du nur als Teil der Abonnentenzahl auftauchst, ist dem Thema geholfen.

    #metoo (1) 2020 (2) 2022 (2) 2024 (2) abschied (1) Aluthutträger (2) Aurelie Joie (10) Ballast (2) beziehung (1) bipolare störung (3) bipolare Sörung (2) Bundestagswahl 2021 (1) corona (3) Covidioten (2) Depression (4) freiheit (2) gefühle (10) gendern (4) Hass (3) hilflosigkeit (3) interview (1) Journalismus (5) kampagnen (1) Kindheit (5) Krankenhäuser sind Hurenhäuser (1) liebe (2) manie (3) meinestimmegegenignoranz (19) missbrauch (2) Mutterliebe (1) narzisst (5) Politiker (3) psychische Erkrankungen (11) selbstverletzung (2) selbstzweifel (2) Spaltung der Gesellschaft (1) Sucht (1) tot (3) trauer (2) Vater & Sohn (2) Vernunft (1) verrückt (22) verschwörungsmythen (3) verständnis (4) wird nicht besser (3)

    Die Familie – Erfahre mehr über uns.

    Du brauchst ein offenes Ohr?

    Jeder Mensch hat zwei Ohren. Nur was wir damit anfangen, ist recht unterschiedlich. Umso erleichternder ist es in Krisenzeiten, wenn du jemanden findest, der zuhören kann. In den letzten Jahren lernte ich, dass dies wohl meine Superkraft ist. Diese biete ich Dir hier an.

  • Gendern & Co. – Teil 1: Sinn oder Unsinn?

    Gendern & Co. – Teil 1: Sinn oder Unsinn?

    Zwei echte Männer aus der Zielgruppe

    „Die Weiber sind doch alle dämlich.“ Das ist eine von sehr wenigen Weisheiten, die mir von meinem Vater in Erinnerung geblieben sind. Von Frauen hielt er nichts, auch nicht von seiner eigenen, also meiner Mum. Sie war in seinen Augen sogar zu dumm, eine Tütensuppe zu kochen. Zu seiner Ehrenrettung: Er hielt auch nichts von seinen beiden Söhnen, es war also nichts rein Geschlechtsspezifisches. Mit seinen Kumpels kam er wohl gut klar, bei ihnen ordnete er sich ein bzw. unter. Doch von einer Frau ließ er sich lebenslänglich nur sehr ungern etwas sagen. Dass er die letzten zwei Jahre seines Lebens nach einem Schlaganfall fast ausschließlich auf Frauen angewiesen war, ob im Krankenhaus, in der Reha oder im Pflegeheim, dürfte ihm nicht so sehr gefallen haben. Auch wenn er durch eine Sprachstörung kaum noch verständlich reden konnte, war zu merken, dass sich überhaupt nichts in den Jahrzehnten geändert hatte an seiner Einstellung: „Die Weiber sind doch alle dämlich.“

    2020 stand ich am Grab meines Ex-Mitschülers Ulrich, er wurde 48. Zwei Jahre zuvor hatte ich ihn im Freibad gesehen, unglaublich muskulös – also er, nicht ich. Sein Suizid machte mich sprachlos: Ulli schien absolut auf der Sonnenseite des Lebens zu sein – warum nahm ausgerechnet ER sich das Leben?! Seine Schwester lieferte die Antwort: Ulli hatte kein eigenes Leben, sein Vater gab die Richtung vor, u.a. bei der Berufswahl. Seinen Suizid bezeichnete Ullis Schwester als erste freie Entscheidung ihres Bruders. Der Vater arbeitete als Chirurg – und er machte seiner Familie das Leben zur Hölle. Ulli begann als Teenager mit dem Bodybuilding, um sich gegen seinen Vater wehren zu können. Dieser schlug und tyrannisierte seinen Sohn und seine Frau immer wieder – an seiner Tochter hinterließ das alles natürlich auch tiefe Spuren. Als diese ihrem Vater nach Ullis Suizid mit einem Brief die Augen öffnen wollte, ignorierte er seine Tochter während der Beisetzung und stellte ihre geistige Zurechnungsfähigkeit in Frage – genau wie die seines Sohnes.

    Zwei Männer, die Frauen unterdrückten. Zwei Männer, die zeitlebens keine Weiterentwicklung zeigten beim Thema „Respekt für Frauen“, obwohl es inzwischen so viele Appelle nach dem Muster gab: „Frauen sind auch Menschen!“ Zu Ehe-Zeiten mit meiner Mum hätte es meinen Vater NULL interessiert, ob Frauen nun besser behandelt werden sollen, dass auch sie Menschen sind oder dass man sie sichtbar machen muss. Nichts und niemand hätte ihm ein schlechtes Gewissen machen können, er hätte nicht mal wirklich begriffen, was man von ihm will. Sein Bildungsniveau war sehr übersichtlich, doch das sagt nichts darüber, wie Mann mit einer Frau umgeht, siehe Ullis Chirurgen-Vater. Und auch bei ihm hat sich nichts zum Besseren verändert zwischen dem 20. und 70. Lebensjahr.

    Jetzt seid doch mal vernünftig!

    Die Geschichten beider Männer sind für mich nur zwei Beweise von vielen, dass Menschen nicht durch Appelle an die Vernunft zu erreichen sind. Diese sagenumwobene Vernunft sagt uns normalerweise, was richtig und was falsch ist. Sie sagt uns, dass wir andere Menschen nicht wie Scheiße behandeln dürfen, weder Frauen, noch Kinder, noch Homosexuelle, noch Ausländer, noch Fans von Dortmund oder Schalke.

    Frauen haben heute deutlich mehr Rechte als vor Jahrzehnten, die Rechte von Kindern flossen in Gesetze ein, Homosexuelle werden nicht mehr – in dem Ausmaß wie früher – als Kranke angesehen, Ausländer sind Menschen wie du und ich und den Dortmund-Fans dürfte inzwischen das Lachen über die Schalker vergangen sein, denn für mindestens eine Saison mussten sie auf die Revier-Derbys verzichten.

    Theoretisch ist alles bestens

    Ginge es nach der Vernunft, würden wir heute so friedlich zusammenleben wie nie seit jener Zeit, als unsere Vorfahren die Höhlen verlassen haben. So viele Kampagnen gab es für die Rechte von jenen, die Fußabtreter anderer waren, so viele Appelle für Gleichberechtigung und Zusammenleben auf Augenhöhe. So viel „Aus Fehlern lernt man.“

    Und dennoch erscheint das Klima so vergiftet wie nie und dieser scheinbaren Spaltung setzt man neue Kampagnen und Appelle entgegen, von #DeineStimmeGegenHass bis zur Umdeutung der deutschen Sprache. Das Gendern wird damit begründet, „alle Geschlechter sichtbar oder eben hörbar machen zu wollen und sich zu einer vielfältigen Gesellschaft zu bekennen.“ So heißt es z.B. in einem Artikel des Norddeutschen Rundfunks. Im eigenen Haus wolle man den Reportern eine „diskriminierungsfreie Sprache“ ermöglichen. Das heißt, wenn ich nur von Reportern schreibe, diskriminiere ich Frauen. Und wenn ich das Sternchen weglasse, diskriminiere ich nichtbinäre Menschen.

    Spaltung gegen die Spaltung – Macht doch Sinn, oder?!

    Journalisten und der Duden verändern die Hörgewohnheiten – einfach mal so. Da wird über die Spaltung der Gesellschaft gejammert und im gleichen Atemzug macht man einfach sein Ding im Glauben, DAS würde die Spaltung verringern. In einer Zeit, in der du komplexe Inhalte bitteschön in 140 Zeichen zusammenstauchen sollst, sorgen einige für die inhaltslose Verlängerung der Sätze. Einmal mehr kann ich Gandhi zitieren: „Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.“

    Wo man bisher unter Arzt, Reporter, Politiker, Sportler, Musiker ALLE Menschen verstand, soll man nun bitte nur noch das männliche Geschlecht verstehen. Dazu kommen die Frauen und jene, die sich nicht einordnen lassen, werden mit einem Stern dazwischengequetscht. Also man teilt die Menschen in drei Gruppen auf und setzt damit ein Zeichen gegen die Spaltung der Gesellschaft?! Für mich: einfach nur verrückt.

    Müssen Frauen tatsächlich sichtbar und hörbar gemacht werden? Wer sich u.a. in Partnersuchportalen umschaut, dem wird klar sein: Männer wissen sehr wohl, dass es Frauen gibt. Sie wissen das auch abseits der virtuellen Welt, ob am Arbeitsplatz, in der Kneipe oder am Strand. Kein Mann dieser Welt wird darauf aufmerksam gemacht werden müssen, dass es Frauen gibt, auch mein Vater hatte da keine Probleme. Wer glaubt, mit einer Veränderung des Sprachgebrauchs Frauen aufwerten zu können, hat nichts aus der Geschichte gelernt.

    Pfeifen im Walde

    Homosexuelle sind heute sicht- und hörbar, dennoch wird z.B. ein Outing im Fußball nicht empfohlen. Klar, in ein paar Jahren bis Jahrzehnten kann das anders aussehen, wir stehen ja erst am Anfang einer Entwicklung für mehr Toleranz und Akzeptanz. Wird die Welt DANN eine bessere, friedlichere, tolerantere sein? Wollen wir einfach mal hoffen?!

    Nein. Vielleicht lebt es sich dann wirklich leichter, wenn man sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlt. Aber dann werden sich Abwertung und Hass einfach auf andere Gruppen verstärken: Ausländer, Deutsche, Juden, Muslime, Christen, Politiker, Profisportler, Blondinen, Schwarze, Weiße, Gutmenschen, Schlechtmenschen, Millionäre, Hartz-IV-Empfänger, Autofahrer, Fahrradfahrer, Bayern-Fans …

    Dann hasse ich halt andere

    Denn am Bedarf, sich über andere stellen zu müssen durch das Abwerten anderer, wird sich bis dahin nichts verändert haben, wenn wir weiter auf die immer gleichen Appelle, Kampagnen und Erziehung von Erwachsenen setzen. Jene, die heute Frauen kleinhalten, weil das Ausüben von Macht für ihr Ego gut ist, interessiert es einen Scheiß, ob nun von Ärztinnen und Ärzten die Rede ist. Ein Narzisst (m/w/d), der seinen Partner (m/w/d) heute stalkt und einsperrt, wird das auch noch morgen machen, da kann noch so viel von Bürgerinnen und Bürgern gesprochen werden. Ullis Schwester sieht in ihrem Vater ganz eindeutig einen Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung, bei meinem Vater gab es zumindest ein paar Indizien.

    Und selbst wenn sich das Wort „die Menschin“ dank des Dudens durchsetzen sollte – ja, das Wort taucht wirklich online bei duden.de auf: Auch das wird nichts zum Positiven verändern. Wer daran glaubt, soll mir bitte ganz konkrete Beispiele nennen aus der Geschichte, wo Appelle an die Vernunft ein nachhaltiges Umdenken brachten.

    Zuhören!

    Wer etwas dafür tun will, dass Frauen nicht nur per Gesetz gleichrangig behandelt werden, der muss hinter die Gardinen schauen, ganz konkreten Geschichten wie die von Ullis oder meinem Vater zuhören und dadurch merken, wie Menschen ticken. Der muss sich ansehen, warum 26% der jungen Erwachsenen psychisch kaputt ihr Elternhaus verlassen. Und der wird dabei herausfinden, wie aus einem Kind ein Erwachsener wird, der andere kleinhalten will und hasst. Und der wird herausfinden, dass nicht Männer durch ihre Chromosomen das Übel sind, sondern dass Frauen genauso Gift sein können, wenn es um die Entwicklung eines gesunden Egos ihres Nachwuchses geht. Genau dort muss man ansetzen, wenn man will, dass sich Mann und Frau und Menschen allgemein auf Augenhöhe begegnen.

    Das Wort „Outing“ wäre nicht mehr nötig in einer Welt, in der es nur Menschen mit gesund gewachsenem Selbstbewusstsein gibt. Menschen mit gesundem Ego brauchen keine Zielgruppe zum Abwerten. Warum ist ein Outing z.B. im Fußball praktisch nicht vorhanden? Weil Spieler schnell ins Fadenkreuz jener geraten würden, die das Abwerten anderer brauchen zum eigenen Aufwerten. Würde es diesen Bedarf nicht geben, könnte jeder so leben, wie er es möchte.

    Göttin, bin ich toll!

    Ich habe mir vor dem Veröffentlichen dieses Textes eine Diskussion über das Thema in der Sendung studioM angetan – ich kann es nicht höflicher ausdrücken. Mir fiel immer nur „akademisches Geschwafel“ ein, Unendlichkeiten weit weg von dem, um dessen Wohl es allen angeblich geht: dem Menschen. Immer wieder geht es um diese ominöse Gesellschaft, die Frauen und andere diskriminiere, als wäre das ein großer Klumpen, der NICHT aus einzelnen Kindern in großen Körpern, besser bekannt als „Erwachsene“, besteht. Da werden Philosophen bemüht und große theoretische Bücher – dabei gäbe es Millionen Geschichten aus der Realität, wie aus Opfern Täter werden. Doch lieber ergötzt man sich im Aufsagen der modernen Buzzwörter wie „Diversität“ und „Vielfalt“ und „bunte Gesellschaft“.

    Was ich – neben vielen anderen Dingen – seltsam finde: Laut Studien gibt es unter Journalisten und Politikern mehr Narzissten als in der Durchschnittsbevölkerung und gerade diese beiden Gruppen gebrauchen das Gendern sehr stark – Politiker schon lange, Journalisten haben nachgezogen. Narzissten zeigen nach außen mit großem Charme, was für gute Menschen sie angeblich sind, während zu Hause Terror herrscht. Das Gendern ist eine sehr einfache Methode ohne wirklichen Energie-Einsatz, anderen zu zeigen: „Ich tue etwas für die Leidenden/Unterdrückten/Minderheiten!“ Nein, nicht alle Journalisten und Politiker sind Narzissten und nicht alle werden aus narzisstischen Gründen gendern. Bei der Suche nach Gründen sollte man diesen Gedankengang aber nicht ausklammern.

    Wenn schon, denn schon

    Aber wenn Journalisten neben Politikern gern eine diskriminierungsfreie Sprache und die Bedeutung eines Wortes nur noch 1:1 auslegen möchten – z.B. „Täter“ ist nur noch männlich, dann bitte konsequent:

    • „Es ist zum Haare raufen!“ und „Da wachsen einem graue Haare“ müssen tabu werden, denn es schließt Menschen aus, denen von Natur aus keine Haare wachsen oder denen krankheitsbedingt die Haare ausgefallen sind.
    • „Bist du blind?!“ muss tabu werden, denn es setzt Blindheit herab und damit blinde Menschen.
    • „Das machst du doch mit links!“ und „Dafür lege ich meine Hand ins Feuer“ müssen tabu werden, denn es schließt Menschen mit Arm- bzw. Hand-Amputation aus.
    • „Ich gehe mit dir durch dick und dünn“, „Komm schnell wieder auf die Beine“ und „Dafür reiße ich mir kein Bein aus“ werden aus dem Wortschatz gestrichen, denn die Redewendungen schließen Menschen aus, die sich nicht mit Füßen oder Prothesen laufend bewegen können oder Amputationen der unteren Extremitäten hinter sich haben.
    • „Dafür muss man einen Riecher haben“ und „Das ist Geschmackssache“ schließt Menschen mit Verlust von Sinnen aus.
    • „Es braucht einen Aufschrei gegen Intoleranz“ muss weg, denn es grenzt stumme Menschen aus.

    Jetzt geh doch mal raus aus dem Schatten!

    Menschen, die gendern, tun sich damit hervor, jene Menschen ins Licht rücken zu wollen, die bisher im Schatten standen. Das ist ja grundsätzlich eine gute Idee. Millionen Deutsche haben Diagnosen wie Angststörung, Realitätsverlust, die teils hinter der Impfskepsis und dem steckt, was man unter Aluhut-Denken versteht. Wo kommen diese Erkrankten vor? Wo werden diese Themen ins Licht gerückt? 28% der Deutschen werden wegen psychischer Erkrankungen behandelt, weit vor der Pandemie – und wie viel Platz nahm und nimmt das Thema in den Talkshows der Journalisten und den Betroffenheitsreden der Politiker ein? Wie viel Aufmerksamkeit wird den 18 Millionen zu teil, die sich mit Depressionen, Sucht usw. herumschlagen in einer Gesellschaft, die bei psychischen Erkrankungen beängstigend wenig Einblick hat? Aber diesen Menschen zuhören macht halt viel mehr Arbeit, als wenn ich hinter „Mensch“ noch ein „in“ setze und je nach Lust und Laune ein Sternchen dazwischenquetsche.

    Quellen

    NDR: „… alle Geschlechter sichtbar oder eben hörbar machen zu wollen und sich zu einer vielfältigen Gesellschaft zu bekennen.“: https://www.ndr.de/kultur/Gendern-Online-Duden-aendert-Personenbezeichnungen,duden132.html

    Diskussion in StudioM: https://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-studiom—spaltet-gendern-die-gesellschaft-100.html

    Beitragsbild zum Artikel "Gendern und Co - Teil 2: MeToo und Krankenhäuser sind Hurenhäuser"
    Weiter zu Teil 2: Gendern & Co: Von #MeToo und Krankenhäuser sind Hurenhäuser

    In 18 Stunden verstehst Du diese irre Welt.

    Wer Menschen verstehen will, muss ihnen zuhören, sie beobachten, hinter die Fassade schauen: Warum heiraten wir? Sind Frauen von Natur aus gute Mütter? Was erlebt man bei der Partnersuche? Wem verdanken Elon Musk und Kanye West ihre Erfolge? Was treibt andere Prominente an – und was ist dein eigener Antrieb? Fallen psychische Erkrankungen vom Himmel? Warum steht jemand 5 Stunden unter der Dusche? Wieso glaubt Käpt´n Crazy, die Chinesen würden kommen? Sind Krankenhäuser tatsächlich Hurenhäuser? Warum verheimlicht eine 50-Jährige, dass ihr Vater soff?

    Mit den Antworten auf diese Fragen wird unerklärliches Verhalten entzaubert. Kein Hashtag, kein Gendern und keine Kampagne wird diese Welt retten können. Erst wenn wir einsehen, wie wir ticken, kann sich etwas verändern. Komm mit auf eine Reise, die Dich verändern wird!

