Brief an Dich

Hallo.

Unsere Beziehung hat viele Höhen und Tiefen erlebt, wobei die Täler deutlich tiefer waren als die Gipfel hoch. Wir haben uns durchgeschlagen – oder besser gesagt: durchschlagen müssen. Gern würde ich einen Satz hier hinsetzen, den man in jedem Kitschroman liest: „Das hat unsere Beziehung stärker gemacht und wir sind daran gewachsen.“ Aber wir beide wissen, es wäre gelogen. An jedem von uns hat die Vergangenheit Spuren hinterlassen, nicht nur oberflächliche Lackschäden.

Vor allem in den letzten Jahren habe ich versucht, dich zu beschützen, so gut es unter all den Umständen ging. Du weißt, dass ich deine Signale nicht ignoriert habe, die sagten: „Vorsicht, das kann mächtig ins Auge gehen.“ Ich habe Brücken zu anderen hochgeklappt, um unsere Beziehung zu schützen, uns beide irgendwie durch die stürmischen Zeiten zu bringen. Aber wir hätten uns in die einsame Hütte im Wald am See verkriechen müssen, um all den Treffern ausweichen zu können und mit heiler Haut durchzukommen. Und nur so hätten wir Erwartungshaltungen anderer an uns fernhalten können, laut denen wir jeglichen Wahnsinn einfach abzuhaken haben.

Nun müssen wir schauen, was die Zukunft bringt und das „Produkt“ unserer Vergangenheit gemeinsam austragen. Irgendwann wird unser Kind einen Namen haben. Ob es das ist, was sich beim Ultraschall zeigte, werden wir sehen. Vielleicht ist es auch mal wieder die völlig falsche Fährte. Nur eines ist sicher: Nichts und niemand wird uns trennen – nur der Tod. Dann wirst du zu Asche und ich zu unsichtbarem Staub. Bis dahin gehen wir Hand in Hand weiter unseren Weg – oder besser gesagt: Du trägst mich weiter auf deinen Schultern.

Grüße ans Herz und all die anderen Organe, mein lieber Körper.

Dein Kopf.

In 18 Stunden verstehst Du diese irre Welt.

Wer Menschen verstehen will, muss ihnen zuhören, sie beobachten, hinter die Fassade schauen: Warum heiraten wir? Sind Frauen von Natur aus gute Mütter? Was erlebt man bei der Partnersuche? Wem verdanken Elon Musk und Kanye West ihre Erfolge? Was treibt andere Prominente an – und was ist dein eigener Antrieb? Fallen psychische Erkrankungen vom Himmel? Warum steht jemand 5 Stunden unter der Dusche? Wieso glaubt Käpt´n Crazy, die Chinesen würden kommen? Sind Krankenhäuser tatsächlich Hurenhäuser? Warum verheimlicht eine 50-Jährige, dass ihr Vater soff?

Mit den Antworten auf diese Fragen wird unerklärliches Verhalten entzaubert. Kein Hashtag, kein Gendern und keine Kampagne wird diese Welt retten können. Erst wenn wir einsehen, wie wir ticken, kann sich etwas verändern. Komm mit auf eine Reise, die Dich verändern wird!

Das Buch gibt es bei bod.de, Du kannst aber auch beim Buchhändler um die Ecke danach fragen.

Weitere Tagebuchseiten, in die Du gern reinschauen darfst:

  • Brief an Dich
    Du trägst mich auf deinen Schultern durch gute und schlechte Zeiten. Wir haben keine Liebesbeziehung, sind eine Zweckgemeinschaft mit gewissen Vorzügen.
  • Ein Witz
    In mitten des Ozeans sinkt nach heftigen Stürmen ein Boot ganz langsam. Der Mann darin ist erschöpft, er bekommt den Kahn einfach nicht mehr leer, so sehr er sich bemüht. Ein zweites Boot nähert sich, der Mann schöpft Hoffnung – Rettung in Sicht nach langer Zeit. Der andere Mann kommt immer näher, grüßt kurz, schaut: „Ich bin Tischler. Das Holz sieht noch richtig gut aus.“ Der Untergehende seufzt: „Und dennoch sinke ich.“ Der Tischler schaut noch einmal: „Hmm. Also am Holz kann es nicht liegen.“ Dann greift er in seine Ruder und verschwindet langsam im Nebel. Drei Tage später taucht… Ein Witz weiterlesen
  • Über Tote sagt man nichts Schlechtes
    Über Tote sagt man nichts Schlechtes. Wenn dir also nichts Positives einfällt, dann musst du schweigen. Doch jedes Leben erzählt eine Geschichte.
  • Die immer gleiche Geschichte
    Du weißt, wie wahre Liebesgeschichten beginnen. Dies sind einige von ihnen.
  • Das kleine Mädchen und die Scherben
    Würdest du das kleine Mädchen, das du einst warst, vor all den Scherben bewahren, durch das es laufen musste? Nein.
  • #verrückt: Mein Ruheplätzchen
    Stille ist Luxus. Im Wald kannst du sie finden, kannst nackt herumrennen. Doch nun weicht die Stille der Sprachlosigkeit.
  • Der Stein vor mir.
    Vor mir liegt ein Stein. Kein kleiner Kiesel. Er lässt mich nicht vorwärts kommen – oder schützt er mich?
  • Mein liebes Leben
    Wir hatten es selten leicht miteinander, du und ich. Von Liebesbeziehung konnte kaum die Rede sein, mein liebes Leben.
  • Hör auf mit dem Scheiß
    Wenn dein Ego nie wachsen konnte, ist es dir eben egal, wie ehrlich ein „Ich liebe dich“ ist. Hauptsache, du bekommst es zu hören.
  • Von Worten und Narben
    „Die langen Ärmel ihrer Bluse rutschten nach unten, als sie in ihrer Freude die Hände noch oben riss. Er sah ihre Narben am Handgelenk …“ – Wie geht es wohl weiter?

#MeineStimmeGegenIgnoranz

#MeineStimmegegenIgnoranz – leise Version
MeineStimmegegenIgnoranz – laute Version

1,9 Millionen unserer erwachsen gewordenen Kinder verlassen offiziell psychisch kaputt ihr Elternhaus – und es ist uns egal. 28% der Erwachsenen insgesamt gelten als psychisch erkrankt – und es ist kein Thema. Die Gründe für diese Zahlen erklären aber, was mit dieser Welt nicht stimmt. Deshalb braucht das Thema psychische Gesundheit endlich maximale Aufmerksamkeit. Ich wäre Dir wirklich dankbar, wenn Du mit auf die Pauke hauen würdest, denn allein packe ich es nicht. Auch wenn du „nur“ Teil des Chors sein möchtest, dich in den hinteren Reihen verstecken möchtest oder dir die Kraft fehlt zum lauten Singen: absolut kein Problem. Hauptsache, du bist auf irgendeine Weise anwesend. Auch wenn du nur als Teil der Abonnentenzahl auftauchst, ist dem Thema geholfen.

Leseproben aus den Büchern und neue Ideen im Entstehen bringt Dir hin und wieder die digitale Brieftaube.

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Von Thorben Sonnestrant

Zuhörer, Aufschreiber, Bildermacher