    Das Buch gibt es bei bod.de, bei Amazon, genauso bei allen anderen Onlinehändlern. Du kannst aber auch beim Buchhändler um die Ecke danach fragen. Die ISBN: 9783 7557 0721 9. (Da sich bisher kein Verlag interessiert hat, werden keine Exemplare zum Mitnehmen rumliegen, deshalb bitte vorerst direkt im Laden bestellen.)

    #MeineStimmeGegenIgnoranz

    #MeineStimmegegenIgnoranz – leise Version
    MeineStimmegegenIgnoranz – laute Version

    1,9 Millionen unserer erwachsen gewordenen Kinder verlassen offiziell psychisch kaputt ihr Elternhaus – und es ist uns egal. 28% der Erwachsenen insgesamt gelten als psychisch erkrankt – und es ist kein Thema. Die Gründe für diese Zahlen erklären aber, was mit dieser Welt nicht stimmt. Deshalb braucht das Thema psychische Gesundheit endlich maximale Aufmerksamkeit. Ich wäre Dir wirklich dankbar, wenn Du mit auf die Pauke hauen würdest, denn allein packe ich es nicht. Auch wenn du „nur“ Teil des Chors sein möchtest, dich in den hinteren Reihen verstecken möchtest oder dir die Kraft fehlt zum lauten Singen: absolut kein Problem. Hauptsache, du bist auf irgendeine Weise anwesend. Auch wenn du nur als Teil der Abonnentenzahl auftauchst, ist dem Thema geholfen.

    Noch viel mehr Lesestoff zum Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ findest Du hier:

    #metoo (1) 2020 (2) 2022 (2) 2024 (2) abschied (1) Aluthutträger (2) Aurelie Joie (10) Ballast (2) beziehung (1) bipolare störung (3) bipolare Sörung (2) Bundestagswahl 2021 (1) corona (3) Covidioten (2) Depression (4) freiheit (2) gefühle (10) gendern (4) Hass (3) hilflosigkeit (3) interview (1) Journalismus (5) kampagnen (1) Kindheit (5) Krankenhäuser sind Hurenhäuser (1) liebe (2) manie (3) meinestimmegegenignoranz (19) missbrauch (2) Mutterliebe (1) narzisst (5) Politiker (3) psychische Erkrankungen (11) selbstverletzung (2) selbstzweifel (2) Spaltung der Gesellschaft (1) Sucht (1) tot (3) trauer (2) Vater & Sohn (2) Vernunft (1) verrückt (22) verschwörungsmythen (3) verständnis (4) wird nicht besser (3)

    Die Familie – Erfahre mehr über uns.

    Du brauchst ein offenes Ohr?

    Jeder Mensch hat zwei Ohren. Nur was wir damit anfangen, ist recht unterschiedlich. Umso erleichternder ist es in Krisenzeiten, wenn du jemanden findest, der zuhören kann. In den letzten Jahren lernte ich, dass dies wohl meine Superkraft ist. Diese biete ich Dir hier an.

  • Über Tote sagt man nichts Schlechtes

    Über Tote sagt man nichts Schlechtes

    Über Tote sagt man nichts Schlechtes. So will es eine dieser ungeschriebenen Regeln. Wenn dir also nichts Positives einfällt, dann musst du schweigen. Doch jedes Leben erzählt eine Geschichte und so sehr Menschen herzerwärmenden Kitsch mögen, so sehr sollten wir aus den weniger schönen Geschichten lernen. Schweigen wir über diese Geschichten, dann können wir auch nichts lernen – wenn wir das überhaupt wollen.

    Zu den ungeschriebenen Regeln gehören auch eigentlich selbstverständliche Dinge: Bringe deinen Kindern Zuneigung entgegen, damit sie zu selbstbewussten Erwachsenen werden und den eigenen Kindern Zuneigung entgegenbringen können. Behandle den Partner an deiner Seite mit Respekt auf Augenhöhe, anstatt dass du dich ständig über den anderen erhebst und ihn niedermachst. Wenn du das nicht schaffst, dann trenne dich so früh wie möglich und zeuge mit ihm keine Kinder. Sei dir bewusst, dass auch DU nicht die Krone der Schöpfung bist, sondern genau wie alle anderen Fehler machst, Special Effects hast. Nimm Kritik nicht als Kriegserklärung wahr, welche dich zum sofortigen, blinden Gegenschlag ausholen lässt. Hör auf mit der Sauferei, wenn du merkst, dass du besoffen noch schlimmer drauf bist als nüchtern.

    Das alles sollte selbstverständlich sein – sollte es. Warum es das nicht ist, könnten wir aus den wenig schönen Geschichten lernen. Doch dazu müssten wir sie jederzeit erzählen dürfen und wir müssten ihnen zuhören.

    Eine Moral dieser Geschichten wäre: Wächst du als Kind ohne Zuneigung BEIDER Elternteile auf, entwickelst du dich zu einem Menschen, der für andere selten gut ist. Denn ohne diese Zuneigung kannst du kein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln und musst deinen Selbstwert über Umwege definieren. Also erhebst du dich über andere, ob über deine Frau oder deine Kinder, machst sie klein, damit du groß erscheinst.

    Eine zweite Moral wäre: Aus Opfern werden Täter. Du wächst in einer Zeit auf, in der du als Bastard bezeichnet wirst, wenn du „im Vorbeigehen“ gezeugt wurdest. Eigentlich bist du schon so gestraft, wenn du ohne Vater aufwächst – sofern er ein guter Vater gewesen wäre. Im Dorf spricht sich herum, dass du ein Bastard bist und in der 1. Klasse fängt das an, was man heute Mobbing nennt. Wie reagierst du? Entweder du ziehst dich zurück, wirst unsichtbar – oder du wehrst dich mit den Fäusten. Dein Fell wird dicker, bloß keine Schwäche zeigen. Deine eigenen Kinder werden dich niemals weinen sehen und niemals erleben, dass du eine Schwäche zugibst.

    Und so folgt die dritte Moral: Menschen ändern sich nicht. Die Gleise der Kindheit liegen fest einbetoniert und führen aus dem Kinderzimmer bis ins Grab. Das Mauerblümchen wird den narzisstischen Bad Boy nicht heilen. Der ein oder andere betrachtet auf dem Sterbebett sein Leben doch anders, wenn dazu noch die Gelegenheit bleibt. Er bereut Fehler, er gesteht, viel zu hart gegenüber jenen gewesen zu sein, die keine Härte verdient hätten. Diese Einsicht kommt selten und spät. Besser spät als nie? Nein, das Kind liegt längst im Brunnen und wieder bleibt nur die leise Hoffnung, dass Kinder, Enkel und Urenkel endlich die Moral der Geschichte verinnerlichen könnten und aus ihr lernen.

    Doch auch sie werden es nicht tun, denn sie haben ihre eigenen Pläne, bei denen die Vernunft in die hintere Reihe geschoben wird: „ICH werde es besser machen und nicht die gleichen Fehler anstellen! Schließlich bin ich erwachsen!“ Und damit beginnt die nächste, wenig schöne Geschichte.

    Was sagst du über einen Toten, wenn dir nichts Positives einfällt, du aber etwas sagen musst? Du kannst nicht sagen, dass er ein guter Vater war, wenn du kein einziges Lob von ihm im Ohr hast, sondern nur Kopfnüsse, wenn du etwas falsch gemacht hast. Du kannst nicht sagen, dass er ein liebevoller Opa war, wenn er seine Enkel nie gesehen hat.

    Du könntest davon erzählen, dass du Menschen begegnest bist, die deinen Vater als sehr angenehm erlebt haben, als nett und hochanständig. Diesen netten, hochanständigen Mann hast du in deiner Kindheit und Jugend selbst erlebt – gegenüber Menschen außerhalb der Familie. Inzwischen hast du auch aus anderen Geschichten gelernt: Das wahre Wesen eines Menschen bekommen oft nur jene zu sehen, die ganz dicht an ihm dran sind: Partner und Kinder. Umso schwerer ist es, den Außenstehenden zu erklären, dass der nette, hochanständige Mann ganz andere Seiten hatte. Und es würde dir den Magen umdrehen, wenn du in einer Trauerrede vom netten, hochanständigen Mann hören müsstest, weil man eben über Tote nichts Schlechtes sagt.

    Du könntest seine Hobbys erwähnen: Wie der einsame Wolf, zu dem er in seiner Kindheit geworden war, jedes Jahr im Spätsommer durch die Berge Österreichs streifte. Wie du staunend seine vielen Fotoalben durchblättert hast mit Bildern von schneebedeckten, gigantischen Bergen der Alpen und Dolomiten, von glasklaren Gebirgsseen, von weiten Tälern, vom blauen Himmel und vom Wintereinbruch im September, von der immer gleichen Tankstelle mit den aktuellen Spritpreisen an der Schweizer Grenze.

    Du könntest die Alben und Körbe voller einsortierter und loser Briefmarken erwähnen – wenn du nicht Sätze im Hinterkopf hättest wie: „Ich will meinen Kindern kein Geld hinterlassen, deshalb setze ich alles um.“ Erwähnst du lieber nur das Sammeln und spielst heile Welt, damit sich niemand in seiner Trauer gestört fühlt? Oder lässt du auch diesen Punkt besser komplett weg, damit die hinterbliebenen Familienangehörigen nicht mit den Augen rollen brauchen beim Weichspülen der Geschichte? Der Nachruf könnte sehr kurz ausfallen, wenn man dieses Prinzip konsequent durchzieht und auf allgemeingehaltene Sätze verzichten möchte. Kaum haben sich die Anwesenden gesetzt, geht es auch schon wieder hinaus zur letzten Ruhestätte. Das bricht mit einer weiteren dieser ungeschriebenen Regeln, so wie: Über Tote sagt man nichts Schlechtes.

    Der einsame Wolf ist gegangen und hat Spuren hinterlassen. Und Geschichten. Einige Menschen werden gute in Erinnerung behalten, andere weniger gute. Die Spuren werden nicht verblassen, weil die nächsten Generationen die gleichen Wege bestreiten, auch wenn sie dies nie wollten oder wollen. Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt, so soll Gandhi es gesagt haben. Wäre es anders, dann würde die Welt ein sehr friedlicher Platz sein und einsame Wölfe gäbe es nur auf vier Pfoten. Und niemand bräuchte sich Gedanken darüber machen, was man über einen Toten sagen darf.

    Dass einer deiner Söhne deine Hand hielt in deinen letzten Tagen, war nicht dein Verdienst. Die Hände deiner Kinder hast du nie gehalten, zumindest gibt es keine Erinnerungen daran. Diese Gabe hast du deiner einstigen Frau zu verdanken, die du alles andere als auf Händen getragen hast. Dass dein anderer Sohn nicht zu deiner Beisetzung kommen wird, würde dich nicht überraschen dürfen, DAS ist dein Verdienst – aber du warst eben auch nur ein weiteres Glied in der Kette, genau wie wir es sind. Ob wir es besser machen? Die Geschichte wird es zeigen. Deine ist nun zu Ende.

    Baba.

    30.04.1944 / 28.8.2021

    Noch viel mehr Lesestoff zum Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ findest Du hier:

    In 18 Stunden verstehst Du diese irre Welt.

    Wer Menschen verstehen will, muss ihnen zuhören, sie beobachten, hinter die Fassade schauen: Warum heiraten wir? Sind Frauen von Natur aus gute Mütter? Was erlebt man bei der Partnersuche? Wem verdanken Elon Musk und Kanye West ihre Erfolge? Was treibt andere Prominente an – und was ist dein eigener Antrieb? Fallen psychische Erkrankungen vom Himmel? Warum steht jemand 5 Stunden unter der Dusche? Wieso glaubt Käpt´n Crazy, die Chinesen würden kommen? Sind Krankenhäuser tatsächlich Hurenhäuser? Warum verheimlicht eine 50-Jährige, dass ihr Vater soff?

    Mit den Antworten auf diese Fragen wird unerklärliches Verhalten entzaubert. Kein Hashtag, kein Gendern und keine Kampagne wird diese Welt retten können. Erst wenn wir einsehen, wie wir ticken, kann sich etwas verändern. Komm mit auf eine Reise, die Dich verändern wird!

    Das Buch gibt es bei bod.de, bei Amazon, genauso bei allen anderen Onlinehändlern. Du kannst aber auch beim Buchhändler um die Ecke danach fragen. Die ISBN: 9783 7557 0721 9. (Da sich bisher kein Verlag interessiert hat, werden keine Exemplare zum Mitnehmen rumliegen, deshalb bitte vorerst direkt im Laden bestellen.)

    #MeineStimmeGegenIgnoranz

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    MeineStimmegegenIgnoranz – laute Version

    1,9 Millionen unserer erwachsen gewordenen Kinder verlassen offiziell psychisch kaputt ihr Elternhaus – und es ist uns egal. 28% der Erwachsenen insgesamt gelten als psychisch erkrankt – und es ist kein Thema. Die Gründe für diese Zahlen erklären aber, was mit dieser Welt nicht stimmt. Deshalb braucht das Thema psychische Gesundheit endlich maximale Aufmerksamkeit. Ich wäre Dir wirklich dankbar, wenn Du mit auf die Pauke hauen würdest, denn allein packe ich es nicht. Auch wenn du „nur“ Teil des Chors sein möchtest, dich in den hinteren Reihen verstecken möchtest oder dir die Kraft fehlt zum lauten Singen: absolut kein Problem. Hauptsache, du bist auf irgendeine Weise anwesend. Auch wenn du nur als Teil der Abonnentenzahl auftauchst, ist dem Thema geholfen.

    Du brauchst ein offenes Ohr?

    Jeder Mensch hat zwei Ohren. Nur was wir damit anfangen, ist recht unterschiedlich. Umso erleichternder ist es in Krisenzeiten, wenn du jemanden findest, der zuhören kann. In den letzten Jahren lernte ich, dass dies wohl meine Superkraft ist. Diese biete ich Dir hier an.

    Die Familie – Erfahre mehr über uns.

    #metoo (1) 2020 (2) 2022 (2) 2024 (2) abschied (1) Aluthutträger (2) Aurelie Joie (10) Ballast (2) beziehung (1) bipolare störung (3) bipolare Sörung (2) Bundestagswahl 2021 (1) corona (3) Covidioten (2) Depression (4) freiheit (2) gefühle (10) gendern (4) Hass (3) hilflosigkeit (3) interview (1) Journalismus (5) kampagnen (1) Kindheit (5) Krankenhäuser sind Hurenhäuser (1) liebe (2) manie (3) meinestimmegegenignoranz (19) missbrauch (2) Mutterliebe (1) narzisst (5) Politiker (3) psychische Erkrankungen (11) selbstverletzung (2) selbstzweifel (2) Spaltung der Gesellschaft (1) Sucht (1) tot (3) trauer (2) Vater & Sohn (2) Vernunft (1) verrückt (22) verschwörungsmythen (3) verständnis (4) wird nicht besser (3)

  • Was Parteien zum Thema Psychische Erkankungen im Bundestagswahlkampf 2021 sagen

    Was Parteien zum Thema Psychische Erkankungen im Bundestagswahlkampf 2021 sagen

    Ihr seid uns so was von egal

    26% unserer Kinder verlassen psychisch kaputt das Elternhaus. Wer hinter die Gardinen schaut, weiß, dass Väter und Mütter zu gleichen Anteilen schuld sind, denn nicht X- oder Y-Chromosom entscheiden, ob jemand Gift für sein Kind ist, sondern wie gesund er oder sie selbst aus seiner Kindheit herausgekommen ist. 28% aller Erwachsenen werden pro Jahr wegen einer psychischen Erkrankung behandelt. Wenn 26-28% eine populistische Partei wählen, stehen Medien und Politiker Kopf, es gibt kein anderes Thema mehr. 26% sind offenbar nicht wenig – doch beim Thema Psychische Erkrankungen scheint man diese Menge ignorieren zu können. Das Schweigen zieht sich durch all die letzten Jahre. Wie sieht es 2021 aus? Welchen Platz nimmt das Thema in den Wahlprogrammen der im Bundestag aktuell vertretenen Parteien ein?

    Ich habe die Programme durchsucht nach bestimmten Wörtern:

    • „psychisch“ bzw. „seelisch“, um zu sehen, ob sie in Verbindung mit „Erkrankung“ vorkommen oder auf eine andere Art auftauchen
    • „Depression“, „Sucht“, weil sie bei psychischen Erkrankungen einen Großteil ausmachen
    • „Störung“: Angststörungen stehen auf Platz 1 der Rangliste bei den psychischen Erkrankungen und betreffen laut Statistik 15% der Erwachsenen; aber auch Persönlichkeitsstörungen wie Narzissmus und die bipolare Störung sollten Thema sein, wenn man die angebliche Spaltung der Gesellschaft verstehen und diese überwinden will.

    CDU/CSU

    104 Seiten im PDF

    Treffer bei der Suche nach „psychisch“: 1 Mal

    „Mit einer weiteren Milliarde Euro helfen wir Kindern und Jugendlichen, die sozialen und psychischen Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen. Die Mittel investieren wir in frühe Bildung, Ferienfreizeiten, Familienerholung und zusätzliche Sozialarbeit.“

    Treffer bei der Suche nach „seelisch“: 0

    Treffer bei der Suche nach „Depression“: 0

    Treffer bei der Suche nach „Sucht“: 2 Mal in einem gesonderten Punkt

    „Keine Drogen legalisieren, Suchtprävention stärken: Eine Legalisierung illegaler Drogen lehnen wir ab. Zu groß sind die gesundheitlichen Folgen für den Einzelnen und die Auswirkungen auf Familie, Umfeld und Gesellschaft. Wer legalisiert, der stellt gerade nicht Gesundheits- und Jugendschutz in den Mittelpunkt der Drogenpolitik, entzieht sich seiner Verantwortung und lässt Betroffene sowie ihre Angehörigen mit den Problemen allein. Das ist nicht unser Weg.

    • Was wir brauchen, sind Aufklärung sowie frühe und massentauglichere Sanktionen, die der Tat auf dem Fuße folgen und unmittelbar zur Wahrnehmung von Beratungs- und Therapieangeboten veranlassen.
    • Bei legalen Suchtmitteln setzen wir auf verantwortungsvollen Umgang. Dafür braucht es mehr Aufklärung, bessere Hilfsangebote und einen starken Jugendschutz, um den Gefahren des Rauchens und des Alkoholmissbrauchs wirkungsvoll zu begegnen.“

    Suche nach „Störung“ (z.B. Angststörung, bipolare Störung, Persönlichkeitsstörung): 0

    Wo nähert sich das Programm der Quelle psychischer Erkrankungen an?

    Mit sexuellem Missbrauch fügen Täter Kindern unermessliches Leid zu. Kindesmissbrauch zerstört Kinderseelen. Für uns haben Kindeswohl und Kindesschutz daher oberste Priorität.
    Wir stehen dafür, dass sich kein Täter sicher fühlen darf, und stellen Opferschutz vor Täterschutz. Vieles haben wir hier bereits erreicht – wie zuletzt die Bestrafung von Kindesmissbrauch als Verbrechen mit einer Mindesthaftstrafe von einem Jahr. Doch damit ist für uns der Kampf noch nicht gewonnen.
    Sexuellen Kindesmissbrauch in aller Schärfe bekämpfen
    • Wir wollen den Einsatz der elektronischen Fußfessel bei Sexualstraftätern erweitern.
    • Wer sich an Kindern und Jugendlichen vergeht, darf nie wieder beruflich oder ehrenamtlich Umgang mit ihnen haben. Dazu ist ein lebenslanger Eintrag im erweiterten Führungszeugnis notwendig.
    • Wir haben durchgesetzt, dass Provider bei Kenntnis von Sexualstraftaten gegen Kinder die IP-Adressen an das Bundeskriminalamt melden müssen. Darüber hinaus müssen die Internetdienste verpflichtet werden, bei Kenntnis von sexuellem Missbrauch von Kindern auch Bestandsdaten wie etwa hinterlegte Telefonnummern, E-Mail-Adressen oder Kreditkartendaten an die Ermittler weiterzugeben. Schließlich sollen die Provider die Möglichkeit erhalten, anhand der digitalen Fingerabdrücke von Missbrauchsbildern diese in ihren Datenbanken aufzuspüren.
    • Einzelne Täter härter zu bestrafen, reicht nicht aus, wenn gleichzeitig eine Vielzahl weiterer Täter nicht ermittelt werden kann. Wir wollen deshalb erneut darauf hinwirken, auf europäischer Ebene eine grundrechtskonforme Regelung zur Speicherung und zum Abruf von Telefonnummern und IP-Adressen zu schaffen, die den Einsatz der sogenannten Vorratsdatenspeicherung als schärfster Waffe im Kampf gegen den Kindesmissbrauch ermöglicht.
    • Wir setzen uns für einen zügigen Fortschritt bei den E-Evidence-Regelungen auf europäischer Ebene ein, damit Ermittlungsbehörden europaweit leichter auf elektronische Beweismittel zugreifen können, wie etwa auf in einer Cloud gespeicherte E-Mails oder Dokumente.
    Kinder präventiv schützen
    Wir brauchen eine umfassende Gesetzeskonzeption, die den Schutz des Kindes in den Mittelpunkt stellt. Hinsehen und Helfen ist wichtig.
    • Um Kinder und Jugendliche besser vor sexuellem Missbrauch und Gewalt zu schützen, brauchen wir eine groß angelegte Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagne. Wir wollen, dass Kitas und Schulen zu zentralen Schutzorten vor sexueller Gewalt werden und verpflichtend sexualpädagogische Schutzkonzepte einführen.
    • Wir werden für kinderfreundliche Beschwerdeverfahren und geeignete Hilfsangebote auch für traumatisierte Kinder sorgen.
    • Regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen eröffnen eine Möglichkeit, sexuellen Missbrauch von Kindern aufzudecken. Im Falle eines begründeten Verdachts sollte die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Jugendhilfe verbessert werden.
    • Wir müssen auch in der digitalen Welt unsere Kinder besser schützen. Wir werden ihre Medienkompetenz fördern und Telemedienanbieter zu besseren Kindesschutzkonzepten verpflichten.
    • Es ist uns wichtig, dass Kinderschutz zum Pflichtfach für alle wird, die mit Kindern arbeiten: in der Erzieherausbildung, im Studium Soziale Arbeit, in der Pädagogik, in der Ausbildung für das Familiengericht, im Psychologiestudium und in der Ausbildung von Kinderärzten.
    • Kinder müssen so behutsam wie möglich behandelt werden, wenn sie als Opferzeuginnen und -zeugen auftreten. Wir wollen, dass die Rechtsansprüche der kindlichen Verfahrensbeteiligten, wie beispielsweise die audiovisuelle Zeugenvernehmung, beachtet und durchgesetzt werden.
    Gewalt gegen Frauen rigoros ahnden
    Wir stehen an der Seite der Mädchen und Frauen, die Opfer von Gewalt wurden, und all jenen, die davon bedroht sind. Ihrem Schutz müssen wir uns als gesamte Gesellschaft verpflichtet fühlen.
    • Wir brauchen mehr Transparenz über frauenfeindliche Straftaten. Deshalb wollen wir, dass diese eigens in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfasst werden. Daraus müssen Lagebilder erstellt und Handlungsansätze für die Polizei abgeleitet werden.
    • Den Opfern von sexualisierter oder häuslicher Gewalt soll flächendeckend angeboten werden, die Spuren vertraulich und gerichtsfest dokumentieren zu lassen, ohne dass ein Ermittlungsverfahren von Amts wegen eingeleitet werden muss.

    • Mein Senf dazu

      104 Seiten gewohnte Ahnungslosigkeit und Ignoranz. Das Thema Psychische Erkrankungen existiert praktisch nicht, nur im Bereich Sucht taucht es indirekt auf. Der Sucht wird zwar ein ganzer Absatz gewidmet, doch wieder geht es um Aufklärung – und um verantwortungsvollen Umgang. Jeder Raucher und jeder Alkoholiker weiß aber, dass er seinem Körper nichts Gutes tut. Die Aufklärungskampagne „Keine Macht den Drogen“ war ein Reinfall. Die Erkenntnis, dass jede Sucht ihre Wiege in einer problematischen Kindheit hat, hat sich bis 2021 nicht zur aktuell stärksten Parteiengruppe durchgesprochen.
      Und für diese gibt es nur Gewalt gegen Frauen und Kinder. Die Täter sind damit auch klar: Männer. Wieder werden Frauen pauschal unter Schutz gestellt. Dabei zeigt der Blick hinter die Gardinen, dass sie genauso Täter sein können wie Männer, auch an den eigenen Kindern. Wer Kindern wirklich helfen will, der muss eingestehen, dass nicht X- und Y-Chromosom entscheiden, wer Täter und wer Opfer ist. Für mich ist die Union weit davon entfernt, die Menschen und damit die Gesellschft zu verstehen.

    https://www.ein-guter-plan-fuer-deutschland.de/programm/Beschluss+Programm.pdf

    SPD

    66 Seiten im PDF

    Treffer bei der Suche nach „psychisch“: 0

    Treffer bei der Suche nach „seelisch“: 1 Mal

    „Das seelische Wohl aller Bürger*innen ist so wichtig wie die materielle Versorgung. Nicht erst die Corona Pandemie hat Einsamkeit als eine große gesellschaftliche Herausforderung deutlich sichtbar gemacht. Wir werden ihr auf den verschiedenen Ebenen entgegenwirken.“

    Treffer bei der Suche nach „Depression“: 0

    Treffer bei der Suche nach „Sucht“: Ein eigener Absatz zu Cannabis

    „Wie Alkohol ist auch Cannabis eine gesellschaftliche Realität, mit der wir einen adäquaten politischen Umgang finden müssen. Verbote und Kriminalisierung haben den Konsum nicht gesenkt, sie stehen einer effektiven Suchtprävention und Jugendschutz entgegen und binden enorme Ressourcen bei Justiz und Polizei. Eine regulierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene soll in Modellprojekten von Ländern und Kommunen erprobt werden können, begleitet durch Maßnahmen der Prävention, Beratung und Behandlung im Jugendbereich. Zudem werden wir bundeseinheitlich regeln, dass der Besitz kleiner Mengen von Cannabis strafrechtlich nicht mehr verfolgt wird.“

    Suche nach „Störung“ (z.B. Angststörung, bipolare Störung, Persönlichkeitsstörung): 0

    • Mein Senf dazu

      66 Seiten gewohnte Ignoranz. Das Thema Psychische Erkrankungen existiert für eine Partei, die einst Volkspartei war, sich sozial nennt und einen eigenen Kanzlerkandidaten aufgestellt hat, nicht – was für ein Trauerspiel. Eine Partei, die irgendwo um 15% herumdümpelt, übersieht mindestens 28% der Wählergruppe. Und jeder psychisch Erkrankte hat ein Umfeld – Partner, Kinder, Freunde, welche indirekt von der Erkrankung betroffen sind. Nicht einmal aus rechnerischem Kalkül geht man auf diese Millionen Menschen ein. Wie will eine solche Partei die angebliche Spaltung der Gesellschaft verstehen, geschweige denn sie angehen?

    https://parteitag.spd.de/fileadmin/pv/Dokumente/BPT2021_Mai/Antraege_und_Beschluesse/SPD-Zukunftsprogramm.pdf

    Grüne

    113 Seiten im PDF

    Treffer bei der Suche nach „psychisch“: 12 Mal

    „Kinder vor Gewalt schützen: Für viele Kinder und Jugendliche ist psychische, körperliche, sexualisierte Gewalt und Vernachlässigung leidvoller Alltag. Dagegen gehen wir hart vor – mit starker Prävention, konsequenter Aufarbeitung und Strafverfolgung sowie weiteren Maßnahmen zur Qualitätssicherung und zum Kinderschutz in familiengerichtlichen Verfahren. Das oberste Ziel ist es, Taten zu verhindern. Dafür braucht es Aufklärung, Qualifizierung, altersgerechte Präventionsprogramme und gelebte Schutzkonzepte sowie die Kooperation aller Akteur*innen überall dort, wo Kinder und Jugendliche sich
    aufhalten und betreut werden. Basiswissen über Kinderrechte, insbesondere Beteiligung, Sensibilisierung und Schutz bei Kindeswohlgefährdung und sexualisierter Gewalt, gehören in die Curricula für Jura, Medizin, Pädagogik und Polizei. Die Fortbildungspflicht für Familienrichter*innen und die Anforderungen an die Qualifikation von Verfahrensbeiständen sind klar gesetzlich zu regeln. Alle zivilgesellschaftlichen und politischen Ebenen und Kräfte müssen den
    Kampf gegen sexualisierte Gewalt an Kindern zu einem zentralen Thema machen. Organisationen, die Kinder betreuen, tragen dabei eine besondere Verantwortung. Die wichtige Arbeit des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs werden wir auf eine gesetzliche Grundlage stellen und damit dauerhaft absichern und dabei auch die Zuständigkeiten der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs adäquat verankern. Wir werden bundesweit spezialisierte Fachberatungsstellen systematisch ausbauen sowie telefonische und Online-Beratungsangebote finanziell absichern.“

    „Versorgung psychisch Erkrankter verbessern: Starke Prävention und angemessene Versorgung – für beides wollen wir die Weichen stellen, denn seelische Gesund-
    heit ist Fundament für Lebensqualität, soziale Teilhabe und körperliche Gesundheit und mehr als nur Abwesenheit psychischer Krankheiten. Es ist nicht zumutbar, dass viele Menschen in einer psychischen Krise monatelang auf therapeutische Hilfe warten müssen. Wer eine psychische Erkrankung hat, braucht schnelle und leicht zugängliche Hilfen, damit das Leid sich nicht verschlimmert. Stigmatisierungen, zum Beispiel am Arbeitsplatz, muss vorgebeugt werden. Flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung mit ambulanten und stationären Therapie- sowie Hilfs-
    und Beratungsangeboten, zum Beispiel auch für Suizidprävention oder bei Abhängigkeiten, ist zentral. Wir wollen ambulante Psychotherapieplätze durch mehr Kassenzulassungen von Psychotherapeut*innen schaffen. Es braucht eine gemeindenahe und personenzentrierte Versorgung und eine verbesserte, sektorübergreifende Zusammenarbeit. Dabei müssen auch die Besonderheiten der Versorgung von Kindern und Jugendlichen, von LSBTIQ*, geflüchteten und
    traumatisierten Menschen sowie von Frauen, die von Gewalt betroffen sind, berücksichtigt werden. Behandlungen unter Zwang müssen auf ein unumgängliches Mindestmaß reduziert werden. Dafür braucht es eine systematische Dokumentation und die konsequente Patient*innenorientierung des therapeutischen Angebots. Hilfsangebote zwischen ambulanter und stationärer Behandlung müssen flexibler werden und die verschiedenen Berufsgruppen im Team eine miteinander abgestimmte Behandlung übernehmen können. Bei der unzureichenden Reform der Psychotherapie-Ausbildung muss nachgebessert werden, unter anderem damit angehende Psychotherapeut*innen endlich unter guten Bedingungen ausgebildet werden.“

    „Arbeitsbedingungen in der Pflege und der Gesundheitsversorgung verbessern: … Aktuell müssen Beschäftigte in medizinischen Berufen zu oft über ihre
    Belastungsgrenzen hinaus arbeiten. Unterbesetzung, Überstunden, physische und psychische Überforderung sind Alltag, nicht nur in Pandemiezeiten.“

    „Corona-Rettungsschirm für Kinder und Jugendliche: … Wir wollen die Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt rücken. Sie brauchen jetzt eine helfende Hand, ein offenes Ohr und freie Räume, um den Weg in ihr normales Leben zurückzufinden. Dafür bauen wir Sport-, Erlebnis-, und Kulturangebote aus und stärken die Beratung und Einzelfallhilfe für Schüler*innen sowie die Vermittlung von Wissen zur psychischen Gesundheit und zu Krisen an Schulen. Mit Mentor*innen, Bildungslots*innen, Schulsozialarbeiter*innen und Psycholog*innen knüpfen wir ein sicheres Netz an breiter Unterstützung, um die psychische Gesundheit von unseren Kindern und Jugendlichen nachhaltig besser zu schützen. Jedes zusätzliche Angebot für die Krisenbewältigung soll die Qualität an KiTas, Horten und Ganztagsschulen langfristig voranbringen.“

    „Programm für Schulen in benachteiligten Regionen und Quartieren: … So werden auch die Partizipation der Schüler*innen und die Kooperation mit Eltern verbessert und Schulen werden zu Unterstützungsorten für die ganze Familie. Wir wollen die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen nachhaltig besser schützen. Schüler*innen sollen sich wohlfühlen können und sich in der Schule sicher fühlen. Nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch auf dem Pausenhof, in den Gängen und in den sanitären Räumlichkeiten.“

    „Für eine inklusive und barrierefreie Gesellschaft: … Wir wollen Barrierefreiheit schaffen, damit Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen, auch psychischen Erkrankungen, gleichberechtigt am öffentlichen Leben teilhaben und selbstbestimmt, gemeinsam mit nichtbehinderten Menschen leben, lernen und arbeiten können.“

    „Spitzensport braucht Breitensport: … Wir setzen uns für eine nationale Strategie gegen psychische, physische und sexualisierte Gewalt im Sport ein, bei der der Aufbau eines unabhängigen Zentrums für Safe Sport ein integraler Bestandteil ist.“

    „Mehr Freiraum bei der Arbeitszeit: Ob im Büro, in der Pflege oder auf Montage – für viele Menschen ist der körperliche oder psychische Druck durch Arbeit gewachsen. Gleichzeitig ist Zeit zu haben – für sich selbst oder die Familie – für viele Menschen ein immer größerer Wert.“

    Treffer bei der Suche nach „seelisch“: 1 Mal (siehe oben)

    Treffer bei der Suche nach „Depression“: 0

    Treffer bei der Suche nach „Sucht“: 3 Mal in einem gesonderten Punkt

    „Für eine verantwortungsvolle Drogen- und Suchtpolitik: Wir wollen einen Wechsel in der Drogenpolitik, der Gesundheits- und Jugendschutz sowie die Befähigung zum eigenverantwortlichen Umgang mit Risiken in den Mittelpunkt stellt. Grüne Drogenpolitik beruht auf den vier Säulen Prävention, Hilfe, Schadensminimierung und Regulierung. … Wir wollen Kommunen ermöglichen Modellprojekte durchzuführen und sie dabei unterstützen, zielgruppenspezifische und niedrigschwellige Angebote in der Drogen- und Suchthilfe auszubauen. Hierzu zählen etwa aufsuchende Sozialarbeit, Substanzanalysen (Drug Checking), Substitutions- und Diamorphinprogramme (auch in Haftanstalten) und Angebote für Wohnsitzlose sowie die bessere Vermittlung in ambulante und stationäre Therapie. Wir wollen Hindernisse für die Substitution durch Ärzt*innen und Ambulanzen abbauen. Wir stärken die Suchtprävention mit modernen Ansätzen und digitalen Medien unter Einbeziehung der Zielgruppe, auch für Alkohol, Medikamente und Tabak.“

    Suche nach „Störung“ (z.B. Angststörung, bipolare Störung, Persönlichkeitsstörung): 0

    • Mein Senf dazu

      113 Seiten – und die mit Abstand umfangreichste Beschäftigung mit dem Thema Psychische Erkrankungen. Für die Grünen sind es nicht nur ein paar wenige, sondern viele Kinder und Jugendliche, die in Gewalt und Vernachlässigung aufwachsen – siehe die 26%, die psychisch kaputt ihr Elternhaus verlassen. Es wird auch nicht Männern direkt oder unterschwellig die Hauptschuld gegeben, man formuliert es völlig neutral. Die Partei setzt nicht auf härtere Strafen, sondern auf Vorbeugung. Was bringt es Opfern, wenn die Täter VIELLEICHT hart bestraft werden? Den Schaden werden sie trotzdem lebenslänglich mit sich tragen. Mir fehlt noch, dass Mütter nicht länger pauschal von Jugendämtern und Gerichten als der bessere Elternteil angesehen werden darf. Narzisstische Frauen können genauso „unsichtbar“ ihre Kinder zerstören wie Männer.
      Den Grünen ist auch bewusst, dass es unzumutbar ist, wenn psychisch Erkrankte Monate auf professionelle Hilfe warten müssen und dass es hier einen großen Notstand gibt. Beim Thema Sucht gibt es nicht nur einen inhaltslosen Satz, sondern konkrete Pläne.

    https://cms.gruene.de/uploads/documents/Wahlprogramm_DIE_GRUENEN_Bundestagswahl_2021.pdf

    Linke

    148 Seiten im PDF

    Treffer bei der Suche nach „psychisch“: 8 Mal

    „Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Unternehmen, die Arbeit so zu gestalten, dass Gefährdungen der psychischen und physischen Gesundheit möglichst vermieden werden. Es scheitert allerdings oft an der Durchsetzung. Wir wollen einen Schutz gegen Dauerstress und Überlastung sicherstellen: … Wir brauchen eine Verordnung zum Schutz vor Gefährdungen durch psychische Belastungen bei der Arbeit (Anti-Stress-Verordnung). Betriebsräte müssen Unterstützung bekommen, um
    die bestehenden Regeln des Arbeitsschutzgesetzes zur Verhütung psychischer Belastungen sowie ganzheitliche Gefährdungsbeurteilungen und vor allem Abhilfemaßnahmen besser durchsetzen zu können.“

    „Die Anerkennung von Berufskrankheiten muss erleichtert werden. Das schließt psychische Erkrankungen ein.“

    „Wir wollen neue Perspektiven für Menschen, die derzeit keiner regulären Beschäftigung nachgehen können, auch aufgrund körperlicher oder psychischer Beeinträchtigungen.“

    „Psychisch kranke Menschen wollen wir vor dem Gesetz und in den Sozialversicherungen gleichstellen und ihnen Zugang zu unserem öffentlich geförderten Beschäftigungssektor ermöglichen.“

    Menschen, die nach Deutschland flüchten, sind mit vielen Herausforderungen konfrontiert. … Die Forderung nach physischer Distanz in Zeiten einer Pandemie stellt sich für Massenunterkünfte als besonders drastisch heraus. Die noch verstärkte Isolation fordert die psychische Gesundheit vieler Geflüchteter.“

    „Alle Gesetze und Verordnungen müssen überprüft werden, ob sie der UN-BRK entsprechen und bei Bedarf entsprechend geändert werden. Dabei soll auch die Stellung von Menschen mit schweren sog. geistigen und Mehrfachbehinderungen, psychischen Beeinträchtigungen und chronischen Erkrankungen verbessert werden.“

    Treffer bei der Suche nach „seelisch“: 0

    Treffer bei der Suche nach „Depression“: 0

    Treffer bei der Suche nach „Sucht“: 1 Mal

    „Wir wollen die Gefahren der Spielsucht verringern. Für gastronomische Einrichtungen wollen wir ein Automatenverbot.“

    Suche nach „Störung“ (z.B. Angststörung, bipolare Störung, Persönlichkeitsstörung): 0

    • Mein Senf dazu

      148 Seiten – und das Thema Psychische Erkrankungen scheint für die Linke weitgehend mit der Belastung am Arbeitsplatz verbunden zu sein. Abseits davon akzeptiert man einfach die Tatsache, dass es psychisch Erkrankte gibt, als wäre es nicht zu verhindern, den „Rest“ ignoriert man gekonnt. Die Spielsucht will die Linke bekämpfen, indem Spielautomaten entfernt werden. Klar, es gab auch keine Alkoholiker mehr, als es in Zeiten der Prohibition offiziell keinen Schnaps mehr gab. Und es gibt ja nicht Dutzende Handy-Spiele, in die man Tausende Euro versenken kann – pro Monat.
      Eine Partei, die vorgibt, sich vor allem für die Schwachen einzusetzen, hat offenbar wieder keinen Plan, wo die Wiege von Sucht und psychischen Erkrankungen steht. Aber kann man so viel mehr erwarten von Menschen, die nicht wissen, ob sie populistisch sein wollen oder sich der Realität stellen sollten?

    https://www.die-linke.de/wahlen/wahlprogramm-2021/

    (Besser durchsuchbar ist der Entwurf: https://www.die-linke.de/fileadmin/download/wahlen2021/BTWP21_Entwurf_Vorsitzende.pdf )

    FDP

    91 Seiten im PDF

    Treffer bei der Suche nach „psychisch“: 4 Mal in einem gesonderten Punkt

    „Psychische Gesundheit fördern – weniger Wartezeiten: Wir Freie Demokraten wollen die Wartezeiten auf einen Therapieplatz reduzieren, den Ausbau von Therapieplätzen fördern, Prävention und Aufklärung stärken sowie die Ausbildung der psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten weiterentwickeln. Die Anzahl der Kassensitze für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten wollen wir deutlich erhöhen. Ebenso wollen wir mehr Studienplätze für Psychologie und Psychotherapie schaffen. Schulpsychologische Beratungsangebote wollen wir ausbauen. Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter sollen an jeder Schule verfügbar sein. Schließlich fordern wir eine bundesweite Aufklärungskampagne zur
    Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen, denn die psychische Gesundheit ist eine wesentliche Voraussetzung für Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und soziale Teilhabe. Durch die Förderung von psychischer Gesundheit und Prävention wird die Gesellschaft sensibilisiert und Einzelnen kann schnell geholfen werden.“

    Treffer bei der Suche nach „seelisch“: „0

    Treffer bei der Suche nach „Depression“: 0

    Treffer bei der Suche nach „Sucht“: 2 Mal

    „Um mit Desinformation, Hatespeech, Cybermobbing, Datenschutz und Online-Sucht richtig und autonom umgehen zu können, müssen die digitalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler gefördert werden.“

    „Kontrollierte Freigabe von Cannabis: … Zu beachten bleibt jedoch, dass eine zu hoch angesetzte Steuer und damit ein entsprechend hoher Preis nicht zur effektiven Eindämmung des Schwarzmarktes führen wird. Das zusätzliche Geld soll für Prävention, Suchtbehandlung und Beratung eingesetzt werden. Das Verbot von Cannabis kriminalisiert unzählige Menschen, bindet immense Polizeiressourcen und erleichtert durch illegalen Kontakt zu Dealern den Einstieg zu härteren Drogen.“

    Suche nach „Störung“ (z.B. Angststörung, bipolare Störung, Persönlichkeitsstörung): 0

    • Mein Senf dazu

      91 Seiten – auf denen das Thema Psychische Erkrankungen seinen Platz gefunden hat. Darüber habe ich gestaunt, denn die FDP gehört für mich wegen ihrer Besessenheit beim Thema „Sicherung des Wohlstandes“ in eine Konfrontationstherapie, wo sie sich den Schäden stellen müsste, welche durch die bisherige Schaffung dieses Wohlstandes entstanden sind. Der Tunnelblick scheint Spielraum zu haben und hat den enormen Mangel in der Psychiatrie erkannt. Hätte nun noch dringestanden, dass Psychiatrische Kliniken nicht in die Hände von Investoren gehören, wäre ich bei meiner geringen Erwartungshaltung an die Wirtschaftspartei endgültig positiv überrascht gewesen. Digitale Kompetenzen der Schüler fördern, um z.B. mit Cybermobbing umgehen zu können – man hört es immer wieder, aber für mich ist das ein Placebosatz: „Klar, wir kümmern uns um das Thema! (Naja, irgendwie. Wirklich Ahnung haben wir aber keine.)“ Warum die Gesellschaft so kaputt ist, geht aus dem Programm nicht hervor, auch nicht die Wiege von Suchterkrankungen.

    https://www.fdp.de/sites/default/files/2021-06/FDP_Programm_Bundestagswahl2021_1.pdf

    AfD

    105 Seiten im PDF

    Treffer bei der Suche nach „psychisch“: 1 Mal

    „Wir setzen uns dafür ein, dass im Rahmen eines Corona-Untersuchungsausschusses die gesamte Corona-Politik der Bundesregierung … sowie die körperlichen, psychischen und psychosozialen Schäden durch die Maßnahmen, die Maskenpflicht ohne Gesundheitsprüfung und die per Notfallzulassung eingesetzten Impfstoffe genauestens untersucht werden.“

    Treffer bei der Suche nach „seelisch“: 1 Mal

    „Eltern, die ihre Kleinkinder selbst betreuen, erleben deren Entwicklung unmittelbar, vermitteln ihnen Herzensbildung und erhalten damit ihre körperliche und
    seelische Gesundheit, während gerade bei Kindern unter drei Jahren eine Fremdbetreuung mit Entwicklungsrisiken verbunden ist.“

    Treffer bei der Suche nach „Depression“: 2 Mal

    „Durch die überzogene Politik der Bundesregierung, der EU und der EZB in der Corona-Krise drohen gleichzeitig eine wirtschaftliche Depression und eine massive
    Teuerung, …“

    „Bereits nach wenigen Jahren wird das zu kaskadenartigen Zusammenbrüchen von sogar bis dahin noch gesunden Unternehmen führen und den Auftakt
    zu einer umfassenden Depression bilden.“

    Treffer bei der Suche nach „Sucht“: 1 Mal

    „Cannabis nur in der Medizin: Für medizinische Indikationen sollen unter ärztlicher Aufsicht Präparate mit dem Hauptwirkstoff zur Verfügung stehen. Wir befürworten den Ausbau der suchtpsychiatrischen Versorgung für eine dauerhafte Abstinenz von Drogen.“

    Suche nach „Störung“ (z.B. Angststörung, bipolare Störung, Persönlichkeitsstörung): 0

    Wo nähert sich das Programm der Quelle psychischer Erkrankungen an?

    Ein langer Teil des Programms widmet sich der Familienpolitik (Seite 104-105 im PDF), ich möchte nicht alles kopieren. Aufgefallen ist mir u.a. :

    „Über soziales Marketing soll für Familiengründungen und das Leitbild der 3-Kind-Familie geworben sowie über die damit verbundenen Angebote informiert werden. … Die Jugendpolitik muss auf eine Förderung der Familien ausgerichtet werden und das Ziel verfolgen, dass die Kinder in ihren Familien bleiben. … Die Gesellschaft muss in Familien, Schule und Medien den Respekt vor dem Leben und ein positives Bild von Ehe und Elternschaft vermitteln. Diesen Bedarf erkennt man daran, dass seit Jahren in Deutschland jährlich rund 100.000 ungeborene Kinder getötet werden, was der Zahl der Einwohner einer Großstadt entspricht. … Kinder sind die Hauptleidtragenden, wenn sich die Eltern trennen. Die daraus resultierenden Schäden müssen reduziert werden, indem die Problematik aus der Sicht der Kinder betrachtet wird. Dazu gehört auch die umfassende Unterstützung und Beratung getrennter Eltern. … Da die Mehrheit der Trennungskinder bei den Müttern
    aufwächst, ist ein besonderes Augenmerk auf die Einbeziehung der Väter in die Erziehung zu legen. Kinder brauchen Vater und Mutter, die jeweils unterschiedliche
    Aspekte für die Entwicklung einbringen. Kinder dürfen nicht als Druckmittel oder Instrument der Rache dienen, indem der Kontakt dem anderen Partner erschwert oder verwehrt wird.“

    • Mein Senf dazu

      105 Seiten Ignoranz. Das Thema Psychische Erkrankungen existiert für die AfD nicht. Überrascht hat es mich nicht. Gerade in einer populistischen Partei wird man in Führungsrollen noch mehr Menschen finden, die sich in der narzisstischen Persönlichkeitsstörung wiederfinden als in anderen Parteien: Populisten/Narzissten können unglaublich gut Menschen für ihre Zwecke einfangen. Sie können unglaublich gut manipulieren, um ihr Ziel zu erreichen. Sie halten sich für grandios wichtig und werten alle ab, die ihnen nicht von Nutzen sind. Sie sind von nichts so begeistert wie von sich selbst. Fehler machen sie keine, schuld sind immer die anderen. Bei Kritik schlagen sie um sich. Mit ihnen zu diskutieren ist wie der Versuch, ein Stück nasse Seife festhalten zu wollen.
      3 Kinder pro Familie soll das Ziel sein – Masse statt Klasse. Das ungeborene Leben soll geschützt werden – das geborene Leben ist egal. Immerhin scheint man in der AfD Frauen und Männer auf eine Stufe zu stellen, wenn es um die Wichtigkeit für Kinder geht. Von der Realität ist man allerdings so weit entfernt wie die Mehrheit der anderen Parteien. Aber beim Thema Klimawandel sieht man ja, wie weit Realitätsverlust in der Partei verbreitet ist – womit wir wieder bei psychischen Erkrankungen sind.

    https://www.afd.de/wahlprogramm/

    (Durchsuchbare Version: https://cdn.afd.tools/wp-content/uploads/sites/111/2021/06/20210601_AfD_Programm_2021_ONLINE.pdf )

    • Mein Gesamtfazit

      Klar vorn sind für mich die Grünen. Auch wenn der Zusammenhang „Kaputtgemachte Menschen sind gleich kaputte Gesellschaft“ im Programm nicht gesehen wird, setzt die Partei an der Wiege des Problems an: bei der Kindheit, die zu schützen ist.
      Überraschend für mich ist Platz 2 für die FDP, wenn auch mit deutlichem Abstand zu Platz 1.
      Ernüchtertend – wenn auch alles wie gewohnt ist – sind die Programme jener Parteien, dich sich als Volksparteien sehen. Die Probleme von Millionen Menschen werden ignoriert – aber Hauptsache, man gendert und gibt so vor, für ALLE da sein zu wollen.
      Die Linke reiht sich zwischen Union und SPD ein, für die AfD gibt es kein Problem bei psychischer Gesundheit.
      Ingesamt bleibt es bei Ignoranz und Ahnungslosigkeit unter Politikern – die ganz sicher nicht von Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen verschont werden. Gerade dort, wo man das in der Kindheit nie gesund entwickelte Ego über Macht, Einfluss, Geld und Aufmerksamkeit kaschieren kann, werden sich verstärkt Menschen mit Erkrankungen und Störungen finden. Vielleicht ist das der Grund für die Ignoranz.

    Quellen

    Statistik über psychische Erkrankungen: https://www.dgppn.de/_Resources/Persistent/f80fb3f112b4eda48f6c5f3c68d23632a03ba599/DGPPN_Dossier%20web.pdf Seite 10

    In 18 Stunden verstehst Du diese irre Welt.

    Wer Menschen verstehen will, muss ihnen zuhören, sie beobachten, hinter die Fassade schauen: Warum heiraten wir? Sind Frauen von Natur aus gute Mütter? Was erlebt man bei der Partnersuche? Wem verdanken Elon Musk und Kanye West ihre Erfolge? Was treibt andere Prominente an – und was ist dein eigener Antrieb? Fallen psychische Erkrankungen vom Himmel? Warum steht jemand 5 Stunden unter der Dusche? Wieso glaubt Käpt´n Crazy, die Chinesen würden kommen? Sind Krankenhäuser tatsächlich Hurenhäuser? Warum verheimlicht eine 50-Jährige, dass ihr Vater soff?

    Mit den Antworten auf diese Fragen wird unerklärliches Verhalten entzaubert. Kein Hashtag, kein Gendern und keine Kampagne wird diese Welt retten können. Erst wenn wir einsehen, wie wir ticken, kann sich etwas verändern. Komm mit auf eine Reise, die Dich verändern wird!

    Das Buch gibt es bei bod.de, bei Amazon, genauso bei allen anderen Onlinehändlern. Du kannst aber auch beim Buchhändler um die Ecke danach fragen. Die ISBN: 9783 7557 0721 9. (Da sich bisher kein Verlag interessiert hat, werden keine Exemplare zum Mitnehmen rumliegen, deshalb bitte vorerst direkt im Laden bestellen.)

    Noch viel mehr Lesestoff zum Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ findest Du hier:

    #MeineStimmeGegenIgnoranz

    #MeineStimmegegenIgnoranz – leise Version
    MeineStimmegegenIgnoranz – laute Version

    1,9 Millionen unserer erwachsen gewordenen Kinder verlassen offiziell psychisch kaputt ihr Elternhaus – und es ist uns egal. 28% der Erwachsenen insgesamt gelten als psychisch erkrankt – und es ist kein Thema. Die Gründe für diese Zahlen erklären aber, was mit dieser Welt nicht stimmt. Deshalb braucht das Thema psychische Gesundheit endlich maximale Aufmerksamkeit. Ich wäre Dir wirklich dankbar, wenn Du mit auf die Pauke hauen würdest, denn allein packe ich es nicht. Auch wenn du „nur“ Teil des Chors sein möchtest, dich in den hinteren Reihen verstecken möchtest oder dir die Kraft fehlt zum lauten Singen: absolut kein Problem. Hauptsache, du bist auf irgendeine Weise anwesend. Auch wenn du nur als Teil der Abonnentenzahl auftauchst, ist dem Thema geholfen.

    Du brauchst ein offenes Ohr?

    Jeder Mensch hat zwei Ohren. Nur was wir damit anfangen, ist recht unterschiedlich. Umso erleichternder ist es in Krisenzeiten, wenn du jemanden findest, der zuhören kann. In den letzten Jahren lernte ich, dass dies wohl meine Superkraft ist. Diese biete ich Dir hier an.

    Die Familie – Erfahre mehr über uns.

    #metoo (1) 2020 (2) 2022 (2) 2024 (2) abschied (1) Aluthutträger (2) Aurelie Joie (10) Ballast (2) beziehung (1) bipolare störung (3) bipolare Sörung (2) Bundestagswahl 2021 (1) corona (3) Covidioten (2) Depression (4) freiheit (2) gefühle (10) gendern (4) Hass (3) hilflosigkeit (3) interview (1) Journalismus (5) kampagnen (1) Kindheit (5) Krankenhäuser sind Hurenhäuser (1) liebe (2) manie (3) meinestimmegegenignoranz (19) missbrauch (2) Mutterliebe (1) narzisst (5) Politiker (3) psychische Erkrankungen (11) selbstverletzung (2) selbstzweifel (2) Spaltung der Gesellschaft (1) Sucht (1) tot (3) trauer (2) Vater & Sohn (2) Vernunft (1) verrückt (22) verschwörungsmythen (3) verständnis (4) wird nicht besser (3)

  • Verrückt – Das Interview

    Verrückt – Das Interview

    Frage: Warum ist diese Welt so verrückt?

    Sonnestrant: Selbstbewusstsein. Im Kurzfassen bin ich ansonsten verdammt schlecht, aber bei der Frage kann ich es so auf den Punkt bringen.

    Frage: Einfache Antworten auf komplexe Fragen liefern eigentlich nur Populisten?

    Sonnestrant: Selbstbewusstsein ist ja nur das Problem. An der Lösung des Problems können sich aber Generationen abarbeiten. „Sei doch einfach mal selbstbewusst“ funktioniert nicht, auch wenn wir offenbar im Glauben leben, sogenannte Erwachsene seien mit guten Worten umerziehbar.

    Frage: Sogenannte Erwachsene?!

    Sonnestrant: Ja. Es macht viel mehr Sinn, Menschen über 18 als Kinder in großen Körpern zu sehen. Wenn man hinter die Gardinen schaut, wird man früher oder später merken, dass es keinen Schalter gibt, dank dem man mit dem Erwachsenwerden charakterlich bei Null anfängt. Wir sind immer unterwegs auf den Gleisen, die in der Kindheit gelegt werden und es gibt da keine Weiche mit 16 oder 18 oder von mir aus 68, die uns auf ein neues Gleis leitet.

    Frage: Menschen entwickeln sich doch aber im Laufe ihres Lebens weiter?!

    Sonnestrant: Ja, wir absolvieren berufliche Weiterbildungen und entwickeln uns dadurch im Job weiter. Aber was unseren innersten Kern angeht, bleiben wir auf dem Stand, den wir in Kindheit und Jugend erreichen. Für die Behauptung, wir entwickeln uns weiter, fehlen mir die Beweise. Dafür habe ich über die Jahre Geschichten gesammelt, die die Theorie widerlegen. Und jeder, der halbwegs realistisch in seine eigene Geschichte schaut, wird es selbst merken. Wir sprechen viel zu viel über Menschen, die es so nicht gibt.

    Frage: Woran machen Sie das fest?

    Sonnestrant: Nehmen wir all die Kampagnen, die uns sagen, wie man sich als Mensch zu benehmen hat: Kampagnen gegen Rassismus, gegen Hass, gegen Rechts, gegen Gewalt, für Toleranz, für Gleichberechtigung, Vielfalt, gegen Klimawandel usw. Dazu das Gendern, das zeigen soll: „Es gibt auch Frauen!“ Männer wissen aber seit ein paar Tausend Jahren, dass es Frauen gibt. Und wir Menschen wissen eigentlich auch längst, dass man weder Frauen noch Männer schlägt, Kinder nicht misshandelt. Wir wissen, dass eine andere Pigmentierung der Haut keinen Einfluss darauf hat, ob jemand ein guter oder ein schlechter Mensch ist, sonst müsste es im Sommer viele böse Menschen geben. Und Wissenschaftler haben schon vor 40 Jahren vor dem Klimawandel gewarnt. Dennoch ist die Welt so im Arsch. Ob Bundespräsident oder Kanzlerin oder Kirche oder Sportler oder Künstler oder wer auch immer sich an den Kampagnen beteiligt oder in Weihnachts- und Neujahrsansprachen wohl geformte Worte von sich gibt: Irgendwann muss doch mal angesichts des Versagens der zahllosen Appelle an die Vernunft der Groschen fallen, dass das nicht funktioniert?! Rassismus, Hass, Extremismus, Gewalt kann man doch nicht mit Umerziehung von Menschen durch gute Worte oder schärfere Strafen in den Griff bekommen?! Da gibt es doch kein einziges erfolgreiches Beispiel aus der Realität?! So funktionieren wir nicht und gerade Politiker sollten es als Selbsterkenntnis am besten wissen. Ihnen wurde 40 Jahre lang von Wissenschaftlern ins Gewissen geredet, dass da ein Klimawandel kommt, wenn wir nichts ändern. Und selbst heute reden viele so, wie man es von Fluren psychiatrischer Kliniken kennt: „Alles gut.“ Also da sind Menschen in einer Klinik, in die man als so ziemlich letzte will, weil dort dem Klischee nach ja die Bekloppten sind und man will im eigenen Umfeld nicht sagen müssen: „Ja, ich war in der Psychiatrie.“ Man geht in diese Kliniken nur, wenn es echt nicht mehr anders geht und dennoch sagen nicht wenige dort, wenn man nach ihrem Befinden fragt: „Alles gut.“ Genauso klingen heute jene, die von Wohlstand sprechen, den es doch bei aller Klima-Not zu bewahren gilt. Aber wir kommen immer erst dann aus dem Arsch, wenn wir in selbigem sind. Würden solche Appelle funktionieren, hätten wir heute keine angeblich gespaltene Gesellschaft, sondern Harmonie pur.

    Frage: Wo liegen für Sie die Gründe für Rassismus, Gewalt und Hass?

    Sonnestrant: Gerade wir Deutschen lieben Krimis. Wir lieben es, den Täter herauszufinden, bevor es der Kommissar in Film oder Buch macht. Jeder Mensch ist ein Krimi: Warum tickt er so? Warum hasst er? Warum sperrt sie ihr Kind im Keller ein? Warum missbraucht ein Lehrer seine Tochter ab dem 2. Lebensjahr? Warum haut die Mutter mit drauf, statt ihr Kind zu schützen? Warum kann er oder sie keinen Monat Single sein? Warum hat Ex-Handballer Stefan Kretzschmar wie viele andere so viele Tattoos? Warum sticht da einer die Reifen am Krankenwagen kaputt? Warum rastet einer gegen dem Schiedsrichter aus bei einem Spiel der D-Jugend? Wie wird man zum Troll? Wie konnte Hitler sich radikalisieren ohne Internet? Und warum stehe ich mir selbst allzu oft im Wege?
    Des Rätsels Lösung ist immer die Gleiche: Es gibt eine Schieflage beim Selbstbewusstsein, welches in der Kindheit nie gesund entwickelt wurde durch die Eltern.

    Frage: So einfach?

    Sonnestrant: Ich bin für andere Erklärungen absolut offen. Für mich ist es die Erkenntnis aus den rund 80 Geschichten realer Menschen, denen ich in den letzten Jahren zugehört habe. Keiner unserer Special Effects kommt aus dem Nichts, jeder ist der Donner nach dem Einschlag – und der findet in der Kindheit statt. Vernachlässigung, Gewalt, Missbrauch, aber auch der goldene Käfig setzen Kinder auf Gleise, von denen wir nicht oder nur sehr schwer mit externer Hilfe runterkommen. DORT muss man aktiv werden, wenn man etwas gegen Hass unternehmen will. Dort ist auch der Startpunkt für den Weg in Drogen. Die Kampagne „Keine Macht den Drogen“ war wieder vor allem ein Appell an die Vernunft – und damit konnte sie niemals funktionieren. Jeder Süchtige weiß doch, dass er seinem Körper keinen wirklichen Gefallen tut mit dem Zeug, was er nimmt. Aber die Wiege von Sucht steht im gleichen Raum wie die Wiege von Hass, Gewalt, Rassismus: im Kinderzimmer. Und die Eltern müssen keine Rassisten sein, damit das Kind Rassist wird. In einem gemeinsamen Kinderzimmer können ein späterer Antifa und eine AfD-Anhängerin aufwachsen, die sich später nur beim Thema Marihuana einig sind. Beide verbindet: Den Eltern war scheißegal, wo sich ihre Kinder tagsüber rumtrieben. Wenn du deinen Eltern so egal bist, dann kannst du nicht viel wert sein – und so wird nie gesundes Selbstbewusstsein entwickelt. Also brauchst du eine große, starke Gruppe, um dich stark fühlen zu können. Oder du brauchst immer Zuspruch eines Partners, kannst keinen Monat Single sein. Oder du trollst, verbreitest Hass, rufst zur Gewalt auf, wirst Influencer.

    Frage: Was müsste man demnach machen, statt Appelle an die Vernunft zu verbreiten?

    Sonnestrant: Als Allererstes: Zuhören. Nicht glauben, man wüsste schon alles. „Das Internet ist schuld, dass sich Hass so ausbreiten kann!“ Aber Hitler brauchte kein Internet, um die halbe Welt in Schutt und Asche zu legen. Er fand genug Mitstreiter ohne Facebook und Telegram. Was bringen uns all die Gedenkfeiern, bei denen wieder nur Appelle abgegeben werden: „Nie wieder Krieg“? Nichts, wenn wir nicht der ganzen Geschichte zuhören. Appelle werden keine neuen Opfer verhindern. Wer keine Täter will, muss dafür sorgen, dass es keine neuen Opfer gibt. Denn aus Opfern werden immer wieder Täter. Wenn man einen neuen Hitler verhindern will, muss man sich mit seiner Kindheit auseinandersetzen und mit der Kindheit von anderen Diktatoren, von Serienmördern, Amokläufern, von Autokraten. Das mag schwerfallen, denn am Ende kann in einem Mitleid hochkommen für die einstigen Kinder. Und so sehr wir uns gegen Schwarz-Weiß-Denken wehren in unserer ach so offenen Gesellschaft – bei einem wie Hitler kommt es uns verdammt schwer über die Lippen, Grautöne zuzugeben. Aber mit der Haltung werden wir nie weiterkommen und Hitler 2.0 verhindern.
    Wir können aber einfach auch den Geschichten der 1,9 Millionen Kinder zuhören, die psychisch kaputt das Elternhaus verlassen, wieder nach dem Warum fragen und nicht schon die Antwort parat haben: „Instagram ist schuld!“ Keiner geht kaputt, nur weil jemand größere Möpse in die Kamera halten kann. Wenn ich ein gesundes Ego habe, dann geht mir das am zu kleinen oder zu großen Hintern vorbei. Aber solange wir die Geschichten von mindestens 25% unserer Kinder ignorieren, werden wir weiter Gandhi folgen: Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.

    Frage: Der erste Schritt wäre Zuhören – und der zweite?

    Sonnestrant: Miteinander reden. Experten versammeln, um herauszufinden, wie man Kindern ermöglichen kann, in einem psychisch gesunden Elternhaus aufzuwachsen ohne Dauerüberwachung sämtlicher Räume per Video, so dass sie selbst zu psychisch gesunden Menschen werden können. Bei Jugendämtern dafür sorgen, dass die Mitarbeiter geschult sind, wie sehr sich Persönlichkeitsstörungen und psychische Erkrankungen der Eltern auf Kinder auswirken. Und das Bild von der selbstverständlichen Mutterliebe muss der Realität weichen. Wenn man hinter die Gardinen schaut, sieht man, dass zwei X-Chromosomen Menschen nicht zum besseren Geschlecht machen. Wenn Frauen durch das falsche Klischee einen Bonus z.B. beim Jugendamt bekommen, ist den Kindern überhaupt nicht geholfen. Männer, die Frauen kleinhalten wollen, wurden entweder von ihrem Vater oder ihrer Mutter, also einer Frau, mit ungesundem Selbstbewusstsein ins Erwachsenenleben entlassen. Oder von beiden. Andere Lösung: Wir verbieten das Kinderkriegen.

    Frage: Das wäre schwer durchsetzbar, oder?

    Sonnestrant: Das Interview muss ja irgendwie Wellen schlagen. Aber ich habe in den letzten Jahren praktisch nur Geschichten gehört, bei denen die Eltern versagt hatten. Und diese Eltern haben auch immer ihre Geschichte, warum sie nicht gut für ihre Kinder waren und auch diese Geschichten haben ihr erstes und entscheidendes Kapitel in der Kindheit. Mein Vater war ein Arsch, aber inzwischen kenne ich seine Geschichte. Der Mann seiner Mutter starb im Krieg, mein Vater wurde von einem durchreisenden Soldaten gezeugt, den er nie kennengelernt hat. Er hatte keine positive männliche Bezugsperson, keinen Vater. Ist also Hitler schuld? Oder Hitlers Vater, der das Lebens seines Kindes tyrannisch bestimmte? Oder dessen Vater? Oder die Mutter? Ich verzeihe meinem Vater nicht, weil ich nicht in dieser Kategorie denke. Ich verstehe einfach die Dominokette, die unterbrochen werden muss. Wie das gemacht werden kann, darüber muss gesprochen werden.

    Frage: Was macht Sie optimistisch, dass das passieren wird?

    Sonnestrant: Nichts. Nicht mal in der Amtszeit von Donald Trump haben wir es hinbekommen, über die narzisstische Persönlichkeitsstörung zu sprechen. Stattdessen erfanden Journalisten „Trumpismus“, als hätte es für sein Handeln und Auftreten eine eigene Kategorie gebraucht. Lieber beschäftigt man sich mit Gendern, verändert Wortbedeutungen. Jetzt ist der Täter eben nur noch männlich. Aber hey, man kann sich wieder so unglaublich gut auf die eigene Schulter klopfen, das Ego wird dank des Glaubens gestreichelt, etwas Gutes zu tun. Und in 10 Jahren jammert man dann noch mehr über das Gift, was sich durch die Gesellschaft zieht. Weil wir eben den Geschichten nicht zuhören. Wir ignorieren Persönlichkeitsstörungen und psychische Erkrankung, wollen die Zusammenhänge nicht sehen. Der Mörder von Hanau war eben ein Rechtsextremist und nur nebenbei psychisch erkrankt. Das eine hatte nichts mit dem anderen zu tun, wenn man Politikern und Journalisten zuhört. Aber in beiden Berufsständen gibt es eben laut Studien selbst eine erhöhte Quote von Menschen mit Persönlichkeitsstörung in Form von Narzissmus. Man könnte also in den eigenen Reihen damit anfangen, aus Menschen schlau zu werden.

    Frage: Appellieren Sie nicht selbst an die Vernunft?

    Sonnestrant: Letztlich ja. Und deswegen bin ich nicht optimistisch. In Zukunft werden wir lieber Weihnachtsmärkte mit Boden-Luft-Raketensystemen vor fliegenden Autos schützen, Bahnsteige zumauern, Messer verbieten. Vielleicht kommen wir ins Grübeln, wenn eines Tages jede Woche ein Amokläufer Menschen niedermäht. Oder es muss täglich passieren, damit der Granit aus den Schädeln weicht und Platz macht für Realismus. Beim Klimawandel klammern wir uns ja auch weiterhin an den Wohlstand als Argument, dass wir jetzt nicht alles umkrempeln können. Die Frage ist für mich: Welcher Wohlstand? Stellen Sie sich eine Firma vor, die super Gewinne macht, immer größer wird, der Welt viel Gutes bringt. Aber dann besucht man die Firma, darf das riesige Gelände dahinter anschauen: alles abgeholzt, große Seen verdreckt, nach Tieren muss man sehr genau Ausschau halten, das Klima ist ungesund. Es wird klar, dass dieses Gelände nur mit gigantischen Summen saniert werden kann und es würde Jahrzehnte dauern. Hat die Firma nun Wohlstand geschaffen?

    Frage: Klingt alles sehr düster. Können Sie am Ende des Interviews nicht doch etwas Positives sagen?

    Sonnestrant: Protonen. Das sind positiv geladene Teilchen. Mir ist klar, dass Menschen es schwer ertragen können, wenn sie am Ende des Films oder des Buches kein Happy End geliefert bekommen. Aber ich habe in den letzten Jahren so viel Elend gehört, habe Angst gehabt um eine Frau um die 20 genauso wie um eine Freundin Mitte 40, dass ich irgendwann nichts mehr von ihnen hören werde, weil sie ihre Suizidgedanken umgesetzt haben. Ich habe am Grab meines Mitschülers Uli gestanden, der zeitlebens unter seinem narzisstischen Vater, einem Chirurgen, gelitten und sich erhängt hat. Ich stehe mit Ulis Schwester in Kontakt, die seit dem Suizid ihres Bruders heftig in den Seilen hängt. Ich erlebe, wie eine Verwandte mit einem Mann Kinder bekommen will, der seine Ex und auch die Verwandte massiv gestalkt hat und ich bin mir absolut sicher, dass dieses Kind mit 20 in der Psychiatrie landen wird. Und so weiter. Ich hätte überhaupt nichts gegen Happy Ends einzuwenden, aber mit Verdrängung durch Kitsch in Buchform oder als Schlager werden wir das allgegenwärtige Elend einfach nur wie bisher ignorieren. Unsere Kinder sollten es uns aber wert sein, endlich zuzuhören.

    Noch viel mehr Lesestoff zum Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ findest Du hier:

    In 18 Stunden verstehst Du diese irre Welt.

    Wer Menschen verstehen will, muss ihnen zuhören, sie beobachten, hinter die Fassade schauen: Warum heiraten wir? Sind Frauen von Natur aus gute Mütter? Was erlebt man bei der Partnersuche? Wem verdanken Elon Musk und Kanye West ihre Erfolge? Was treibt andere Prominente an – und was ist dein eigener Antrieb? Fallen psychische Erkrankungen vom Himmel? Warum steht jemand 5 Stunden unter der Dusche? Wieso glaubt Käpt´n Crazy, die Chinesen würden kommen? Sind Krankenhäuser tatsächlich Hurenhäuser? Warum verheimlicht eine 50-Jährige, dass ihr Vater soff?

    Mit den Antworten auf diese Fragen wird unerklärliches Verhalten entzaubert. Kein Hashtag, kein Gendern und keine Kampagne wird diese Welt retten können. Erst wenn wir einsehen, wie wir ticken, kann sich etwas verändern. Komm mit auf eine Reise, die Dich verändern wird!

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    #MeineStimmeGegenIgnoranz

    #MeineStimmegegenIgnoranz – leise Version
    MeineStimmegegenIgnoranz – laute Version

    1,9 Millionen unserer erwachsen gewordenen Kinder verlassen offiziell psychisch kaputt ihr Elternhaus – und es ist uns egal. 28% der Erwachsenen insgesamt gelten als psychisch erkrankt – und es ist kein Thema. Die Gründe für diese Zahlen erklären aber, was mit dieser Welt nicht stimmt. Deshalb braucht das Thema psychische Gesundheit endlich maximale Aufmerksamkeit. Ich wäre Dir wirklich dankbar, wenn Du mit auf die Pauke hauen würdest, denn allein packe ich es nicht. Auch wenn du „nur“ Teil des Chors sein möchtest, dich in den hinteren Reihen verstecken möchtest oder dir die Kraft fehlt zum lauten Singen: absolut kein Problem. Hauptsache, du bist auf irgendeine Weise anwesend. Auch wenn du nur als Teil der Abonnentenzahl auftauchst, ist dem Thema geholfen.

    Du brauchst ein offenes Ohr?

    Jeder Mensch hat zwei Ohren. Nur was wir damit anfangen, ist recht unterschiedlich. Umso erleichternder ist es in Krisenzeiten, wenn du jemanden findest, der zuhören kann. In den letzten Jahren lernte ich, dass dies wohl meine Superkraft ist. Diese biete ich Dir hier an.

    Die Familie – Erfahre mehr über uns.

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  • #verrückt: Von Opfern und Tätern

    #verrückt: Von Opfern und Tätern

    Das Opfer

    Mit 6 Jahren wäre Jochen fast ertrunken – man zog ihn leblos aus dem Wasser. Beim nächsten Ausflug an den See zerrte ihn sein Vater mit Gewalt ins Wasser, damit sein Sohn die Angst überwindet. Heute mit 50 hat Jochen eine Angststörung. Der Vater sagte zeitlebens, wo es in der Familie langzugehen hat und duldete keinerlei Widerspruch. Erst wenige Wochen vor seinem Tod mit über 90 erzählte er einer Bekannten von Jochen, er habe zu viele Fehler gemacht, auch in der Erziehung seines Sohnes. Zu oft sei er herrisch gewesen, zu hart, zu lieblos, nie Widerspruch duldend, nie habe er das wichtigste im Leben vermittelt: Liebe.

    Der Täter

    Hanna hat am Abend Tabletten neben sich liegen, die Suizidgedanken sind heftiger denn je zurück. Sie schreibt Karsten, den sie ein Jahr zuvor in einer Klinik kennengelernt hatte und um dessen Vater sie sich zeitweise kümmert: „Würdest du dir heute Zeit nehmen, um einfach nur bei mir zu sein? Mir gehts so schlecht, ich hab Angst, dass ich mich im Kurzschluss aus der Welt schaffen könnte.“
    Karsten antwortet: „Hanna, das machst du nicht! Ich bin seit dem Morgen auf den Beinen, habe mich gerade geduscht und gehe jetzt erstmal in die Kneipe. Mitkommen wirst du nicht wollen, ich könnte aber nachts vorbeikommen. Ich muss mich jetzt erholen, hab mir heute den Fuß verletzt, Muskeln und Gelenke tun weh und Angst ist auch da. Also, ich bin für dich da heute Nacht, wenn du willst.“
    Als sie ihm ein Jahr später vorwirft, sie an diesem Abend im Stich gelassen zu haben, ist er zutiefst verletzt: Er habe doch an ihrem Bett gesessen!!!

    Das Opfer

    Saskias Kindheit ist hart, immer wieder wird sie von ihrem Vater geschlagen. Und selbst mit 20 ist sie vor seiner Gewalt nicht sicher.

    Der Täter

    Max ist inzwischen drei Jahre mit Anika zusammen, als er erfährt, was sich in dieser Zeit alles hinter seinem Rücken abgespielt hatte: Seine Freundin ging immer wieder fremd, mit mehreren Männern, auch einem guten Freund von Max.

    Das Opfer

    Fritz wuchs angeblich bei einem autoritär erziehenden Vater und einer ihren Sohn verwöhnenden Mutter auf. Als Kind soll er über längere Zeit von seinem älteren Bruder missbraucht worden sein.

    Der Täter

    Josef brachte 24 Menschen um, Jungen und junge Männer, die er zuvor missbraucht hatte.

    Das Opfer

    Katrins Start ins Leben war brutal: Ihr Vater verprügelte regelmäßig ihre Mutter, auch als diese mit 23 schwanger war. Als einige Zeit nach der Geburt auch das Baby, also Katrin, Ziel der Ausraster ihres Vaters wurde, zog Mutter Jana die Reißleine und trennte sich. In der Pubertät verliefen die Phasen noch extremer als bei anderen. Der Realschulabschluss ging schief, den Hauptschulabschluss schaffte sie mit zwei Jahren Verzögerung. Die Lehre schloss sie ab, doch einen richtigen Fuß in ein normales Berufsleben bekam sie nicht.

    Der Täter

    Lara ist über 20, hat ein Kind, doch um dieses kümmert sich vor allem Laras Mutter. Die Zeit, in der Lara das Kind bei ihrer Mum parkt, nutzt sie zu allem Möglichen, aber nicht zum Aufräumen ihrer Wohnung. An den Wochenenden lässt sie ihren Sohn beim Vater des Kindes – der Lara oft schlug – und taucht ab ins Nachtleben. Drogenerfahrung hat sie reichlich. Der Junge hinkt der Entwicklung weit hinterher. Und Lara erwartet ihr zweites Kind.

    Opfer und Täter

    Die Rollen sind in diesen Beispielen klar verteilt: Die einen – Jochen, Saskia, Fritz und Katrin – willst du in die Arme nehmen und rückwirkend beschützen. Den anderen – Karsten, Anika, Josef und Lara – willst du den Arsch aufreißen.

    Problem: Karsten, der Hanna in höchster Not einfach sitzen ließ, ist in Wirklichkeit ebenfalls Jochen, der als Kind fast ertrunken wäre. Anika, die ihren Freund immer wieder betrogen hat, heißt in Wirklichkeit Saskia und ist jene Frau, die von ihrem Vater geschlagen wurde. Josef, der 24 Jungen und Männer missbraucht und getötet hatte, ist in Wirklichkeit Fritz Haarmann, der von seinem Bruder missbraucht worden sein soll und einer der berüchtigsten Massenmörder der deutschen Geschichte wurde. Lara, die heute ihr Kind vernachlässigt, heißt in Wirklichkeit Katrin und ist jene Frau, die schon als Baby Gewalt erfuhr.

    Als Kinder waren sie Opfer, als Erwachsene sind sie Täter. Schwarz-weiß funktioniert also nicht. Aus Opfern werden immer wieder Täter und deshalb gilt:

    Wer keine Täter will, muss dafür sorgen, dass es keine neuen Opfer gibt.

    Ja, man kann den Tätern ins Gewissen reden: „Mensch, du weißt doch aus eigener Erfahrung, wie es sich für ein Opfer anfühlt und jetzt machst du den gleichen Scheiß?!“ Ja, man kann an die Vernunft appellieren, immer und immer wieder.

    Oder wir stellen uns endlich der Realität, hören den Tätern zu, lernen aus ihren Geschichten und akzeptieren, dass der Mensch selten etwas mit Vernunft zu tun hat. Es geht nicht darum, Mitleid mit den Tätern zu haben und die Opfer in den Hintergrund zu drängen. Das würde auch nicht funktionieren, denn Opfer und Täter sind so gut wie immer ein und die selbe Person, nur dass Jahre bis Jahrzehnte zwischen Opfer sein und Täter sein liegen.

    Krieg im Kinderzimmer

    Ja, nicht aus jedem Jungen, der unter einem despotischen und den Lebensweg vorgebenden Vater aufwächst, wird ein Diktator mit Bärtchen über der Lippe, der die halbe Welt in Schutt und Asche legt. Auch mein einstiger Mitschüler Ulrich hatte einen solchen Vater. Ulrichs Schwester schrieb nach dem Suizid ihres Bruders: „Ulrich, du bist jetzt frei. Keiner mehr, der dir sagt, was du tun und lassen sollst, was richtig ist und was falsch, keiner mehr, der dir Entscheidungen aufdiktiert. Diese, deine letzte Entscheidung hast du das einzige Mal in deinem Leben ganz allein getroffen.“

    Für die Geschwister waren Kindheit und Jugend Psychoterror, Krieg im Elternhaus. Sie brauchten keinen Diktator, um zu leiden und lebenslänglich gezeichnet zu sein. Ihren Vater sieht sie ganz klar als Narzissten und auch er wird nicht einfach so diese Persönlichkeitsstörung entwickelt haben. Auch dieser Täter war mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einst Opfer.

    Ulrichs Schwester sagt heute: „Und ja, auch ich habe erfahren und musste mir eingestehen, vom Opfer zum Täter in meiner eigenen Familie geworden zu sein.“

    Aus den Geschichten lernen

    Nur wenn wir den Geschichten der Täter zuhören, werden wir begreifen, dass der Schutz von Kindern die einzige Strategie ist, um Gewalt, Missbrauch, Mobbing, Rassismus und Hass zurückdrängen zu können. Die Wiege von all dem, was wir mit Gesetzen und Appellen und Kampagnen in den Griff bekommen wollen, steht im Kinderzimmer. DAS ist die Moral der Geschichten der Täter. Und wer nun abwinkt, sollte sich eine Frage stellen: „An welcher Stelle bin ICH zum Täter geworden?“


    Dieser Artikel ist ein klitzekleiner Einblick in mein Buch:

    In 18 Stunden verstehst Du diese irre Welt.

    Wer Menschen verstehen will, muss ihnen zuhören, sie beobachten, hinter die Fassade schauen: Warum heiraten wir? Sind Frauen von Natur aus gute Mütter? Was erlebt man bei der Partnersuche? Wem verdanken Elon Musk und Kanye West ihre Erfolge? Was treibt andere Prominente an – und was ist dein eigener Antrieb? Fallen psychische Erkrankungen vom Himmel? Warum steht jemand 5 Stunden unter der Dusche? Wieso glaubt Käpt´n Crazy, die Chinesen würden kommen? Sind Krankenhäuser tatsächlich Hurenhäuser? Warum verheimlicht eine 50-Jährige, dass ihr Vater soff?

    Mit den Antworten auf diese Fragen wird unerklärliches Verhalten entzaubert. Kein Hashtag, kein Gendern und keine Kampagne wird diese Welt retten können. Erst wenn wir einsehen, wie wir ticken, kann sich etwas verändern. Komm mit auf eine Reise, die Dich verändern wird!

    Das Buch gibt es bei bod.de, bei Amazon, genauso bei allen anderen Onlinehändlern. Du kannst aber auch beim Buchhändler um die Ecke danach fragen. Die ISBN: 9783 7557 0721 9. (Da sich bisher kein Verlag interessiert hat, werden keine Exemplare zum Mitnehmen rumliegen, deshalb bitte vorerst direkt im Laden bestellen.)

    Noch viel mehr Lesestoff zum Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ findest Du hier:

    #MeineStimmeGegenIgnoranz

    #MeineStimmegegenIgnoranz – leise Version
    MeineStimmegegenIgnoranz – laute Version

    1,9 Millionen unserer erwachsen gewordenen Kinder verlassen offiziell psychisch kaputt ihr Elternhaus – und es ist uns egal. 28% der Erwachsenen insgesamt gelten als psychisch erkrankt – und es ist kein Thema. Die Gründe für diese Zahlen erklären aber, was mit dieser Welt nicht stimmt. Deshalb braucht das Thema psychische Gesundheit endlich maximale Aufmerksamkeit. Ich wäre Dir wirklich dankbar, wenn Du mit auf die Pauke hauen würdest, denn allein packe ich es nicht. Auch wenn du „nur“ Teil des Chors sein möchtest, dich in den hinteren Reihen verstecken möchtest oder dir die Kraft fehlt zum lauten Singen: absolut kein Problem. Hauptsache, du bist auf irgendeine Weise anwesend. Auch wenn du nur als Teil der Abonnentenzahl auftauchst, ist dem Thema geholfen.

    Du brauchst ein offenes Ohr?

    Jeder Mensch hat zwei Ohren. Nur was wir damit anfangen, ist recht unterschiedlich. Umso erleichternder ist es in Krisenzeiten, wenn du jemanden findest, der zuhören kann. In den letzten Jahren lernte ich, dass dies wohl meine Superkraft ist. Diese biete ich Dir hier an.

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  • Die immer gleiche Geschichte

    Die immer gleiche Geschichte

    Du weißt, wie wahre Liebesgeschichten beginnen. Dies sind einige von ihnen.

    Bernd

    Als es in der Anfangszeit ihrer Beziehung nur noch Streit zwischen Bernd und Josie gab, verließ sie wütend seine Wohnung. Er fuhr ihr hinterher, überholte sie, bremste sie aus, so dass sie anhalten musste. Dann ging Bernd zu ihrem Auto und schmiss Josies Sachen auf die Straße.

    Jahre später hat sie Todesangst wegen seines Verhaltens. Immer muss er genau wissen, was sie gerade macht, wo sie ist und mit wem. Wenn sie nicht antwortet, bombardiert er sie mit Nachrichten. Diese Überwachung ließ in den Jahren der Beziehung nie nach. Bei der Mutter-Kind-Kur fühlte sie sich frei – bis ihr Freund zu Besuch kam und die Verhöre sofort wieder anfingen.

    Ja, inzwischen haben sie zwei Kinder. Der Sohn ist 5 und kopiert seinen Vater. Als dieser besoffen das Bad vollkotzte und sich danach seinen Sohn ins Bett holte, der Kleine ständig redete, bekam er ein „Halt doch mal die Fresse!“ zu hören. Am nächsten Tag sagte er genau das Gleiche zu seiner zwei Jahre jüngeren Schwester. Bei der Voruntersuchung für die Schule spielte er den Ober-Coolen, als könne ihm keiner was. Bei der letzten Geburtstagsfeier guckte der 5-Jährige ein Musikvideo: „Boahh, die Weiber, irre, voll cool die Weiber! Ich werd verrückt!“ Fast alle lachten über sein cooles, lautes Verhalten, so dass der Junge lernt: Was er macht, ist toll.

    Bernd ist nie an etwas schuld. Immer wieder verlässt ihn sein Gedächtnis. Er soll Josies Auto ausgebremst haben?! Nein. Und er soll sie vor Jahren ins Gesicht geschlagen haben?! Nein, kann nicht sein. Und das alles ist eh so lange her.

    Für ihn sind alle anderen Autofahrer Viertelhirne und auch von Nicht-Autofahrern hält er nichts. Der einzige, der etwas in dieser Welt taugt, ist er selbst.

    Josie überlegt seit zwei Jahren, sich zu trennen. Bei einer Trennung hat sie aber Angst, was Bernd dann veranstaltet. Wenn ein Glas Wasser den halben Tag rumsteht, hat sie Angst, er könnte inzwischen etwas hineingetan haben. Und sie hat Angst, er würde ihr Drogen unterjubeln, damit sie dann beim Jugendamt als die Böse dasteht. Sein eigenes Marihuana hatte er zeitweise im Küchenschrank deponiert.

    Josie heulte enttäuscht, als man ihr das erste Baby überreicht hatte: Es war kein Mädchen. Noch heute rangiert ihr Sohn hinter seiner Schwester in der Gunst der Mutter. Dafür ist er Papas Liebling. Ob diese Kinder psychisch gesund aufwachsen werden?

    Elisabeths Ex

    Bernds Schwester Elisabeth war um die 20, als sie einen deutlich älteren Mann kennenlernte. Nach drei Monaten Beziehung trennte sie sich, es folgte die Versöhnung. Nach dieser erzählte er, dass ihm eine Angestellte nach der Trennung empfohlen hatte, das zu machen, was ihm guttun würde, um so über den Schlussstrich hinwegzukommen. Und so hatte er die Hausmeisterin des Wohnheims überreden können, ihn in Elisabeths Zimmer zu lassen. Dort versteckte er in ihrer Matratze ein umgebautes Babyfon. Dieses konnte wegen der Batterien nicht lange funktionieren, aber für einen kurzen Zeitraum konnte er in seinem vor dem Heim stehenden Auto u.a. Telefonate mithören.
    Und es war nicht die einzige Stalker-Aktion nach der kurzzeitigen Trennung. Warum sich Elisabeth nach dem Geständnis über das Abhören nicht umgehend und endgültig wieder trennte, kann sie 25 Jahre später nicht sagen. Ihre Mum ist eine Meisterin im Verdrängen und hält seit 50 Jahren ihrem cholerischen Mann aus, verteidigt ihn sogar.

    Statt der Trennung folgten auch in dieser Beziehung zwei Kinder. Diese verkrochen sich mit 4, 5, 6 Jahren unter dem Küchentisch, wenn das Tiefkühlgemüse in einem weiteren Streit durch die Küche flog.

    Doch erst als Elisabeths Hausärztin nach einem Gespräch mit dem jüngeren Sohn die Schweigepflicht brach, wurde ihr bewusst, dass sie von diesem Mann weg muss: „Ihr Sohn tröstet Ihre Tochter abends, wenn sie beim Einschlafen weint.“

    Ihr Freund drohte, Elisabeth den Kopf abzuschlagen, wenn sie ihn verlässt. Monatelang hatte sie Todesangst, schloss sich nachts ein, hörte ängstlich, wenn er vor dem Zimmer lief. 20 Jahre waren inzwischen vergangen, seit er ihr das Babyfon in die Matratze gelegt hatte. Nichts an ihm hatte sich zum Guten verändert.

    Richard

    Fünf Jahre nach der Trennung traf Elisabeth auf Richard. Er wollte immer wissen, was sie wann und mit wem vorhat. Ihre Kinder sollte sie zum Vater abschieben, damit er allein mit Elisabeth sein könne. Nach zwei Monaten Beziehung sprach er von Heirat, ließ Freundschaftsringe anfertigen. Schuld hatte er nie, auch keine Fehler. Diskutieren mit ihm war wie der Versuch, ein Stück nasse Seife festzuhalten. Als sich Elisabeth nach sechs Monaten trennen wollte, war für Richard völlig klar: Es lag nicht an seiner Art, sondern sie hatte einen anderen.

    In den Merkmalen der narzisstischen Persönlichkeitsstörung fand sie Richard sehr gut wieder – genauso wie ihren Bruder und teils im Vater ihrer Kinder. Auch er konnte wie Richard und Bernd nach außen hin absolut angenehm auftreten, konnte Mitleid erregen. Niemand hätte ihm zugetraut, einer Frau mit Enthauptung drohen zu können.

    Der Ex der Arbeitskollegin

    Als sich in der Zeit der Beziehung mit Richard eine frühere Arbeitskollegin bei Elisabeth meldete, freute sie sich auf das Wiedersehen. Die Frau erschien mit Perücke und war mittendrin in einer Chemo. Sie erzählte vom Vater ihrer drei Kinder, von dem sie sich 8 Jahre zuvor getrennt hatte. Doch noch immer betrachtete er seine Ex und die Kinder als sein Eigentum, machte allen vier das Leben nach wie vor zur Hölle. Ob die Krebserkrankung durch all den Stress ausgelöst wurde, wird niemand mit Sicherheit feststellen können, so wie auch Elisabeths Krebs nach den Monaten der Todesangst Zufall gewesen sein kann – das zu glauben fällt allerdings schwer. Dass die 18-jährige Tochter der einstigen Arbeitskollegin zu Magersucht tendiert und sich ritzt, erscheint unter diesem Vater nur logisch. Auch ihren beiden jüngeren Geschwistern merkt man an, was sie bisher alles durchmachen mussten. Für den Vater sind die Kinder Feinde, die in seinen Augen nichts richtig machen können – so kann sich niemals ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln.

    Die beiden Frauen konnten sich über die Krebserkrankung unterhalten – und ein weiteres Thema. Die ehemalige Arbeitskollegin ist sich sicher, dass ihr Ex die narzisstische Persönlichkeitsstörung hat. Damit hatte sie sich länger beschäftigt.

    Eine Online-Bekanntschaft

    Drei Jahre vor diesem Treffen hatte Elisabeth online bei der Suche nach dem Mann fürs weitere Leben den Vater zweier Kinder kennengelernt. Mit seiner Frau war er einst glücklich, es war die große Liebe, zwei Mädchen wurden geboren, später trennte sich die Frau, kam mit einem neuen Mann zusammen, wollte sich nach wenigen Monaten von diesem trennen. Doch das akzeptierte er nicht und erschoss sie, anschließend sich selbst: „Wenn ICH dich nicht haben kann, dann bekommt dich keiner.“ Der Vater der beiden Mädchen hat das nie verkraftet, wurde depressiv, musste und muss aber trotzdem für seine Kinder da sein, die ihre Mutter durch einen Menschen verloren haben, der kein Nein akzeptieren wollte.

    Nadines Gefängniswärter

    Nadine war Mitte 20, als sie ihren Freund kennenlernte. Schnell lag sie an seiner Kette. Schon nach wenigen Wochen sprach er von Heiraten und Kinder kriegen. Mit männlichen Freunden unternahm sie besser nichts mehr – Eifersucht bzw. Kontrollitis ohne Ende. Auch wenn sie mit Freundinnen unterwegs war, kamen Nachfragen, wo sie gerade ist, was sie macht – er sorgte sich ja nur.

    Dieses Einsperren und Überwachen führte immer wieder zu endlosen Streits, bei denen er immer wieder 10 m entfernt vom eigentlichen Thema diskutierte. Immer wieder nächtliche Anrufe, immer wieder „Ich gehe!“ aus dem Mund von Nadine, immer wieder „Ich ändere mich für dich!“ von ihm. Das alles schlug ihr immer wieder auf den Magen. Und selbst wenn sie alles machte, was er wollte, damit es keinen Stress geben würde, gab es keine Ruhe.

    Nadines Vorgängerin konnte einiges über diesen Mann berichten. Nach der Trennung von ihm erlebte sie ein nicht enden wollendes Stalking mit Wutausbrüchen und tätlichen Angriffen. Er schlich ständig ums Haus, war dort präsent, wo seine Ex auch gerade war. Sowohl für die Tochter als auch für ihre Mum waren es Monate des Psychoterrors. Dann kam Nadine – ein Segen für die zwei.

    Seine Mutter starb, als er ein Baby war – hatte er der Ex gesagt. „Meine Mum hat uns verlassen, als ich zwei war“, erzählte er Nadine. Dabei lebte sie, wie sich herausstellte, die ganze Zeit mit im Haus.

    Neun Monate nach Beginn der Beziehung hatte es wieder Streit aus „Eifersucht“ gegeben und Nadine wollte sich trennen. An ihrem Freund hatte sie letztlich eh nichts Liebenswertes gefunden. Das Sofa war nur für Sex da und nicht zum Kuscheln, er stöhnte nach einem Kilometer Wandern, wann es endlich wieder nach Hause geht. Er sah sich nach der Trennungsankündigung bestätigt: Sie habe ganz sicher einen anderen. Als er vor ihrer Wohnungstür stand und immer wieder klingelte, heulte Nadine, sie hatte Angst. Später ging er, doch die Trennung wolle er nicht akzeptieren.

    Zwei Wochen später postete Nadine bei Instagram ein Foto. Auf ihm küsste sie freudig lächelnd ihren Nun-nicht-mehr-Ex auf die Stirn, während er gelangweilt dasaß. In der Mitte des Bildes prangte ein Herz und das Wort „Love“. Unter das Bild hatte sie Hashtags gesetzt: #mylove, #fightforyourlove, #neubeginn.

    Zwei Jahre später: Nadine möchte mit diesem Mann ein Kind.

    Diese Tagebuchseite dreht sich um das gleiche Thema:

    Würdest du das kleine Mädchen, das Du einst warst, vor all den Scherben bewahren, durch das es laufen musste? Nein.

    Hörenswerter Podcast einer Mitte-20-Jährigen:

    https://anchor.fm/isipodcast/episodes/02—Meine-toxische-Beziehung–Welche-Erkenntnisse-konnte-ich-daraus-gewinnen-epg8p8

    Weitere Tagebuchseiten, in die Du gern reinschauen darfst:

    • Brief an Dich

      Du trägst mich auf deinen Schultern durch gute und schlechte Zeiten. Wir haben keine Liebesbeziehung, sind eine Zweckgemeinschaft mit gewissen Vorzügen.

    • Ein Witz

      In mitten des Ozeans sinkt nach heftigen Stürmen ein Boot ganz langsam. Der Mann darin ist erschöpft, er bekommt den Kahn einfach nicht mehr leer, so sehr er sich bemüht. Ein zweites Boot nähert sich, der Mann schöpft Hoffnung – Rettung in Sicht nach langer Zeit. Der andere Mann kommt immer näher, grüßt kurz, schaut: […]

    • Der Stein vor mir.

      Vor mir liegt ein Stein. Kein kleiner Kiesel. Er lässt mich nicht vorwärts kommen – oder schützt er mich?

    • Mein liebes Leben

      Wir hatten es selten leicht miteinander, du und ich. Von Liebesbeziehung konnte kaum die Rede sein, mein liebes Leben.

    • Hör auf mit dem Scheiß

      Wenn dein Ego nie wachsen konnte, ist es dir eben egal, wie ehrlich ein „Ich liebe dich“ ist. Hauptsache, du bekommst es zu hören.

    • Von Worten und Narben

      „Die langen Ärmel ihrer Bluse rutschten nach unten, als sie in ihrer Freude die Hände noch oben riss.
      Er sah ihre Narben am Handgelenk …“ – Wie geht es wohl weiter?

    • Mein Beileid (für die Angehörigen)

      „Wie konnte sie nur? Ja, ihr ging es dreckig, aber was sollten wir denn machen? Mein tiefempfundenes Beileid. Sag´ Bescheid, wenn du Hilfe brauchst. Jetzt muss ich erstmal los.“

    • Lady in Red

      Im dunklen Wasser des kleinen Sees versinken Nachtgedanken, heißt es. Doch aus ihm können auch zauberhafte Wesen steigen.

    • Ich bin tot.

      Ich hab´s geschafft: Ich bin tot. Endlich kann ich machen, was mir Freude am Leben gibt.

    In 18 Stunden verstehst Du diese irre Welt.

    Wer Menschen verstehen will, muss ihnen zuhören, sie beobachten, hinter die Fassade schauen: Warum heiraten wir? Sind Frauen von Natur aus gute Mütter? Was erlebt man bei der Partnersuche? Wem verdanken Elon Musk und Kanye West ihre Erfolge? Was treibt andere Prominente an – und was ist dein eigener Antrieb? Fallen psychische Erkrankungen vom Himmel? Warum steht jemand 5 Stunden unter der Dusche? Wieso glaubt Käpt´n Crazy, die Chinesen würden kommen? Sind Krankenhäuser tatsächlich Hurenhäuser? Warum verheimlicht eine 50-Jährige, dass ihr Vater soff?

    Mit den Antworten auf diese Fragen wird unerklärliches Verhalten entzaubert. Kein Hashtag, kein Gendern und keine Kampagne wird diese Welt retten können. Erst wenn wir einsehen, wie wir ticken, kann sich etwas verändern. Komm mit auf eine Reise, die Dich verändern wird!

    Das Buch gibt es bei bod.de, bei Amazon, genauso bei allen anderen Onlinehändlern. Du kannst aber auch beim Buchhändler um die Ecke danach fragen. Die ISBN: 9783 7557 0721 9. (Da sich bisher kein Verlag interessiert hat, werden keine Exemplare zum Mitnehmen rumliegen, deshalb bitte vorerst direkt im Laden bestellen.)

    Du brauchst ein offenes Ohr?

    Jeder Mensch hat zwei Ohren. Nur was wir damit anfangen, ist recht unterschiedlich. Umso erleichternder ist es in Krisenzeiten, wenn du jemanden findest, der zuhören kann. In den letzten Jahren lernte ich, dass dies wohl meine Superkraft ist. Diese biete ich Dir hier an.

    Die Familie – Erfahre mehr über uns.

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  • #verrückt: Warum selbst das Wort „Menschin“ den Frauen nichts bringen würde

    #verrückt: Warum selbst das Wort „Menschin“ den Frauen nichts bringen würde

    (überarbeitet/erweitert am 4.9.2021)

    Die Vernunft sagt uns, was richtig und was falsch ist. Sie sagt uns, dass wir andere Menschen nicht wie Scheiße behandeln dürfen, weder Frauen, noch Kinder, noch Homosexuelle, noch Ausländer, noch Fans von Dortmund oder Schalke.

    Frauen haben heute deutlich mehr Rechte als vor Jahrzehnten, die Rechte von Kindern flossen in Gesetze ein, Homosexuelle werden nicht mehr (in dem Ausmaß wie früher) als Kranke angesehen, Ausländer sind Menschen wie du und ich und den Dortmund-Fans dürfte inzwischen das Lachen über die Schalker vergangen sein, denn für mindestens eine Saison wird es das Revier-Derby wohl nicht geben.

    Theoretisch ist alles bestens

    Ginge es nach der Vernunft, würden wir heute so friedlich zusammenleben wie nie seit jener Zeit, als unsere Vorfahren die Höhlen verlassen haben. So viele Kampagnen gab es für die Rechte von jenen, die Fußabtreter anderer waren, so viele Appelle für Gleichberechtigung und Zusammenleben auf Augenhöhe. So viel „Aus Fehlern lernt man.“

    Und dennoch erscheint das Klima so vergiftet wie nie und dieser scheinbaren Spaltung setzt man neue Kampagnen und Appelle entgegen, von #DeineStimmeGegenHass bis zur Umdeutung der deutschen Sprache. Das Gendern wird damit begründet, „alle Geschlechter sichtbar oder eben hörbar machen zu wollen und sich zu einer vielfältigen Gesellschaft zu bekennen.“ So heißt es z.B. in einem Artikel des NDR. Im eigenen Haus wolle man den Reportern eine „diskriminierungsfreie Sprache“ ermöglichen. Das heißt, wenn ich nur von Reportern schreibe, diskriminiere ich Frauen. Und wenn ich das Sternchen weglasse, diskriminiere ich nichtbinäre Menschen.

    Spaltung gegen die Spaltung – Macht doch Sinn, oder?!

    Journalisten und der Duden verändern die Hörgewohnheiten – einfach mal so. Da wird über die Spaltung der Gesellschaft gejammert und im gleichen Atemzug macht man einfach sein Ding im Glauben, DAS würde die Spaltung verringern. In einer Zeit, in der du komplexe Inhalte bitteschön in 140 Zeichen zusammenstauchen sollst, sorgen einige für die inhaltslose Verlängerung der Sätze. Einmal mehr kann ich Gandhi zitieren: „Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.“

    Müssen Frauen tatsächlich sichtbar und hörbar gemacht werden? Wer sich u.a. in Partnersuchportalen umschaut, dem wird klar sein: Männer wissen sehr wohl, dass es Frauen gibt. Sie wissen das auch abseits der viruellen Welt, ob am Arbeitsplatz, in der Kneipe oder am Strand. Kein Mann dieser Welt wird darauf aufmerksam gemacht werden müssen, dass es Frauen gibt. Wer glaubt, mit einer Veränderung des Sprachgebrauchs Frauen aufwerten zu können, hat nichts aus der Geschichte gelernt.

    Pfeifen im Walde

    Homosexuelle sind heute sichtbar und hörbar, dennoch wird z.B. ein Outing im Fußball nicht empfohlen. Klar, in ein paar Jahren bis Jahrzehnten kann das anders aussehen, wir stehen ja erst am Anfang einer Entwicklung für mehr Toleranz und Akzeptanz. Wird die Welt DANN eine bessere, friedlichere, tolerantere sein? Wollen wir einfach mal hoffen?!

    Nein. Vielleicht lebt es sich dann wirklich leichter, wenn man sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlt. Aber dann werden sich Abwertung und Hass einfach auf andere Gruppen verstärken: Ausländer, Deutsche, Juden, Muslime, Christen, Politiker, Profisportler, Blondinen, Schwarze, Weiße, Gutmenschen, Schlechtmenschen, Millionäre, Hartz-IV-Empfänger, Autofahrer, Fahrradfahrer, Bayern-Fans …

    Dann hasse ich halt andere

    Denn am Bedarf, sich über andere stellen zu müssen, wird sich bis dahin nichts verändert haben, wenn wir weiter auf Appelle, Kampagnen und Erziehung von Erwachsenen setzen. Jene, die heute Frauen kleinhalten, weil das Ausüben von Macht für ihr Ego gut ist, interessiert es einen Scheiß, ob nun von Ärztinnen und Ärzten die Rede ist. Ein Narzisst (m/w/d), der seinen Partner (m/w/d) heute stalkt und einsperrt, wird das auch noch morgen machen, da kann noch so viel von Bürgerinnen und Bürgern gesprochen werden.

    Und selbst wenn irgendjemand morgen auf die Idee kommen sollte, neben dem Wort „der Mensch“ das Wort „die Menschin“ in den Duden einzutragen: Auch das wird nichts zum Positiven verändern.

    Zuhören!

    Wer etwas dafür tun will, dass Frauen nicht nur per Gesetz gleichrangig behandelt werden, der muss hinter die Gardinen schauen, ganz konkreten Geschichten zuhören und dadurch merken, wie Menschen ticken. Der muss sich ansehen, warum 26% der jungen Erwachsenen psychisch kaputt ihr Elternhaus verlassen. Und der wird dabei herausfinden, wie aus einem Kind ein Erwachsener wird, der andere kleinhalten will und hasst. Und der wird herausfinden, dass nicht Männer durch ihre Chromosomen das Übel sind, sondern dass Frauen genauso Gift sein können, wenn es um die Entwicklung eines gesunden Egos ihres Nachwuchses geht. Genau dort muss man ansetzen, wenn man will, dass sich Mann und Frau und Menschen allgemein auf Augenhöhe begegnen.

    Das Wort Narzisst schließt eben Männer wie Frauen ein. Und auch andere Persönlichkeitsstörungen und Fehlentwicklungen aus der Kindheit führen dazu, dass Menschen ihren Kindern ein ungesundes Ego vererben, das darauf angewiesen ist, sich über andere zu stellen, zu diskriminieren, zu hassen, abzuwerten.

    Göttin, bin ich toll!

    Ich habe mir vor dem Veröffentlichen dieses Textes eine Diskussion über das Thema in der Sendung studioM angetan – ich kann es nicht höflicher ausdrücken. Mir fiel immer nur „akademisches Geschwafel“ ein, Unendlichkeiten weit weg von dem, um dessen Wohl es allen angeblich geht: dem Menschen. Immer wieder geht es um diese ominöse Gesellschaft, die Frauen und andere diskriminiere, als wäre das ein großer Klumpen, der NICHT aus einzelnen Kindern in großen Körpern (Erwachsenen) besteht. Da werden Philosophen bemüht und große theoretische Bücher – dabei gäbe es Millionen Geschichten aus der Realität, wie aus Opfern Täter werden. Doch lieber ergötzt man sich im Aufsagen der modernen Buzzwörter wie „Diversität“ und „Vielfalt“ und „bunte Gesellschaft“.

    Was ich (auch) seltsam finde: Laut Studien gibt es unter Journalisten und Politikern mehr Narzissten als in der Durchschnittsbevölkerung und gerade diese beiden Gruppen gebrauchen das Gendern sehr stark – Politiker schon lange, Journalisten haben nachgezogen. Narzissten zeigen nach außen mit Charme, was für gute Menschen sie sind. Das Gendern ist eine sehr einfache Methode ohne wirklichen Energie-Einsatz, anderen zu zeigen: „Ich tue etwas für die Leidenden/Unterdrückten/Minderheiten!“ Nein, nicht alle Journalisten und Politiker sind Narzissten und nicht alle werden aus narzisstischen Gründen gendern. Bei der Suche nach Gründen sollte man diesen Gedankengang aber nicht ausklammern.

    Wenn schon, denn schon

    Aber wenn Journalisten neben Politikern gern eine diskriminierungsfreie Sprache und die Bedeutung eines Wortes nur noch 1:1 auslegen möchten (z.B. „Täter“ ist nur noch männlich), dann bitte konsequent:

    • „Es ist zum Haare raufen!“ und „Da wachsen einem graue Haare“ müssen tabu werden, denn es schließt Menschen aus, denen von Natur aus keine Haare wachsen oder denen krankheitsbedingt die Haare ausgefallen sind.
    • „Bist du blind?!“ muss tabu werden, denn es setzt Blindheit herab und damit blinde Menschen.
    • „Das machst du doch mit links!“ und „Dafür lege ich meine Hand ins Feuer“ müssen tabu werden, denn es schließt Menschen mit Arm-/Hand-Amputation aus.
    • „Ich gehe mit dir durch dick und dünn“, „Komm schnell wieder auf die Beine“ und „Dafür reiße ich mir kein Bein aus“ werden aus dem Wortschatz gestrichen, denn die Redewendungen schließen Menschen aus, die sich nicht mit Füßen oder Prothesen laufend bewegen können oder Amputationen der unteren Extremitäten hinter sich haben.
    • „Dafür muss man einen Riecher haben“ und „Das ist Geschmackssache“ schließt Menschen mit Verlust von Sinnen aus.
    • „Es braucht einen Aufschrei gegen Intoleranz“ muss weg, denn es grenzt stumme Menschen aus.

    Mein Weg

    Diese Einengung der Sprache würde wie das Gendern selbst aus meiner Sicht nicht ein einziges Wesen in dieser Welt schützen können. Mein Weg ist ein anderer, siehe diese Website und mein Buch. Ich werde auf jegliches Gendern weiterhin verzichten und bitte jeden um Nachsicht, der sich ausgegrenzt fühlen sollte. Mein Freundeskreis besteht nur aus Frauen und sie halten es ganz gut mit mir aus. Eine von ihnen, Hanna, seit einem unverschuldeten Unfall vor 20 Jahren traumatisiert, fragte ich nach einem weiblichen O-Ton zum Thema und überlasse ihr das letzt Wort: „Gendersprache? Ich? Ne, da bist du bei mir falsch xD Bei dem ganzen Genderirrsinn mach ich nicht mit.“

    In 18 Stunden verstehst Du diese irre Welt.

    Wer Menschen verstehen will, muss ihnen zuhören, sie beobachten, hinter die Fassade schauen: Warum heiraten wir? Sind Frauen von Natur aus gute Mütter? Was erlebt man bei der Partnersuche? Wem verdanken Elon Musk und Kanye West ihre Erfolge? Was treibt andere Prominente an – und was ist dein eigener Antrieb? Fallen psychische Erkrankungen vom Himmel? Warum steht jemand 5 Stunden unter der Dusche? Wieso glaubt Käpt´n Crazy, die Chinesen würden kommen? Sind Krankenhäuser tatsächlich Hurenhäuser? Warum verheimlicht eine 50-Jährige, dass ihr Vater soff?

    Mit den Antworten auf diese Fragen wird unerklärliches Verhalten entzaubert. Kein Hashtag, kein Gendern und keine Kampagne wird diese Welt retten können. Erst wenn wir einsehen, wie wir ticken, kann sich etwas verändern. Komm mit auf eine Reise, die Dich verändern wird!

    Das Buch gibt es bei bod.de, bei Amazon, genauso bei allen anderen Onlinehändlern. Du kannst aber auch beim Buchhändler um die Ecke danach fragen. Die ISBN: 9783 7557 0721 9. (Da sich bisher kein Verlag interessiert hat, werden keine Exemplare zum Mitnehmen rumliegen, deshalb bitte vorerst direkt im Laden bestellen.)

    #MeineStimmeGegenIgnoranz

    #MeineStimmegegenIgnoranz – leise Version
    MeineStimmegegenIgnoranz – laute Version

    1,9 Millionen unserer erwachsen gewordenen Kinder verlassen offiziell psychisch kaputt ihr Elternhaus – und es ist uns egal. 28% der Erwachsenen insgesamt gelten als psychisch erkrankt – und es ist kein Thema. Die Gründe für diese Zahlen erklären aber, was mit dieser Welt nicht stimmt. Deshalb braucht das Thema psychische Gesundheit endlich maximale Aufmerksamkeit. Ich wäre Dir wirklich dankbar, wenn Du mit auf die Pauke hauen würdest, denn allein packe ich es nicht. Auch wenn du „nur“ Teil des Chors sein möchtest, dich in den hinteren Reihen verstecken möchtest oder dir die Kraft fehlt zum lauten Singen: absolut kein Problem. Hauptsache, du bist auf irgendeine Weise anwesend. Auch wenn du nur als Teil der Abonnentenzahl auftauchst, ist dem Thema geholfen.

    Du brauchst ein offenes Ohr?

    Jeder Mensch hat zwei Ohren. Nur was wir damit anfangen, ist recht unterschiedlich. Umso erleichternder ist es in Krisenzeiten, wenn du jemanden findest, der zuhören kann. In den letzten Jahren lernte ich, dass dies wohl meine Superkraft ist. Diese biete ich Dir hier an.

    Noch viel mehr Lesestoff zum Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ findest Du hier:

    Die Familie – Erfahre mehr über uns.

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    Quellen

    https://www.ndr.de/kultur/Gendern-Online-Duden-aendert-Personenbezeichnungen,duden132.html

    https://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-studiom—spaltet-gendern-die-gesellschaft-100.html

  • #verrückt: Familienplanung mit einem Narzissten – gute Idee?

    #verrückt: Familienplanung mit einem Narzissten – gute Idee?

    Bernd

    Als es in der Anfangszeit ihrer Beziehung nur noch Streit zwischen Bernd und Josie gab, verließ sie wütend seine Wohnung. Er fuhr ihr hinterher, überholte sie, bremste sie aus, so dass sie anhalten musste. Dann ging Bernd zu ihrem Auto und schmiss Josies Sachen auf die Straße.

    Jahre später hat sie Todesangst wegen seines Verhaltens. Immer muss er genau wissen, was sie gerade macht, wo sie ist und mit wem. Wenn sie nicht antwortet, bombardiert er sie mit Nachrichten. Diese Überwachung ließ in den Jahren der Beziehung nie nach. Bei der Mutter-Kind-Kur fühlte sie sich frei – bis ihr Freund zu Besuch kam und die Verhöre sofort wieder anfingen.

    Ja, inzwischen haben sie zwei Kinder. Der Sohn ist 5 und kopiert seinen Vater. Als dieser besoffen das Bad vollkotzte und sich danach seinen Sohn ins Bett holte, der Kleine ständig redete, bekam er ein „Halt doch mal die Fresse!“ zu hören. Am nächsten Tag sagte er genau das Gleiche zu seiner zwei Jahre jüngeren Schwester. Bei der Voruntersuchung für die Schule spielte er den Ober-Coolen, als könne ihm keiner was. Bei der letzten Geburtstagsfeier guckte der 5-Jährige ein Musikvideo: „Boahh, die Weiber, irre, voll cool die Weiber! Ich werd verrückt!“ Fast alle lachten über sein cooles, lautes Verhalten, so dass der Junge lernt: Was er macht, ist toll.

    Bernd ist nie an etwas schuld. Immer wieder verlässt ihn sein Gedächtnis. Er soll Josies Auto ausgebremst haben?! Nein. Und er soll sie vor Jahren ins Gesicht geschlagen haben?! Nein, kann nicht sein. Und das alles ist eh so lange her.

    Für ihn sind alle anderen Autofahrer Viertelhirne und auch von Nicht-Autofahrern hält er nichts. Der einzige, der etwas in dieser Welt taugt, ist er selbst.

    Josie überlegt seit zwei Jahren, sich zu trennen. Bei einer Trennung hat sie aber Angst, was Bernd dann veranstaltet. Wenn ein Glas Wasser den halben Tag rumsteht, hat sie Angst, er könnte inzwischen etwas hineingetan haben. Und sie hat Angst, er würde ihr Drogen unterjubeln, damit sie dann beim Jugendamt als die Böse dasteht. Sein eigenes Marihuana hatte er zeitweise im Küchenschrank deponiert.

    Josie heulte enttäuscht, als man ihr das erste Baby überreicht hatte: Es war kein Mädchen. Noch heute rangiert ihr Sohn hinter seiner Schwester in der Gunst der Mutter. Dafür ist er Papas Liebling. Ob diese Kinder psychisch gesund aufwachsen werden?

    Elisabeths Ex

    Bernds Schwester Elisabeth war um die 20, als sie einen deutlich älteren Mann kennenlernte. Nach drei Monaten Beziehung trennte sie sich, es folgte die Versöhnung. Nach dieser erzählte er, dass ihm eine Angestellte nach der Trennung empfohlen hatte, das zu machen, was ihm guttun würde, um so über den Schlussstrich hinwegzukommen. Und so hatte er die Hausmeisterin des Wohnheims überreden können, ihn in Elisabeths Zimmer zu lassen. Dort versteckte er in ihrer Matratze ein umgebautes Babyfon. Dieses konnte wegen der Batterien nicht lange funktionieren, aber für einen kurzen Zeitraum konnte er in seinem vor dem Heim stehenden Auto u.a. Telefonate mithören.
    Und es war nicht die einzige Stalker-Aktion nach der kurzzeitigen Trennung. Warum sich Elisabeth nach dem Geständnis über das Abhören nicht umgehend und endgültig wieder trennte, kann sie 25 Jahre später nicht sagen. Ihre Mum ist eine Meisterin im Verdrängen und hält seit 50 Jahren ihrem cholerischen Mann aus, verteidigt ihn sogar.

    Statt der Trennung folgten auch in dieser Beziehung zwei Kinder. Diese verkrochen sich mit 4, 5, 6 Jahren unter dem Küchentisch, wenn das Tiefkühlgemüse in einem weiteren Streit durch die Küche flog.

    Doch erst als Elisabeths Hausärztin nach einem Gespräch mit dem jüngeren Sohn die Schweigepflicht brach, wurde ihr bewusst, dass sie von diesem Mann weg muss: „Ihr Sohn tröstet Ihre Tochter abends, wenn sie beim Einschlafen weint.“

    Ihr Freund drohte, Elisabeth den Kopf abzuschlagen, wenn sie ihn verlässt. Monatelang hatte sie Todesangst, schloss sich nachts ein, hörte ängstlich, wenn er vor dem Zimmer lief. 20 Jahre waren inzwischen vergangen, seit er ihr das Babyfon in die Matratze gelegt hatte. Nichts an ihm hatte sich zum Guten verändert.

    Richard

    Fünf Jahre nach der Trennung traf Elisabeth auf Richard. Er wollte immer wissen, was sie wann und mit wem vorhat. Ihre Kinder sollte sie zum Vater abschieben, damit er allein mit Elisabeth sein könne. Nach zwei Monaten Beziehung sprach er von Heirat, ließ Freundschaftsringe anfertigen. Schuld hatte er nie, auch keine Fehler. Diskutieren mit ihm war wie der Versuch, ein Stück nasse Seife festzuhalten. Als sich Elisabeth nach sechs Monaten trennen wollte, war für Richard völlig klar: Es lag nicht an seiner Art, sondern sie hatte einen anderen.

    In den Merkmalen der narzisstischen Persönlichkeitsstörung fand sie Richard sehr gut wieder – genauso wie ihren Bruder und teils im Vater ihrer Kinder. Auch er konnte wie Richard und Bernd nach außen hin absolut angenehm auftreten, konnte Mitleid erregen. Niemand hätte ihm zugetraut, einer Frau mit Enthauptung drohen zu können.

    Der Ex der Arbeitskollegin

    Als sich in der Zeit der Beziehung mit Richard eine frühere Arbeitskollegin bei Elisabeth meldete, freute sie sich auf das Wiedersehen. Die Frau erschien mit Perücke und war mittendrin in einer Chemo. Sie erzählte vom Vater ihrer drei Kinder, von dem sie sich 8 Jahre zuvor getrennt hatte. Doch noch immer betrachtete er seine Ex und die Kinder als sein Eigentum, machte allen vier das Leben nach wie vor zur Hölle. Ob die Krebserkrankung durch all den Stress ausgelöst wurde, wird niemand mit Sicherheit feststellen können, so wie auch Elisabeths Krebs nach den Monaten der Todesangst Zufall gewesen sein kann – das zu glauben fällt allerdings schwer. Dass die 18-jährige Tochter der einstigen Arbeitskollegin zu Magersucht tendiert und sich ritzt, erscheint unter diesem Vater nur logisch. Auch ihren beiden jüngeren Geschwistern merkt man an, was sie bisher alles durchmachen mussten. Für den Vater sind die Kinder Feinde, die in seinen Augen nichts richtig machen können – so kann sich niemals ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln.

    Die beiden Frauen konnten sich über die Krebserkrankung unterhalten – und ein weiteres Thema. Die ehemalige Arbeitskollegin ist sich sicher, dass ihr Ex die narzisstische Persönlichkeitsstörung hat. Damit hatte sie sich länger beschäftigt.

    Eine Online-Bekanntschaft

    Drei Jahre vor diesem Treffen hatte Elisabeth online bei der Suche nach dem Mann fürs weitere Leben den Vater zweier Kinder kennengelernt. Mit seiner Frau war er einst glücklich, es war die große Liebe, zwei Mädchen wurden geboren, später trennte sich die Frau, kam mit einem neuen Mann zusammen, wollte sich nach wenigen Monaten von diesem trennen. Doch das akzeptierte er nicht und erschoss sie, anschließend sich selbst: „Wenn ICH dich nicht haben kann, dann bekommt dich keiner.“ Der Vater der beiden Mädchen hat das nie verkraftet, wurde depressiv, musste und muss aber trotzdem für seine Kinder da sein, die ihre Mutter durch einen Menschen verloren haben, der kein Nein akzeptieren wollte.

    Nadines Gefängniswärter

    Nadine war Mitte 20, als sie ihren Freund kennenlernte. Schnell lag sie an seiner Kette. Schon nach wenigen Wochen sprach er von Heiraten und Kinder kriegen. Mit männlichen Freunden unternahm sie besser nichts mehr – Eifersucht bzw. Kontrollitis ohne Ende. Auch wenn sie mit Freundinnen unterwegs war, kamen Nachfragen, wo sie gerade ist, was sie macht – er sorgte sich ja nur.

    Dieses Einsperren und Überwachen führte immer wieder zu endlosen Streits, bei denen er immer wieder 10 m entfernt vom eigentlichen Thema diskutierte. Immer wieder nächtliche Anrufe, immer wieder „Ich gehe!“ aus dem Mund von Nadine, immer wieder „Ich ändere mich für dich!“ von ihm. Das alles schlug ihr immer wieder auf den Magen. Und selbst wenn sie alles machte, was er wollte, damit es keinen Stress geben würde, gab es keine Ruhe.

    Nadines Vorgängerin konnte einiges über diesen Mann berichten. Nach der Trennung von ihm erlebte sie ein nicht enden wollendes Stalking mit Wutausbrüchen und tätlichen Angriffen. Er schlich ständig ums Haus, war dort präsent, wo seine Ex auch gerade war. Sowohl für die Tochter als auch für ihre Mum waren es Monate des Psychoterrors. Dann kam Nadine – ein Segen für die zwei.

    Seine Mutter starb, als er ein Baby war – hatte er der Ex gesagt. „Meine Mum hat uns verlassen, als ich zwei war“, erzählte er Nadine. Dabei lebte sie, wie sich herausstellte, die ganze Zeit mit im Haus.

    Neun Monate nach Beginn der Beziehung hatte es wieder Streit aus „Eifersucht“ gegeben und Nadine wollte sich trennen. An ihrem Freund hatte sie letztlich eh nichts Liebenswertes gefunden. Das Sofa war nur für Sex da und nicht zum Kuscheln, er stöhnte nach einem Kilometer Wandern, wann es endlich wieder nach Hause geht. Er sah sich nach der Trennungsankündigung bestätigt: Sie habe ganz sicher einen anderen. Als er vor ihrer Wohnungstür stand und immer wieder klingelte, heulte Nadine, sie hatte Angst. Später ging er, doch die Trennung wolle er nicht akzeptieren.

    Zwei Wochen später postete Nadine bei Instagram ein Foto. Auf ihm küsste sie freudig lächelnd ihren Nun-nicht-mehr-Ex auf die Stirn, während er gelangweilt dasaß. In der Mitte des Bildes prangte ein Herz und das Wort „Love“. Unter das Bild hatte sie Hashtags gesetzt: #mylove, #fightforyourlove, #neubeginn.

    Zwei Jahre später: Nadine möchte mit diesem Mann ein Kind.

    Der Beitrag ist nur ein kleiner Überblick aus dem Kapitel „Die ganze Welt dreht sich um mich – Die Narzissten“ aus Teil 4 („Von Bad Boys, Taubenzüchtern und Präsidenten“) meines Buches:

    In 18 Stunden verstehst Du diese irre Welt.

    Wer Menschen verstehen will, muss ihnen zuhören, sie beobachten, hinter die Fassade schauen: Warum heiraten wir? Sind Frauen von Natur aus gute Mütter? Was erlebt man bei der Partnersuche? Wem verdanken Elon Musk und Kanye West ihre Erfolge? Was treibt andere Prominente an – und was ist dein eigener Antrieb? Fallen psychische Erkrankungen vom Himmel? Warum steht jemand 5 Stunden unter der Dusche? Wieso glaubt Käpt´n Crazy, die Chinesen würden kommen? Sind Krankenhäuser tatsächlich Hurenhäuser? Warum verheimlicht eine 50-Jährige, dass ihr Vater soff?

    Mit den Antworten auf diese Fragen wird unerklärliches Verhalten entzaubert. Kein Hashtag, kein Gendern und keine Kampagne wird diese Welt retten können. Erst wenn wir einsehen, wie wir ticken, kann sich etwas verändern. Komm mit auf eine Reise, die Dich verändern wird!

    Das Buch gibt es bei bod.de, bei Amazon, genauso bei allen anderen Onlinehändlern. Du kannst aber auch beim Buchhändler um die Ecke danach fragen. Die ISBN: 9783 7557 0721 9. (Da sich bisher kein Verlag interessiert hat, werden keine Exemplare zum Mitnehmen rumliegen, deshalb bitte vorerst direkt im Laden bestellen.)

    Diese Tagebuchseite dreht sich um das gleiche Thema:

    Würdest du das kleine Mädchen, das Du einst warst, vor all den Scherben bewahren, durch das es laufen musste? Nein.

    Noch viel mehr Lesestoff zum Buch „Verrückt – ein Aufschrei“ findest Du hier:

    Du brauchst ein offenes Ohr?

    Jeder Mensch hat zwei Ohren. Nur was wir damit anfangen, ist recht unterschiedlich. Umso erleichternder ist es in Krisenzeiten, wenn du jemanden findest, der zuhören kann. In den letzten Jahren lernte ich, dass dies wohl meine Superkraft ist. Diese biete ich Dir hier an.

    #MeineStimmeGegenIgnoranz

    #MeineStimmegegenIgnoranz – leise Version
    MeineStimmegegenIgnoranz – laute Version

    1,9 Millionen unserer erwachsen gewordenen Kinder verlassen offiziell psychisch kaputt ihr Elternhaus – und es ist uns egal. 28% der Erwachsenen insgesamt gelten als psychisch erkrankt – und es ist kein Thema. Die Gründe für diese Zahlen erklären aber, was mit dieser Welt nicht stimmt. Deshalb braucht das Thema psychische Gesundheit endlich maximale Aufmerksamkeit. Ich wäre Dir wirklich dankbar, wenn Du mit auf die Pauke hauen würdest, denn allein packe ich es nicht. Auch wenn du „nur“ Teil des Chors sein möchtest, dich in den hinteren Reihen verstecken möchtest oder dir die Kraft fehlt zum lauten Singen: absolut kein Problem. Hauptsache, du bist auf irgendeine Weise anwesend. Auch wenn du nur als Teil der Abonnentenzahl auftauchst, ist dem Thema geholfen.

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